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Heimkehr der Herzen: Toni der Hüttenwirt 197 – Heimatroman
Heimkehr der Herzen: Toni der Hüttenwirt 197 – Heimatroman
Heimkehr der Herzen: Toni der Hüttenwirt 197 – Heimatroman
eBook122 Seiten1 StundeToni der Hüttenwirt

Heimkehr der Herzen: Toni der Hüttenwirt 197 – Heimatroman

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Über dieses E-Book

Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt.
"Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser.

Toni hatte die Kinder in die Schule gefahren. Wie so oft, ging er danach kurz auf einen Kaffee zu seinen Eltern.»Ich habe gehofft, dass ich Marie antreffe«, sagte Toni.»Da hast du um diese Zeit kein Glück. Die Marie geht schon vor sechs Uhr aus dem Haus. Mei, des ist auch zu verstehen. Als Dorfhelferin ist sie gerade früh am Morgen gefragt, besonders bei den Leuten, die krank sind und noch Vieh haben.Toni trank einen Schluck Kaffee. Er erzählte, dass Fritz Fellbacher auf der Berghütte war und Anna einen großen Blumenstrauß überreicht hatte. Er hatte sich so für Annas Vermittlung bei der Suche nach einer geeigneten Dorfhelferin bedankt.»Des ist schön«, sagte Meta. »Der Fellbacher ist ein guter Bürgermeister und weiß, was sich gehört. Wir können froh sein, dass wir ihn haben.»Das sind wohl alle, Mutter, sonst hätte er nicht die Wahl gewonnen.»Des stimmt! Und alle sind glücklich, dass die Marie Mahler hier ist. Du weißt, es wird viel geredet, wenn die Leute abends bei uns in der Wirtsstube ihr Bier trinken. Marie hat schnell Zugang zu ihren Herzen gefunden. Sie arbeitet gut, hat für jeden ein gutes Wort und trifft immer den richtigen Ton. Was nicht immer einfach ist, des weiß jeder.
SpracheDeutsch
HerausgeberBlattwerk Handel GmbH
Erscheinungsdatum15. Mai 2018
ISBN9783740929749
Heimkehr der Herzen: Toni der Hüttenwirt 197 – Heimatroman

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    Buchvorschau

    Heimkehr der Herzen - Friederike von Buchner

    Toni der Hüttenwirt

    – 197 –

    Heimkehr der Herzen

    Evi hilft den Engeln

    Friederike von Buchner

    Toni hatte die Kinder in die Schule gefahren. Wie so oft, ging er danach kurz auf einen Kaffee zu seinen Eltern.

    »Ich habe gehofft, dass ich Marie antreffe«, sagte Toni.

    »Da hast du um diese Zeit kein Glück. Die Marie geht schon vor sechs Uhr aus dem Haus. Mei, des ist auch zu verstehen. Als Dorfhelferin ist sie gerade früh am Morgen gefragt, besonders bei den Leuten, die krank sind und noch Vieh haben.«

    Toni trank einen Schluck Kaffee. Er erzählte, dass Fritz Fellbacher auf der Berghütte war und Anna einen großen Blumenstrauß überreicht hatte. Er hatte sich so für Annas Vermittlung bei der Suche nach einer geeigneten Dorfhelferin bedankt.

    »Des ist schön«, sagte Meta. »Der Fellbacher ist ein guter Bürgermeister und weiß, was sich gehört. Wir können froh sein, dass wir ihn haben.«

    »Das sind wohl alle, Mutter, sonst hätte er nicht die Wahl gewonnen.«

    »Des stimmt! Und alle sind glücklich, dass die Marie Mahler hier ist. Du weißt, es wird viel geredet, wenn die Leute abends bei uns in der Wirtsstube ihr Bier trinken. Marie hat schnell Zugang zu ihren Herzen gefunden. Sie arbeitet gut, hat für jeden ein gutes Wort und trifft immer den richtigen Ton. Was nicht immer einfach ist, des weiß jeder. Die meisten, die sie betreut, sind schon sehr betagt. Einige sind schon recht wunderlich und auch verbittert, wenn die Kräfte nachlassen und sie nimmer so können. Dann werden sie richtig grantig. Die Marie kann damit umgehen und wickelt sie um den Finger. Es ist wirklich ein Glück, dass sie hier ist.«

    Toni nickte.

