Bitte Dennis, lass mir etwas Zeit: Der Bergpfarrer 443 – Heimatroman
Von Toni Waidacher
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Über dieses E-Book
Diese Serie enthält alles, was die Leserinnen und Leser von Heimatromanen interessiert.
Wolfgang und Renate Volkmar, die von Susanne Reisinger vor zwei Tagen in ein anderes Zimmer umquartiert worden waren, weil sich das Ehepaar vom Läuten der Kirchenglocke in der Nacht belästigt gefühlt hatte, kamen die Treppe nach unten. Es war halb acht am Morgen und Susi Reisinger, die an der Rezeption des Hotels saß, ahnte nichts Erfreuliches, als sie den mürrischen Gesichtsausdruck Wolfgang Volkmars registrierte. »Guten Morgen«, grüßte sie, als das Paar auf die Rezeption zusteuerte. »Ich hoff' doch, Sie haben eine ruhige Nacht hinter sich. Gestern hab' ich Sie leider net angetroffen, sodass ich mich net erkundigen konnt', wie S' mit dem neuen Zimmer zufrieden sind.« »Überhaupt nicht!«, blaffte Wolfgang Volkmar. Er und seine Frau waren stehengeblieben. »Wir können das Fenster nicht öffnen, nicht mal kippen, weil wir alle Viertelstunde von dem unerträglichen Gebimmel gestört werden. Halten wir das Fenster geschlossen, wird es im Zimmer derart heiß und stickig, dass man fast keine Luft mehr bekommt.« Renate hatte, während ihr Mann seine Schimpftirade vom Stapel gelassen hatte, mehrere Male zustimmend genickt. »Es ist nicht auszuhalten«, pflichtete sie ihrem Gatten bei. »Wir sind am Überlegen, ob wir den Urlaub nicht abbrechen. Natürlich wollen wir dann unser Geld zurück.« »Das werden S' dann mit ihrer Versicherung abklären müssen«, erklärte Susanne in kühlerem Tonfall. Sie respektierte die Anliegen der Hotelgäste und auch das Alter der beiden, aber die ständige Nörgelei begann sie zu ärgern. Betont sachlich fuhr sie fort: »Sie kennen ja unsere Geschäftsbedingungen.
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Buchvorschau
Bitte Dennis, lass mir etwas Zeit - Toni Waidacher
Der Bergpfarrer
– 443 –
Bitte Dennis, lass mir etwas Zeit
Toni Waidacher
Wolfgang und Renate Volkmar, die von Susanne Reisinger vor zwei Tagen in ein anderes Zimmer umquartiert worden waren, weil sich das Ehepaar vom Läuten der Kirchenglocke in der Nacht belästigt gefühlt hatte, kamen die Treppe nach unten.
Es war halb acht am Morgen und Susi Reisinger, die an der Rezeption des Hotels saß, ahnte nichts Erfreuliches, als sie den mürrischen Gesichtsausdruck Wolfgang Volkmars registrierte. »Guten Morgen«, grüßte sie, als das Paar auf die Rezeption zusteuerte. »Ich hoff’ doch, Sie haben eine ruhige Nacht hinter sich. Gestern hab’ ich Sie leider net angetroffen, sodass ich mich net erkundigen konnt’, wie S’ mit dem neuen Zimmer zufrieden sind.«
»Überhaupt nicht!«, blaffte Wolfgang Volkmar. Er und seine Frau waren stehengeblieben. »Wir können das Fenster nicht öffnen, nicht mal kippen, weil wir alle Viertelstunde von dem unerträglichen Gebimmel gestört werden. Halten wir das Fenster geschlossen, wird es im Zimmer derart heiß und stickig, dass man fast keine Luft mehr bekommt.«
Renate hatte, während ihr Mann seine Schimpftirade vom Stapel gelassen hatte, mehrere Male zustimmend genickt. »Es ist nicht auszuhalten«, pflichtete sie ihrem Gatten bei. »Wir sind am Überlegen, ob wir den Urlaub nicht abbrechen. Natürlich wollen wir dann unser Geld zurück.«
