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Folge der Stimme des Herzens: Der Bergpfarrer (ab 375) 474 – Heimatroman
Hat diese Liebe eine Chance?: Der Bergpfarrer (ab 375) 473 – Heimatroman
Ich kämpfe um unser Glück: Der Bergpfarrer (ab 375) 464 – Heimatroman
eBook-Reihen21 Titel

Der Bergpfarrer (ab 375)

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Über diese Serie

Als Philipp Deininger in St. Johann auf dem Gelände der Deininger Bräu Baustelle erscheint, ist Jürgen Deininger ­erfreut, denn Philipp war immer sein Lieblingsneffe. Aber angesichts der Zwistigkeiten mit dem anderen Zweig der Deininger-Brauerei, befürchtet Jürgen, dass Philipp ihn nur ausspionieren soll. Der Bergpfarrer ›begutachtet‹ den ­jungen Mann auf einer Wanderung und gibt Entwarnung, er hält ihn für ehrlich. Und so soll Philipp den Job als Braumeister bekommen. Dazu passt auch, dass der junge Mann sich in Nicole verliebt hat. Philipps Zukunft in St. Johann sieht rosig aus. Doch ausgerechnet Nicole ertappt ihn bei ­einem verdächtigen Gespräch …

Eine Woche war seit dem Gespräch, das der Bergpfarrer mit Nadine Sommerauer geführt hat, vergangen, als am Morgen, es wurde schon hell, jemand an der Tür des Pfarrhauses läutete. Sophie Tappert öffnete, und vor ihr stand Thorsten Sommerauer, Nadines Bruder. Er schaute ziemlich zerknirscht drein. »Guten Morgen, Frau Tappert«, grüßte er. »Ich weiß net, ob der Herr Pfarrer schon zu sprechen ist um diese frühe Tageszeit. Wenn net, dann bestellen S' ihm bitte, dass heut' meine Schwester den Hof verlässt. Sie hat mir's erst heut' Morgen eröffnet. Die Nadine hat eine Zusage von einem Landwirt in Bogen erhalten und kann dort sofort als Hauswirtschafterin anfangen.« »Hochwürden sitzt beim Frühstück«, erwiderte Sophie Tappert. »Aber diese Neuigkeit wird ihn sicherlich interessieren. Also komm rein, Thorsten.« Sie registrierte, dass er einen Arbeitsanzug unter der abgewetzten Winterjacke trug. »Du bist wohl auf dem Weg in den Wald?«, fragte sie. Thorsten nickte und folgte Sophie ins Haus, sie geleitete ihn zum Esszimmer und sagte, nachdem sie die Tür geöffnet hatte: »Ich will Sie net beim Frühstück stören, Hochwürden. Aber der Thorsten möcht' Ihnen was sagen.« »Sie stören mich net, Frau Tappert«, versetzte der Pfarrer.
SpracheDeutsch
HerausgeberKelter Media
Erscheinungsdatum11. Dez. 2018
Folge der Stimme des Herzens: Der Bergpfarrer (ab 375) 474 – Heimatroman
Hat diese Liebe eine Chance?: Der Bergpfarrer (ab 375) 473 – Heimatroman
Ich kämpfe um unser Glück: Der Bergpfarrer (ab 375) 464 – Heimatroman

Titel in dieser Serie (21)

  • Ich kämpfe um unser Glück: Der Bergpfarrer (ab 375) 464 – Heimatroman

    464

    Ich kämpfe um unser Glück: Der Bergpfarrer (ab 375) 464 – Heimatroman
    Ich kämpfe um unser Glück: Der Bergpfarrer (ab 375) 464 – Heimatroman

    Als Philipp Deininger in St. Johann auf dem Gelände der Deininger Bräu Baustelle erscheint, ist Jürgen Deininger ­erfreut, denn Philipp war immer sein Lieblingsneffe. Aber angesichts der Zwistigkeiten mit dem anderen Zweig der Deininger-Brauerei, befürchtet Jürgen, dass Philipp ihn nur ausspionieren soll. Der Bergpfarrer ›begutachtet‹ den ­jungen Mann auf einer Wanderung und gibt Entwarnung, er hält ihn für ehrlich. Und so soll Philipp den Job als Braumeister bekommen. Dazu passt auch, dass der junge Mann sich in Nicole verliebt hat. Philipps Zukunft in St. Johann sieht rosig aus. Doch ausgerechnet Nicole ertappt ihn bei ­einem verdächtigen Gespräch … Claudia war wie betäubt. Ihre Hand umklammerte mit aller Kraft das Smart­phone, aus dessen Lautsprecher eben Fabians Stimme geklungen hatte. Die Worte hallten in ihr nach: ›Es ist aus, Claudia. Schick' mir meinen Verlobungsring zurück und werd' von mir aus mit dem Lauterbach glücklich. Wir beide sind geschiedene Leut'. ‹ Sie konnte es nicht begreifen. Gestern Abend hatten sie noch miteinander telefoniert und er hatte betont, wie sehr er sie liebt und dass er es kaum erwarten könne, sie wieder in die Arme zu nehmen und küssen zu können. Aus! Vorbei! Dabei war sie sich keiner Schuld bewusst. Wie von Schnüren gezogen ging sie zum Fenster und starrte mit brennenden Augen durch die Scheibe auf einen imaginären Punkt irgendwo in der Ferne. Weinen konnte sie nicht mehr. Zu viel hatte sie geweint, seit sich ihr Vater und Fabians Vater wegen eines defekten Traktors erbittert stritten und nur noch darauf aus waren, sich gegenseitig Schaden zuzufügen. Ihre Tränen waren versiegt. Ohne es bewusst wahrzunehmen sah sie ihre Mutter aus dem Hühnerstall kommen und in Richtung Haustür gehen. Schon nach wenigen Schritten verschwand sie im toten Winkel aus ihrem Blickfeld . Claudia stand immer noch am Fenster, als jemand gegen ihre Zimmertür klopfte. Sie erschrak regelrecht und zuckte zusammen. »Die Tür ist nicht abgeschlossen.« Langsam – fast zeitlupenhaft langsam drehte sie sich um.