    »Dann meinst du, dass sie bleiben will, Mutter?«

    Meta Baumberger sah ihren Sohn überrascht an.

    »Warum sollte sie net bleiben wollen? Wie kommst du denn auf den Gedanken?«

    »Hat sie gesagt, dass sie bleiben will?«

    »Ausdrücklich gesagt hat sie es nicht, doch das muss sie nicht, sie schwärmt von ihrer Arbeit. Sie kommt jeden Tag spät zurück, aber dann strahlen ihre Augen, obwohl es ein anstrengender Tag war und sie sehr müde ist. Verstehst? Da ist jede Erklärung überflüssig. Außerdem macht sie nicht viele Worte. Sie bringt alles schnell auf den Punkt und packt zu. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie aufgeben will. Hast du etwas anderes gehört, Toni?«

    »Na, net direkt.«

    Toni überlegte, ob er von dem Gespräch mit Bürgermeister Fellbacher erzählen sollte.

    »Nun red schon, Toni, und lass dir nicht jedes Wort aus der Nase ziehen. Wer hat das Gerücht verbreitet?«

    »Es ist kein bösartiges Gerücht. Der Fellbacher macht sich Sorgen. Als er bei uns auf der Berghütte war, hat er sein Herz ausgeschüttet. Er hat ein paar schöne Wohnungen für sie gefunden, und Tassilo hat ihr sogar das schöne Gärtnerhaus im Schlosspark angeboten. Doch Marie schiebt die Entscheidung hinaus, sich eine eigene Bleibe zu suchen. Mutter, ich kann Fellbacher verstehen. Er ist verunsichert. Wenn sich Marie nicht entscheiden mag, dann kann des doch nur bedeuten, dass sie sich nicht sicher ist, ob sie bleiben soll. Des ist doch merkwürdig, findest du nicht auch?«

    »Es gefällt ihr eben bei uns, Toni«, sagte Meta.

    »Daran besteht kein Zweifel, aber sie kann nicht für immer hier wohnen.«

    »Das stimmt«, sagte Tonis Mutter. »Wahrscheinlich hatte sie noch keine Zeit, über alles in Ruhe nachzudenken. Des musst du verstehen, Toni. Sie ist jeden Tag von früh bist spät unterwegs, auch am Samstag und Sonntag. Sie hat sehr wenig Zeit, sich um ihre eigenen Dinge zu kümmern. So eine Entscheidung will gut überlegt sein.«

    Toni trank seinen Kaffeebecher leer und stand auf.

    »Falls Marie andeutet, dass sie nicht hier bleiben will, dann will ich es sofort wissen, Mutter. Fellbacher macht sich Sorgen. Anna und ich hängen auch in der Geschichte drin. Es würde uns sehr leidtun, wenn sie nicht bleiben würde. Vielleicht ist etwas vorgefallen, was sie überdenken muss.«

    »Was sollte des sein, Toni?«

    Toni zuckte die Achseln. »Das weiß ich nicht. Ich denke nur, dass es etwas war, was sie verunsichert, und sie deshalb keine feste Bleibe sucht. Gerade, weil du sagst, dass Marie niemand ist, der viel redet, könnte es doch sein, dass da was ist, verstehst du? Vielleicht will sie nicht darüber reden, weil sie niemanden verletzten will. Vielleicht ist es nur eine Kleinigkeit, die sie nicht zu beurteilen weiß, weil sie noch fremd in Waldkogel ist. Du weißt, wie es damals war, als bekannt wurde, dass Anna und ich ein Paar sind und wir heiraten wollen. Da kochte die Gerüchteküche ganz schön. Nicht alles war wohlwollend, was da erzählt wurde.«

    Meta Baumberger seufzte.

