Der Tag an dem ich zu dir fand: Der Bergpfarrer 392 – Heimatroman
Von Toni Waidacher
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Über dieses E-Book
Diese Serie enthält alles, was die Leserinnen und Leser von Heimatromanen interessiert.
»Grüß Gott, Fräulein Mayn. Haben S' gut geschlafen?« erkundigte sich die Zimmerwirtin fürsorglich bei ihrem Gast. Das junge Madel war gerade die Treppe heruntergekommen. Es lächelte freundlich zurück. »Dank' schön, Frau Stubler. Ja, es war sehr ruhig und erholsam, wie immer.« »Fein. Dann setzten S' sich mal ins Frühstückszimmer. Ich bring' Ihnen gleich Kaffee. Oder möchten S' heut' lieber Tee trinken?« Lea Mayn schüttelte den Kopf. »Nein, nein, Kaffee ist schon in Ordnung.« Sie betrat das Frühstückszimmer, in dem bereits andere Pensionsgäste saßen und sich die erste Mahlzeit des Tages schmecken ließen. Ein Tisch am Fenster war noch frei und für eine Person eingedeckt. Lea setzte sich und schaute in den Garten hinaus. Es versprach, ein herrlicher Tag zu werden. Ria Stubler brachte die Kaffeekanne und einen Korb mit Semmeln. »Lassen S' sich's schmecken«, wünschte sie.
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Buchvorschau
Der Tag an dem ich zu dir fand - Toni Waidacher
Der Bergpfarrer
– 392 –
Der Tag an dem ich zu dir fand
… brachte das Glück zu mir zurück
Toni Waidacher
»Grüß Gott, Fräulein Mayn. Haben S’ gut geschlafen?« erkundigte sich die Zimmerwirtin fürsorglich bei ihrem Gast.
Das junge Madel war gerade die Treppe heruntergekommen. Es lächelte freundlich zurück.
»Dank’ schön, Frau Stubler. Ja, es war sehr ruhig und erholsam, wie immer.«
»Fein. Dann setzten S’ sich mal ins Frühstückszimmer. Ich bring’ Ihnen gleich Kaffee. Oder möchten S’ heut’ lieber Tee trinken?«
Lea Mayn schüttelte den Kopf.
»Nein, nein, Kaffee ist schon in Ordnung.«
Sie betrat das Frühstückszimmer, in dem bereits andere Pensionsgäste saßen und sich die erste Mahlzeit des Tages schmecken ließen. Ein Tisch am Fenster war noch frei und für eine Person eingedeckt. Lea setzte sich und schaute in den Garten hinaus. Es versprach, ein herrlicher Tag zu werden.
Ria Stubler brachte die Kaffeekanne und einen Korb mit Semmeln.
»Lassen S’ sich’s schmecken«, wünschte sie.
Lea indes nippte nur an ihrem Kaffee. Schon beim Aufstehen spürte sie, daß sie überhaupt keinen Appetit hatte und jetzt mußte sie sich regelrecht zwingen, zumindest eine halbe Semmel zu essen, um überhaupt etwas im Magen zu haben.
Dabei schaute sie eher geistesabwesend aus dem Fenster und schien mit ihren Gedanken weit, weit fort zu sein
Von ihrem Platz aus, an der kleinen Rezeption, hatte Ria Stubler das Madel genau im Blick. Die resolute und symphatische Pensionswirtin beobachtete Lea Mayn und machte sich dabei so ihre Gedanken.
Irgend etwas stimmte nicht mit ihrem Gast, soviel stand für Ria fest. Selten hatte sie einen jungen Menschen getroffen, der so still und in sich gekehrt war, wie das Fräulein Mayn.
Drei Tage wohnte es jetzt in der Pension Stubler, aber mehr als ein ›Grüß Gott‹, war ihm nicht über die Lippen gekommen, auch wenn die anderen Gäste den Versuch unternahmen, mit dem Fräulein ein Gespräch zu beginnen. Lea Mayn reagierte nicht darauf und zog sich zurück, wie eine Schnecke in ihr Haus, wenn Gefahr droht.
Es schien Ria, als mache ihr Gast irgend etwas mit sich ab, als trage dieses nette und hübsche Madel eine schwere Last mit sich herum.
Lea ahnte nicht, daß sie im Mittelpunkt dieser Überlegung stand. Sie hatte es tatsächlich geschafft, eine halbe Semmel zu verzehren und schob jetzt den Teller von sich.
Ja, schön würde der Tag wohl wieder werden, überlegte sie. Nur was fang’ ich damit an? Zum wiederholten Male durch das Dorf spazieren? Irgendwo einen Kaffee trinken, vielleicht zum Mittag einen kleinen Imbiß einnehmen, und darauf warten, daß der Tag vorbeiging?
