Verlorenes Glück - gefundenes Glück: Der Bergpfarrer (ab 375) 488 – Heimatroman
Von Toni Waidacher
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Über dieses E-Book
Es war gegen achtzehn Uhr, als Alexander Breitenbichler von der Arbeit nach Hause kam. Der Neunundzwanzigjährige war in Garmisch bei einem Elektrofachhandel als Kundendienstmonteur beschäftigt. Es war schon finster. Im Wachnertal hatte der Winter Einzug gehalten. Auf den Dächern der Häuser, in den Gärten, auf den Wiesen, Feldern und Äckern lag der Schnee mehr als einen halben Meter hoch. Als Alexander die Küche betrat, erkannte Lisa sofort, dass er wieder einmal eine absolut schlechte Laune mit nach Hause brachte. »Guten Abend«, brummte er verdrossen. »Hast du was zu essen? Ich hab' Hunger wie ein Wolf.« Kein Lächeln, kein freundliches oder gar liebevolles Wort. »Grüaß di«, erwiderte Lisa, die hübsche, siebenundzwanzigjährige Frau mit den langen, blonden Haaren und den blauen Augen. Sie ignorierte seinen mürrischen Ton einfach. »Ich kann dir ein paar Rühreier braten. Oder möchtest du ein paar Wurstbrote. Du kannst aber auch einen Teller von dem Eintopf haben, den ich für morgen gekocht hab'. Du musst nur sagen, was du willst.« Alexander zog geringschätzig die Mundwinkel nach unten. »Du könntest mal wieder einen anständigen Schweinsbraten und Knödel kochen, oder einen Sauerbraten.«
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Verlorenes Glück - gefundenes Glück - Toni Waidacher
Der Bergpfarrer (ab 375)
– 488 –
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Es war gegen achtzehn Uhr, als Alexander Breitenbichler von der Arbeit nach Hause kam. Der Neunundzwanzigjährige war in Garmisch bei einem Elektrofachhandel als Kundendienstmonteur beschäftigt.
Es war schon finster. Im Wachnertal hatte der Winter Einzug gehalten. Auf den Dächern der Häuser, in den Gärten, auf den Wiesen, Feldern und Äckern lag der Schnee mehr als einen halben Meter hoch.
Als Alexander die Küche betrat, erkannte Lisa sofort, dass er wieder einmal eine absolut schlechte Laune mit nach Hause brachte. »Guten Abend«, brummte er verdrossen. »Hast du was zu essen? Ich hab’ Hunger wie ein Wolf.« Kein Lächeln, kein freundliches oder gar liebevolles Wort.
»Grüaß di«, erwiderte Lisa, die hübsche, siebenundzwanzigjährige Frau mit den langen, blonden Haaren und den blauen Augen. Sie ignorierte seinen mürrischen Ton einfach. »Ich kann dir ein paar Rühreier braten. Oder möchtest du ein paar Wurstbrote. Du kannst aber auch einen Teller von dem Eintopf haben, den ich für morgen gekocht hab’. Du musst nur sagen, was du willst.«
Alexander zog geringschätzig die Mundwinkel nach unten. »Du könntest mal wieder einen anständigen Schweinsbraten und Knödel kochen, oder einen Sauerbraten.«
»Am Sonntag gibt’s einen Schweinerollbraten. Du hast nie was gesagt, dass du während der Woche abends warm essen möchtest, da du ja mittags meistens etwas im Wirtshaus isst.«
»Ist schon gut.« Alexander winkte ab. Er hatte keine Lust, mit seiner Frau zu diskutieren. »Rühreier sind okay. Ich geh’ ins Bad und wasch’ mir die Händ’.«
Eine Viertelstunde später saß er am Tisch und aß schweigend. Er trank nach jedem zweiten Bissen von dem Bier und tat so, als wäre seine Frau überhaupt nicht anwesend.
Sie setzte sich ihrem Mann gegenüber an den Tisch. »Heut’ bist’ ja net besonders gut drauf. Was ist dir denn für eine Laus über die Leber gelaufen?«
»Ich hab’ nachgedacht«, brummte er.
Lisa schaute ihn fragend an.