  • Folge der Stimme des Herzens: Der Bergpfarrer (ab 375) 474 – Heimatroman

    474

    Folge der Stimme des Herzens: Der Bergpfarrer (ab 375) 474 – Heimatroman
    Folge der Stimme des Herzens: Der Bergpfarrer (ab 375) 474 – Heimatroman

    Als Philipp Deininger in St. Johann auf dem Gelände der Deininger Bräu Baustelle erscheint, ist Jürgen Deininger ­erfreut, denn Philipp war immer sein Lieblingsneffe. Aber angesichts der Zwistigkeiten mit dem anderen Zweig der Deininger-Brauerei, befürchtet Jürgen, dass Philipp ihn nur ausspionieren soll. Der Bergpfarrer ›begutachtet‹ den ­jungen Mann auf einer Wanderung und gibt Entwarnung, er hält ihn für ehrlich. Und so soll Philipp den Job als Braumeister bekommen. Dazu passt auch, dass der junge Mann sich in Nicole verliebt hat. Philipps Zukunft in St. Johann sieht rosig aus. Doch ausgerechnet Nicole ertappt ihn bei ­einem verdächtigen Gespräch … Es war eine finstere Nacht. Mond und Sterne wurden von einer tief hängenden Wolkendecke verdunkelt und kein einziger Lichtstrahl erreichte die Erde. Aus keinem der Fenster des alten Jagdschlosses Hubertusbrunn fiel Lichtschein, denn es war nach Mitternacht und alles schlief, sowohl das Personal als auch die Jugendlichen, die derzeit als Gäste auf dem Schlösschen weilten. Ein Personenwagen fuhr langsam den Wirtschaftsweg entlang, der mitten durch den Ainringer Forst zum Schloss führte. Der Wagen glitt langsam durch die Finsternis, als ein Waldweg abzweigte, steuerte der Lenker des Wagens diesen hinein, hielt an und stellte den Motor ab. Die Schweinwerfer erloschen. »Okay«, sagte der Mann am Steuer, »ihr wisst Bescheid. Lauft etwa hundert Meter die Straße entlang, dann seht ihr rechter Hand das Schloss. Erledigt die Sache schnell und haut ab, ehe die Schlossbewohner reagieren. Geld gibt's nur, wenn ihr eure Sache gut macht. Das ist euch doch hoffentlich klar.« »Wir haben das letzte Mal auch gute Arbeit geleistet«, knurrte einer der anderen. »Ja, ja, ist schon gut. Worauf wartet ihr?« Drei dunkel gekleidete Männer stiegen aus, einer öffnete den Kofferraum des Fahrzeugs, griff hinein und holte Baseballschläger heraus, die er seinen Kumpanen reichte. »Gehen wir!« Die drei Kerle liefen am Straßenrand entlang und erreichten nach etwa hundert Metern Schloss Hubertusbrunn. Die Auffahrt verlief um eine runde Blumenrabatte, mit einem Brunnen in dessen Mitte.

  • Hat diese Liebe eine Chance?: Der Bergpfarrer (ab 375) 473 – Heimatroman

    473

    Hat diese Liebe eine Chance?: Der Bergpfarrer (ab 375) 473 – Heimatroman
    Hat diese Liebe eine Chance?: Der Bergpfarrer (ab 375) 473 – Heimatroman

    Als Philipp Deininger in St. Johann auf dem Gelände der Deininger Bräu Baustelle erscheint, ist Jürgen Deininger ­erfreut, denn Philipp war immer sein Lieblingsneffe. Aber angesichts der Zwistigkeiten mit dem anderen Zweig der Deininger-Brauerei, befürchtet Jürgen, dass Philipp ihn nur ausspionieren soll. Der Bergpfarrer ›begutachtet‹ den ­jungen Mann auf einer Wanderung und gibt Entwarnung, er hält ihn für ehrlich. Und so soll Philipp den Job als Braumeister bekommen. Dazu passt auch, dass der junge Mann sich in Nicole verliebt hat. Philipps Zukunft in St. Johann sieht rosig aus. Doch ausgerechnet Nicole ertappt ihn bei ­einem verdächtigen Gespräch … Es war ein sonniger Montag, Mitte August, als Marcel Schönberger vor der Pension Stubler seinen BMW parkte. »Sind wir jetzt da?«, fragte Annika, seine achtjährige Tochter, die auf dem Rücksitz saß und den Verschluss des Sicherheitsgurts löste. »Ja«, antwortete Marcel. »Gott sei dank«, seufzte die Kleine. »So eine lange Autofahrt ist sehr langweilig.« Marcel Schönberger lachte. »Du hast Bücher und deinen Musik-Player dabei, und du bist mehrere Male eingeschlafen. Was sollte ich sagen? Ich habe mehr als sieben Stunden am Steuer gesessen.« Er stieg aus, ging nach hinten und öffnete den Kofferraum. Da standen zwei Reisetaschen, eine große und eine etwas kleinere, beide prall gefüllt. Jetzt war auch Annika ausgestiegen. »Hast du dich schon umgesehen?«, fragte Marcel und hob die größere Reisetasche aus dem Kofferraum. »Schön hier, nicht wahr? Wir dürfen das jetzt zwei Wochen lang genießen.« »An der Nordsee ist es schöner.«

  • Willi Bruckners Heimkehr: Der Bergpfarrer (ab 375) 476 – Heimatroman

    476

    Willi Bruckners Heimkehr: Der Bergpfarrer (ab 375) 476 – Heimatroman
    Willi Bruckners Heimkehr: Der Bergpfarrer (ab 375) 476 – Heimatroman

    Als Philipp Deininger in St. Johann auf dem Gelände der Deininger Bräu Baustelle erscheint, ist Jürgen Deininger ­erfreut, denn Philipp war immer sein Lieblingsneffe. Aber angesichts der Zwistigkeiten mit dem anderen Zweig der Deininger-Brauerei, befürchtet Jürgen, dass Philipp ihn nur ausspionieren soll. Der Bergpfarrer ›begutachtet‹ den ­jungen Mann auf einer Wanderung und gibt Entwarnung, er hält ihn für ehrlich. Und so soll Philipp den Job als Braumeister bekommen. Dazu passt auch, dass der junge Mann sich in Nicole verliebt hat. Philipps Zukunft in St. Johann sieht rosig aus. Doch ausgerechnet Nicole ertappt ihn bei ­einem verdächtigen Gespräch … Sebastian Trenker fand Stefan Grasers Adresse in München auf Anhieb. Sie lag in einem Wohnbezirk mit ziemlich heruntergekommenen Altbauten. Stefan Graser lebte zusammen mit seiner Mutter in einem großen Wohnblock. Da es nach zehn Uhr war, ging Sebastian davon aus, dass er niemand aus dem Bett holte, wenn er läutete. Er musste auch nicht lange warten, dann vernahm er das Summen der elektrischen Schließanlage und er konnte die Haustür aufdrücken. Vor ihm lag ein enges Treppenhaus. Es roch muffig. Rechts neben der Treppe waren die Briefkästen der Bewohner an der Wand angebracht. Einige quollen über vor Reklamen. Sebastian stieg hinauf, unter seinem Gewicht ächzten die hölzernen Treppenstufen. Im dritten Obergeschoß wurde er erwartet. Eine mittelgroße, deutlich übergewichtige Frau stand in der Tür. Fragend fixierte sie den Pfarrer. »Grüß Gott.« Sebastian war an die Tür herangetreten. »Bin ich richtig bei Graser?« Die Frau nickte. »Was wollen S' denn von uns?«, fragte sie, und ihr Blick war misstrauisch. Sebastian schätzte sie auf Mitte vierzig und vermutete, dass es sich um Stefan Grasers Mutter handelte.

