Toni der Hüttenwirt
Von Toni Waidacher und Friederike von Buchner
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Über diese Serie
"Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser.
Die Tautropfen glitzerten wie Diamanten in der Morgensonne. Ronja ritt rhythmisch langsam den Weg hinauf bis zur Ziegenalm. Der Fußweg führte hinter Waldkogel steil den Hang hinauf bis zu einem kleinen Wäldchen, wo die Almwiesen begannen. Von Weitem sah sie Wendy vor der Almhütte sitzen. Sie hatte ein kleines Zicklein auf dem Arm und fütterte es mit der Flasche. Ronja saß ab und band ihre Stute am Brunnen fest. Das Pferd trank. »Grüß Gott, Tanja! Hallo, bist du früh unterwegs«, begrüßte sie Wendy. Ronja setzte sich neben Wendy auf die Bank. »Gleich hat es die Milch ausgetrunken, dann habe ich kurz Zeit für dich. Leider nicht lange. Ich muss rüber auf die Kuhalm. Toni kommt bald von der Berghütte herunter. Gemolken habe ich schon. Aber ich muss die anderen Lebensmittel noch bereitstellen. Für einen Becher Kaffee zusammen reicht die Zeit. Im Augenblick ist Hochsaison und die Berghütte ist voll. Toni und Anna mussten schon mehrmals Matratzen im Wirtshaus auslegen.
Titel in dieser Serie (100)
- In die Berge und zurück: Toni der Hüttenwirt 150 – Heimatroman
150
Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Bürgermeister Fellbacher stand auf und klopfte mit dem kleinen Holzhammer auf die Unterlage. Das Gemurmel verstummte. Alle Augenpaare richteten sich auf ihn. »Hiermit eröffne ich die außerordentliche Sitzung des Gemeinderats von Waldkogel. Danke, dass ihr alle zu der späten Stunde gekommen seid. Ich will es deutlich sagen. Es ist traurig, dass wir uns um diese Zeit treffen müssen, weil wir nur dann die Fenster vom Rathaus öffnen können. Der Lärm, genauer gesagt, der Verkehrslärm und des damit verbundene Chaos, führen dazu, dass man während des Tages nimmer die Fenster auflassen kann. Ihr wisst alle, um was es geht. Seit einer Woche strömen die Reisebusse nur so nach Waldkogel. Der Marktplatz, die Hauptstraße und die Seitenstraßen, sogar die Wald- und Feldwege sind zugeparkt. Es gibt kein Durchkommen mehr. Mir liegen massenhaft Beschwerden vor, von Bauern, die nimmer auf ihre Felder kommen oder deren Hofeinfahrten zugeparkt wurden. Des ist eine Epidemie, die über Waldkogel hereingebrochen ist. Mei, es ist schön, dass wir so einen Touristenzustrom haben, aber was zu viel ist, ist zu viel. Mir reicht es und vielen Waldkogelern auch. Leut', es muss etwas geschehen. So geht des net weiter. Jeden Tag kommen mehr Besucher her, als Waldkogel Einwohner hat. Deshalb müssen wir Maßnahmen ergreifen. Ich bitte um Vorschläge.« Fritz Fellbacher setzte sich. Er trank einen Schluck Bier. Die Mitglieder des Gemeinderats sahen sich an. Pfarrer Zandler ergriff das Wort. »Hat schon jemand festgestellt, warum neuerdings so viele Besucher kommen?« »Heiner, mei, ich werde gleich ungehalten«, rief Fellbacher. »Du weißt ganz genau, warum sie kommen. Alle wollen
- Die heimliche Hochzeit: Toni der Hüttenwirt 120 – Heimatroman
120
Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Es war früher Abend. Alle Straßen in Waldkogel waren wie ausgestorben. Fast jeder saß vor seinem Fernsehgerät. Noch nie wurde eine Sendung des Regionalprograms in Waldkogel mit solchem Interesse verfolgt. Die Moderatorin im schicken Landhausdirndl saß mit drei Herren in gediegenen Lodenanzügen in einer Talk-Runde. Es waren der Bürgermeister Fritz Fellbacher, Tassilo Graf von Teufen-Thurmann, in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des neuen Trachtenvereins von Waldkogel, und Professor Doktor Konrad Schwammer, der Experte für ländliches Brauchtum und Trachten. »Meine Herren, ich begrüße Sie ganz herzlich und danke Ihnen für ihr Kommen. Dass dem neuen Verein von Waldkogel die Teilnahme am diesjährigen Trachten- und Vereinsfest in Kirchwalden verweigert wird, hat hohe Wellen geschlagen. Herr Bürgermeister Fellbacher, Sie hatten den Verein angemeldet. Wie ist der Sachverhalt?« Bürgermeister Fritz Fellbacher brachte sich in Position. »In unserem schönen Waldkogel haben wir ein sehr reges Vereinsleben. Vor einiger Zeit gründete sich ein neuer Verein, er richtet sich speziell an junge Leute. Die Mitglieder betätigen sich in dem Chor des Vereins, außerdem gibt es eine große Tanzgruppe mit einer großen Kinderabteilung. Dabei widmen sie sich modernen Musikstücken und Volksliedern. Dazu wollten die Vereinsmitglieder auch eine neue Tracht. Der Auswahlprozess war nicht einfach, aber jetzt sind alle glücklich und zufrieden. Leider wird die Tracht von dem Veranstalter nicht anerkannt und der ›Neue Trachtenverein Waldkogel‹ wurde für die Teilnahme am landesweiten Vereinstreffen in Kirchwalden disqualifiziert. Für die Trachten gäbe es keine historischen Vorgaben, heißt es. Dabei steht nirgends geschrieben, dass es für einen Trachtenverein bindend ist, dass er sich an historische Vorgaben halten
- Heimliche Liebe: Toni der Hüttenwirt 113 – Heimatroman
113
Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Toni und Anna saßen am späteren Vormittag auf der Terrasse ihrer Berghütte. Sie genossen die kurze Pause, die sie sich jeden Morgen gönnten, nachdem die Hüttengäste nach dem Frühstück zu ihren Wanderungen und Bergtouren aufgebrochen waren. Sie saßen an einem Tisch und tranken Kaffee. Toni hatte den Arm um Annas Schultern gelegt. Anna seufzte glücklich. »Wie schön es hier ist!« Sie legte ihren Kopf an Tonis Schulter. Er drückte ihr einen Kuss auf das hellblonde Haar. Sie flüsterten sich leise Zärtlichkeiten zu. »Schaut mal, wer da kommt!«, rief Alois. Der alte Alois saß auf seinem Stammplatz auf der Terrasse und las die Zeitung. Toni und Anna sahen über das Geröllfeld. »Mei, Anna! Des ist ja der Lorenz Hofer mit seiner Frau, der Lydia.« »Das ist wirklich eine Überraschung!«, staunte Anna. »Was wohl der Grund dafür ist?« »Vielleicht hat sich der Lorenz mal von seiner Arbeit losgerissen und macht mit der Lydia einen Ausflug. Gut tut er damit!« Toni und Anna standen auf. Sie blieben oberhalb der kleinen Treppen stehen, die vom Geröllfeld auf die Terrasse der Berghütte führte. »Mei, ein herzliches ›Grüß Gott‹! Welch unerwarteter Besuch!«, rief Toni den beiden entgegen. »Ja, da bist überrascht, Toni. Des glaube ich gern«, lachte Lorenz. »Mit uns hast nicht gerechnet, wie? Es war Lydias Idee, dass wir heraufkommen und euch besuchen. Sie meinte, des wäre besser als am Telefon.« Die beiden Paare begrüßten sich herzlich, dann sagten Lydia und Lorenz Hofer dem alten Alois guten Tag. »Klingt, als gäbe es etwas zu bereden«, warf Toni ein. »Des tut es, Toni! Des hast richtig erkannt.« »Setzt euch! Ich hole eine
- Herzen in Flammen: Toni der Hüttenwirt 123 – Heimatroman