»Das werden S’ dann mit ihrer Versicherung abklären müssen«, erklärte Susanne in kühlerem Tonfall. Sie respektierte die Anliegen der Hotelgäste und auch das Alter der beiden, aber die ständige Nörgelei begann sie zu ärgern. Betont sachlich fuhr sie fort: »Sie kennen ja unsere Geschäftsbedingungen. Eine kostenfreie Stornierung ist nur bis zu einem Monat vor Urlaubsantritt möglich. Ihre Versicherung wird natürlich auch nur dann zahlen, wenn sie den Urlaub aus wichtigem Grund abbrechen.«
»Wir haben keine Versicherung abgeschlossen«, stieß Wolfgang hervor. »Wir sind nämlich nicht davon ausgegangen, dass wir den Urlaub vorzeitig beenden müssen, weil es hier nicht auszuhalten ist. Man hat uns – wahrscheinlich vorsätzlich – verschwiegen, dass man in diesem Hotel wegen des fürchterlichen Glockengeläuts keine echte Ruhe findet. Egal, ob man sich in den Biergarten setzt, ob man einen Mittagsschlaf halten oder in der Nacht ungestört ruhen möchte – alle fünfzehn Minuten legt die Kirchenglocke los. Wir werden, falls wir den Urlaub abbrechen, die Rückzahlung der gesamten Pauschale, die wir entrichtet haben, gerichtlich einklagen.«
»Nun ja …«, begann Susi.
Wolfgangs wegwerfende Handbewegung schnitt ihr das Wort ab. »Keine weiteren Rechtfertigungsversuche, junge Frau!«, blaffte er. »Die versprochene Ruhe ist in Ihrem Hotel nicht gewährleistet. Das werden Sie nicht abstreiten wollen. Und jetzt gehen meine Gattin und ich frühstücken. Mal hören, was der eine oder andere Urlauber zu dem verwünschten Gebimmel zu sagen hat.«
»Unsere anderen Gäst’ sollten S’ net aufhetzen, Herr Volkmar«, sagte Susi bemüht ruhig. Innerlich kochte sie und fragte sich, was dieses Ehepaar mit seiner ständigen Kritik bezwecken wollte.
»Aufhetzen!«, erregte sich Wolfgang Volkmar. »Wenn ich meinem Unmut Luft mache, nennen Sie das aufhetzen? Das wird ja immer schöner hier! Wir haben uns umgehört, und wir sind nicht die einzigen, die sich von dem ständigen Läuten der Kirchenglocke beeinträchtigt fühlen. Man hat uns Ruhe und Erholung zugesichert, für unser Geld aber bekommen wir nur Stress und Ärger. Komm, Renate, dieses lange Gerede hat keinen Sinn, frühstücken wir und überlegen wir dann unsere nächsten Schritte.«
Die Frau warf den Kopf in den Nacken und setzte sich gleichzeitig mit ihrem Mann in Bewegung.
Susi schaute mit gemischten Gefühlen hinterher. Dann ging sie in das kleine Büro, in dem ihr Vater gerade am Schreibtisch saß und Buchungen durchging.
»Kann ich dich kurz stören, Papa?«
Sepp Reisinger wandte sich seiner Tochter zu. »Natürlich. Was gibt’s denn?«
»Die Volkmars haben sich wieder beschwert, es wird immer schlimmer. Sie fühlen sich immer noch von der Kirchenglocke gestört und überlegen, ob sie den Urlaub net abbrechen. Für den Fall haben sie angekündigt, dass sie die gesamte Urlaubspauschale zurückfordern werden, notfalls wollen sie die Rückerstattung des Geldes einklagen.«
Sepp Reisinger runzelte die Stirn. »Unmöglich, dass sie in dem Zimmer, das sie jetzt haben, auch nur den leisesten Ton hören. Ich werd’ das Gefühl net los, dass sie uns nur terrorisieren wollen. Das würd’ denen so gefallen! Nachdem sie anderthalb Wochen bei uns geurlaubt haben, möchten sie – ohne einen Cent zu bezahlen –, wieder heimfahren. Da bleibt ihnen der Schnabel aber sauber!« Der sonst so friedliche und umgängliche Hotelier war echt verärgert.