  • Glück - im zweiten Anlauf: Der Bergpfarrer (ab 375) 470 – Heimatroman

    470

    Glück - im zweiten Anlauf: Der Bergpfarrer (ab 375) 470 – Heimatroman
    Glück - im zweiten Anlauf: Der Bergpfarrer (ab 375) 470 – Heimatroman

    Als Philipp Deininger in St. Johann auf dem Gelände der Deininger Bräu Baustelle erscheint, ist Jürgen Deininger ­erfreut, denn Philipp war immer sein Lieblingsneffe. Aber angesichts der Zwistigkeiten mit dem anderen Zweig der Deininger-Brauerei, befürchtet Jürgen, dass Philipp ihn nur ausspionieren soll. Der Bergpfarrer ›begutachtet‹ den ­jungen Mann auf einer Wanderung und gibt Entwarnung, er hält ihn für ehrlich. Und so soll Philipp den Job als Braumeister bekommen. Dazu passt auch, dass der junge Mann sich in Nicole verliebt hat. Philipps Zukunft in St. Johann sieht rosig aus. Doch ausgerechnet Nicole ertappt ihn bei ­einem verdächtigen Gespräch … Es war gegen siebzehn Uhr und Timo Lang war auf dem Nachhauseweg von der Arbeit. Er musste den Ort durchqueren, denn das Haus seiner Eltern, in dem er eine eigene Wohnung innehatte, lag am anderen Ende von St. Johann. Langsam ließ Timo sein Auto durch St. Johann rollen. Das Autoradio lief. Timo pfiff das Lied mit, das gespielt wurde. Bei einem Zebrastreifen musste er anhalten, eine kleine Gruppe von Männern und Frauen machten Anstalten, die Straße zu überqueren. Die Leute setzten sich in Bewegung. Timo stutzte, denn am Ende der Gruppe ging eine schlanke, blonde Frau, die augenblicklich seine Aufmerksamkeit erregte. Es war die Frau aus Stuttgart, die er vor zwei Tagen auf dem Breitengasserhof gesehen hatte, bevor er Jana Mirlbacher und Oliver Breitengasser beobachtete und – fotografierte, als sie sich stürmisch küssten. Ein Irrtum war ausgeschlossen. Es handelte sich tatsächlich um Nadine Heindl. Nadine Heindl nahm ihre Umgebung kaum war, tief war sie in schmerzliche Gedanken versunken. Sie hatte Oliver zur Rede gestellt, und der hatte ihr offen ins Gesicht gesagt, dass er sich in Jana Mirlbacher verliebt hatte. Es war, als hätte man ihr den Boden unter den Füßen weggezogen. Für sie war eine Welt zusammengestürzt. Zu oft hatte er beteuert, dass sie die Frau seines Lebens war, die Frau, die er liebte. Nun, zwei Tage später, war der schlimmste Schmerz in ihr abgeklungen. Sie trug Wanderbekleidung und einen Rucksack auf ihrem Rücken.

  • Sturm der Gefühle: Der Bergpfarrer (ab 375) 475 – Heimatroman

    475

    Sturm der Gefühle: Der Bergpfarrer (ab 375) 475 – Heimatroman
    Sturm der Gefühle: Der Bergpfarrer (ab 375) 475 – Heimatroman

    Als Philipp Deininger in St. Johann auf dem Gelände der Deininger Bräu Baustelle erscheint, ist Jürgen Deininger ­erfreut, denn Philipp war immer sein Lieblingsneffe. Aber angesichts der Zwistigkeiten mit dem anderen Zweig der Deininger-Brauerei, befürchtet Jürgen, dass Philipp ihn nur ausspionieren soll. Der Bergpfarrer ›begutachtet‹ den ­jungen Mann auf einer Wanderung und gibt Entwarnung, er hält ihn für ehrlich. Und so soll Philipp den Job als Braumeister bekommen. Dazu passt auch, dass der junge Mann sich in Nicole verliebt hat. Philipps Zukunft in St. Johann sieht rosig aus. Doch ausgerechnet Nicole ertappt ihn bei ­einem verdächtigen Gespräch … »Wann kommen wir denn endlich an?«, nörgelte die sechzehnjährige Lea Dobner, auf dem Beifahrersitz lümmelnd. »Dieses Kuhdorf muss doch am Ende der Welt liegen. Ich kann schon nicht mehr sitzen, meine Beine sind total steif und mir schmerzt der Rücken.« »Jetzt übertreib mal nicht, Lea«, versetzte Michelle, die Frau am Lenkrad, nach einem Seitenblick auf ihre Nichte lächelnd. »Zuhause kannst du stundenlang vor dem Computer sitzen, ohne dass du über irgendwelche Verspannungen oder Schmerzen klagst. Außerdem ist St. Johann kein Kuhdorf, sondern eine wunderschöne Gemeinde im Wachnertal, und das liegt nur eine knappe halbe Fahrstunde von Garmisch-Partenkirchen entfernt. Ich schätze mal, wir sind gleich da. Und dann hast du zwei Wochen lang Gelegenheit, beim Bergwandern die Steifheit aus deinen Beinen zu vertreiben und deine Rückenmuskulatur zu trainieren.« Lea seufzte. »Wer hat dich bloß auf die Idee gebracht, hier, am Ende der Welt, wo es wahrscheinlich noch nicht mal Internet gibt, Urlaub zu buchen? Und – nächste Frage – wichtigste Frage, warum muss ich dich begleiten? Was soll ich hier?« »Die Frage, warum ich dich mitgenommen habe, haben wir schon x-mal diskutiert. Also erhältst du darauf von mir keine Antwort mehr. Was du hier sollst, habe ich dir ebenfalls x-mal vorgekaut. Du sollst ein wenig Abstand gewinnen von deinem verrückten Freundeskreis, du sollst hier Ruhe und Ausgeglichenheit finden, vor allen Dingen aber sollst du begreifen, dass das Leben nicht nur aus Party und Faulenzen – du bezeichnest es als chillen –, besteht, und dass es noch etwas anderes gibt als Smartphone und Online-Netzwerke.« »Ha, ha«