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Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Toni setzte Sebastian und Franziska vor der Schule ab. Danach fuhr er zum Marktplatz von Waldkogel. Er stellte seinen Geländewagen ab und ging die wenigen Schritte zum Rathaus. Alle Türen in der Bürgermeisterei standen offen. »Grüß Gott, Toni, komm rein! Ich bin hier hinten!«, rief ihm Bürgermeister Fellbacher entgegen. »Grüß Gott, Fellbacher!« »Setz dich, Toni! Ich habe eigenhändig Kaffee gemacht«, lachte der Bürgermeister. »Was bleibt mir auch anderes übrig? Nachdem mir meine Vorzimmerdame abhanden gekommen ist, fühle ich mich fast so ein bisserl wie ein Strohwitwer.« »Daran bist selbst schuld, Fellbacher! Stell' endlich jemanden ein!« »Ja, ja! Das mache ich schon!« Sie tranken Kaffee. Toni schaute den Bürgermeister an. »So, jetzt erzähle mir, warum die Agnes gekündigt hat. Du hast mich neugierig gemacht, besonders weil du mich als Experte in Sachen Liebesangelegenheiten angesprochen hast.« Toni schmunzelte. »Aber damit hast du schon ins Schwarze getroffen, Fellbacher. Ich werde immer mehr zu einem Fachmann in Sachen Liebe, des bringt die Arbeit eines Hüttenwirts so mit sich. Des sagt auch der Alois und der muss es wissen, bei seiner Jahrzehnte langen Erfahrung als Hüttenwirt. Mei, im Urlaub kommen oft Gefühle hoch. Des ist auch zu verstehen. Im Alltag mit Arbeit, Hektik und Stress, da werden die Bedürfnisse des Herzens oft vergessen. Dann hat man keine Ruhe, um sich damit auseinanderzusetzen. Wenn die Leut' hier auf der Berghütte sind, dann senkt sich die Ruhe der Berge in ihre Herzen, und sie hören das Flüstern der Sehnsucht nach Liebe. Sie spüren die Leere und wünschen sich die Zweisamkeit mit einem anderen liebenden
- Der Kinderwagen-Kavalier: Toni der Hüttenwirt 233 – Heimatroman
233
Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Toni parkte den Geländewagen vor der Praxis von Doktor Martin Engler. Anna und Toni stiegen aus. Katja, Martins Frau, winkte aus dem offenen Küchenfenster und rief: »Grüß Gott! Mei, welch seltener Besuch! Des ist schön, dass ihr uns besucht. Kommt herein!« Augenblicke später betraten Toni und Anna die große Wohnküche. Martin war Tonis Freund seit Kindertagen. Er begrüßte die beiden herzlich. Martin, ganz der fürsorgliche Hausarzt, erkundigte sich sofort, ob es ein Freundschaftsbesuch sei oder ob die Freunde ihn als Arzt aufsuchten. Toni lachte herzlich. »Du kannst kein Geschäft mit uns machen, Martin. Wir sind gesund. Wir kommen gerade aus Kirchwalden. Anna und ich waren heute Nachmittag einkaufen und sind anschließend noch ins Kino gegangen.« »Gute Idee, dass ihr euch auch mal Freizeit gönnt«, bemerkte Martin. »Den Sommer über habt ihr kaum eine freie Minute.« »Das stimmt, aber im Winter sind wir unten in Waldkogel, weil die Berghütte geschlossen ist. Manche meinen, wir sollten auch im Winter öffnen.
- Herzschmerz und Liebesmelodie: Toni der Hüttenwirt 149 – Heimatroman
149
Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Pfarrer Heiner Zandler stand an der Kirchentür der schönen Barockkirche von Waldkogel und verabschiedete die wenigen Gläubigen, die zur Frühmesse gekommen waren. Sie traten nacheinander aus dem Gotteshaus und gaben dem Geistlichen die Hand. Der letzte war Fritz Fellbacher, der Bürgermeister von Waldkogel und Freund des Pfarrers. »Grüß Gott, Fritz! Des war eine Überraschung für mich, dich in der Frühmesse zu sehen. Was ist los? Mir scheint, es hat dich etwas net schlafen lassen.« Der Bürgermeister schmunzelte. »Du kennst mich gut, Heiner.« »Des muss auch so sein. Erstens gehörst du zu meinen Schäfchen und zweitens sind wir seit dem Sandkasten befreundet.« Bürgermeister Fellbacher drehte verlegen seinen Hut in den Händen. »Es gibt etwas, was mir Kopfzerbrechen bereitet.« »Magst mit mir drüber reden?« »Ja, denn irgendwie bist du auch davon betroffen.« »So?«, staunte Zandler und zog die Augenbrauen hoch. Er lud den Bürgermeister ins Pfarrhaus ein. Nachdem sich Pfarrer Zandler in der Sakristei seiner Messgewänder entledigt hatte, gingen sie durch den Verbindungsgang ins Pfarrhaus. Bald darauf saßen sie beim Frühstück in der Studierstube des Pfarrers, die auch sein Besprechungszimmer war, in dem er Gäste willkommen hieß. »Also, nun rede schon, Fritz! Was drückt dich?« »Da hat gestern eine Filmproduktionsfirma angerufen und sie kamen am Nachmittag vorbei, um sich vorzustellen. Sie wollen einen Kulturbeitrag drehen über den ›Engelssteig‹ und das ›Höllentor‹. Der Film soll dann im Regionalfernsehen gezeigt werden.« »Was beunruhigt dich daran?« Fellbacher trank einen Schluck Kaffee. »Heiner, oberflächlich betrachtet ist es eine gute Reklame für unser schönes Waldkogel. Aber heute Nacht bin ich aufgewacht und konnte nimmer schlafen. Irgendetwas an der Sache beunruhigt mich sehr. Ich
- Für wen soll sich Susi entscheiden?: Toni der Hüttenwirt 178 – Heimatroman
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Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Veronika hielt gerade einer Kundin die Ladentür auf, als das Telefon läutete. Das war sicher der Anruf, auf den sie gewartet hatte. Schnell ging sie zurück hinter die Ladentheke und hob ab. Eine Männerstimme meldete sich. »Grüß Gott, Frau Boller! Sie haben mir ausrichten lassen, dass Sie sich mit mir treffen wollen?« »Oh ja! Einen Augenblick bitte, Herr Baer!« Sie eilte zur Ladeneingangstür, schloss ab und drehte das Schild um mit dem Hinweis: ›Bin gleich zurück!‹ »So, da bin ich, Herr Baer. Jetzt können wir ungestört reden. Ich habe gestern in Ihrem Büro angerufen.« »Da war ich auswärts in einem Meeting. Meine Sekretärin sagte mir, Sie hätten Interesse?« »Interesse habe ich schon, Herr Baer. Ich will offen mit Ihnen reden. Ich bin ›Feuer und Flamme‹, wie man sagt. Allerdings habe ich meinen Mann noch nicht ganz überzeugen können. Er braucht etwas Schriftliches, Unterlagen.« »Aber sicher, Frau Boller. Ich habe Ihnen ja gesagt, dass Sie von mir alle Informationen bekommen. Wo und wann können wir uns treffen? Ich würde nicht allein kommen, sondern zusammen mit dem Unternehmensberater, der die Papiere nach unternehmerischem und wirtschaftlichem Standpunkt ausgearbeitet hat. Er wird Ihnen gern alle Ihre Fragen beantworten. Sein Name ist Siegfried Winter. Außerdem möchte ich Sie mit meinem Rechtsanwalt bekannt machen. Er ist in unserer Gruppe für die Verträge zuständig. Es ist Herr Doktor Konrad Körner. Ich arbeite mit beiden seit vielen Jahren zusammen. Sie freuen sich schon drauf, Sie kennenzulernen. Warten Sie einen Augenblick, ich schaue mal in meinen Terminplan!« Veronika lauschte. Es dauerte einen kurzen Augenblick. »Frau Boller, ich rufe
- Suche Mann zum Pferde stehlen: Toni der Hüttenwirt 151 – Heimatroman
