Er kannte nur ihren Namen: Der Bergpfarrer 361 – Heimatroman
Von Toni Waidacher
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Über dieses E-Book
Diese Serie enthält alles, was die Leserinnen und Leser von Heimatromanen interessiert.
Die kleine Kneipe war bis auf den letzten Platz besetzt. Rauchschwaden hingen in der Luft, auf einer kleinen Bühne jazzte eine Dreimann-Combo, und die Bedienungen hatten alle Hände voll zu tun. Dabei herrschte ein unglaublicher Lärmpegel in dem Raum, in dem Kerzen auf den Tischen brannten und die Gäste lebhaft diskutierten. Entweder weltpolitische Ereignisse oder ganz persönliche Probleme. Aber alles in allem war die Gastwirtschaft ›Beim Huber‹ ein gemütliches Lokal, und die meisten, die hier saßen, waren Stammgäste. Genauso, wie die beiden Madln, die am Tresen standen und sich unterhielten. Franzi Lohringer warf nebenbei einen Blick auf die Uhr. »Du, ich glaub', wir müssen bald aufbrechen«, meinte sie. »Die letzte Straßenbahn fährt in zehn Minuten.« Katharina Sonnenlechner seufzte und trank ihr Glas leer. »Schad'«, sagte sie. »Aber du hast Recht. Morgen früh sollt' ich wohl besser ausgeschlafen sein, wenn ich wieder nach Haus' fahr'.« Sie bezahlten ihre Rechnung und verließen das Lokal, das in einer Seitenstraße im Münchner Stadtteil Schwabing lag. Draußen atmeten sie tief durch. Erst jetzt bemerkten die beiden Nichtraucherinnen, wie verqualmt es drinnen gewesen war. »Eine herrliche Nacht«, schwärmte Franzi.
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Buchvorschau
Er kannte nur ihren Namen - Toni Waidacher
Der Bergpfarrer
– 361 –
Er kannte nur ihren Namen
Der Ritter mit dem gebrochenen Herzen
Toni Waidacher
Die kleine Kneipe war bis auf den letzten Platz besetzt. Rauchschwaden hingen in der Luft, auf einer kleinen Bühne jazzte eine Dreimann-Combo, und die Bedienungen hatten alle Hände voll zu tun. Dabei herrschte ein unglaublicher Lärmpegel in dem Raum, in dem Kerzen auf den Tischen brannten und die Gäste lebhaft diskutierten. Entweder weltpolitische Ereignisse oder ganz persönliche Probleme. Aber alles in allem war die Gastwirtschaft ›Beim Huber‹ ein gemütliches Lokal, und die meisten, die hier saßen, waren Stammgäste. Genauso, wie die beiden Madln, die am Tresen standen und sich unterhielten.
Franzi Lohringer warf nebenbei einen Blick auf die Uhr.
»Du, ich glaub’, wir müssen bald aufbrechen«, meinte sie. »Die letzte Straßenbahn fährt in zehn Minuten.«
Katharina Sonnenlechner seufzte und trank ihr Glas leer.
»Schad’«, sagte sie. »Aber du hast Recht. Morgen früh sollt’ ich wohl besser ausgeschlafen sein, wenn ich wieder nach Haus’ fahr’.«
Sie bezahlten ihre Rechnung und verließen das Lokal, das in einer Seitenstraße im Münchner Stadtteil Schwabing lag.
Draußen atmeten sie tief durch. Erst jetzt bemerkten die beiden Nichtraucherinnen, wie verqualmt es drinnen gewesen war.
»Eine herrliche Nacht«, schwärmte Franzi. »Eigentlich viel zu schad’, um schon schlafen zu gehn.«
Sie sah die Freundin an.
»Aber es stimmt natürlich, ausgeschlafen solltest’ schon haben, und der Zug wartet auch net.«
Kathie hängte sich ihre Tasche über die Schulter, und munter plaudernd gingen die zwei jungen Frauen die Gasse hoch. Bis zur Hauptstraße, wo auch die Straßenbahn hielt, waren es noch gut hundertfünfzig Meter.
»Finster hier«, meinte Kathie und spürte im selben Moment, wie jemand an dem Gurt ihrer Handtasche zog.
Es gab einen Ruck, dann hatte der Fremde die Tasche heruntergerissen und lief damit fort.
Im ersten Moment waren die beiden viel zu perplex, um reagieren zu können, doch dann stieß Kathie einen gellenden Schrei aus.
»Meine Handtasche! Der Kerl hat meine Handtasche gestohlen!«
Ratlos sah sie Franzi an.
»Was mach’ ich denn jetzt?« fragte sie. »Da ist doch alles drin: Ausweis, Geldbörse, die Scheckkarte. Sogar die Fahrkarte für morgen.«
»Los«, rief Franzi. »Wir müssen dem Kerl hinterher!«
Der hatte bereits einen beträchtlichen Vorsprung. Schon bald würde er die Kreuzung erreicht haben, und wenn er dann um die Ecke war, auf der Hauptstraße, mit den vielen Leuten – dann würde sie ihn bestimmt nicht mehr zu fassen bekommen.
»Haltet den Dieb!« rief Kathie, als sie eine Gestalt zwischen den parkenden Autos sah.
Sie deutete nach vorne, zu dem Mann, der mit ihrer Tasche davonlief.
Die Gestalt trat in den Lichtschein einer Straßenlaterne und entpuppte sich als ein junger Bursche. Er sah die beiden Madln fragend an.
»Der hat meine Tasche gestohlen«, rief Kathie Sonnenlechner noch einmal.
Der junge Mann begriff und spurtete dem dreisten Dieb hinterher. Der war gerade um die Ecke gebogen und übersah dabei einen großen Müllcontainer. Es gab einen lauten Knall, als er dagegen rannte, und einen Moment blieb er benommen stehen und rieb sich die Stirn.