  • Wer zu spät kommt: Der Bergpfarrer (ab 375) 485 – Heimatroman

    485

    Wer zu spät kommt: Der Bergpfarrer (ab 375) 485 – Heimatroman
    Wer zu spät kommt: Der Bergpfarrer (ab 375) 485 – Heimatroman

    Als Philipp Deininger in St. Johann auf dem Gelände der Deininger Bräu Baustelle erscheint, ist Jürgen Deininger ­erfreut, denn Philipp war immer sein Lieblingsneffe. Aber angesichts der Zwistigkeiten mit dem anderen Zweig der Deininger-Brauerei, befürchtet Jürgen, dass Philipp ihn nur ausspionieren soll. Der Bergpfarrer ›begutachtet‹ den ­jungen Mann auf einer Wanderung und gibt Entwarnung, er hält ihn für ehrlich. Und so soll Philipp den Job als Braumeister bekommen. Dazu passt auch, dass der junge Mann sich in Nicole verliebt hat. Philipps Zukunft in St. Johann sieht rosig aus. Doch ausgerechnet Nicole ertappt ihn bei ­einem verdächtigen Gespräch … Sascha Gebert war wieder zu Hause. Zwei Tage waren vergangen, seit er mit dem Bergpfarrer in Bozen gewesen war, um mit der Hoteliersfamilie Kummert reinen Tisch zu machen. Er hatte sich aus ihrem Lügennetz befreit, all ihre Lügen und Winkelzüge, mit denen Saskia und ihr Vater an sein Geld kommen wollten, hatte er mit Hilfe des Bergpfarrers enttarnt. Das Kapitel eines Lebens, das mit Saskia und seiner Hotelkarriere zu tun hatte, war abschlossen. Glücklich war er dennoch nicht. Denn er hatte Mareike Forster, die ihn seit vielen Jahren heimlich liebte, und der er zuletzt allergrößte Hoffnungen gemacht hatte, zutiefst enttäuscht. Er war der Meinung gewesen, dass er ihr gegenüber ehrlich sein musste. Er hatte ihr gesagt, dass er für eine neue Beziehung noch nicht bereit sei. Ob die Kluft, die er mit seiner enttäuschenden Offenheit aufgerissen hatte, überhaupt noch geschlossen werden konnte, wusste er nicht. Es bereitete ihm schlaflose Nächte. Mareike, die Saschas Mutter immer zur Hand gegangen war, hatte sich seitdem auf dem Geberthof nicht mehr blicken lassen. Karoline Gebert war deswegen zu Tode betrübt, scheute sich aber die junge Frau darauf anzusprechen, deren Wunden waren gewiss noch zu frisch. Einerseits war Karoline glücklich, weil sich ihr Sohn entschlossen hatte, nach St. Johann zurückzukehren und die Landwirtschaft zu übernehmen. Ihr Glück wäre aber perfekt gewesen, wenn sie Mareike als Schwiegertochter auf dem Hof willkommen heißen hätte dürfen. Und weil Sascha mit seiner ›dummen Ehrlichkeit‹ das Madel vergrault hatte, war seine Mutter ärgerlich auf ihn. Zwei Tage lang hatte sie nur das Nötigste mit ihm gesprochen, nun aber – sie saßen beim Abendessen –, nahm sie sich ein Herz und sagte: »Dieser Zustand ist alles andere als gut, Sascha. Das darf net so bleiben. Ich will, dass wir wieder gut miteinander auskommen.« »Ich hab' net angefangen«

  • Jasmins Schrei nach Liebe: Der Bergpfarrer (ab 375) 478 – Heimatroman

    478

    Jasmins Schrei nach Liebe: Der Bergpfarrer (ab 375) 478 – Heimatroman
    Jasmins Schrei nach Liebe: Der Bergpfarrer (ab 375) 478 – Heimatroman

    Als Philipp Deininger in St. Johann auf dem Gelände der Deininger Bräu Baustelle erscheint, ist Jürgen Deininger ­erfreut, denn Philipp war immer sein Lieblingsneffe. Aber angesichts der Zwistigkeiten mit dem anderen Zweig der Deininger-Brauerei, befürchtet Jürgen, dass Philipp ihn nur ausspionieren soll. Der Bergpfarrer ›begutachtet‹ den ­jungen Mann auf einer Wanderung und gibt Entwarnung, er hält ihn für ehrlich. Und so soll Philipp den Job als Braumeister bekommen. Dazu passt auch, dass der junge Mann sich in Nicole verliebt hat. Philipps Zukunft in St. Johann sieht rosig aus. Doch ausgerechnet Nicole ertappt ihn bei ­einem verdächtigen Gespräch … Der Sommer neigte sich seinem Ende zu. An einigen Bäumen und Büschen, die einer langen Trockenperiode ausgesetzt gewesen waren, hatten sich schon Blätter gelb und braun verfärbt. Jasmin Hörl, eine fünfundzwanzigjährige, tatkräftige Frau, hatte längst den Weizen und den Roggen geerntet und das Grummet eingebracht. Nun galt es nur noch, den Mais zu ernten und zu silieren, sowie einige Äcker zu pflügen und zu eggen. Die viele Arbeit der vergangenen Wochen war bei der jungen Frau an die Substanz gegangen. Sie fühlte sich ausgelaugt und kraftlos und freute sich auf den Winter, da dann nur die Kühe und Kälber zu versorgen waren. Jasmin lebte mit ihren beiden jüngeren Geschwistern Melanie und Tobias auf dem Hof. Die Eltern der drei waren vor etwas über einem Jahr tödlich verunglückt. Über Nacht war Jasmin gewissermaßen an die Stelle des Bauern, der Bäuerin, des Vaters und der Mutter gerückt. In drei Tagen würden die Schulferien zu Ende gehen, und dann mussten die siebzehnjährige Melanie und der ein Jahr jüngere Tobias wieder die Schulbank drücken. Beide besuchten ein Gymnasium in Garmisch, da blieb kaum noch Zeit für die Arbeit auf dem Hof übrig. Morgens und am Nachmittag benutzten sie den Schulbus. Wenn sie von der Schule nach Hause kamen, wollten sie essen. Danach machten sie ihre Hausaufgaben. Wenn Tests anstanden, mussten sie lernen … Und auch unabhängig davon hielt sich das Interesse der beiden Jugendlichen, Jasmin zur Hand zu gehen, sehr in Grenzen. Die beiden waren Jasmin kaum eine Hilfe. Sie schmiss die Landwirtschaft und den Dreipersonenhaushalt. Nur selten hörte man sie klagen. Aber jetzt war sie am Ende; sowohl körperlich als auch seelisch. Es war Abend, die Dunkelheit hatte den Tag nach Westen vertrieben, Jasmin und ihre Geschwister befanden sich im Wohnzimmer.

