Aufregung um Angelika: Der Bergpfarrer (ab 375) 486 – Heimatroman
Von Toni Waidacher
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Markus Bruckner stolperte, und wenn der Bergpfarrer nicht blitzschnell zugegriffen und ihn gehalten hätte, wäre er wohl gestürzt. Der Bürgermeister hatte angehalten, sein Gesicht war gerötet und die Haut glänzte vom Schweiß, er atmete rasselnd und presste die linke Hand gegen seine rechte Seite. Die beiden Paare, die den Bergpfarrer und Markus Bruckner begleiteten, waren ebenfalls stehen geblieben. Der Bürgermeister von St. Johann jammerte vor sich hin: »Sollt' ich je in meinem Leben etwas Unrechtes getan haben, so büße ich dafür an den Tagen, an denen Sie mich auf irgendeinen Berg schleppen, Hochwürden. Haben Sie denn kein Herz in der Brust? Sehen Sie nicht, wie fertig ich bin? Meine Füße sind schwer wie Blei, meine Fußsohlen brennen, meine Knie schmerzen. Wenn das bis Pfingsten so weitergeht, dann bin ich ein Invalide.« »Mein lieber Markus«, antwortete Sebastian Trenker. »Es ist vielleicht nicht einfach für dich, mit uns mitzuhalten. Aber ich glaub' dir net, dass du nimmer kannst. Du willst nimmer, das ist das Problem. Es ist bei dir kein körperliches Problem, sondern psychisch bedingt. Also reiß' dich ein bissel zusammen und geh' weiter.« »Sie haben den falschen Beruf gewählt, Hochwürden, Sie hätten Sklaventreiber werden sollen.« »Okay«, sagte Sebastian und nickte den anderen zu. »Legen wir eine zehnminütige Pause ein.«
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Buchvorschau
Aufregung um Angelika - Toni Waidacher
Der Bergpfarrer (ab 375)
– 486 –
Aufregung um Angelika
Glück und Tränen in St. Johann
Toni Waidacher
Markus Bruckner stolperte, und wenn der Bergpfarrer nicht blitzschnell zugegriffen und ihn gehalten hätte, wäre er wohl gestürzt. Der Bürgermeister hatte angehalten, sein Gesicht war gerötet und die Haut glänzte vom Schweiß, er atmete rasselnd und presste die linke Hand gegen seine rechte Seite.
Die beiden Paare, die den Bergpfarrer und Markus Bruckner begleiteten, waren ebenfalls stehen geblieben.
Der Bürgermeister von St. Johann jammerte vor sich hin: »Sollt’ ich je in meinem Leben etwas Unrechtes getan haben, so büße ich dafür an den Tagen, an denen Sie mich auf irgendeinen Berg schleppen, Hochwürden. Haben Sie denn kein Herz in der Brust? Sehen Sie nicht, wie fertig ich bin? Meine Füße sind schwer wie Blei, meine Fußsohlen brennen, meine Knie schmerzen. Wenn das bis Pfingsten so weitergeht, dann bin ich ein Invalide.«
»Mein lieber Markus«, antwortete Sebastian Trenker. »Es ist vielleicht nicht einfach für dich, mit uns mitzuhalten. Aber ich glaub’ dir net, dass du nimmer kannst. Du willst nimmer, das ist das Problem. Es ist bei dir kein körperliches Problem, sondern psychisch bedingt. Also reiß’ dich ein bissel zusammen und geh’ weiter.«
»Sie haben den falschen Beruf gewählt, Hochwürden, Sie hätten Sklaventreiber werden sollen.«
»Okay«, sagte Sebastian und nickte den anderen zu. »Legen wir eine zehnminütige Pause ein.«
Sie setzten sich an den Wegrand und holten die Getränke aus ihren Rucksäcken.
Der Bürgermeister trank mit durstigen Zügen.
»Geh’ ein bissel sparsam um mit dem Wasser«, mahnte Sebastian. »Wir haben erst die Hälfte der Strecke hinter uns.«
»Dieser Hinweis baut mich natürlich enorm auf, Hochwürden«, lamentierte Bruckner. »Was hab’ ich bloß verbrochen in meinem Leben, weil mich das Schicksal derart mit Ihnen gestraft hat?«
»Dabei will ich nur dein Bestes, Markus«, lächelte der Bergpfarrer.
»Würden S’ das wirklich wollen, Hochwürden, dann würden S’ mich net ständig quälen. Dann säß’ ich jetzt daheim in meinem Wohnzimmersessel, würd’ in einem Buch lesen und mich für die Amtsgeschäfte der kommenden Woche ausruhen.«
»Du hast die ganze Nacht Zeit, dich von den heutigen Strapazen zu erholen. Heut’ aber steigen wir bis hinauf zum Aussichtsturm, machen dort oben Brotzeit und lassen die Natur auf uns wirken, schöpfen Kraft und neue Energien und machen uns so rechtzeitig auf den Rückweg, dass wir noch vor Sonnenuntergang zu Hause sind.«
»Sie können mit Engelszungen auf mich einreden, Hochwürden, besser machen S’ dadurch nix. Was Sie mit mir machen, grenzt an Körperverletzung.«
»Das magst du vielleicht so sehen, Markus, ich jedoch schreibe das nur deiner negativen Einstellung zu. Schau dir diese jungen Leute hier an. Die wollen auf den Berg, denen macht die Wanderung Spaß. Du wirst ihnen allerdings mit deinem Gejammer bald diesen Spaß verdorben haben.«
Sascha und Dieter nickten beipflichtend. Die Männer bemühten sich, genau wie ihre Begleiterinnen, ein Lächeln zu unterdrücken …
Bruckner schaute in die Runde, registrierte, dass er von niemand Anteilnahme zu erwarten hatte, und sagte weinerlich: »Ich seh’s schon, was ich sag’, stößt auf taube Ohren, drum sag’ ich gar nix mehr.«
»Dann können wir jetzt ja weitergehen«, schlug Sebastian vor, verstaute seine Trinkflasche im Rucksack und erhob sich.