    »Toni, hör auf, dir Gedanken zu machen. Ich werde Marie ein bisserl ausfragen, einverstanden? Außerdem ist das bei ihr etwas ganz anderes. Sie will nicht heiraten, sondern arbeiten. Jetzt ist Schluss mit den Grübeleien, hörst du? Ich kümmere mich darum.«

    »Des wäre gut, Mutter. Aber sag ihr bitte nicht, dass sich Fellbacher Sorgen macht.«

    »Bist du narrisch? Das musst du mir nicht extra sagen. Das weiß ich auch so.«

    Toni verabschiedete sich von seinen Eltern.

    Er fuhr zum Rathaus. Dort sprach er kurz mit Bürgermeister Fellbacher. Der war zumindest etwas beruhigt zu hören, dass Marie die Arbeit Freude macht.

    »Warten wir es ab, Toni. Wahrscheinlich ist es wirklich so, dass sie noch keine Muße hatte, in Ruhe darüber nachzudenken, welche Wohnung ihr zusagt. Eine solche Entscheidung kann man nicht spontan fällen.«

    »Du sagst es, Fellbacher. Mutter will Marie ein bisserl ausfragen. Sobald ich etwas weiß, werde ich dir berichten.«

    Fritz Fellbacher brachte Toni zu seinem Geländewagen. Die beiden verabschiedeten sich herzlich. Toni fuhr los. Anna wartete auf der Berghütte auf ihn. Es war Hochsaison, und es gab viel zu tun.

    *

    Es war eine sehr warme Sommernacht. Der Himmel über Zürich war sternenklar. Der Mond stand mitten in der Sternenschar. Es sah aus, als lächele er auf die Schlafenden herab.

    Nicht alle schliefen. Max Schütz stand auf dem Balkon vor seinem Krankenzimmer. Er sah weder die Sterne noch den Mond. Mit seinen Gedanken war er weit fort. Er überdachte sein Leben. Am nächsten Morgen würde er operiert werden. Es war nur ein kleiner harmloser Eingriff, der in örtlicher Betäubung vorgenommen wurde. Max hatte sich entschlossen, einige Tage in der Klinik zu bleiben, obwohl es eigentlich nicht nötig war, wie ihm die Ärzte versichert hatten. Aber Max war ein alter Mann von fast achtzig Jahren. Er war ängstlich, obwohl er wusste, dass er sich keine Gedanken machen musste. Er hatte mehrere Ärzte konsultiert, und alle hatten ihn beruhigt. Es war auch nicht der bevorstehende Eingriff, der ihn so aufwühlte, sondern die aufsteigenden Erinnerungen. Plötzlich waren die Bilder in seinem Kopf wieder da. Über Jahrzehnte hatte er sie verdrängt, jetzt stiegen sie aus seinem Inneren auf und sprudelten an die Oberfläche wie der Inhalt einer Limonadenflasche, die vorher geschüttelt worden war.

    Zugleich wurde ihm bewusst, wie einsam er war. Der Tag im Krankenhaus, die Warterei, alles nervte ihn. Max Schütz war sonst den ganzen Tag beschäftigt. Als Seniorchef einer Züricher Privatbank ging er jeden Vormittag in sein altes Büro. Er hatte ein Auge auf die Jungen, wie er sie nannte, obwohl diese auch schon über fünfzig Jahre alt waren. Er hatte sich seine Mitarbeiter sorgfältig ausgesucht. Nachmittags spielte er Golf, im Sommer ging er segeln, traf sich mit Freunden oder saß in seiner Privatbibliothek und las. Er hatte viel gearbeitet und zum Lesen wenig Zeit gehabt. Das holte er jetzt nach. Oft saß er noch lange nach Mitternacht in dem großen Lehnstuhl und verschlang Seite um Seite. Es gab auch Nächte,

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