Im Chaos der Gefühle: Der Bergpfarrer 453 – Heimatroman
Von Toni Waidacher
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Über dieses E-Book
Diese Serie enthält alles, was die Leserinnen und Leser von Heimatromanen interessiert.
Am Donnerstagnachmittag klingelte im Pfarrhaus das Telefon. Sebastian nahm ab. »Ich grüße Sie, Jürgen. Ich nehm' an, Sie rufen mich an, um mir zu sagen, dass Ihre Familie aus Landshut eingetroffen ist.« »Sehr richtig, Sebastian. Die Helga hat mich informiert, dass sie alle im Hotel eingecheckt haben. Mein Vater soll recht aufgeregt sein. Ich vermute, dass er mindestens genauso nervös ist, wie ich. Immerhin ist viel Wasser die Kachlach hinuntergelaufen, seit wir das letzte Mal von Angesicht zu Angesicht miteinander geredet haben.« »Die Aufregung wird sich legen, sobald Sie die ersten Worte miteinander gewechselt haben«, erwiderte Sebastian im Brustton der Überzeugung. »Ich bin auch der Meinung, dass Sie sich gar nimmer groß aussprechen sollten. Haken S' einfach ab, was war, und tun S' so, als hätt's den Zwist nie gegeben.« »Das wird wohl das Beste sein. Ich hab' den Paul und die Angelika informiert. Die beiden werden gleich kommen. Und dann fahren wir zum Hotel. Haben S' keine Lust, dabei zu sein, wenn sich mein Vater und ich die Hand reichen?« »Ich denk', es ist besser, wenn das ohne die Anwesenheit eines Außenstehenden geschieht, Jürgen«, lehnte Sebastian ab.
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Buchvorschau
Im Chaos der Gefühle - Toni Waidacher
Der Bergpfarrer
– 453 –
Im Chaos der Gefühle
Toni Waidacher
Am Donnerstagnachmittag klingelte im Pfarrhaus das Telefon. Sebastian nahm ab. »Ich grüße Sie, Jürgen. Ich nehm’ an, Sie rufen mich an, um mir zu sagen, dass Ihre Familie aus Landshut eingetroffen ist.«
»Sehr richtig, Sebastian. Die Helga hat mich informiert, dass sie alle im Hotel eingecheckt haben. Mein Vater soll recht aufgeregt sein. Ich vermute, dass er mindestens genauso nervös ist, wie ich. Immerhin ist viel Wasser die Kachlach hinuntergelaufen, seit wir das letzte Mal von Angesicht zu Angesicht miteinander geredet haben.«
»Die Aufregung wird sich legen, sobald Sie die ersten Worte miteinander gewechselt haben«, erwiderte Sebastian im Brustton der Überzeugung. »Ich bin auch der Meinung, dass Sie sich gar nimmer groß aussprechen sollten. Haken S’ einfach ab, was war, und tun S’ so, als hätt’s den Zwist nie gegeben.«
»Das wird wohl das Beste sein. Ich hab’ den Paul und die Angelika informiert. Die beiden werden gleich kommen. Und dann fahren wir zum Hotel. Haben S’ keine Lust, dabei zu sein, wenn sich mein Vater und ich die Hand reichen?«
»Ich denk’, es ist besser, wenn das ohne die Anwesenheit eines Außenstehenden geschieht, Jürgen«, lehnte Sebastian ab. »Jedenfalls freu’ ich mich, dass Sie sich mit Ihrer Familie wieder verstehen, und ich wünsch’ Ihnen alles, alles Gute für die Zukunft. Morgen, bei der Einweihungsfeier, treffen wir uns ja. Der Severin hat mich gestern angerufen. Er und die Annette kommen heut’ Nachmittag auch zurück. Beim Marcel wird’s nächste Woche werden, bis er zurückkehren kann.«
»Ich denke, die Sache ist aufgeklärt«, sagte Jürgen. »Oder gibt es vielleicht immer noch irgendwelche Probleme?«
