Thomas ist wieder da!: Der Bergpfarrer 249 – Heimatroman
Von Toni Waidacher
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Über dieses E-Book
Diese Serie enthält alles, was die Leserinnen und Leser von Heimatromanen interessiert.
»Na, wenn's bei eurer Hochzeit auch so ein Wetter wird, dann ist's ja ein perfekter Tag!« Anna Lechner strahlte, als sie diese Worte zu ihrer Tochter sagte. Franziska schmunzelte. »Ja, Mama«, erwiderte sie, »aber vergiss net, dass es bis dahin noch fast drei Wochen sind. Da kann noch viel gescheh'n, mit dem Wetter.« Mutter und Tochter standen in der Küche des Berningerhofes. Anna Lechner wusch das Geschirr vom Mittagessen ab, Franzi trocknete ab und stellte es in den Schrank. Annas Augen glänzten vor Glück, grad als sei sie es, die vom Berningerbauern zum Altar geführt würde. Aber es wunderte nicht, wenn man wusste, dass mit der Hochzeit ihrer Tochter mit dem reichen Bauern Anna Lechners größter Wunsch wahr wurde. Ihre Franzi sah einer glücklichen und gesicherten Zukunft entgegen! Dabei war es gar nicht so sicher gewesen, dass Markus Berninger der Tochter seiner Magd einen Heiratsantrag machen würde. Jedenfalls hatte der zehn Jahre ältere Mann sich bisher zurückgehalten – auch wenn Anna die Blicke, mit denen der Bauer Franzi bedachte, nicht entgangen waren. Doch vor einem Vierteljahr waren sie sich einig geworden. Markus hatte ganz offiziell um die Hand ihrer Tochter angehalten, und Franzi hatte endlich ja gesagt. »Ich schau' mal nach der Wäsche«, erklärt die Vierundzwanzigjährige. »Sie müsst' ja trocken sein.« Anna ließ das Wasser ablaufen und säuberte das Spülbecken. Fröhlich summte sie eine Melodie, die ihr gerade in den Sinn kam.
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Buchvorschau
Thomas ist wieder da! - Toni Waidacher
Der Bergpfarrer
– 249 –
Thomas ist wieder da!
Erinnerungen werden wach …
Toni Waidacher
»Na, wenn’s bei eurer Hochzeit auch so ein Wetter wird, dann ist’s ja ein perfekter Tag!«
Anna Lechner strahlte, als sie diese Worte zu ihrer Tochter sagte.
Franziska schmunzelte.
»Ja, Mama«, erwiderte sie, »aber vergiss net, dass es bis dahin noch fast drei Wochen sind. Da kann noch viel gescheh’n, mit dem Wetter.«
Mutter und Tochter standen in der Küche des Berningerhofes. Anna Lechner wusch das Geschirr vom Mittagessen ab, Franzi trocknete ab und stellte es in den Schrank.
Annas Augen glänzten vor Glück, grad als sei sie es, die vom Berningerbauern zum Altar geführt würde. Aber es wunderte nicht, wenn man wusste, dass mit der Hochzeit ihrer Tochter mit dem reichen Bauern Anna Lechners größter Wunsch wahr wurde.
Ihre Franzi sah einer glücklichen und gesicherten Zukunft entgegen!
Dabei war es gar nicht so sicher gewesen, dass Markus Berninger der Tochter seiner Magd einen Heiratsantrag machen würde. Jedenfalls hatte der zehn Jahre ältere Mann sich bisher zurückgehalten – auch wenn Anna die Blicke, mit denen der Bauer Franzi bedachte, nicht entgangen waren. Doch vor einem Vierteljahr waren sie sich einig geworden. Markus hatte ganz offiziell um die Hand ihrer Tochter angehalten, und Franzi hatte endlich ja gesagt.
»Ich schau’ mal nach der Wäsche«, erklärt die Vierundzwanzigjährige. »Sie müsst’ ja trocken sein.«
Anna ließ das Wasser ablaufen und säuberte das Spülbecken. Fröhlich summte sie eine Melodie, die ihr gerade in den Sinn kam.
Sechsundvierzig Jahre war sie jetzt alt, seit sechs Jahren verwitwet, und genauso lange arbeiteten sie und Franzi auf dem Berningerhof. Der Bauer galt als einer der Reichsten im Wachnertal, und außer Mutter und Tochter war noch ein Knecht angestellt. In der Erntezeit holte Markus Berninger sich dann noch weitere Hilfskräfte auf den Hof. Rinder und Schweine standen in den Ställen und auf den Weiden. Ein großes Stück Bergwald gehörte zum Besitz des Berningers und mehrere Hektar bestes Ackerland, das bewirtschaftet wurde.
Ja, Franzi würde ein sorgenfreies Leben führen können, anders als ihre Mutter, die nach dem frühen Tod des Mannes und Ernährers zusehen musste, wie sie sich und die Tochter durchbrachte. Wie ein Geschenk des Himmels war es ihr vorgekommen, dass Markus sie und Franzi aufgenommen hatte.
Und nun stand die Hochzeit ins Haus. Ganz St. Johann würde daran teilnehmen. Tag und Nacht grübelte Anna Lechner darüber, was alles vorbereitet werden musste. Einladungen wurden geschrieben und verschickt, lange Listen, damit man auch ja nichts und niemanden vergaß. In Gedanken räumte Anna schon die große Scheune leer, um sie als Festsaal herzurichten, und unzählige Menüs wurden geplant und wieder verworfen.
Ach, ihr Herz klopfte vor Aufregung, wenn sie nur daran dachte! Schad’, dass Florian das nicht mehr erleben durfte!
