Hochzeit auf dem Ponyhof?: Der Bergpfarrer 406 – Heimatroman
Von Toni Waidacher
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Über dieses E-Book
Diese Serie enthält alles, was die Leserinnen und Leser von Heimatromanen interessiert.
Nina wuchtete den schweren Karton auf die Ladefläche des Kombis. Himmel, war das Zeug schwer! Mißmutig sah die dunkelhaarige Frau auf den riesigen Einkaufswagen, auf dem sich noch weitere Kartons, Eimer und Pakete stapelten. Alles Dinge, die auf dem Ferienhof benötigt wurden. Zwar kamen die meisten Sachen für das kleine Hotel aus der Umgebung – Butter und Käse natürlich, und Konfitüren wurden selber gekocht. Aber für den reibungslosen Ablauf in solch einem Unternehmen wurde vieles gebraucht, das es eben nur im Großhandel gab. Na los, von allein wird's net in den Kofferraum fliegen, dachte die hübsche Mitinhaberin des Ponyhofes und machte sich an die Arbeit. Normalerweise erledigte Stephan Rössner den Einkauf. Er war der Mann von Sandra, die den heruntergekommenen Hof von einer Großtante geerbt hatte. Nina erinnerte sich noch mit Grausen an den Tag, an dem sie und die beiden Freundinnen in St. Johann angekommen waren. Alle drei, Sandra, Nina und Anja, studierten gemeinsam und lebten in einer Wohngemeinschaft zusammen. Ein richtiges Studentenleben, zwischen Vorlesungen und Kneipenjobs, Einkaufsbummel und Faulenzerei. Bis eines Tages der Brief eines Rechtsanwalts und Notars ins Haus flatterte. Sandra Haller, wie sie damals noch hieß, hatte geerbt. Keine von den drei jungen Frauen konnte ahnen, worauf sie sich einließen, als sie sich aufmachten, den Ponyhof zu be-sichtigen, aber für Nina und Anja war es Ehrensache, daß sie die Freundin nicht allein ließen. Vorerst wurde das Studium an den Nagel gehängt und die Ärmel hochgekrempelt. Und gemeinsam schafften sie das Unmögliche. Der marode Hof wurde davor gerettet, unter den Hammer zu kommen, und zwei alte Leute, Resi Angermeier und Hubert Bachmann, konnten dort bleiben, wo sie ihr halbes Leben verbracht hatten. Damals hatte Sandra auch Stephan Rössner kennengelernt, ihren späteren Mann.
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Rezensionen für Hochzeit auf dem Ponyhof?
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Buchvorschau
Hochzeit auf dem Ponyhof? - Toni Waidacher
Der Bergpfarrer
– 406 –
Hochzeit auf dem Ponyhof?
Toni Waidacher
Nina wuchtete den schweren Karton auf die Ladefläche des Kombis. Himmel, war das Zeug schwer! Mißmutig sah die dunkelhaarige Frau auf den riesigen Einkaufswagen, auf dem sich noch weitere Kartons, Eimer und Pakete stapelten. Alles Dinge, die auf dem Ferienhof benötigt wurden. Zwar kamen die meisten Sachen für das kleine Hotel aus der Umgebung – Butter und Käse natürlich, und Konfitüren wurden selber gekocht. Aber für den reibungslosen Ablauf in solch einem Unternehmen wurde vieles gebraucht, das es eben nur im Großhandel gab.
Na los, von allein wird’s net in den Kofferraum fliegen, dachte die hübsche Mitinhaberin des Ponyhofes und machte sich an die Arbeit. Normalerweise erledigte Stephan Rössner den Einkauf. Er war der Mann von Sandra, die den heruntergekommenen Hof von einer Großtante geerbt hatte. Nina erinnerte sich noch mit Grausen an den Tag, an dem sie und die beiden Freundinnen in St. Johann angekommen waren.
Alle drei, Sandra, Nina und Anja, studierten gemeinsam und lebten in einer Wohngemeinschaft zusammen. Ein richtiges Studentenleben, zwischen Vorlesungen und Kneipenjobs, Einkaufsbummel und Faulenzerei. Bis eines Tages der Brief eines Rechtsanwalts und Notars ins Haus flatterte. Sandra Haller, wie sie damals noch hieß, hatte geerbt.
Keine von den drei jungen Frauen konnte ahnen, worauf sie sich einließen, als sie sich aufmachten, den Ponyhof zu be-sichtigen, aber für Nina und Anja war es Ehrensache, daß sie die Freundin nicht allein ließen. Vorerst wurde das Studium an den Nagel gehängt und die Ärmel hochgekrempelt. Und gemeinsam schafften sie das Unmögliche. Der marode Hof wurde davor gerettet, unter den Hammer zu kommen, und zwei alte Leute, Resi Angermeier und Hubert Bachmann, konnten dort bleiben, wo sie ihr halbes Leben verbracht hatten.
Damals hatte Sandra auch Stephan Rössner kennengelernt, ihren späteren Mann. Auch ihm war es zu einem großen Teil zu verdanken, daß der Ponyhof sich inzwischen zu einem soliden Unternehmen gemausert hatte, das so langsam wieder aus den roten Zahlen herauskam. Leider lag Stephan mit einem entzündeten Fußgelenk im Bett und konnte die Fahrt zum Großmarkt nicht machen.
Nina schob den Einkaufswagen zurück und setzte sich in das Auto. Vorsichtig fuhr sie aus der Parklücke. Wie immer herrschte auf dem Parkplatz des Großmarkt ein fürchterliches Gedränge, und manche Autofahrer zeichneten sich in ihrer Fahrweise durch eine Rücksichtslosigkeit aus, die zum Himmel schrie. Abgebrochene Außenspiegel und Beulen an den Kotflügeln waren keine Seltenheit. Die Verursacher besaßen dann auch noch die Frechheit, sich einfach zu entfernen, ohne den Geschädigten zu benachrichtigen.