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Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Toni fand einen Parkplatz direkt vor der Verwaltungsstelle der Bergwacht in Kirchwalden. Er betrat das Gebäude und durchschritt den langen Flur, an dessen Ende sich das Dienstzimmer des Leiters der örtlichen Bergwachtstation befand. Die Tür stand offen. Leonhard Gasser, Leo gerufen, war ein guter Freund von Toni und stammte ebenfalls aus Waldkogel. Er telefonierte und winkte Toni zu. Mit einer Handbewegung deutete Leonhard auf die Sitzecke in seinem Dienstzimmer. Leonhard hielt einen Augenblick die Sprechmuschel zu und sagte: »Bin gleich fertig!« Es dauerte auch nicht mehr lange, dann war das Gespräch zu Ende. Leonhard stand auf und seufzte. Er ging auf Toni zu. »Grüß dich, Toni! Mei, ist des ein saumäßiger Vormittag. Es gibt Tage, da bin sogar ich richtig genervt. Deshalb freue ich mich umso mehr, Besuch von einem so lieben Freund zu bekommen.« Toni lachte und schüttelte dem Freund die Hand. »Mei, jetzt machst mich verlegen, Leo, und nimmst mir ein bisserl den Wind aus den Segeln, wie Anna es sagen würde.« Leo rieb sich das Kinn. »Dann hast du etwas auf dem Herzen. Na ja, heute kommt es nimmer darauf an.« »Leo, mei, was bist so frustriert? So kenne ich dich net.« Leonhard Gasser schaute auf die Uhr. »Weißt du was, wir verlassen diesen Ort und gönnen uns im Biergarten eine schöne Brotzeit.« »Des ist ein Wort«, stimmte ihm Toni zu. Die beiden Freunde gingen hinaus. Leonhard Gasser holte sich am Empfang einen Piepser, den er für Notfälle immer mitnahm, wenn er sich außerhalb des Gebäudes aufhielt. Sie gingen nur einige Straßen weiter. Dort setzten sie sich in einen kleinen Biergarten auf der Rückseite
- Herzensquartett: Toni der Hüttenwirt 157 – Heimatroman
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Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Bürgermeister Fellbacher steuerte sein Auto langsam den Waldweg entlang. Er war auf dem Weg ins Forsthaus. Die Fenster seines Wagens waren weit heruntergekurbelt, damit er den Vogelstimmen lauschen konnte. Es ging ihm so richtig das Herz auf. Wieder einmal freute er sich im Stillen, Bürgermeister in diesem Ort zu sein. Das Forsthaus kam in Sicht. Lorenz Hofer, der Förster, stand mit den Waldarbeitern vor dem Haus. Fellbacher parkte neben dem dunkelgrünen Geländewagen der Försterei. Er stieg aus. Hofer kam auf ihn zu. »Grüß Gott, Fellbacher! Mei, des ist eine Überraschung. Mit dir habe ich nicht gerechnet. Hast du dich von dem schönen Wetter anstecken lassen und willst mal wieder einen Waldspaziergang machen? Heute Morgen kamen schon mehrere Wandergruppen vorbei. Das ist schon merkwürdig. Da sehen wir tagelang niemanden und dann kommen sie alle auf einmal. Aber recht haben sie, der Wald ist herrlich und er duftet heute besonders intensiv, nach dem gestrigen Regen.« »Grüß Gott«, sagte Fellbacher. Er gab Hofer die Hand. »Du schaust aber nicht gut aus, Fellbacher.« »Ich habe die Nacht fast kein Auge zugetan.« »Ich bin gerade auf dem Weg zur neuen Schonung, der letzten, die wir im vorigen Jahr angelegt haben. Magst mitkommen? Nach einer Portion frischer Luft und Waldesstille fühlst dich wie neu geboren.« Fritz Fellbacher schüttelte den Kopf. »Hofer, ich bin nicht zum Vergnügen hier, sondern dienstlich.« »Dienstlich?«, staunte der Förster. »Muss ja wichtig sein, dass du nicht angerufen hast und dich stattdessen persönlich bemühst.« Fellbacher nickte. Er zog die Stirn kraus und seufzte. »Ja, es gibt etwas, was ich dich fragen muss. Aber net
- Du musst lieben, um zu verstehen!: Toni der Hüttenwirt 179 – Heimatroman
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Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Es war früher Abend. Meta und Xaver Baumberger hantierten in der Küche. Toni war mit den Kindern in Kirchwalden gewesen und besuchte kurz seine Eltern. Franzi und Basti liefen gleich hinaus in den Garten. Toni setzte sich an den Küchentisch und trank einen Kaffee. Sie hörten Schritte auf der Terrasse. Augenblicke später stand Franz Boller in der Tür. Verlegen drehte er seinen Hut in den Händen. »Grüß Gott«, sagte er leise. »Mei, Franz, du kommst hinten herein? Xaver, hast du die Eingangstür net aufgeschlossen?«, bemerkte Meta. »Sicher ist die offen«, brummte Xaver. »Meta, ich bin lieber hinten herumgekommen, wenn es euch nichts ausmacht. Ich möchte mich net so gern in den Gastraum setzen.« Toni und seine Eltern warfen sich Blicke zu und schauten Franz Boller überrascht an. Er blickte auf seine Schuhspitzen und sagte: »Meta, Xaver, kann ich bei euch was Warmes essen? Ich meine, hier in der Küche, oder draußen auf der Terrasse hinterm Haus, wo mich niemand sieht?« »Des musst du uns näher erklären, Franz. Warum willst du net vorn sitzen?«, fragte Xaver. Er betrachtete Franz genau, und es kam ihm vor, als hätte er abgenommen. »Du schaust net gut aus, Franz. Setz dich! Ich gebe dir erst mal ein Bier.« »Danke, Xaver, kein Bier und keinen Obstler! Einen Kaffee, den nehme ich gern. Kaffee, belegte Brote und ein paar Fertiggerichte aus Dosen, das war alles, was ich die letzten beiden Wochen zwischen die Zähne bekommen habe. Aber die Konserven schmecken nimmer, wenn du sie jeden Tag essen tust.« Toni und seine Eltern verstanden Franz Boller immer weniger. Xaver gab ihm
- Mannsbild mit kleinen Fehlern: Toni der Hüttenwirt 170 – Heimatroman
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Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Die Tür zum Krankenzimmer stand offen. Auf dem Bett am Fenster saß eine junge Frau. Sie hatte den Arm um einen kleinen Jungen gelegt und drückte ihn an sich. Sie hauchte ihm einen Kuss auf das blonde Haar. Anna trat an das Bett. »Grüß Gott, du musst Melanie sein und das ist sicher dein Lars! Ich bin Anna. Wir haben telefoniert.« Ein kleines Lächeln huschte über die blassen Gesichtszüge der jungen Frau. Sie reichte Anna die Hand. »Richtig, ich bin Melanie und das ist mein Bub, der Lars.« »Mami, ist das die Frau, mit der du telefoniert hast, die den Hund hat?«, rief Lars. Anna lachte ihn an. »Ja, die bin ich, Lars. Und jetzt verrate ich dir etwas: Draußen vor dem Krankenhaus warten meine Kinder. Sie heißen Franziska und Sebastian. Den Hund haben sie dabei. Du weißt, dass Hunde nicht ins Krankenhaus dürfen.« »Kinder dürfen auch nicht rein, jedenfalls nicht überall. Aber ich darf Mami besuchen. Das hat mir Onkel Jörg erlaubt.« »Du sollst vom Herrn Doktor nicht als Onkel Jörg reden, Lars. Das ist Herr Doktor Zimmermann. Das habe ich dir schon so oft gesagt.« »Aber er hat gesagt, ich soll Onkel Jörg zu ihm sagen, Mami.« Anna lächelte. Das war typisch für den guten Jörg Zimmermann! Der gewissenhafte und menschliche Arzt hatte, über seinen Freund Dr. Engler, Melanie mit Anna und Toni in Kontakt gebracht, in der Hoffnung, dass die Baumbergers ihr helfen könnten. »Lars, draußen warten alle auf dich! Du kannst die Kinder und Bello nicht übersehen. Es ist ein ganz großer schwarzer Hund.« »Ich weiß, wie ein Neufundländer
