Das Spiel mit dem Feuer: Der Bergpfarrer 479 – Heimatroman
Von Toni Waidacher
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Über dieses E-Book
Diese Serie enthält alles, was die Leserinnen und Leser von Heimatromanen interessiert.
Sebastian Trenker vernahm das Läuten an der Haustür, gleich darauf hörte er Stimmen. Sie verstummten, dann wurde gegen die Tür seines Arbeitszimmers geklopft, und im nächsten Moment schaute Sophie Tappert hinein. »Entschuldigen S', Hochwürden«, sagte die Pfarrhaushälterin. »Draußen steht die Kreszenz Bruckner und lässt fragen, ob Sie ein paar Minuten Zeit für sie hätten.« Dass die Kreszenz zu ihm wollte, war schon ungewöhnlich. Sebastian war mit seinem Schreibtischstuhl herumgeschwungen. »Lassen S' sie bitte herein, Frau Tappert. Ich glaub', ich weiß, was sie von mir will.« Sophie schaute ein wenig skeptisch drein. Wusste sie doch, dass die Schwägerin des Bürgermeisters seit mehreren Monaten nicht gut auf den Pfarrer zu sprechen gewesen war. Sie hatte zwar dieser Tage seiner Hilfe benötigt und sie auch erhalten, aber ob sie das mit dem Bergpfarrer versöhnt hatte, war unklar. Vielleicht hatte sie seinen guten Rat nur als eine Art Wiedergutmachung angesehen. »Wenn S' meinen, Hochwürden«, murmelte sie und kehrte zur Haustür zurück, die sie nur angelehnt hatte, zog sie auf und sagte: »Kommen S' herein, Frau Bruckner. Der Herr Pfarrer ist in seinem Büro. Ich bring' Sie zu ihm.« »Dankschön, Frau Tappert.« Kreszenz Bruckner schritt an der Pfarrhaushälterin vorbei. Da sie früher schon einige Male im Pfarrhaus gewesen war, wusste sie, welcher Tür sie sich zuwenden musste.
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Rezensionen für Das Spiel mit dem Feuer
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Buchvorschau
Das Spiel mit dem Feuer - Toni Waidacher
Der Bergpfarrer
– 479 –
Das Spiel mit dem Feuer
Toni Waidacher
Sebastian Trenker vernahm das Läuten an der Haustür, gleich darauf hörte er Stimmen. Sie verstummten, dann wurde gegen die Tür seines Arbeitszimmers geklopft, und im nächsten Moment schaute Sophie Tappert hinein. »Entschuldigen S’, Hochwürden«, sagte die Pfarrhaushälterin. »Draußen steht die Kreszenz Bruckner und lässt fragen, ob Sie ein paar Minuten Zeit für sie hätten.«
Dass die Kreszenz zu ihm wollte, war schon ungewöhnlich. Sebastian war mit seinem Schreibtischstuhl herumgeschwungen. »Lassen S’ sie bitte herein, Frau Tappert. Ich glaub’, ich weiß, was sie von mir will.«
Sophie schaute ein wenig skeptisch drein. Wusste sie doch, dass die Schwägerin des Bürgermeisters seit mehreren Monaten nicht gut auf den Pfarrer zu sprechen gewesen war. Sie hatte zwar dieser Tage seiner Hilfe benötigt und sie auch erhalten, aber ob sie das mit dem Bergpfarrer versöhnt hatte, war unklar. Vielleicht hatte sie seinen guten Rat nur als eine Art Wiedergutmachung angesehen. »Wenn S’ meinen, Hochwürden«, murmelte sie und kehrte zur Haustür zurück, die sie nur angelehnt hatte, zog sie auf und sagte: »Kommen S’ herein, Frau Bruckner. Der Herr Pfarrer ist in seinem Büro. Ich bring’ Sie zu ihm.«
»Dankschön, Frau Tappert.«
Kreszenz Bruckner schritt an der Pfarrhaushälterin vorbei. Da sie früher schon einige Male im Pfarrhaus gewesen war, wusste sie, welcher Tür sie sich zuwenden musste. Aber da wurde diese schon aufgezogen und Sebastian blickte ihr entgegen. »Grüß Gott, Kreszenz. Du kommst sicher, um mir zu erzählen, ob’s funktioniert hat oder net.«
Kreszenz Bruckner lächelte. »Es hat funktioniert. Das wollt ich Ihnen berichten.«
Sie gingen ins Arbeitszimmer und setzten sich.