  • Das Spiel mit dem Feuer: Der Bergpfarrer (ab 375) 477 – Heimatroman

    477

    Das Spiel mit dem Feuer: Der Bergpfarrer (ab 375) 477 – Heimatroman
    Das Spiel mit dem Feuer: Der Bergpfarrer (ab 375) 477 – Heimatroman

    Als Philipp Deininger in St. Johann auf dem Gelände der Deininger Bräu Baustelle erscheint, ist Jürgen Deininger ­erfreut, denn Philipp war immer sein Lieblingsneffe. Aber angesichts der Zwistigkeiten mit dem anderen Zweig der Deininger-Brauerei, befürchtet Jürgen, dass Philipp ihn nur ausspionieren soll. Der Bergpfarrer ›begutachtet‹ den ­jungen Mann auf einer Wanderung und gibt Entwarnung, er hält ihn für ehrlich. Und so soll Philipp den Job als Braumeister bekommen. Dazu passt auch, dass der junge Mann sich in Nicole verliebt hat. Philipps Zukunft in St. Johann sieht rosig aus. Doch ausgerechnet Nicole ertappt ihn bei ­einem verdächtigen Gespräch … Sebastian Trenker vernahm das Läuten an der Haustür, gleich darauf hörte er Stimmen. Sie verstummten, dann wurde gegen die Tür seines Arbeitszimmers geklopft, und im nächsten Moment schaute Sophie Tappert hinein. »Entschuldigen S', Hochwürden«, sagte die Pfarrhaushälterin. »Draußen steht die Kreszenz Bruckner und lässt fragen, ob Sie ein paar Minuten Zeit für sie hätten.« Dass die Kreszenz zu ihm wollte, war schon ungewöhnlich. Sebastian war mit seinem Schreibtischstuhl herumgeschwungen. »Lassen S' sie bitte herein, Frau Tappert. Ich glaub', ich weiß, was sie von mir will.« Sophie schaute ein wenig skeptisch drein. Wusste sie doch, dass die Schwägerin des Bürgermeisters seit mehreren Monaten nicht gut auf den Pfarrer zu sprechen gewesen war. Sie hatte zwar dieser Tage seiner Hilfe benötigt und sie auch erhalten, aber ob sie das mit dem Bergpfarrer versöhnt hatte, war unklar. Vielleicht hatte sie seinen guten Rat nur als eine Art Wiedergutmachung angesehen. »Wenn S' meinen, Hochwürden«, murmelte sie und kehrte zur Haustür zurück, die sie nur angelehnt hatte, zog sie auf und sagte: »Kommen S' herein, Frau Bruckner. Der Herr Pfarrer ist in seinem Büro. Ich bring' Sie zu ihm.« »Dankschön, Frau Tappert.« Kreszenz Bruckner schritt an der Pfarrhaushälterin vorbei. Da sie früher schon einige Male im Pfarrhaus gewesen war, wusste sie, welcher Tür sie sich zuwenden musste.

  • Eine überraschende Erbschaft: Der Bergpfarrer (ab 375) 480 – Heimatroman

    480

    Eine überraschende Erbschaft: Der Bergpfarrer (ab 375) 480 – Heimatroman
    Eine überraschende Erbschaft: Der Bergpfarrer (ab 375) 480 – Heimatroman

    Als Philipp Deininger in St. Johann auf dem Gelände der Deininger Bräu Baustelle erscheint, ist Jürgen Deininger ­erfreut, denn Philipp war immer sein Lieblingsneffe. Aber angesichts der Zwistigkeiten mit dem anderen Zweig der Deininger-Brauerei, befürchtet Jürgen, dass Philipp ihn nur ausspionieren soll. Der Bergpfarrer ›begutachtet‹ den ­jungen Mann auf einer Wanderung und gibt Entwarnung, er hält ihn für ehrlich. Und so soll Philipp den Job als Braumeister bekommen. Dazu passt auch, dass der junge Mann sich in Nicole verliebt hat. Philipps Zukunft in St. Johann sieht rosig aus. Doch ausgerechnet Nicole ertappt ihn bei ­einem verdächtigen Gespräch … Sebastian Trenker ließ die Hand mit dem Telefonhörer sinken und starrte durch das Fenster seines Arbeitszimmers auf einen unbestimmten Punkt in der Ferne. Der Tag war düster und grau. Von Westen her hatte eine Schlechtwetterfront den Weg über die Berge ins Wachnertal gefunden. Windböen heulten um das Pfarrhaus, ließen das abgefallene Laub durch die Luft wirbeln. Von Zeit zu Zeit ging ein Regenschauer nieder, der Herbst zeigte sich an diesem Tag von seiner ungemütlichen Seite. Aber wenn man den Meteorologen glauben durfte, dann würde es noch einen ›goldenen Oktober‹ geben. Soeben hatte sein Bruder ihm mitgeteilt, dass Heribert Lebegern gestanden hatte, den Mordanschlag auf Hans-Jürgen Schmidt verübt zu haben. Nachdem einer der jugendlichen Randalierer, die einige Verwüstungen auf Schloss Hubertus angerichtet hatten, den Namen Schmidt ins Spiel gebracht hatte, musste Lebegern befürchten, dass Schmidt ihn, seinen Auftraggeber, verraten würde. Und so war ihn ihm der Plan gereift, seinen Handlanger zum Schweigen zu bringen. Der Unternehmer hatte dafür ein Auto aus dem Fuhrpark seines Unternehmens benutzt. In der vergangenen Nacht war Lebegern unter der Last der Indizien und Beweise, die gegen ihn sprachen, zusammengebrochen, und am Morgen hatte der Haftrichter angeordnet, dass Lebegern in die Untersuchungshaft zu nehmen sei. Obwohl nun endgültig geklärt war, wer für die Verwüstungen auf Schloss Hubertus verantwortlich war und außerdem das Projekt Sommerrodelbahn gestorben sein dürfte, verspürte Sebastian keinen Triumph. Er war ganz und gar nicht froh darüber, dass sich Lebegern durch ein blutiges Verbrechen selbst seine Pläne zunichte gemacht hatte. Eine gewisse Erleichterung und Genugtuung verspürte er dennoch. Das Staatsministerium hatte die Genehmigung für den Bau der Rodelbahn im Ainringer Forst auf Eis gelegt. Zusammen mit dem guten Ruf des Unternehmers war das Projekt für sie erledigt, das war eine Sache. Aber am wichtigsten war für ihn, dass der mit allen Mitteln kämpfende Unternehmer Lebegern diesmal für seine Vergehen und sein Verbrechen bezahlen musste. Sebastian wollte das Telefon schon in die Ladestation stellen, überlegte es sich aber anders und rief Markus Bruckner an. Der Bürgermeister meldete sich persönlich: »Habe die Ehre, Hochwürden«, sprudelte er hervor.