»Er muss sich für eine weitere Aussage in Wien zur Verfügung halten, denn der Bursch’, der den Hubert Pausch niedergeschlagen hat, bestreitet, ihm das Geld gestohlen zu haben. Der Marcel und auch der Severin haben mich aber beruhigt. Bei der Polizei nimmt keiner an, dass der Marcel den Pausch beraubt hat. Es besteht vielmehr der Verdacht, dass der Pausch den Geldbeutel verloren hat, oder dass er nur behauptet, bestohlen worden zu sein, um dem, der ihn niedergeschlagen hat, eins auszuwischen.«
»Kann schon sein, dass er Rachegedanken hegt«, versetzte Jürgen. »Fein, dann ist der Severin morgen bei der Einweihung dabei. Da fällt mir ein, dass ich Ihre Cousine noch gar nicht persönlich eingeladen hab’. Das werde ich heute Abend nachholen.«
»Sie wird sich freuen, Jürgen. Bestellen S’ Ihrem Vater und Philipps Mutter die besten Grüße von mir. Ist eigentlich die Frau Baldauf auch dabei?«
»Die Tante hält die Stellung in der Brauerei.« Jürgen Deininger zögerte ein wenig. »Ein Gespräch wird es noch geben müssen mit meinem Vater«, erklärte er dann. »Und zwar, wenn es darum geht, dass er seinen Platz für einen Jüngeren freimachen soll. Ich hab’ schon daran gedacht, mich wieder in die GmbH einzukaufen. Zusammen mit meinen Brüdern und dem Philipp als Geschäftsführer könnten wir den Laden wieder auf Trab bringen. Ich schätze aber, das werden noch einmal zähe Verhandlungen mit meinem Vater werden. Vor allem, weil im Umgang mit ihm äußerste Vorsicht geboten ist. Wir dürfen ihn auf keinen Fall verärgern. Und das wird nicht so einfach.«
»Als er mir gegenüber zum Ausdruck gebracht hat, dass er viele Fehler gemacht hat in seinem Leben, Fehler, die sich nimmer rückgängig machen lassen, hatt’ ich den Eindruck, dass dies ein ausgesprochen ehrliches Bekenntnis war. Ihr Vater wird es sich also zweimal überlegen, bevor er sich ein weiteres Mal zu etwas hinreißen lässt, das er hinterher möglicherweise bereuen müsst’.«
»Ich hab’ mir jedenfalls vorgenommen, den Frieden mit meinem alten Herrn unter allen Umständen zu wahren«, sagte Jürgen. »Ich will mir eines Tages nichts vorwerfen müssen. Sie verstehen sicher, was ich meine. Er geht immerhin schon auf die achtzig zu …«
»Eine lobenswerte Einstellung, Jürgen«, gab Sebastian zu verstehen. »Morgen treff’ ich ja dann Ihren Vater. Ich werd’ mich auch gern mal mit ihm auf ein Glas Wein zusammensetzen. Vielleicht können S’ ihn dazu bewegen, Jürgen, seinen Ruhestand bei uns hier im schönen Wachnertal zu verbringen.«
»Das ist eine prima Idee, Sebastian. Ja, wirklich, daran hab’ ich selbst noch gar nicht gedacht. Mein Vater ist zwar kein großer Romantiker. Idylle, Beschaulichkeit und Ruhe waren für ihn immer Fremdwörter, aber vielleicht kann man ihn auf seine alten Tage noch umstimmen. Schauen wir mal. Ich hab’ nach der neuesten Entwicklung wieder große Hoffnungen, dass wir aus ihm noch einen verträglichen alten Mann machen können.«
Sebastian lachte. »Ich glaub’, er ist schon auf dem besten Weg’«, erklärte er dann, dann verabschiedete sich Jürgen und der Pfarrer stellte das Telefon in die Ladestation zurück. Er grinste zufrieden vor sich hin. Die Entwicklung war wunschgemäß.