Während sie aufstand, überlegte Lea, ob es wirklich so eine gute Idee gewesen war, sich auf diesen Urlaub einzulassen. Wäre sie nicht besser zu Hause geblieben und hätte sich dort auf das Unvermeidliche vorbereitet? In München hätte sie wenigstens noch den Trost und Zuspruch ihrer Freundinnen gehabt. Doch hier war sie ganz alleine mit ihrem Kummer.
In ihrem Zimmer stand sie erst unschlüssig da und wußte nicht, welche ihrer Jacken sie anziehen sollte. Wie immer hatte ihre Mutter übertrieben, als sie den Koffer packte, und viel zuviel Kleidungsstücke hineingetan.
Lea entschloß sich für eine leichte Strickjacke, die vom Muster her ausgezeichnet zu dem geblümten Kleid paßte, das sie trug. Sie nahm den Fremdenführer für St. Johann und Umgebung vom Tisch und steckte ihn in ihre Handtasche, dann verließ sie das Zimmer und schloß hinter sich ab.
Auf dem Flur begegneten ihr andere Pensionsgäste. Lea erwiderte die freundlichen Grüße zwar mit einem Lächeln und Kopfnicken. Dabei schaute sie so geistesabwesend, daß die Gäste ihr fragend hinterher sahen. Doch das bemerkte sie gar nicht.
Von der Pension aus erreichte sie recht schnell das Zentrum des Alpendorfes, das von der Kirche dominiert wurde. Lea spazierte, wie schon in den Tagen zuvor, durch die engen Straßen, stöberte in den kleinen Geschäften und Andenkenläden, und konnte sich doch auf nichts konzentrieren, denn immer wieder schweiften ihre Gedanken ab.
Noch zehn Tage Urlaub. Wenn sie dann nach Hause zurückfuhr, war es soweit. Es kam auf sie zu, unaufhaltsam, wie eine Lawine, der man nicht mehr ausweichen konnte, würde es sie überrollen und unter sich begraben.
Als Lea sich dies wieder bewußt machte, schluchzte sie unwillkürlich auf. Die anderen Touristen, die wie sie nach einem Reiseandenken suchten, sahen sie seltsam berührt an.
Die junge Frau ignorierte die Blicke. Fast fluchtartig verließ sie die Geschäftsstraße und suchte einen ruhigeren Ort auf. Sie fand ihn unterhalb der Kirche von St. Johann. Dort stand an der Straße eine Bank, auf der sie sich niederließ. Lea zog ein Taschentuch hervor und wischte sich die Tränen ab, die nicht versiegen wollten.
*
»Hallo, Anderl, grüß’ dich. Wie geht’s? Hast’ dich inzwischen ein bissel eingelebt?«
Der junge Senner nickte dem Wandersmann zu.
»Grüß Gott, Hochwürden. Ja, es geht mir ganz wunderbar hier oben.«
Er reichte Sebastian Trenker die Hand.
»Schön, daß Sie mich besuchen kommen. Möchten S’ was essen oder trinken?«
»Essen net, dank’ schön«, wehrte der Geistliche ab. »Meine Haushälterin gibt mir immer so reichlich mit, daß es für zwei genug ist. Aber ein Glasl Milch, das nehm’ ich gern.«
»Kommt sofort, Hochwürden, nehmen S’ nur Platz.«
Während der Senner in der Hütte verschwand, setzte sich Sebastian auf eine der Bänke. Sein Blick schweifte über die Almwiesen, auf denen Kühe grasten, von zwei Hütehunden bewacht.
Hoffentlich würde dieser Senner länger bleiben, überlegte der Geistliche, während er über die wechselhafte Geschichte der Birrachhütte nachdachte.
Jahrelang hatte ein alter Senner, Alois Krinzinger, hier oben gelebt, bis eine Krankheit ihn dazu zwang, seinen Beruf aufzugeben. Danach hatte Sebastian einen entlassenen Strafgefangenen hierher vermittelt. Der war jedoch inzwischen mit der Tochter eines Bergbauern verheiratet und war auf dem Hof seines Schwiegervaters unentbehrlich.
Nachdem der Wendelbauer, dem die Alm gehörte, eine Zeitlang mit Aushilfskräften hatte arbeiten müssen, hatte es sich erst vor ein paar Wochen ergeben, daß Andreas Winderer sich um die Stelle als Senner beworben hatte. Der junge Mann stammte aus dem Allgäuischen, wo er auf dem Hof seines Vaters alles gelernt hatte, was man wissen mußte, um ein guter Bauer zu sein. Allerdings gab es da noch einen älteren Bruder, der einmal alles erben würde, und für Anderl blieb nur das Pflichtteil. Er war also gezwungen gewesen, sich nach etwas anderem umzusehen, wenn er nicht als Knecht seines Bruders auf dem Hof bleiben wollte. Für zwei Jahre hatte er sich auf Wanderschaft begeben und war dabei bis ins Wachnertal gekommen. Hier arbeitete er zuletzt beim Wendelbauer. Als der niemanden fand, der bereit war, das einsame Leben eines Senners zu führen,