  • Aufregung um Angelika: Der Bergpfarrer (ab 375) 486 – Heimatroman

    486

    Aufregung um Angelika: Der Bergpfarrer (ab 375) 486 – Heimatroman
    Aufregung um Angelika: Der Bergpfarrer (ab 375) 486 – Heimatroman

    Als Philipp Deininger in St. Johann auf dem Gelände der Deininger Bräu Baustelle erscheint, ist Jürgen Deininger ­erfreut, denn Philipp war immer sein Lieblingsneffe. Aber angesichts der Zwistigkeiten mit dem anderen Zweig der Deininger-Brauerei, befürchtet Jürgen, dass Philipp ihn nur ausspionieren soll. Der Bergpfarrer ›begutachtet‹ den ­jungen Mann auf einer Wanderung und gibt Entwarnung, er hält ihn für ehrlich. Und so soll Philipp den Job als Braumeister bekommen. Dazu passt auch, dass der junge Mann sich in Nicole verliebt hat. Philipps Zukunft in St. Johann sieht rosig aus. Doch ausgerechnet Nicole ertappt ihn bei ­einem verdächtigen Gespräch … Markus Bruckner stolperte, und wenn der Bergpfarrer nicht blitzschnell zugegriffen und ihn gehalten hätte, wäre er wohl gestürzt. Der Bürgermeister hatte angehalten, sein Gesicht war gerötet und die Haut glänzte vom Schweiß, er atmete rasselnd und presste die linke Hand gegen seine rechte Seite. Die beiden Paare, die den Bergpfarrer und Markus Bruckner begleiteten, waren ebenfalls stehen geblieben. Der Bürgermeister von St. Johann jammerte vor sich hin: »Sollt' ich je in meinem Leben etwas Unrechtes getan haben, so büße ich dafür an den Tagen, an denen Sie mich auf irgendeinen Berg schleppen, Hochwürden. Haben Sie denn kein Herz in der Brust? Sehen Sie nicht, wie fertig ich bin? Meine Füße sind schwer wie Blei, meine Fußsohlen brennen, meine Knie schmerzen. Wenn das bis Pfingsten so weitergeht, dann bin ich ein Invalide.« »Mein lieber Markus«, antwortete Sebastian Trenker. »Es ist vielleicht nicht einfach für dich, mit uns mitzuhalten. Aber ich glaub' dir net, dass du nimmer kannst. Du willst nimmer, das ist das Problem. Es ist bei dir kein körperliches Problem, sondern psychisch bedingt. Also reiß' dich ein bissel zusammen und geh' weiter.« »Sie haben den falschen Beruf gewählt, Hochwürden, Sie hätten Sklaventreiber werden sollen.« »Okay«, sagte Sebastian und nickte den anderen zu. »Legen wir eine zehnminütige Pause ein.«

  • Marion flieht vor ihrer Vergangenheit: Der Bergpfarrer (ab 375) 479 – Heimatroman

    479

    Marion flieht vor ihrer Vergangenheit: Der Bergpfarrer (ab 375) 479 – Heimatroman
    Marion flieht vor ihrer Vergangenheit: Der Bergpfarrer (ab 375) 479 – Heimatroman

    Als Philipp Deininger in St. Johann auf dem Gelände der Deininger Bräu Baustelle erscheint, ist Jürgen Deininger ­erfreut, denn Philipp war immer sein Lieblingsneffe. Aber angesichts der Zwistigkeiten mit dem anderen Zweig der Deininger-Brauerei, befürchtet Jürgen, dass Philipp ihn nur ausspionieren soll. Der Bergpfarrer ›begutachtet‹ den ­jungen Mann auf einer Wanderung und gibt Entwarnung, er hält ihn für ehrlich. Und so soll Philipp den Job als Braumeister bekommen. Dazu passt auch, dass der junge Mann sich in Nicole verliebt hat. Philipps Zukunft in St. Johann sieht rosig aus. Doch ausgerechnet Nicole ertappt ihn bei ­einem verdächtigen Gespräch … Als die sechsundzwanzigjährige Marion Winter an diesem Abend auf dem Bahnhof in Rosenheim in den Zug stieg, war sie fest entschlossen, sämtliche Brücken hinter sich abzubrechen und irgendwo in den Bergen ein neues Leben zu beginnen. Ihr Verlobter, mit dem sie seit mehr als drei Jahren zusammen gewesen war, hatte sie betrogen. Nicht mit irgendwem. Es war ihre beste Freundin, mit der er sich eingelassen hatte. Marion wusste nicht, wie lange das schon gegangen war mit den beiden. Zunächst war sie zutiefst enttäuscht gewesen, sie hatte sich gedemütigt gefühlt, war bis in ihr Innerstes verletzt. Jetzt war sie drüber hinweg, es interessierte sie nicht mehr. Sie hatte die beiden in flagranti ertappt, die Situation war eindeutig gewesen, und für sie hatte es nur eine Konsequenz gegeben. Im ersten Moment war sie natürlich am Boden zerstört gewesen. Sie war verzweifelt, hatte geweint, und für kurze Zeit hatte das Leben für sie jeden Sinn verloren. Nach der Trauer aber war der Zorn gekommen, doch auch diese Phase hatte Marion überwunden, und sie war zu kühler Sachlichkeit zurückgekehrt. Drei Wochen waren seitdem vergangen. In dieser Zeit hörte sie weder etwas von Rolf, dem Mann, in den sie verliebt gewesen war, noch von Ines, der sie blind vertraut hatte. Sie war, als sie die beiden ertappte, unverzüglich aus der Wohnung, in der sie mit Rolf lebte, ausgezogen, hatte sich in einer Pension ein Zimmer genommen und sich dort regelrecht verkrochen. Marion hatte niemand auf dieser Welt. Ihren Vater hatte sie niemals kennengelernt, ihre Mutter war vor drei Jahren dem Krebs zum Opfer gefallen, ohne dass sie ihr, Marion, verraten hätte, wer ihr Erzeuger war. Ihre Großeltern lebten auch nicht mehr, Geschwister hatte sie nicht. Hier hielt sie also nichts und sie wollte nur noch weg und Rosenheim aus ihrer Erinnerung löschen. Als der Zug anfuhr, atmete Marion wie erlöst auf. Der letzte Rest von Anspannung fiel von ihr ab.

