Weine nicht aus Liebe: Der Bergpfarrer 399 – Heimatroman
Von Toni Waidacher
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Über dieses E-Book
Diese Serie enthält alles, was die Leserinnen und Leser von Heimatromanen interessiert.
»Schau'n S', Herr Baron, das ist der Kogler«, erklärte Sebastian Trenker seinem Begleiter. »Auf der anderen Seite ist dann schon Österreich.« Erhard Baron von Stetten, ein stattlicher Mitsechziger mit grauen Schläfen und einem gepflegten Schnauzbart, sah interessiert zum Gipfel hinauf. Hoch oben über ihnen kreiste ein Adlerpaar, zwischen den Felsen hüpften emsig Gemsen hin und her, und aus dem nahen Bergwald trat ein Reh hervor und schaute sich vorsichtig um, bevor es über die Almwiese lief und sich an den saftigen Gräsern labte. »Wunderschön, Hochwürden«, sagte er. »Tausend Dank, daß Sie mich mitgenommen haben.« Die beiden Männer waren am frühen Morgen zu ihrer Bergtour aufgebrochen. Baron von Stetten weilte zu Besuch bei seiner Schwester und Schwager auf Gut Korbach. Dort wurden Vorbereitungen für die Heimkehr des jungen Christian von Korbach getroffen, der drei Jahre in England gelebt und studiert hatte. Seine Rückkehr sollte mit einem großen Fest gefeiert werden. Während eines Kirchgangs hatte Sebastian den bergbegeisterten Adligen kennengelernt, und sie hatten eine gemeinsame Tour verabredet. »Ach, dafür müssen S' sich net bedanken«, antwortete der Geistliche. »Ich freu' mich immer, wenn ich jemandem uns're schöne Bergwelt zeigen kann.« Er deutete auf den schmalen Pfad vor ihnen. »Lassen S' uns noch ein Stück geh'n, dann machen wir erst einmal Pause.« Bis zum Floriansfelsen waren es kaum noch zehn Minuten. Sie nahmen ihre Rucksäcke ab und ließen sich auf dem Boden nieder.
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Buchvorschau
Weine nicht aus Liebe - Toni Waidacher
Der Bergpfarrer
– 399 –
Weine nicht aus Liebe
Toni Waidacher
»Schau’n S’, Herr Baron, das ist der Kogler«, erklärte Sebastian Trenker seinem Begleiter. »Auf der anderen Seite ist dann schon Österreich.«
Erhard Baron von Stetten, ein stattlicher Mitsechziger mit grauen Schläfen und einem gepflegten Schnauzbart, sah interessiert zum Gipfel hinauf. Hoch oben über ihnen kreiste ein Adlerpaar, zwischen den Felsen hüpften emsig Gemsen hin und her, und aus dem nahen Bergwald trat ein Reh hervor und schaute sich vorsichtig um, bevor es über die Almwiese lief und sich an den saftigen Gräsern labte.
»Wunderschön, Hochwürden«, sagte er. »Tausend Dank, daß Sie mich mitgenommen haben.«
Die beiden Männer waren am frühen Morgen zu ihrer Bergtour aufgebrochen. Baron von Stetten weilte zu Besuch bei seiner Schwester und Schwager auf Gut Korbach. Dort wurden Vorbereitungen für die Heimkehr des jungen Christian von Korbach getroffen, der drei Jahre in England gelebt und studiert hatte. Seine Rückkehr sollte mit einem großen Fest gefeiert werden. Während eines Kirchgangs hatte Sebastian den bergbegeisterten Adligen kennengelernt, und sie hatten eine gemeinsame Tour verabredet.
»Ach, dafür müssen S’ sich net bedanken«, antwortete der Geistliche. »Ich freu’ mich immer, wenn ich jemandem uns’re schöne Bergwelt zeigen kann.«
Er deutete auf den schmalen Pfad vor ihnen.