»So, Bursche, das war’s dann wohl«, hörte er die Stimme seines Verfolgers, der hinter ihm stand und nach seinem Arm griff.
Der Dieb riß sich los, wand sich wie ein Aal und entwischte. Die Handtasche hatte der junge Mann indes festhalten und dem Kerl entreißen können.
Inzwischen waren die beiden Madln herangekommen. Kathie atmete erleichtert auf, als sie sah, daß ihre Tasche gerettet worden war.
»Ich weiß gar net, wie ich Ihnen danken soll, Herr...«, sagte sie.
»Wolfgang Bachmann«, stellte sich der tapfere Ritter vor. »Ist schon gut. Das war doch selbstverständlich.«
»Trotzdem vielen Dank. Ich heiß’ Katharina Sonnenlechner, das hier ist meine Freundin, Franzi Lohringer.«
»Angenehm«, nickte Wolfgang und strahlte die zwei jungen Frauen an. »Wie wär’s, gehn wir noch etwas trinken, auf diesen Schreck in der Abendstunde?«
Kathie zuckte die Schultern.
»Ich weiß net«, erwiderte sie. »Morgen, in der Früh’ geht mein Zug...«
»Ach komm«, meinte die Freundin, »dann nimmst’ eben einen später. Die Straßenbahn ist jetzt eh’ weg.«
Das hübsche Madl sah den gutaussehenden Mann an. Er hatte ihr sofort gefallen. Außerdem gehörte es sich wohl, daß sie sich erkenntlich zeigte und ihren Helfer zu etwas einlud.
»Also gut«, nickte sie »Ist ja auch egal, ob ich ein bissel später in Sankt Johann ankomm’.«
»Sankt Johann?« fragte Wolfgang Bachmann kurz darauf, als sie in einem Nachtcafé saßen. »Wo liegt denn das?«
»In den Bergen« erwiderte Kathie. »Es ist ein hübsches, kleines Dorf, net weit von der Grenze zu Österreich.«
Die drei jungen Leute saßen an einem runden Tisch, der in einer Ecke stand. Das Café war trotz der nächtlichen Stunde immer noch gut besucht, allerdings war hier längst nicht so viel Trubel wie ›Beim Huber‹.
Wolfgang hatte sich ein Weizenbier bestellt, während die beiden Madln Orangensaft tranken. Sie hatten sich schnell darauf geeinigt, sich zu duzen.
»Und was machst’ da, in die-
sem Sankt Johann? Urlaub vielleicht?«
»Nein«, schüttelte Kathie lachend den Kopf. »Ich wohn’ dort. Das Dorf ist mein Zuhaus’.«
»Und ich komm’ auch daher«, ließ sich Franzi vernehmen.
Und schon mußte sich Wolfgang die Vorzüge des kleinen Ortes in den Bergen anhören. Wie wunderschön es dort sei, und wie liebenswert die Menschen.
Die Unterhaltung wurde so intensiv geführt, daß sie gar nicht bemerkten, wie schnell die Zeit verging. Erst als die Bedienung kam und erkärte, daß man schließen wolle, schreckten sie auf.
»Tja, also dann«, meinte Wolfgang, als sie am Taxistand angekommen waren, »schöne Heimfahrt. Vielleicht sieht man sich ja mal wieder.«
»Eher unwahrscheinlich«, erwiderte Kathie. »Franzi geht in der nächsten Woche aus München fort. Das war sozusagen unser Abschiedsabend.«
»Tatsächlich?« fragte der junge Mann.
Er schien sehr enttäuscht zu sein. Nicht so sehr, weil Franzi Lohringer München offenbar verließ, wie er jetzt erfuhr, sondern weil er Kathie nicht wiedersehen würde. Dabei hatte er so sehr darauf gehofft. Wie es ihm schien, hatte ihn das junge Madl, während sie im Café saßen, immer wieder beobachtet, und in den Blicken glaubte Wolfgang ein gewisses Interesse gesehen zu haben
»Ja, ich geh’ für zwei Jahre nach Frankreich«, erklärte die Freundin. »Als Au pair.«
Der Taxifahrer blickte ungeduldig auf seinen Wagen. Es war das einzige Taxi, das am Stand auf Fahrgäste wartete. Aus dem Lautsprecher seines Funkgerätes quietschte und schnarrte es.
»Wie steht’s, die Herrschaften?« fragte er. »Möchen S’ jetzt einsteigen? Sonst kann ich nämlich auch eine sehr schöne Tour über Funk annehmen.«
Die beiden Madln stiegen schnell ein.
»Wiedersehen, mach’s gut«, riefen sie durch das Seitenfenster.
Dann war das Taxi weggefahren. Wolfgang Bachmann blieb am Straßenrand stehen und schaute den roten Lichtern hinterher. Ihm wurde es schwer ums Herz, als er an die hübsche Kathie dachte.
»Und du weißt nix von ihr, nur den Namen«, murmelte er vor sich hin.
Doch als er langsam weiterging, fiel es ihm ein, daß sie in Sankt Johann wohnt.
Mochte der Himmel wissen, wo das lag!
*
Markus Brandtner deckte den Tisch auf der Terrasse. In der Küche stand Tina Berghofer und kochte Kaffee und Eier, und richtete eine Platte mit Aufschnitt an.
»Hallo, Schatz«, sagte der junge Zahnarzt, der erst vor ein paar Wochen seine Praxis in St. Johann eröffnet hatte, »bist’ soweit? Die Wiesingers können jeden Augenblick da sein.«
»Der Kaffee läuft gerade durch«, erwiderte die junge Frau,