»Wollt’ sich net Pfarrer Trenker mit dem Bürgermeister zusammensetzen, um dieses Problem zu besprechen?«, fragte Susi.
»Der Bergpfarrer war beim Bruckner«, antwortete Sepp. »Der will die Sach’ im Gemeinderat abklären. Gehört hab’ ich nix mehr. Ich werd’ mich gleich mal erkundigen.«
»Die Volkmars haben angedroht, die anderen Gäste aufzuwiegeln«, sagte Susi. »Wolfgang Volkmar verwehrt sich zwar dagegen, denn er bezeichnet es als ›seinem Unmut Luft machen‹. Aber im Endeffekt hetzt er die Leut’ auf. Mich würd’s net wundern, wenn sich der eine oder andere Gast plötzlich auch von der Kirchenglocke gestört fühlen würd’.«
»Das ist zu befürchten«, murmelte Sepp. »Ich sag’ dir Bescheid, wenn ich mit dem Pfarrer gesprochen hab’.«
*
Zur selben Zeit, in der Susi und ihr Vater ihre Sorgen wegen des Ehepaars Volkmar austauschten, betrat Sophie Tappert, die Pfarrhaushälterin, den kleinen Supermarkt, in dem zu dieser frühen Stunde noch nicht allzu viel los war. Man konnte die Kunden an zwei Händen abzählen. Die Kasse war verwaist, die Kassiererin – es handelte sich um die Gattin des Inhabers –, befand sich wohl irgendwo zwischen den Regalen und kümmerte sich um den Warenbestand.
Sophie nahm sich einen Einkaufswagen und begab sich ebenfalls zwischen die Regale. Sie ging zielstrebig vor, denn sie hatte im Kopf, was sie kaufen wollte.
Hinten, bei den Kühlregalen, vernahm sie Stimmen. Eine Frau sprach etwas, das Sophie nicht verstehen konnte, eine andere antwortete. Und diese Stimme hätte sie zwischen Tausend anderen eindeutig identifiziert. Es war die Stimme der Erbling-Maria, die Witwe des früheren Poststellenleiters, die in St. Johann für ausgiebig Klatsch und Tratsch sorgte.
Wenn man wollte, dass etwas bei der richtigen Adresse ankam, dann brauchte man es der Erbling-Maria nur unter dem Siegel der Verschwiegenheit anvertrauen. Schon machte es die Runde, und oft wurde dabei aus der Mücke ein Elefant.
Sophie war klar, dass es sich kaum vermeiden ließ, mit der Erbling zusammenzutreffen. Zwar legte sie keinen allzu großen Wert auf Ratsch und Tratsch, aber sie wollte auch nicht unhöflich sein.
Es war die Frau Herrnbacher mit der Maria gerade redete. Als Sophie mit ihrem Einkaufswagen zwischen den Regalen hervorkam, erspähte Maria sie, brach mitten im Satz ab und rief: »Ja da schau an, die Frau Tappert. Dass man Sie auch mal wieder trifft. Wie lang haben wir uns schon nimmer gesehen? Drei Tage, oder sind’s schon vier? Ich hab’ mich schon bei der Frau Terzing von der Bäckerei erkundigt, ob S’ vielleicht krank sind. Aber sie hat mich beruhigt und mir geantwortet, dass sie fast jeden Tag bei ihr frische Semmeln holen.«
›Ja, ja‹, dachte Sophie, ›eine Zeitlang gelingt es mir, dir aus dem Weg zu gehen, Maria. Zwischendrin aber erwischt du mich immer wieder einmal, so wie heut’ …‹
Laut sagte sie: »Na ja, man geht halt net immer um die gleiche Zeit zum Bäcker oder in den Supermarkt, und so ist’s ganz normal, dass man sich net alle Tage trifft. Meistens hab’ ich’s eh eilig. Drum geh’ ich in der Regel schon frühmorgens los, weil da die wenigsten Kunden sind und ich net warten muss.«
»Ich