- Vom Glück, dir zu begegnen!: Toni der Hüttenwirt 172 – Heimatroman
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Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Es war später Abend. Toni versorgte die Hüttengäste. Anna saß im Wohnzimmer und bastelte. Nach einiger Zeit kam Toni herein. Anna lächelte ihm zu. »Ich bin bald fertig, dann komme ich.« »Du musst net, lass dir Zeit! Es regnet immer noch. Die meisten Hüttengäste sind schon schlafen gegangen. Nur noch eine Handvoll sitzt mit dem Alois am Feuer und lauscht seinen Geschichten. Es ist schon sonderbar, wie selbst mich die Geschichten immer wieder packen, obwohl ich sie schon so oft gehört habe.« »Mir geht es genauso. Ich höre ihm gern zu. Jedes Wort ist erlebtes Wort und kommt aus dem Herzen.« »Das hast du schön gesagt, Anna. Das trifft es genau.« Anna drehte die Tube Klebstoff zu. »So, fertig!« »Schaut gut aus! Ich bin gespannt, was Lars dazu sagt.« »Ich hoffe, der Kalender erfüllt seinen Zweck. Er ist eben noch so klein. Kinder in dem Alter haben noch kein richtiges Zeitgefühl. Ich hoffe, meine kleine Bastelei hilft ihm.« »Wenn ein Adventskalender Kindern hilft, die Tage bis Weihnachten zu verstehen, dann wird das jetzt auch helfen. Es sind nur noch acht Türchen zu öffnen, bis seine Mutter wiederkommt.« »Ja«, seufzte Anna. »Melanie wollte Lars eine Freude machen, als sie anrief und ihm sagte, sie käme bald. Ich verstehe, dass sie ihn deshalb anrief. Ich wusste nicht, dass sie es ihm sagt. Seither ist er …«, Anna lächelte, »er ist sehr anstrengend, Toni. Ich glaube, er fragt mich am Tag fünfzigmal und mehr, wann seine Mutter kommt.« »Nicht nur dich, Anna! Ich hoffe auch, dass der ›Mama-kommt-bald-Kalender‹ hilft. Er ist sehr schön. Was für
- Das ABC der Liebe: Toni der Hüttenwirt 148 – Heimatroman
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Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Franziska war an diesem Nachmittag sehr schweigsam. »Anna, weißt du, was mit unserer Franzi ist? Sie ist stiller als sonst. Hat sie was auf dem Herzen?« Toni sah sehr besorgt aus. Obwohl Franziska und Sebastian das Trauma des Unfalltodes ihrer Eltern gut verarbeitet hatten, war Toni sehr um die beiden Adoptivkinder besorgt. Sie waren Geschenke des Himmels, für ihn und Anna, denn ihre Ehe war kinderlos. »Es ist nichts Schlimmes, Toni. Sie wünscht sich Hanteln.« »Hanteln? Des überrascht mich jetzt.« Toni sah Anna erstaunt an. Sie lachte. »Sebastian hat mir ausführlich berichtet. In der Schule ist der sportliche Ehrgeiz ausgebrochen, seit die Arbeiter an der Giebelwand der Schule mit den Bauarbeiten der Kletterwand beschäftigt sind. Die Kinder schauen ihnen in der Pause zu und reden mit ihnen. Einer soll gesagt haben, die Kletterwand hätte einen sehr hohen Schwierigkeitsgrad. Bevor man dort klettern könne, sei ein Training mit Hanteln unerlässlich. Diese bestimmt nicht so ernst gemeinte Bemerkung hat einiges ausgelöst. Die Buben sind nur noch dabei, sich ihren Bizeps zu zeigen. Basti trainiert in seinem Zimmer heimlich Liegestütze. Die Madln wollen jetzt alle Hanteln, seit die Eva von ihrem Onkel ein Paar geschenkt bekam.« Toni schmunzelte. »Ah, daher weht der Wind. Dann fahre ich morgen in die Stadt und kaufe Franziska im Sportgeschäft ein Paar Hanteln. Die können mich wegen des Gewichts bestimmt beraten.« Anna streichelte Toni die Wange. »Das muss nicht sein. Ich finde das ist unnötig. Ich habe schon mit Franzi gesprochen und ihr gesagt, dass man seine Arme auch anders trainieren kann. Ich nähe ihr heute Abend zwei
- Wann läuten die Hochzeitsglocken?: Toni der Hüttenwirt 152 – Heimatroman
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Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Es war kurz vor Ladenschluss. Veronika Boller räumte die Körbe vor dem großen Schaufenster fort. Bürgermeister Fritz Fellbacher und sein Freund, Pfarrer Zandler, kamen über den Marktplatz. »Komm, lass uns dir helfen, Veronika!« »Mei, des ist schön, Fellbacher! Ich bin allein, mein guter Franz ist noch in Kirchwalden. Es gibt viel beim Großhandel zu holen. Der Laden läuft besser denn je. Die Touristen kurbeln des Geschäft mächtig an.« Die beiden Männer packten an. »Vergelt's Gott!«, sagte Veronika. »Wenn des so weitergeht, dann müssen wir dauerhaft eine Verkäuferin einstellen. Wir schaffen diesen Ansturm nicht mehr. Davon konnte ich auch Franz überzeugen.« »Darüber wollen wir mit dir reden, Veronika.« »So, kennt ihr jemanden, der Arbeit sucht? Es freut einen immer, wenn jemand Anteil nimmt. Sicher gibt es auch viele Neider. Sagen tun sie nix, aber ich kann es ihnen ansehen, wenn sie zum Einkaufen kommen.« Veronika Boller schloss die Ladentür ab. »So, jetzt kann ich mich endlich mal hinsetzen. Ich bin den ganzen Tag auf den Beinen. Der Kaffee steht noch in der Thermoskanne von heute Morgen. Ich mache natürlich frischen Kaffee, falls jemand mittrinken will?« Die beiden Männer nickten. Sie gingen mit Veronika in den großen Lagerraum, der hinter dem Laden lag. Dort stand ein Tisch. Sie setzten sich. Veronika schaltete die Kaffeemaschine ein und schnitt Kuchen auf. Bald saßen sie gemütlich zusammen. Veronika sieht wirklich erschöpft aus, dachte Pfarrer Zandler. Er warf Bürgermeister Fellbacher einen Blick zu. Dann sagte er: »Veronika, wir sind nicht zufällig vorbeigekommen. Es gibt etwas zu bereden.« »Dann nur zu«, sagte sie. »Was ist es denn?« Pfarrer Zandler rührte in seiner
- Liebe ist mehr als Freundschaft: Toni der Hüttenwirt 165 – Heimatroman
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Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Es war früher Abend. Toni hatte die Kinder im Forsthaus abgeholt und stellte seinen Geländewagen auf der Wiese hinter der Oberländer Alm ab. Franziska und Sebastian schulterten ihre kleinen Rucksäcke und liefen los. Toni schloss das Auto ab. Er ging zu Wenzel und Hilda Oberländer. »Grüß Gott!« Die beiden saßen am Tisch vor der Almhütte. Statt eines fröhlichen Grußes nickten sie ihm nur zu. Toni sah ihre ernsten Gesichter. Eigentlich wollte er sie darum bitten, ihm Sahne, Butter und Käse mitzugeben, die er gewöhnlich am frühen Morgen holte. So konnte er sich den Weg am nächsten Tag sparen. Toni erkannte, dass mit den beiden etwas nicht stimmte. Er stellte sein Anliegen zurück und setzte sich zu ihnen. Er lächelte sie an. »Ihr schaut net gerade fröhlich aus. Ist die Milch sauer geworden?«, versuchte Toni, sie durch einen Scherz aufzumuntern. »Lass deine blöden Witze, Toni!«, zischte Wenzel, der eigentlich eine ausgesprochene Frohnatur war. »Sei net so garstig zum Toni«, tadelte Hildegard ihren Mann. »Des ist ungerecht, deine miese Laune und deinen Ärger an Toni auszulassen.« Verlegen rieb sich Wenzel Oberländer das Kinn. Er warf Toni einen Blick zu. »War net so gemeint, Toni. Ich bin heute ein bisserl grantig. Aber des hat nix mit dir zu tun.« »Sondern? Einen Grund wirst du schon haben, Wenzel. Welche Laus ist dir über die Leber gelaufen? Vielleicht kann ich helfen.« Hilda stand auf und holte für Toni einen großen Becher Milchkaffee, den sie immer auf dem Küchenherd warm hielt, der mit Holz gefeuert wurde. Toni deutete diese Geste als Einladung zu bleiben. Er trank einen