»Dann erzähl’ mal. Wie ist die Sach’ abgelaufen. Das Ergebnis kenn’ ich ja, nachdem du erklärt hast, dass unsere Rechnung aufgegangen ist.«
Kreszenz Bruckner fasste sich ziemlich kurz. Mit wenigen Worten berichtete sie Sebastian, wie es gelungen war, Debby mit Willi zu versöhnen, wie herzergreifend es war, als die beiden sich ihre Liebe gestanden. »Jetzt sind die beiden glücklich, und sie haben gestern Abend nach ein paar Glaserln Wein, als wir den Erfolg ein bissel gefeiert haben, sogar schon von Verlobung gesprochen.«
»Das freut mich. Vor allem freut es mich, dass ich dabei helfen konnte. Jetzt liegt es an den beiden.«
»Natürlich, Hochwürden, wie Sie es schon gesagt haben: Das haben der Willi und die Debby nun selbst in der Hand. Aber die beiden lieben sich wirklich, und eine echte Liebe kann so manchem Sturm trotzen. Mir ist es wichtig, dass unser Willi sein Glück gefunden hat. Und Sie, Hochwürden, waren net unmaßgeblich daran beteiligt. Es war Ihr Plan, aufgrund dessen wir die beiden zusammengebracht haben. Sie haben mit Debbys Mutter gesprochen, und so herausbekommen, dass es in den Willi verliebt ist. Der Moser-Katrin hat sie ihr Herz ausgeschüttet und die Katrin hat erkennen können, wie todunglücklich die Debby war, weil sie annehmen musste, dass der Willi auch der Michaela Raschpichler den Hof macht. Alle diese Mosaiksteinchen haben Sie zusammengetragen, Hochwürden. Und dann haben S’ den Plan entwickelt. Ich weiß net, wie ich Ihnen danken soll dafür.«
Sebastian schaute die Kreszenz ernst an.
»Du musst mir net danken, Kreszenz. Du wirst sicher wissen, dass ich für jeden ein offenes Ohr und einen Ratschlag parat hab’. Manchmal sind aber auch mir Grenzen gesetzt, und dann ist es besser, ich halt mich zurück. Das war damals so, als das Verhältnis zwischen der Tanja und dem Willi zerbrochen ist. Ich hab’ ihm in dieser Sache net raten können, und die Tanja hätt’ sich von mir ganz sicher net beeinflussen lassen.«
»Doch, Hochwürden, Sie haben ihm einen Rat gegeben, den Rat, Tanjas Entscheidung zu akzeptieren. Der Willi hat das befolgt und ist ganz gut damit gefahren. Die einzige, die sich falsch verhalten hat, war ich. Ich hab’ Sie schief angesehen, weil Sie sich herausgehalten haben. Jetzt weiß ich, dass es dumm von mir war. Genauso dumm wie meine Vermutung, dass sie dem Willi bei dem Hotelkauf in Meran einen Strich durch die Rechnung gemacht haben. Ich weiß jetzt, dass Sie Ihre Händ’ net im Spiel gehabt haben.«
Sebastian lächelte. »Dann bist du also gekommen, um mit mir Frieden zu schließen«, stellte er fest.