Die anderen folgten seinem Beispiel. Der Bürgermeister ächzte und stöhnte, kam aber ohne fremde Hilfe auf die Beine und schwang sich den Rucksack auf den Rücken.
Vor ihnen führte der Weg in gerader Linie hangaufwärts. Der skeptische Blick Markus Bruckners folgte ihm, bis er weiter oben zwischen den Bäumen verschwand.
»Vorwärts, Markus«, sagte Sebastian grinsend. »Und keine Müdigkeit mehr vortäuschen. Sag dir einfach: ›Ich bin stark, ich schaff’ das!‹ Und wenn du oben bist, kannst du dir stolz auf die Schulter klopfen.«
»Ich sag’ nix mehr«, brummte Markus verdrossen.
Die beiden Pärchen wanderten schon voraus, hielten sich an den Händen und unterhielten sich leise. Ein Laut, der an ein verzweifeltes Schluchzen erinnerte, stieg aus der Kehle des Bürgermeisters. Schließlich marschierte er los.
Der Pfarrer schloss sich ihm an.
Bruckner stapfte schweigend und mit zäher Verbissenheit den ansteigenden Weg hinauf. ›Und wenn ich tot umfall, ich geh’ jetzt da hinauf. Ich werd’s dir beweisen, Hochwürden. Mich kriegst du net klein.‹ Völlig unbewusst stieß er hervor: »Mich net!«
»Was ist, Markus?«, fragte der Bergpfarrer.
»Nix, Hochwürden. Ich hab’ nur laut gedacht.«
*
Sie kamen tatsächlich noch vor Sonnenuntergang ins Dorf zurück. Müde, aber glücklich verabschiedeten sie sich voneinander.
Sebastian begleitete den Bürgermeister bis zu seinem Hof, den er neben seinem Amt als Gemeindeoberhaupt betrieb, und reichte ihm schließlich die Hand. »Meinen Glückwunsch, Markus, du marschierst schon viel ausdauernder und zügiger als zu Beginn unseres Trainings. Ich denk’, du läufst zu Pfingsten die Strecke von München nach Altötting mit der Leichtigkeit einer Gazelle.«
»Nehmen S’ mich jetzt auch noch auf den Arm, Hochwürden? Schauen S’ mich doch an: Ich bin doch nur noch ein menschliches Wrack, ausgebrannt, mit Füßen, die wie Feuer brennen, und Beinen, die mich kaum noch tragen wollen. Von wegen Gazelle!«
Sebastian klopfte dem Bürgermeister auf die Schulter. »Du packst das, Markus, da bin ich mir ganz sicher. Ich sag’ dir Bescheid, wenn ich wieder einen Marsch für uns beide einplan’.«
»Wenn ich Ihnen sag’, dass ich darauf net den geringsten Wert leg’, dann erzähl ich Ihnen gewiss nix Neues.«
»Wahrlich net, Markus. Und jetzt wünsch’ ich dir noch einen erholsamen Abend.«
Bruckner bewegte sich mit schleppenden Schritten und hängenden Schultern auf das Wohnhaus zu, Sebastian schlug die Richtung zum Pfarrhaus ein.
Und währenddessen hatten es sich Sascha und Kerstin im Wohnzimmer des Geberthofs bequem gemacht und Saschas Mutter hatte eine Flasche Wein geöffnet.
Sascha hatte ihr eröffnet, dass er und Kerstin nun ein Paar waren. Darauf hatten sie angestoßen, und nun sagte Karoline: »Ich kann euch gar net sagen, wie sehr mich das freut. Hält jetzt wohl doch noch das Glück auf dem Geberthof Einzug.«
»Kerstin wird, wenn Ihr Urlaub zu Ende ist, nach München zurückkehren und sowohl ihre Arbeit als auch ihre Wohnung kündigen«, sagte Sascha. »Sobald das erledigt ist, fahr’ ich nach München und helf’ ihr beim Umzug. Du hast doch sicher nichts dagegen einzuwenden, Mama, dass die Kerstin hier einzieht?«
»Man wird im Dorf darüber reden«, gab Karoline zu bedenken, »schließlich seid ihr ja net verheiratet.«
»Heutzutage ist es doch normal«, ergriff Kerstin ein wenig befremdet das Wort, »dass Paare auch ohne Trauschein zusammenleben. Sieht man das im Wachnertal tatsächlich noch anders?«
»Nur manche alten Leut’«, erwiderte Sascha. »Die reden noch von wilder Ehe. Von den Jüngeren regt das keinen mehr auf.«
»Auch den Pfarrer net?«, fragte Kerstin, und äußerte damit ihre eigenen Bedenken.
Sascha lachte auf. »Unser Pfarrer ist ein weltoffener, vernünftig denkender Mensch, der an die Liebe glaubt und sicher nix dagegen einzuwenden hat, wenn zwei, die zusammengehören, unter einem Dach leben.«
»Ich hab’ ja auch nix dagegen, wenn die Kerstin bei uns einzieht«, erklärte Karoline. »Es war nur so ein Gedanke, weil mir die Erbling-Maria in den Sinn gekommen ist. Vor der