Endlich hatte sie es geschafft. Aufatmend fuhr Nina auf die Straße, fädelte sich beim Kreisel in den Verkehr ein und bog in die Richtung nach St. Johann ab. Als sie auf die Umgehungsstraße fuhr, schaltete sie das Radio ein und summte fröhlich das Lied mit, das gerade gespielt wurde. Schnell kam sie zum Abzweig und wechselte auf die kurvige Bergstraße, die sie nach Hause brachte. Das war geschafft! Jetzt bloß schnell zurück. Wahrscheinlich warteten die anderen schon mit dem Mittagessen auf sie.
In Gedanken ging die aparte junge Frau durch, was heute noch zu erledigen war. Am Nachmittag hatte sich eine Gruppe Kinder angemeldet. Die übernahm Anja Burger. Wahrscheinlich machte sie mit den Kleinen einen Ritt durch den Ainringer Wald. Hinterher gab’s Streuselkuchen und Kakao. Also würde Resi noch backen müssen. Sandra und Stephan wollten nach dem Mittag ins Dorf hinunter fahren. Dr. Wiesinger mußte sich noch einmal das Fußgelenk ansehen. Außerdem wurden am Nachmittag weitere Gäste erwartet, erinnerte sich Nina. Ein Ehepaar und ein einzelner Gast. Um die kümmere ich mich, dachte Nina und setzte unwillkürlich den Fuß auf das Bremspedal, als sie einen Wagen am Straßenrand stehen sah. Davor winkte ein junger Mann. Das Auto war durch die Warnblinkanlage gesichert. Ganz offensichtlich eine Panne.
*
Andreas Kramer schaute ärgerlich dem Auto hinterher. Der Fahrer hatte nicht einmal zu ihm hingeschaut, sondern war einfach weitergefahren. Der junge Angestellte einer großen Münchener Versicherungsgesellschaft schüttelte den Kopf. Seit einer Stunde stand er mit seinem Auto, dessen Motor streikte, am Straßenrand. Unzählige andere Wagen waren vorbeigefahren, niemand hatte angehalten. Was wäre, wenn es sich um einen schlimmen Unfall gehandelt hätte? Vermutlich würd’ ich bis zum Sanktnimmerleinstag hier liegen, ohne daß sich jemand drum schert, dachte er, als er doch ein Auto sah, das langsamer fuhr. Der Fahrer hatte den Blinker gesetzt und hielt vor Andreas’ Wagen an. Der junge Mann staunte nicht schlecht, als er ein unverschämt gutaussehendes Madel aussteigen sah.
»Grüß Gott«, sagte es. »Haben S’ eine Panne?«
Andreas nickte und deutete auf seinen BMW.
»Keine Ahnung, was er hat«, meinte er. »Plötzlich hat er einen Geist aufgegeben. Vielen Dank erstmal, daß Sie angehalten haben. Ich steh’ schon seit einer Stunde hier.«
»Wo wollen S’ denn hin? Nach Sankt Johann?«
»Nicht direkt«, antwortete der junge Mann. »In der Nähe. Ich muß zum Ponyhotel.«
Nina lachte überrascht auf.
»Ach, sind Sie etwa der Herr Kramer?«
Andreas staunte.
»Ja. Aber woher…?«
»Woher ich das weiß?«
Sie lachte immer noch und
reichte ihm die Hand.
»Nina Kreuzer. Ich bin eine der Inhaberinnen«, erklärte sie.
»Na, wenn das kein Zufall
ist.«
»Tja, dann laden wir am besten Ihr Gepäck um, und Sie fahren mit mir«, schlug die junge Frau vor.
»Das Angebot kann ich net ausschlagen«, stimmte Andreas Kramer zu.
Nina beobachtete ihn, während er den Kofferraum öffnete und eine schwarze Reisetasche herausnahm. Der schaut ja wirklich gut aus, schoß es ihr durch den Kopf. Einer, bei dem man schwach werden könnt’…
»So, mehr hab’ ich net«, sagte er und stellte die Tasche auf den Rücksitz. »Haben S’ einen Großeinkauf gemacht?«
»Ja, einmal die Woche muß es sein«, antwortete sie.
Der junge Mann nahm ein Warndreieck und stellte es in einiger Entfernung auf. Dann
setzte er sich neben sie und schnallte sich an.
»So, jetzt kann nix mehr passieren«, sagte er. »Den Wagen laß ich später abschleppen. Ist’s noch weit bis zu Ihrem Hof?«
»Eine Viertelstunde höchstens«, meinte Nina und fuhr auf die Straße zurück.
Während der Fahrt unterhielten sie sich. Andreas erzählte von seiner Arbeit.
»Ich hab’ net viel Gelegenheit für sportliche Unternehmungen«, berichtete er. »Aber als Ausgleich zu der Bürotätigkeit brauch’ ich das ab und zu. Jetzt hab’ ich mir ein paar Tag’ freigenommen. Ich hoff’, daß ich ein bissel was unternehmen kann – ausreiten, wandern und so…«
»Dazu werden S’ reichlich Gelegenheit haben«, erwiderte die junge Frau. »Wie sind S’ eigentlich auf den Ponyhof gekommen?«
»Ach, ein reiner Zufall. Ich hab’ vor einiger Zeit ein Ehepaar besucht, Eva und Georg Weidler. Eine Versicherungssache. Beim Gespräch kamen wir auf das Thema Urlaub. Die beiden