»Das ist ein Grund. Der andere ist, dass ich mich bei Ihnen entschuldigen möcht’. Ich war ungerecht und sicher auch ein bissel blind. Nachdem der Willi sich mit Ihnen ausgesprochen hat, war ich noch immer skeptisch. Gestern Abend hab ich noch einmal mit dem Willi geredet, und mir ist endlich klar geworden, dass ich Sie grundlos verdächtigt hab’. Können S’ mir das verzeihen, Hochwürden? Sie dürfen mir glauben, dass ich es echt bereu’, Ihnen so etwas unterstellt zu haben.«
»Vergeben und vergessen, Kreszenz«, versetzte Sebastian. »Komm, besiegeln wir unseren Frieden. Jeder kann sich mal irren. Niemand ist davon frei.« Er hielt Kreszenz die rechte Hand hin und die Bäuerin ergriff sie.
»Sie sind ein guter Mensch, Hochwürden. Die Bezeichnung ›der gute Hirte von St. Johann‹ tragen S’ net zu Unrecht.«
Sebastian lachte auf. »Ich weiß, dass mich manche Leut’ hier so nennen. Aber lass’ dir gesagt sein, Kreszenz, dass ich auch nur mit Wasser koch’.«
»Mir und meinem Willi haben S’ jedenfalls geholfen, Hochwürden«, sagte Kreszenz und erhob sich. »Und dafür bin ich Ihnen mein Leben lang dankbar.«
»Ich hab’s gern getan, Kreszenz. Nun können wir nur hoffen, dass der Willi und die Debby ihr Glück zu bewahren wissen. Aber ich bin guter Dinge. Der Willi und die Debby werden das Kind schon schaukeln.«
Kreszenz Bruckner verabschiedete sich.
Es erfüllte den Pfarrer mit tiefer Zufriedenheit, dass Kreszenz Bruckner endlich eingesehen hatte, dass er dem Willi nie etwas Böses wollte.
*
Auf den Parkplatz vor dem Hotel ›Zum Löwen‹ rollte eine anthrazitfarbene Limousine. Der Wagen war in Halle zugelassen.
Der Fahrer stellte den Motor ab und stieg aus. Auch die Tür der Beifahrerseite wurde geöffnet und eine junge, dunkelhaarige Frau schwang die Beine ins Freie, um sich sogleich aufzurichten.
Beide schauten sich um. Obwohl sich der Hochsommer seinem Ende zuneigte, war der Tag heiß. Der Himmel war strahlend blau und die Berge, die das Tal säumten, lagen im gleißenden Licht. Die Schatten waren kurz, denn die Sonne stand hoch im Zenit.
»Na, habe ich zu viel versprochen?«, fragte der junge Mann, der den Wagen gefahren hatte, über das Autodach hinweg. »Hier ist es doch herrlich. Ich freue mich richtig auf die zwei Wochen Urlaub an diesem wunderschönen Flecken Erde.«
»Ja, in der Tat, hier ist es wirklich sehr, sehr schön«, pflichtete ihm seine Begleiterin bei. Das Bild, das sich ihr bot, hatte sie beeindruckt. Es war eine imposante Bergwelt, die das Wachnertal säumte. Im Vordergrund erhoben sich dicht bewaldete Höhenzüge, im Hintergrund das Hochgebirge mit seinen schroffen Felsen.
»Melden wir uns zunächst mal an der Rezeption«, schlug der Mann vor. »Das Gepäck holen wir, sobald wir den Zimmerschlüssel haben.«
Seine Begleiterin nickte, dann setzten sie sich in Bewegung und betraten gleich darauf das Hotel.
In der Rezeption saß Susanne Reisinger, die älteste Tochter des Hotelinhabers, und blickte den neuen Gästen entgegen.
»Guten Tag«, grüßte der Mann. »Mein Name ist Schwendtner – Benjamin Schwendtner. Ich habe bei Ihnen ein Doppelzimmer gebucht.«
Nach einem kurzen Studium der Eintragungen auf dem Bildschirm nickte Susanne und schaute den Mann wieder an. »Richtig. Benjamin Schwendtner und Svenja Redl. Sie wollen zwei Wochen bei uns bleiben. Ich darf Sie herzlich willkommen heißen.«
»Danke«,