- In eigener Sache: Toni der Hüttenwirt 153 – Heimatroman
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Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Das Telefon im Flur des Pfarrhauses läutete. Helene Träutlein eilte aus der Küche und wollte den Hörer abnehmen, wie sie es gewohnt war. Doch sie blieb vor dem Apparat stehen und vergrub die Fäuste in den Taschen der Schürze. Pfarrer Zandler kam aus der Studierstube und sah sie streng an: »Träutlein, lass die Finger davon! Wir haben einen Anrufbeantworter. Du weißt, was ich gesagt habe!« Der Anrufbeantworter schaltete sich ein. »Grüß Gott! Sie sind verbunden mit dem Pfarrhaus von Waldkogel. Im Augenblick ist niemand erreichbar. Die Vertretung von Pfarrer Heiner Zandler hat Pfarrer Egon Kunz von der Sankt Michael Gemeinde in Kirchwalden. Pfarrer Kunz nimmt Ihr Anliegen gern entgegen. Sie werden jetzt automatisch mit Pfarrer Kunz verbunden. Danke für Ihren Anruf.« Wie schon seit drei Tagen blieb Helene Träutlein, die Haushälterin von Pfarrer Zandler, jedes Mal wie angewurzelt vor dem Telefon stehen. »Gibt es noch etwas, Träutlein? Hast du nix in der Küche zu tun?«, herrschte sie der Geistliche an. »Mei, Herr Pfarrer! Was sind Sie so grantig, seit Sie Urlaub machen. So kenne ich Sie nicht. Den ganzen Tag schließen Sie sich in Ihrer Studierstube ein und kommen nur zum Essen heraus. Des verstehe ich net. Wenn Sie schon Urlaub machen und net wegfahren, warum gehen S' dann net ein bisserl wandern? Es ist so schönes Wetter draußen.« »Träutlein, du bist meine Haushälterin und sonst nix, verstehst? Ich kann meinen Urlaub verbringen, wie ich will. Das musst du net verstehen. Sorge dafür, dass des Mittagessen pünktlich auf dem Tisch steht. Und jetzt lass mich in Ruhe!« Er ging in
- Öffne die Augen und dein Herz: Toni der Hüttenwirt 167 – Heimatroman
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Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Pfarrer Heiner Zandler saß in der Gartenlaube. Er trank Kaffee und ließ sich den Kuchen schmecken. Es war für noch einen Gast gedeckt. Pfarrer Zandler schaute öfter auf die Uhr. Er war beunruhigt, weil sie noch nicht da war. Ihr wird doch nichts passiert sein, dachte er besorgt. Er richtete den Blick hinauf zum Gipfelkreuz des ›Engelsteigs‹. »Hört mir bitte einen Augenblick zu, ihr lieben Engel. Ich mache mir Sorgen um die alte Katharina Schönfeld. Als ich heute Morgen nach der Frühmesse ein paar Worte mit ihr gewechselt habe, hat sie net gut ausgeschaut. Ganz müde und blass ist sie gewesen, und erschöpfte Augen hat sie gehabt. Sie war nicht gut auf den Beinen. Sie müsste schon hier sein. Passt ein bisserl auf sie auf. Sie ist so ein lieber Mensch. Legt droben im Himmel ein gutes Wort für sie ein. Sagt dem Herrgott, dass er noch ein bisserl warten soll, falls er sie zu sich holen will. Sie soll noch ein paar schöne und ruhige Jahre haben, bei dem Leid, das sie ihr ganzes Leben ertragen hat. Mei, ich will dem Herrgott net reinreden, nur eine Bitte vorbringen. Also, breitet ein bisserl eure Flügel aus, über der guten, alten Katharina.« Pfarrer Zandler nahm sich ein weiteres Stück Obstkuchen und gab reichlich Sahne darauf. Er goss die Tasse voll Kaffee. Die Minuten vergingen. Endlich kam Helene Träutlein, die Haushälterin des Geistlichen, mit dem Besuch. Pfarrer Zandler stand auf. »Grüß Gott! Warte, hier kannst dich hinsetzen, da ist Schatten. Lass mich dir helfen.« »Grüß Gott, Herr Pfarrer!
- Zwischen zwei Herzen: Toni der Hüttenwirt 162 – Heimatroman
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Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Bürgermeister Fellbacher stellte sein Auto im Park des Waldschlösschens ab und stieg aus. Graf Tassilo von Teufen-Thurmann kam die Freitreppe herunter. Er ging auf Fellbacher zu und streckte ihm die Hand entgegen. »Grüß Gott, Fritz! Schön, dass du mich einmal wieder besuchst. Ich stand gerade am Fenster und habe dich kommen sehen.« »Grüß Gott, Tassilo!« Der Graf bat den Bürgermeister herein. Sie gingen in das Arbeitszimmer. »Magst einen Obstler?«, fragte Tassilo. »Natürlich nehme ich einen Obstler. Schenke mir gleich einen Doppelten ein. Tassilo, es gibt etwas zu bereden.« Der Graf holte die Flasche mit dem Obstler und die Gläser aus dem Barschrank. Er goss ein. Die Freunde prosteten sich zu und tranken. Tassilo lehnte sich in dem großen Ledersessel zurück, schlug ein Bein über das andere und sah Fellbacher an. »So, nun sag mir, was ist der Grund, dass du so früh am Vormittag, gleich einen Doppelten trinkst?« »Kannst dir das nicht denken? Wir haben uns doch beim Stammtisch gesehen.« »Ach, du meinst, wegen der Sache mit dem Landesortstag. Dass wieder diese Promi-Gemeinde den Zuschlag bekommen hat. Mei, du hast am Stammtisch ganz schön vom Leder gezogen, Fritz! Du hast kein gutes Haar an denen da oben gelassen.« »Richtig, Tassilo, ich war stinksauer und bin es noch. Unserer schönen Gemeinde, nur weil wir keine Prominenz aufbieten können – aus solch fadenscheinigen Gründen – die Ehre abzusprechen, hier den Landesortstag stattfinden zu lassen, da geht mir der Hut hoch, das kann ich nicht so hinnehmen.« »Hast du die Sache schon im Gemeinderat beredet?« »Ja, wir haben uns gestern Abend auf der Sitzung ausschließlich
- Das Doppel-Komplott: Toni der Hüttenwirt 154 – Heimatroman