Er schob sich eine Gabel voll Rührei in den Mund, kaute, schluckte und trank. Dann sprach er weiter: »Und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass wir die Landwirtschaft aufgeben.«
Lisa zuckte betroffen zusammen. »Die Landwirtschaft aufgeben? Warum denn?«
»Sie rentiert sich net. Um sie hauptberuflich zu betreiben, ist sie zu klein. Also muss ich arbeiten gehen, damit wir über die Runden kommen. Was wir erwirtschaften, steht in keinem Verhältnis zu dem Aufwand, den wir betreiben müssen.«
»Aber du bist doch kaum damit belastet«, stieß Lisa hervor. »Die Küh’ versorg’ doch ich, und die paar Felder und Wiesen, die wir haben, machen doch auch net die große Arbeit. Wir produzieren doch eh nur das Viehfutter, und das Milchgeld ist doch ein schönes Zubrot.«
»Ich verdien’ genug, außerdem kannst du dann ja, wenn dir daheim die Decke auf den Kopf fällt, arbeiten gehen. Sobald die Saison wieder beginnt, findest du überall im Wachnertal einen Job. Das muss aber net sein. Wir kommen mit meinem Verdienst gut aus, und Reichtümer müssen wir net scheffeln. Für wen denn? Nachdem du keine Kinder kriegen kannst …«
Jetzt verschloss sich Lisas Miene. »Fang’ net wieder damit an! Ich kann’s nimmer hören. Ich weiß ja, dass du gern Kinder haben möchtest, und ich weiß auch, dass es an mir liegt, dass wir keine bekommen. Das ist so, und wir können’s net auf Knopfdruck ändern.«
»Natürlich können wir’s net auf Knopfdruck ändern«, blaffte Alexander. »Und langsam bin mir fast sicher, dass es nix mehr wird. Wie lang’ rennst du jetzt schon in die Bergklinik und lässt dich behandeln? Seit einer Ewigkeit. Seit dir damals der Pfarrer gut zugeredet hat, als du ihm dein Leid geklagt hast. Was hat’s bewirkt? Nix! Den Ärzten dort droben sind auch Grenzen gesetzt.«
»Du bist ungerecht!« Ihre Augen füllten sich mit Tränen. »Was meinst du, wie gern ich selber ein Kind hätt’? Glaubst du, das geht alles an mir spurlos vorbei?«
»Reg’ dich net auf, so hab’ ich’s net gemeint«, beschwichtigte Alexander. »Aber ich frag’ mich allen Ernstes, warum wir die Landwirtschaft betreiben, wenn wir niemand haben, der sie mal übernehmen soll. Verkaufen wir alles, bauen wir uns ein kleines Häusl und hauen wir das Geld, das übrig bleibt, auf den Kopf. Dann haben wir noch was vom Leben, wir brauchen uns keine Gedanken wegen eines Erben machen.«
»Damit bin ich net einverstanden!« Lisa erhob sich mit einem Ruck. »Du hast den Hof von deinen Eltern übernommen. Die beiden würden sich im Grab umdrehen, wenn sie hören könnten, was du für Pläne schmiedest. Meinst du net, dass du es ihnen schuldig bist, den Betrieb fortzuführen? Das Geld, das wir dafür bekommen, ist eines Tages ausgegeben. Und dann alles fort – unwiederbringlich.«
»Dann ist es eben so. Anders wär’s, wenn du Kinder kriegen könntest. Die aber bleiben uns versagt. Adoptieren will ich auch kein Kind, das weißt du genau. Also, was soll’s?«
»Ich hab’s langsam satt, mir ständig von dir vorwerfen zu lassen, dass ich schuld dran bin, dass wir keine Kinder haben. Warum trennen wir uns net? Lass dich von mir scheiden, Alex. Unsere Ehe besteht mehr oder weniger eh nur noch auf dem Papier. Vielleicht findest du nach mir eine Frau, mit der du Kinder kriegen kannst.« Lisa war wütend und hatte sich in Rage geredet. »Ich hab’ mir meine Unfruchtbarkeit auch net ausgesucht«, fuhr sie fort. »Das ist halt so und ich muss damit leben. Die Ärzte in der Bergklinik versuchen alles Mögliche, aber bisher waren ihre Bemühungen erfolglos. Vielleicht soll’s so sein. Ich weiß es net. Aber ich bin es leid, es mir ständig von dir vorwerfen zu lassen.«
»Beruhig’ dich wieder, Lisa«, brummte Alexander. »Ich weiß ja, dass du’s dir net ausgesucht hast und dass es dich auch unglücklich macht. Du sagst, du musst damit leben. Das sagt mir, dass du dich auch damit abgefunden hast. Also sind wir uns einig. Keine Kinder – keine Landwirtschaft mehr. Warum sollen wir uns weiterhin den Buckel krumm arbeiten? Für wen denn?«
»Ich bitt’ dich, Alex, überleg’ dir das noch einmal.«
»Ich weiß net, was es da noch zu überlegen gibt«, knurrte er.
Lisa, die ihn in- und auswendig kannte, sagte sich besorgt, dass er ausgesprochen entschlossen wirkte. Und tief in ihrem Inneren stieg wieder dieser Selbstvorwurf auf, dass er ihretwegen so unglücklich und negativ war.
*
Am darauffolgenden Sonntag besuchte Lisa die Morgenmesse. Danach wartete sie vor der Kirche auf Pfarrer Trenker. Der kam wenige Minuten später aus der Sakristei, wo er sein Messgewand abgelegt und aufbewahrt hatte.
Er sah Lisa und ahnte, dass sie auf ihn wartete. »Grüß Gott, Lisa«, grüßte er und lächelte. »Geh ich richtig in der Annahme, dass du auf mich gewartet hast?« Ihm blieb der Ausdruck von Schwermut in ihren Augen nicht verborgen und ihm schwante, dass es ein größeres Problem war, das die junge Frau mit sich herumtrug.
»Sie vermuten richtig, Hochwürden. Ich hätt’ Sie gern gesprochen. Ich weiß mir keinen Rat mehr.«
»Das hört sich gar net gut an«, versetzte er. »Komm’ mit mir ins Pfarrhaus. Hier draußen ist’s zu kalt. Die Temperatur liegt bei fünf Grad minus.«
»Danke, Hochwürden.« Lisa folgte dem Pfarrer ins Pfarrhaus.
»Möchtest du eine Tasse Kaffee?«, fragte Sebastian, als sie sich im Esszimmer an den Tisch setzten, den Sophie für das Frühstück des