Der Bergpfarrer verließ sein Büro, ging zur offenstehenden Küchentür und stellte sich in ihren Rahmen. »Ich schau’ mal hinüber in die Kirch’, Frau Tappert.«
»Ist schon recht, Hochwürden. Jetzt dürften bald wieder die ersten Ausfluggesellschaften in St. Johann eintreffen, und unser Kircherl wird wieder stark frequentiert werden. Irgendwie lob’ ich mir da den Winter. Da sind wir hier unter uns.«
»Ein paar Touristen brauchen wir schon, Frau Tappert«, entgegnete Sebastian. »Von was sollten die Leut’ hier leben, wenn net vom Fremdenverkehr? Sind wir froh, dass sich bei uns alles noch in einem vernünftigen Rahmen hält. Gehen S’ in der Saison mal nach Garmisch oder hinüber ins Österreichische. Da treten sich die Urlauber gegenseitig auf die Füß’.«
»Solche Verhältnisse hätten wir auch, Hochwürden, wenn Sie den Bürgermeister net immer wieder mal gebremst hätten. Der Bruckner hätt’ sein St. Johann längst zu einer dieser Touristenhochburgen umfunktioniert. Dann wär’s hier vorbei mit Ruhe und Frieden und wir wären sowohl im Sommer als ich im Winter voll. Ob das besonders angenehm wär’, bezweifle ich.«
Sebastian lächelte. »Jetzt hat er sich ja schon lang nix mehr einfallen lassen, der Markus. Vielleicht haben ihn die jahrelange Erfahrung und der Umgang mit etlichen Niederlagen geläutert und vorsichtig gemacht. Aber wie ich ihn kenn’, wird er sicherlich irgendwann wieder mit einer neuen Idee aufwarten.«
»Davon bin ich überzeugt, Hochwürden«, sagte Sophie. »Und da ich ihn auch sehr gut kenn’, bin ich davon überzeugt, dass es was ist, das Ihren Widerstand herausfordert. Denn was Vernünftiges ist dem Bruckner ja noch net eingefallen.«
»Gehen S’ net gar so hart ins Gericht mit dem Bruckner, Frau Tappert. Im Grunde seines Herzens ist er ein anständiger Kerl, der halt ein bissel zu ehrgeizig ist.«
»Ich weiß schon. Ich hab’ ja auch nix gegen ihn.« Sophies Brauen hoben sich ein wenig. Ihr Gesicht mutete fast ein wenig belustigt an. »Aber dass er Ihnen immer so viel Arbeit und Ärger bereitet hat, das vergess’ ich ihm nie, und das vergeb’ ich ihm auch net.«
»Ist schon klar, Frau Tappert«, sagte Sebastian, der wusste, dass das von seiner Haushälterin scherzhaft zugespitzt war, lachend. »Vergeben und vergessen heißt kostbare Erfahrungen zum Fenster hinauswerfen, gell?«
Sophie stutzte ein wenig, dann nickte sie. »So ist’s, Hochwürden.«
»Der Deininger-Clan aus Landshut ist im Übrigen eingetroffen«, sagte Sebastian, als er sich abwandte, um das Pfarrhaus zu verlassen. »Jetzt herrscht auf beiden Seiten nervöse Anspannung. Aber das ist normal, nach zwei Jahren der Funkstille.«
»Der Jürgen und sein Vater sind erwachsene Leut’«, gab Sophie zu verstehen. »Die werden sich schon wieder zusammenraufen.«
»Davon bin ich überzeugt«, versetzte Sebastian, dann strebte er den Haustür zu.
*
In der Kirche befanden sich etwa ein Dutzend Menschen. Die meisten von ihnen gingen langsam herum, schauten interessiert in die Runde und blieben kurz stehen, um zu fotografieren.
Die Fresken an der Decke und den Seitenwänden sowie die bleiverglasten Fenster zeigten Szenen aus dem alten und neuen Testament; jedes einzelne Fresko war ein Kunstwerk. Die Farben waren