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Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Als Bürgermeister Fritz Fellbacher die Kirche betrat, sah er, dass hinten die Tür zur Sakristei offen stand. Er ging hin. Helene Träutlein, die Haushälterin des Pfarrers, wischte Staub. »Grüß Gott, Träutlein! Sie nickte ihm zu. »Wie geht es unserem Sorgenkind? Ist er noch so seltsam?« »Mei, Herr Bürgermeister, des wird von Tag zu Tag schlimmer mit ihm. Ich erkenne ihn nicht mehr. Er hat heute kaum mit mir gesprochen. Einen Morgengruß, mittags wünschte er nach dem Tischgebet einen ›Guten Appetit‹. Das war alles! Ich weiß nimmer, was ich tun soll.« »Deshalb bin ich ja hier. Ist er in seinem Studierzimmer? Und sind die Türen vom Durchgang zum Pfarrhaus alle offen?« Helene Träutlein starrte den Bürgermeister an. Sie wurde noch um einige Farbtöne blasser, als sie ohnehin schon war. »Sie wollen doch nicht einfach zu ihm gehen? Naa, des können S' net tun, Herr Bürgermeister. Er wird denken, ich hab' Sie reingelassen. Er hat ausdrücklich gesagt, dass er niemand sehen will. Offiziell ist er nicht hier, sondern in Urlaub.« Bürgermeister Fellbacher legte der Haushälterin kurz die Hand auf die Schulter. »Mei, beruhige dich, Träutlein! Du bist in der Kirche gewesen und ich bin einfach an dir vorbeigegangen. Ich behaupte, ich hätte ihn am Fenster gesehen. Da kann er nix sagen. Das Rathaus liegt gegenüber. So, und jetzt gehe ich. Und du schließt die Kirche ab!« »Mei, der wird wütend werden! Oh, wenn das nur gut geht«, jammerte die Haushälterin. »Träutlein, du musst nicht gleich hinterherkommen. Du hast ja auch noch länger hier zu tun, oder?« Sie zuckte mit den Schultern. Fellbacher redete ihr
- Eine Art »Identitätskrise«: Toni der Hüttenwirt 138 – Heimatroman
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Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Es war kurz nach acht Uhr am Morgen. Toni hielt vor dem Forsthaus, nachdem er Sebastian und Franziska zur Schule gebracht hatte. Förster Hofer stand mit Beat Utzinger und Bürgermeister Fellbacher vor der Tür. Toni stieg aus dem Geländewagen. »Da seid ihr ja schon alle. Grüß Gott!« Sie schüttelten sich die Hände. Dann gingen sie ins Büro des Forstmeisters. Seine Frau brachte Kaffee und Kuchen. »So, jetzt rede endlich, Hofer! Was gibt es so Geheimnisvolles?«, fragte der Bürgermeister und lächelte. »Dir wird das Lachen gleich vergehen, Fellbacher«, bemerkte Hofer. »Hier, am besten schaust du dir die Unterlagen an. Die sprechen für sich«, mit diesen Worten reichte er ihm die dicke Mappe. Bürgermeister Fellbacher schob seine Kaffeetasse etwas zur Seite. Er schlug die erste Seite auf, dann blätterte er schnell durch. »Mei, des ist ja ein Ding! Da ist man nur mal einige Tage unterwegs und schon passiert so etwas«, schimpfte er. »Wie war es übrigens?« »Schön war es und hoch interessant. Die Tagung der Bürgermeister von Gemeinden, die Gemeindepartnerschaften unterhalten, war wirklich gut. Aber des hier, des bremst meine Hochstimmung gewaltig. Des ist eine richtige Sauerei! Auf den Bildern kann man deutlich sehen, dass die das Gelände bereits ausmessen. So etwas macht der Schwarzer net als Freizeitbeschäftigung oder um Bäume zu pflanzen.« »Du hast von nichts gewusst, Fellbacher?« »Naa, wie sollte ich auch. Des Ganze hier betrifft Waldkogel net, da es auf dem Grund der Nachbargemeinde liegt. Aber die scheinen da wirklich ein großes Bauvorhaben zu planen.« Beat Utzinger meldete sich zu Wort. »Des Bauvorhaben ist gewaltig, wie mein Informant herausgefunden hat. Er
- Liesels Flucht: Toni der Hüttenwirt 147 – Heimatroman
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Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Toni schritt durch den langen Flur der Bergwacht in Kirchwalden. Am Ende des Gangs stand eine Tür offen. Leo, der Leiter der Bergwacht, sah von seinem Schreibtisch auf und winkte Toni herbei. Er deutete mit dem Finger auf die Sitzgruppe in seinem Büro. Für einen kurzen Moment hielt er die Sprechmuschel des Telefonhörers zu und sagte: »Grüß Gott! Setz dich, Toni, bin gleich fertig!« Es dauerte auch nicht mehr lange, dann war das Dienstgespräch zu Ende. Leonhard Gasser, der für alle nur der Leo war, kam auf Toni zu und begrüßte ihn herzlich. Er schaute auf die Uhr. »Dienst zu Ende! Da kann ich mir ein Bier erlauben«, lachte Leo. Er lud Toni auch zu einem Bier ein. Sie prosteten sich zu. »Kannst dir schon denken, warum ich hier bin, Leo.« »Mei, Toni, jetzt mach es nicht so spannend. Wie viel Geld wurde gespendet?« Toni griff in die Hosentasche und schob Leonhard den Bankbeleg hin. »Mei, der Betrag kann sich wirklich sehen lassen. Des ist ein richtiger Batzen Geld.« »Ja, es hat sich keiner lumpen lassen. Alle haben sehr großzügig gespendet. Der alte Alois, Anna und ich haben gestaunt, als wir des Bierfass mit dem Schlitz geöffnet hatten. Ich hätte nicht gedacht, dass so viel zusammenkommt.« »Es war auch ein schöner Hüttenabend und alle wussten, dass es für eine gute Sache ist. Wie steht es mit der Genehmigung für die Kletterwand am Schulhaus?« »Darum kümmert sich der Fellbacher. Ich habe heute Vormittag mit ihm gesprochen. Er meinte, die Behördenmühlen mahlen etwas langsam, aber er versuche im Hintergrund, über seine Freunde aus
- Ein ganz besonderer Liebesbote: Toni der Hüttenwirt 156 – Heimatroman
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Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Es war fast Mitternacht, als Doktor Martin Engler vor dem Haus des Bürgermeisters parkte. Er stieg aus und wartete einen Moment. Dann ging hinter einem Fenster im oberen Stockwerk das Licht an. Doktor Martin Engler schmunzelte. Bürgermeister Fellbacher schaute aus dem Fenster. »He, Martin, was ist?« Der Arzt machte eine deutliche Handbewegung, die besagte, Bürgermeister Fellbacher möge herunterkommen. Dieser nickte und schloss das Fenster. Bald erlosch das Licht. Es dauerte nicht lange, dann öffnete Fellbacher die Haustür und ließ den Doktor herein. »Was ist los? Ist eine Seuche in Waldkogel ausgebrochen?«, fragte er mit gedämpfter Stimme. Der Bürgermeister ging voraus in die große Wohnküche. »Hast du einen Obstler?«, fragte der Arzt. »Ja, doch! Nun rede schon.« Während Fellbacher die Flasche mit dem Obstler und zwei Gläser holte, erzählte der Arzt, dass er von Pfarrer Zandler käme. Helene Träutlein hatte den Doktor gerufen, weil es ihm nicht gut ging. »Ich bin zwei Stunden bei ihm gewesen. Ich habe ihm Medikamente gegeben, aber auch mit ihm geredet und ihm zugehört.« »Was hat er?« »Mei, ich bin Doktor und unterliege deshalb der Schweigepflicht, Fellbacher. Aber es gibt Situationen, die lassen auch einen Arzt net kalt. Ich dachte mir, ich fahre mal bei dir vorbei. Dein Haus liegt abseits. Du hörst bestimmt jedes Auto, das vorbeifährt oder halten tut. Und so war es ja auch. Ich habe angehalten und du hast aus dem Fenster geschaut.« »Ja, ich habe zurzeit einen leichten Schlaf. Doch rede nicht so lange drum herum, Martin. Was ist mit Heiner? Schweigepflicht hin oder her, morgen erfahre ich es von der Helene Träutlein
- Er kam im Hochzeitsanzug: Toni der Hüttenwirt 159 – Heimatroman