Während ihre Mutter in Träumen schwelgte, war Franziska Lechner dabei, die Wäsche von der Leine zu nehmen. Markus war mit Urban, dem alten Knecht, der schon beim Altbauern gearbeitet hatte, in den Bergwald hinaufgefahren, um Holz zu schlagen. Sie würden wohl erst zum Abendessen zurück sein.
Das junge Madel faltete den Kopfkissenbezug zusammen und legte ihn auf den Wäscheberg im Korb. Seufzend setzte Franzi sich auf einen Gartenstuhl und schaute gedankenverloren zu den Bergen hinüber.
So ganz konnte sie die Begeisterung ihrer Mutter nicht teilen. Gewiss, es war der richtige Schritt gewesen, Markus’ Antrag anzunehmen. Aber es war ein Schritt, der von der Vernunft diktiert worden war. Vierundzwanzig Jahre war sie nun alt. Andere Frauen in diesem Alter waren längst verheiratet, hatten schon Kinder. Und wenn sie Glück hatten, dann hatten sie auch den Mann bekommen, den sie liebten.
Sie hingegen konnte froh und dankbar sein, dass Markus sie zur Frau wollte. Zwar hatten sie und die Mutter ihr Auskommen, aber reich waren sie gewiss nicht. Und die Zukunft lag eher im Dunkeln. Reich zu heiraten, diese Aussicht hatte sie bisher nicht gehabt. Vermutlich hätte sie ihr ganzes Leben als Magd arbeiten müssen, wenn Markus Berninger sie nicht gefragt hätte.
Nein, er sah nicht schlecht aus. Und der Altersunterschied fiel nicht so sehr ins Gewicht. Markus glich das durch seine jugendliche Art wieder aus, die viele über sein wirkliches Alter hinwegtäuschte. Er war stets gut gelaunt, großzügig und Franzi gegenüber liebevoll.
Aber er war nicht der, den sie eigentlich gewollt hatte …
Es drückte ganz schwer auf Franzis Herz, als sie an ihn dachte. Seit vier Jahren hatte sie nichts mehr von ihm gehört, dabei hatten sie sich doch ewige Treue geschworen.
Und sie hatte versprochen auf ihn zu warten – ein Versprechen, das sie mit dem Tag ihrer Vermählung mit Markus Berninger brechen würde!
Wo Thomas wohl jetzt sein mochte?
Die Gefängnisstrafe hatte er vor zwei Jahren schon abgesessen. Doch anstatt zurückzukehren, war er irgendwohin verschwunden.
Traurig dachte Franzi, wie sehr es ihr wehgetan hatte, als die Briefe, die sie ihm geschrieben hatte, unbeantwortet blieben. An dem Tag, an dem Thomas entlassen werden sollte, wäre sie am liebsten nach München gefahren, um ihn vor dem Gefängnis zu erwarten. Doch die Mutter hatte das verhindert.
»Es ist doch ganz eindeutig, dass er nix mit dir zu tun haben will«, hatte ihre Mutter gesagt. »Warum wohl sonst hat er net auf deine Briefe geantwortet? Und überhaupt – einen Vorbestraften kannst’ net heiraten!«
Franzis Einwand, Thomas wäre unschuldig, tat ihre Mutter als Unsinn ab. Und irgendwie war da ja auch ein Zweifel geblieben, die Indizien sprachen jedenfalls dafür, dass Thomas Buchner der Wilderer war, der damals das Wachnertal unsicher gemacht hatte.
»Madel, wo bleibst’ denn?«
Anna Lechner kam um die Ecke. Als sie ihre Tochter so verträumt dasitzen sah, lächelte sie.
»Komm«, sagte sie, »wir müssen uns beeilen. Die Maria wartet doch!«
Maria Kerner war die Schneiderin in St. Johann, die Franzis Hochzeitsdirndl geschneidert hatte. Heute sollte die letzte Anprobe sein.
*
»Buchner«, sagte der junge Mann an der Rezeption des Hotels, »ich habe ein Zimmer reserviert.«
Kathrin Neubauer lächelte verbindlich, nachdem sie einen Blick auf die Reservierungsliste geworfen hatte.
»Ja, Herr Buchner, hier steht’s. Herzlich willkommen im Hotel ›Zum Löwen‹.«
Sie händigte ihm einen Schlüssel aus.
»Zimmer einhundertzwei, im ersten Stock.«
Thomas Buchner nahm den Schlüssel entgegen und winkte ab, als die Hotelangestellte nach dem Hausburschen rief.
»Lassen S’ nur«, sagte er. »Es ist ja bloß der eine Koffer.«
Er nahm ihn auf und ging mit federnden Schritten die Treppe hinauf. Kathrin blickte dem neuen Gast nachdenklich hinterher.
Ziemlich gut aussehender Bursche, und irgendwie kam er ihr bekannt vor …
Woher nur? War er ein Gast, der früher schon einmal hier gewohnt hatte?
Sie zuckte die Schultern. Es wohnten so viele Menschen im ›Löwen‹, da konnte man sich beim besten Willen nicht an jeden einzelnen erinnern.
Thomas Buchner schloss das Zimmer auf und trat ein. Es war groß und hell, mit bequemen Sitzmöbeln ausgestattet, hatte ein großes Fenster und war überhaupt kein Vergleich mit der Zelle, die er bis vor zwei Jahren vierundzwanzig Monate lang bewohnt hatte.
Er schaute in das Bad und nickte zufrieden. Dann packte er den Koffer aus und öffnete das Fenster. Sein Blick