  • Julias Weg ins Glück?: Der Bergpfarrer (ab 375) 482 – Heimatroman

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    Julias Weg ins Glück?: Der Bergpfarrer (ab 375) 482 – Heimatroman
    Julias Weg ins Glück?: Der Bergpfarrer (ab 375) 482 – Heimatroman

    Als Philipp Deininger in St. Johann auf dem Gelände der Deininger Bräu Baustelle erscheint, ist Jürgen Deininger ­erfreut, denn Philipp war immer sein Lieblingsneffe. Aber angesichts der Zwistigkeiten mit dem anderen Zweig der Deininger-Brauerei, befürchtet Jürgen, dass Philipp ihn nur ausspionieren soll. Der Bergpfarrer ›begutachtet‹ den ­jungen Mann auf einer Wanderung und gibt Entwarnung, er hält ihn für ehrlich. Und so soll Philipp den Job als Braumeister bekommen. Dazu passt auch, dass der junge Mann sich in Nicole verliebt hat. Philipps Zukunft in St. Johann sieht rosig aus. Doch ausgerechnet Nicole ertappt ihn bei ­einem verdächtigen Gespräch … Julia Dippl hatte den Abendessentisch besonders liebevoll gedeckt. An diesem Tag, es war der 27. September, war es genau ein Jahr her, dass sie und Manfred sich verlobt hatten. Julia wollte keinen großen Akt aus diesem Jahrestag machen, aber sie fand es einfach schön, ihn in besonderer Stimmung zu genießen. Manfred Ebner, ihr Verlobter, war Außendienstmitarbeiter bei einem Münchener Großhandel für Bürobedarf. Er und Julia kannten sich seit über drei Jahren. Es ging auf achtzehn Uhr zu. Julia hatte sich an diesem Tag schon etwas früher freigenommen, um alles für den Abend vorzubereiten. Sie wollte Manfred mit seiner Leibspeise verwöhnen; Zwiebelrostbraten mit Bratkartoffeln. Der Geruch des bratenden Fleisches erfüllte die Wohnung. Auf dem Tisch standen eine Flasche Trollinger, rot und halbtrocken, wie Manfred den Wein liebte, sowie zwei Gläser. Julia wollte an diesem Abend ihre Beziehung mit Manfred etwas auffrischen, denn was vor drei Jahren so liebevoll begonnen hatte, war Alltag geworden. Darum hatte sie sich für Manfred schön gemacht und einen engen, schwarzen Rock angezogen, der nicht ganz bis zu den Knien reichte, eine transparente Strumpfhose sowie eine dunkelgrüne Bluse. Rock und Bluse brachten ihre weiblichen Proportionen voll zur Geltung. Die langen, blonden Haare, die sie meistens zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden oder aufgesteckt hatte, trug sie offen, Augen und Lippen waren dezent geschminkt. Alles in allem war die dreißigjährige Julia eine sehr schöne, begehrenswerte und verführerische Frau, deren Ausstrahlung sich kein Mann entziehen konnte. Leider hatte sich Manfred in den vergangenen Monaten zu einem ausgesprochenen Langweiler entwickelt. An den Abenden saß er am liebsten auf der Couch, schaute auf den Fernseher und trank dazu Bier. Er hatte an Gewicht zugelegt und von dem einmal so sportlichen Typ war nicht mehr viel übrig geblieben. Wenn sie irgendeine Unternehmung vorschlug, lehnte er mit fadenscheinigen Argumenten ab.

  • Verlorenes Glück - gefundenes Glück: Der Bergpfarrer (ab 375) 488 – Heimatroman

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    Verlorenes Glück - gefundenes Glück: Der Bergpfarrer (ab 375) 488 – Heimatroman
    Verlorenes Glück - gefundenes Glück: Der Bergpfarrer (ab 375) 488 – Heimatroman

    Als Philipp Deininger in St. Johann auf dem Gelände der Deininger Bräu Baustelle erscheint, ist Jürgen Deininger ­erfreut, denn Philipp war immer sein Lieblingsneffe. Aber angesichts der Zwistigkeiten mit dem anderen Zweig der Deininger-Brauerei, befürchtet Jürgen, dass Philipp ihn nur ausspionieren soll. Der Bergpfarrer ›begutachtet‹ den ­jungen Mann auf einer Wanderung und gibt Entwarnung, er hält ihn für ehrlich. Und so soll Philipp den Job als Braumeister bekommen. Dazu passt auch, dass der junge Mann sich in Nicole verliebt hat. Philipps Zukunft in St. Johann sieht rosig aus. Doch ausgerechnet Nicole ertappt ihn bei ­einem verdächtigen Gespräch … Es war gegen achtzehn Uhr, als Alexander Breitenbichler von der Arbeit nach Hause kam. Der Neunundzwanzigjährige war in Garmisch bei einem Elektrofachhandel als Kundendienstmonteur beschäftigt. Es war schon finster. Im Wachnertal hatte der Winter Einzug gehalten. Auf den Dächern der Häuser, in den Gärten, auf den Wiesen, Feldern und Äckern lag der Schnee mehr als einen halben Meter hoch. Als Alexander die Küche betrat, erkannte Lisa sofort, dass er wieder einmal eine absolut schlechte Laune mit nach Hause brachte. »Guten Abend«, brummte er verdrossen. »Hast du was zu essen? Ich hab' Hunger wie ein Wolf.« Kein Lächeln, kein freundliches oder gar liebevolles Wort. »Grüaß di«, erwiderte Lisa, die hübsche, siebenundzwanzigjährige Frau mit den langen, blonden Haaren und den blauen Augen. Sie ignorierte seinen mürrischen Ton einfach. »Ich kann dir ein paar Rühreier braten. Oder möchtest du ein paar Wurstbrote. Du kannst aber auch einen Teller von dem Eintopf haben, den ich für morgen gekocht hab'. Du musst nur sagen, was du willst.« Alexander zog geringschätzig die Mundwinkel nach unten. »Du könntest mal wieder einen anständigen Schweinsbraten und Knödel kochen, oder einen Sauerbraten.«