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Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Bürgermeister Fellbacher ging unruhig in seinem Amtszimmer auf und ab. Gina, die Gemeindesekretärin, stand in der offenen Tür und schüttelte den Kopf. »Herr Bürgermeister, Sie müssen sich damit abfinden, dass sich ein Wolf hier im Wald herumtreibt. Sie können nicht länger den Kopf in den Sand stecken.« »Seit wann kümmerst du dich um die Belange der Gemeinde? Das ist immer noch meine Aufgabe, Gina«, brüllte er. Gina zuckte mit den Schultern, drehte sich um und ließ die Tür hinter sich hart ins Schloss fallen. Sie ging im Vorzimmer zu ihrem Schreibtisch. So aufgebracht hatte sie den Bürgermeister noch nicht erlebt. Es war nicht zum Aushalten mit ihm. Bürgermeister Fellbacher kam herein. Verlegen stellte er sich vor Ginas Schreibtisch. Sie warf ihm einen kurzen Blick zu. »Gibt es etwas, Herr Bürgermeister?« »Mm! Mei, Gina, meine Nerven liegen blank. Da vergreife ich mich schon mal im Ton. Tut mir leid. Entschuldige, Gina!« »Ist in Ordnung, Herr Fellbacher! Ich kenne Sie gut. Ich mache mir eben auch meine Gedanken. Sie haben bisher in jeder Situation einen kühlen Kopf bewahrt, sich den Tatsachen gestellt und dann überlegt gehandelt. Was diesen Wolf betrifft, da scheinen Sie Ihren gesunden Menschenverstand verloren zu haben. Vielleicht sollte ich das nicht sagen, aber ich meine es nur gut.« »Das weiß ich, Gina, das weiß ich. Es tut mir leid. Aber es fällt mir sehr schwer, Maßnahmen zu ergreifen. Die Sommertouristen werden in Scharen abreisen und andere Gäste ihre Buchungen stornieren. Das wäre ein großer wirtschaftlicher Verlust. Die meisten Leute hier in Waldkogel leben vom Sommertourismus, im Hauptberuf
- Endlich wieder Lust aufs Leben!: Toni der Hüttenwirt 155 – Heimatroman
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Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Toni kam in die Küche. Er nahm sich einen Kaffee und setzte sich an den Küchentisch. Anna stand am Herd und drehte sich um. »Toni, was hast du? Ich sehe dir an, dass dich etwas beschäftigt.« »Du kennst mich gut.« Anna lachte. »Ich bin deine Frau, und ich liebe dich. Ich spüre, wenn dich etwas bedrückt.« »Mei, die Kinder sind so verändert. Sie sind so still. Seit Tagen glucken sie zusammen. Ich denke, da stimmt etwas nicht.« »Ich nehme an, sie machen sich Gedanken, dass Pfarrer Zandler von Waldkogel fort soll«, sagte Anna. »Sie sprechen nicht direkt darüber. Aber aus Nebenbemerkungen habe ich ihre Sorge herausgehört. Ich konnte sie ein wenig beruhigen, als ich ihnen sagte, wir in Waldkogel halten alle zusammen, und wir kämpfen dafür, dass alles so bleibt wie es ist. Trotzdem sind sie traurig. Ich kann es auch verstehen. Sprich du noch einmal mit ihnen.« »Das werde ich tun.« Toni nahm den Becher mit Kaffee. Er ging hinaus und lief das Geröllfeld hinauf. Oberhalb am Gebirgsbach saßen Sebastian und Franziska. Bello, der junge Neufundländerrüde, lag bei ihnen. Toni setzte sich dazu. »Ich sehe es euch an, euch beschäftigt etwas. Ihr kommt mir vor, wie zwei Blumen, die die Köpfe hängen lassen. Wollt ihr mir nicht sagen, über was ihr euch Gedanken macht?« Die Geschwister warfen sich Blicke zu und schwiegen. Toni trank einen Schluck Kaffee. »Hört mal«, sagte er sanft und liebevoll. »Anna und ich haben euch lieb. Wir sind eine Familie. Wenn einen etwas bedrückt, dann sollte man darüber reden. Es gibt da ein Sprichwort. Es heißt:
- Heiratsvermittler auf vier Pfoten: Toni der Hüttenwirt 174 – Heimatroman
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Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Veronika Boller, die Inhaberin des Andenken- und Trachtenladens Boller in Waldkogel, stand vor dem Laden und reichte Franziska und Sebastian die großen Tüten. »Ist das auch nicht zu schwer für euch?«, fragte sie besorgt. »Naa, des geht schon«, antwortete Sebastian. »Bis zu den Baumberger Großeltern ist es net weit.« »Soll ich euch net doch mit dem Auto auf die Oberländer Alm fahren?« Sebastian rollte die Augen und drehte sich um. Er mochte Veronikas Aufdringlichkeit nicht. Franziska lächelte Veronika an. »Du musst uns nicht raufbringen. Wir wollen doch noch bei den Großeltern Mittag essen. Dann fährt uns Großvater Xaver auf die Alm. Und Toni schickt den Bello mit den Packtaschen runter«, erklärte Franziska. Sie wandte sich ab und folgte ihrem Bruder, der schon losgelaufen war. Als sie ihn eingeholt hatte, schimpfte Sebastian: »So eine Nervensäge! Ich mag sie net leiden. Was die immer für Fragen stellt! Was geht sie an, wann Anna wiederkommt?« Franziska zuckte mit den Schultern. Die Kinder gingen weiter die Hauptstraße entlang. Veronika blieb vor dem Laden stehen und sah ihnen nach. »Was schaust du so?«, fragte Thea Wild. »Oh, grüß Gott, Thea! Ich habe dich lange nimmer gesehen. Willst du zu mir?« »Ja, das will ich. Grüß Gott, Veronika! Ich will ein Geschenk kaufen. Meine Brieffreundin hat Namenstag, da dachte ich mir, ich schicke ihr eine Kleinigkeit. Es soll was Typisches aus den Bergen sein. Vielleicht ein schöner Anhänger?« »Komm rein, Thea, da wird sich schon etwas finden.« Thea ging voraus in den Laden. Veronika blieb in der offenen Ladentür stehen und schaute den beiden Kindern noch einmal hinterher. »Was gibt es
- Ein ungleiches Paar: Toni der Hüttenwirt 158 – Heimatroman
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Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Nach dem Stammtischbesuch schlenderte Förster Hofer zur nächtlichen Stunde die Hauptstraße entlang. Das Haus der Tierärztin Doktor Beate Brand war voll erleuchtet. Hofer blieb stehen und betrachtete die erleuchteten Fenster. In diesem Augenblick trat Beate, die von allen in Waldkogel liebevoll die Viehdoktorin genannt wurde, aus der Haustür. Hofer ging auf sie zu. »Grüß Gott, Beate! Mei, des ist gut, dass ich dich sehe.« »Grüß Gott, Lorenz! Ich bin wieder da. Gerade eben bin ich angekommen.« »Wie war dein Urlaub?« »Schön war er. Aber so schön er auch war, hier ist es am schönsten. Die letzten Tage war ich schon ganz unruhig und konnte es kaum erwarten heimzukommen.« »Das verstehe ich.« Lorenz Hofer folgte Beate zu ihrem Geländewagen und half ihr, das Gepäck ins Haus zu tragen. »Magst einen Schluck trinken?«, fragte sie. »Gern, danke für die Einladung!« Beate lächelte. »Es scheint ruhig gewesen zu sein, während meiner Abwesenheit.« »Wie man's nimmt«, sagte Hofer und lächelte. »Was willst du damit sagen? Der junge Tierarzt, den ich mit der Vertretung betraut hatte, langweilte sich mächtig. Er brannte darauf, aus dem ruhigen Kaff, wie er sagte, zurück nach München zu kommen«, lachte Beate. »Ich denke mir aber, dass unsere guten Waldkogeler nur gewartet haben, bis ich wieder da bin.« »Des stimmt. Sie waren alle sehr beunruhigt. Immerhin war es das erste Mal, dass du in Urlaub gefahren bist und dann gleich für mehrere Wochen.« »Auch eine Viehdoktorin braucht gelegentlich Erholung«, sagte Beate leise. »Des streite ich nicht ab. Ich gebe aber zu, dass ich und der Fellbacher glücklich sind, dass du wieder da bist. Es gibt nämlich etwas,
- Eure Herzen brauchen Liebe: Toni der Hüttenwirt 173 – Heimatroman
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Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Anna schenkte sich eine Tasse Kaffee ein. Dann ging sie hinaus und setzte sich auf die Terrasse der Berghütte. Während sie über das Tal blickte, raste ihr Herz. Auf ihren Wangen glühten vor Aufregung rote Flecken. Der alte Alois ging zu ihr und brachte ihr einen Obstler. »Hier, des trinkst du jetzt, Madl! Es ist auch nur halb voll. Aber du brauchst jetzt eine Stärkung. Dann bleibst hier sitzen und ruhst dich ein bisserl aus.« Er legte kurz die Hand auf ihre Schulter. Anna schaute ihn mit großen Augen an. »Das ist lieb von dir gemeint, Alois. Aber helfen tut es nicht. Ich bin ganz durcheinander.« »Des sehe ich dir an. Trink!« Alois musste sie noch einmal auffordern, den Obstler zu sich zu nehmen. Anna trank einen kleinen Schluck, stellte das Schnapsglas aber gleich wieder auf den Tisch. Sie umfasste den Kaffeebecher mit beiden Händen. »Ach, Alois!«, stöhnte sie. »Hoffentlich kommt Toni bald.« »Es kann nicht mehr lange dauern. Er hat doch schon angerufen, dass er auf den Heimweg ist.« Toni hatte am frühen Morgen die Kinder zur Schule nach Waldkogel hinuntergebracht. Danach war er nach Kirchwalden zum Einkaufen gefahren. Jetzt war es später Vormittag. Es war ruhig auf der Berghütte. Die Hüttengäste waren zu ihren Tageswanderungen aufgebrochen und die Mittagsgäste noch nicht angekommen. Der alte Alois setzte sich neben Anna und legte den Arm hinter ihr auf die Stuhllehne. »Mein Onkel, meine Tante und alle anderen sagen, ich soll mir keine Gedanken machen«, sagte Anna. »Da mache ich mir erst recht Sorgen.« »Aber, Anna, sie würden des net sagen, wenn es
- Sehnsucht nach Tapetenwechsel: Toni der Hüttenwirt 161 – Heimatroman
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Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Bürgermeister Fellbacher stürmte ins Rathaus. Hinter ihm fiel krachend die große Eingangstür ins Schloss. Die Tür zwischen dem Vorzimmer und dem Treppenhaus stand offen wie immer, wenn Gina im Amt war. »Gina!«, rief Fellbacher, schon während er die Stufen zum Hochparterre hinaufrannte. »Ich bin hier, Herr Bürgermeister, was gibt es?« »Ich kann net zum Mittagessen heimgehen. Des kannst ausrichten. Ich muss sofort zum Zandler«, sagte er in einem Atemzug. Dann drehte er sich um und rannte die Stufen wieder hinunter. Beim Hinausgehen knallte er die Tür zu. Gina stand auf und ging zum Fenster. Sie sah, wie Bürgermeister Fellbacher eilig dem gegenüberliegenden Pfarrhaus zustrebte. »Himmel, was wird da wieder los sein?«, murmelte Gina vor sich hin. »Wenn er so aufgedreht ist, hat das nichts Gutes zu bedeuten.« Die junge Gemeindesekretärin kannte ihren Chef gut und wusste seine Stimmungen zu deuten. Drüben öffnete Helene Träutlein die Tür. Sie war die Haushälterin von Pfarrer Zandler. Pfarrer und Bürgermeister waren Jugendfreunde und in Waldkogel aufgewachsen. Fellbacher grüßte Träutlein, indem er kurz den Hut zog. Dann rannte er an ihr vorbei. Die Tür zum Studierzimmer des Geistlichen stand offen. »Heiner, ich muss dich sofort sprechen«, schrie Fellbacher laut. »Des ist so eine Gemeinheit! Des ist eine einzige Sauerei, und ungerecht ist es ebenfalls. Ich bin so sauer. Ich könnte die glatten Felswände hochgehen, ohne Seil. Ich hänge vor Wut net nur unter der Decke, ich bin schon oben auf dem Gipfel.« »Erst mal Grüß Gott, Fritz!« »Meinetwegen, Grüß Gott«, brummte Fellbacher. Zandler stand mitten in der Studierstube, die Hände in den Hosentaschen und grinste. Das brachte den Bürgermeister
- Ein Herz wartet: Toni der Hüttenwirt 180 – Heimatroman
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Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Die Sitzung des Gemeinderates war zu Ende. »So Leut', des war es«, sagte Fritz Fellbacher. »Des ging ja schnell heute.« Er lachte laut. »Na ja, die Opposition war heute nicht hier. Der Huber liegt mit Bauchweh im Bett, hat mir der Martin gesagt. Net, dass ich einem Mitglied unseres Gemeinderates etwas Böses wünsche, aber es war gut, ohne Huber die Sache abzuschließen. Zweifellos wäre Huber überstimmt worden, aber reden und schimpfen und Unruhe stiften, des hätte er schon aus Prinzip gemacht. Aber so können wir jetzt früh heim, meine Frau wird sich freuen.« »Fellbacher, auf ein Wort noch«, sprach ihn Albert Weißgerber an. »Weißt du, wie lange die Bollers den Laden noch zuhaben? Es ist schon beschwerlich, wenn man zum Einkaufen nach Kirchwalden muss.« Fellbacher zuckte mit den Schultern. Er rieb sich das Kinn. »Ich verstehe das auch nicht. Seit Montag ist der Laden zu. Es steht auch nicht dran, wie lange sie Urlaub machen, sie haben niemandem etwas erzählt. Gestern habe ich die Veronika im Auto wegfahren sehen. Ich habe ihr noch hinterhergerufen, aber sie ist einfach weitergefahren. Den Franz habe ich die ganze Woche nicht gesehen. Mir kommt des auch sehr seltsam vor, Albert. Die beiden hatten den Laden immer aufgehabt. Nie waren sie in Urlaub. Ich kann mir keinen Reim darauf machen.« »Fellbacher, du musst herausfinden, was mit den Bollers los ist. Es sieht schlecht aus, wenn diese Einkaufsmöglichkeit fehlt.« »Ja, ich werde mich darum kümmern.« Die Gemeinderatsmitglieder verabschiedeten sich und gingen fort. Nur Heiner Zandler, der Pfarrer von Waldkogel, blieb zurück. »Fritz, kommst du
- Hochzeitsglocken für Ole und Erika!: Toni der Hüttenwirt 312 – Heimatroman
312
Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Adele Krämer saß auf der Terrasse der Berghütte und schaute über das Tal. Sie war Henks Großtante und Erbtante. Henk war sehr spät aufgestanden und holte sich in der Küche einen Becher Kaffee. Dort waren Alois, Anna und Toni damit beschäftigt, das Mittagessen vorzubereiten. »Alois, heute keine Plauderei mit Addi?«, fragte Henk und schmunzelte. Sonst saßen Adele und Alois fast den ganzen Tag auf dem Holzplatz hinter der Berghütte und plauderten. Die beiden Alten verstanden sich gut und waren sich sehr zugetan. »Naa, heute nicht. Deine Tante muss nachdenken, sagt sie. Da lasse ich sie besser allein«, antwortete Alois. »Es scheint etwas Ernstes zu sein.« Henk nippte an seinem Kaffee. »Ja, so sieht es aus. Ich habe ihr ein Guten Morgen! zugerufen und sie gab mir keine Antwort.« »Sie wird dich nicht gehört haben. Wahrscheinlich ist sie mit ihren Gedanken weit weg.« »So wird es sein, Alois.
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