  • Zwischen Liebe und Leid: Der Bergpfarrer (ab 375) 481 – Heimatroman

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    Zwischen Liebe und Leid: Der Bergpfarrer (ab 375) 481 – Heimatroman
    Zwischen Liebe und Leid: Der Bergpfarrer (ab 375) 481 – Heimatroman

    Als Philipp Deininger in St. Johann auf dem Gelände der Deininger Bräu Baustelle erscheint, ist Jürgen Deininger ­erfreut, denn Philipp war immer sein Lieblingsneffe. Aber angesichts der Zwistigkeiten mit dem anderen Zweig der Deininger-Brauerei, befürchtet Jürgen, dass Philipp ihn nur ausspionieren soll. Der Bergpfarrer ›begutachtet‹ den ­jungen Mann auf einer Wanderung und gibt Entwarnung, er hält ihn für ehrlich. Und so soll Philipp den Job als Braumeister bekommen. Dazu passt auch, dass der junge Mann sich in Nicole verliebt hat. Philipps Zukunft in St. Johann sieht rosig aus. Doch ausgerechnet Nicole ertappt ihn bei ­einem verdächtigen Gespräch … Als Dietmar Gürtler gegen zwanzig Uhr das Haus betrat, in dem er, seine Eltern und sein Bruder Andreas lebten, erwartete ihn sein Vater schon unter der Tür zum Wohnzimmer. »Du warst wieder mit der Hungerleiderin zusammen, stimmt's?«, fuhr Johannes Gürtler seinen Sohn aggressiv an. Die Augen des Vierundfünfzigjährigen funkelten streitsüchtig. Zu lügen hatte keinen Sinn, und lügen wollte Dietmar auch gar nicht, denn es wäre ihm wie ein Verrat an der geliebten Frau vorgekommen. »Ja, ich war den ganzen Nachmittag mit der Dagmar unterwegs«, kam seine ehrliche Antwort. Trotzig erwiderte er den Blick seines Vaters. Die Zornesader an Johannes Gürtlers Stirn schwoll an. »Wie oft muss ich dir noch sagen, dass die mir net ins Haus kommt!«, polterte er los. »Wir brauchen keine, die uns auf der Tasche liegt. Die Frau, die du mal heiratest, muss was mitbringen. Ich hab' mich neulich mit dem Huber-Peter besprochen. Seine Tochter wär …« Dietmar fiel seinem Vater ins Wort: »Über die Huber-Gisela brauchst du mit mir net sprechen, Papa. Die mag ich net. Und wenn s' in Gold gefasst wär, würd ich die net wollen. Ich lieb Dagmar. Und ich werd net von ihr lassen, bloß weil du andere Vorstellungen hast.

  • Blind vor Liebe: Der Bergpfarrer (ab 375) 484 – Heimatroman

    484

    Blind vor Liebe: Der Bergpfarrer (ab 375) 484 – Heimatroman
    Blind vor Liebe: Der Bergpfarrer (ab 375) 484 – Heimatroman

    Als Philipp Deininger in St. Johann auf dem Gelände der Deininger Bräu Baustelle erscheint, ist Jürgen Deininger ­erfreut, denn Philipp war immer sein Lieblingsneffe. Aber angesichts der Zwistigkeiten mit dem anderen Zweig der Deininger-Brauerei, befürchtet Jürgen, dass Philipp ihn nur ausspionieren soll. Der Bergpfarrer ›begutachtet‹ den ­jungen Mann auf einer Wanderung und gibt Entwarnung, er hält ihn für ehrlich. Und so soll Philipp den Job als Braumeister bekommen. Dazu passt auch, dass der junge Mann sich in Nicole verliebt hat. Philipps Zukunft in St. Johann sieht rosig aus. Doch ausgerechnet Nicole ertappt ihn bei ­einem verdächtigen Gespräch … Es war am Sonntag nach der Messe, als Pfarrer Trenker eine dunkelgekleidete, grauhaarige Frau von zierlicher Gestalt durch die Pforte des Friedhofs schreiten sah. Der Pfarrer hatte sich einer der kleinen Menschengruppen hinzugesellt, die sich auf dem Kirchenvorplatz zusammengefunden hatten, um die neuesten Ereignisse in St. Johann und im Wachnertal zu diskutieren. Jetzt verabschiedete er sich und strebte der grauhaarigen Frau zu, die ihn auf sich zusteuern sah und anhielt. Sie war um die sechzig Jahre alt, ihr Gesicht war faltig und ihre blauen Augen blickten müde. »Grüaß di, Karoline«, rief der Pfarrer, als er sich auf drei Schritte genähert hatte. »Dich hab' ich schon eine ganze Weile nimmer in der Messe gesehen. Warst du krank?« »Ja, Hochwürden. Meine rechte Hüfte …« Sie seufzte. »Ich bräucht' schon längst eine neue, aber ich scheu' mich, ins Krankenhaus zu gehen. Man hat schon so viel gehört. Einige, die eine künstliche Hüfte bekommen haben, lamentieren. Sie können zum Teil noch schlechter gehen als vorher.« »Das kann sicher mal vorkommen, dass eine Operation net den gewünschten Erfolg bringt, Karoline«, versetzte Sebastian. »Aber die meisten können sich nach der Operation problemlos bewegen. Ich an deiner Stelle würd' mich mal an Professor Bernhardt wenden.«

  • Ihr Bild in seinem Herzen: Der Bergpfarrer (ab 375) 487 – Heimatroman

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    Ihr Bild in seinem Herzen: Der Bergpfarrer (ab 375) 487 – Heimatroman
    Ihr Bild in seinem Herzen: Der Bergpfarrer (ab 375) 487 – Heimatroman