»Lassen S’ uns noch ein Stück geh’n, dann machen wir erst einmal Pause.«
Bis zum Floriansfelsen waren es kaum noch zehn Minuten. Sie nahmen ihre Rucksäcke ab und ließen sich auf dem Boden nieder. Dabei fiel auf, daß der Rucksack des Barons deutlich weniger Inhalt hatte, als der des Seelsorgers.
»Du liebe Güte! Das reicht ja für eine ganze Kompanie«, lachte Erhard von Stetten, als er sah, was Sebastian da alles auspackte.
»Ich hab’ Ihnen ja gesagt, daß Sie bloß keinen Proviant mitbringen sollen«, stimmte Pfarrer Trenker ein. »Meine Haushälterin packt mir immer viel zuviel ein.«
Er machte ein verschmitztes Gesicht.
»Nebenbei bemerkt – die gute Frau Tappert hat eine fürchterliche Angst, ich könnt’ mich eines Tages auf einer Wanderung verirren, verunglücken, oder sonstwas. Da soll ich dann wenigstens net verhungern.«
»Also, die Furcht ist wohl unbegründet«, meinte Baron von Stetten. »Wie man hört, kennen S’ sich ja hier oben aus, wie kein zweiter. Stimmt’s eigentlich, daß man Sie den ›Bergpfarrer‹ nennt?«
Sebastian schmunzelte.
»Ja, ja. Es ist ein Spitzname, eben weil ich so gern’ hier oben herumkraxl. Allerdings sagen die Leut’ schon Pfarrer Trenker zu mir, wenn sie mich seh’n.«
Der Kaffee dampfte heiß in den Bechern, und die Brotscheiben waren üppig mit Schinken und Käse belegt. Die beiden Männer ließen es sich schmekken. Dabei unterhielten sie sich über alles Mögliche.
Der Adlige erzählte von seiner Firma, die er in der Nähe von Regensburg betrieb. Ein kleiner, mittelständischer Produktionsbetrieb, der Krankenhäuser und Arztpraxen mit Hygienereinigern versorgte. Seit drei Jahren war er verwitwet, und sein ganzer Stolz war der Sohn, der in die Fußstapfen des Vaters getreten war und in absehbarer Zeit die Firma ganz übernehmen würde.
»Dann hab’ ich endlich mehr Zeit für solche Vergnügungen, wie heut’.«
»Na, dann werden wir Sie hoffentlich öfter bei uns seh’n und Touren unternehmen«, meinte Sebastian. »Es gibt noch viel zu entdecken, im Wachnertal.«
Schließlich kam das Gespräch auch auf das Fest, das auf Gut Korbach vorbereitet wurde.
»Vierundzwanzig ist er inzwischen, der Christian«, erzählte der Baron. »Nach seinem Studium wird er jetzt wohl ebenfalls in den väterlichen Betrieb einsteigen. Ja, ja, die Alten treten langsam alle ab, und die Jungen übernehmen das Ruder. Aber das ist auch gut so.«
Er biß herzhaft in das dritte Brot.
»Übrigens, ich hoff’, ich verrat’ kein Geheimnis, wenn ich Ihnen erzähl’, daß übermorgen, auf dem Ball, die Verlobung des jungen Korbach mit seiner Cousine Andrea bekanntgegeben werden soll. Sie sind doch auch eingeladen, soviel ich weiß.«
»Ja, richtig«, nickte Pfarrer Trenker. »So, dann ist’ net nur eine Feier zur Heimkehr des Sohnes, sondern auch ein Verlobungsfest. Andrea von Korbach, sagen Sie?«
»Ja, sie ist die Nichte meines Schwagers, Friedrich. Es ist eigentlich schon vor Jahren so verabredet worden, daß die beiden einmal heiraten sollen.«
Sebastian sagte nichts weiter darauf, machte sich aber so seine Gedanken. Er fragte sich, ob es richtig war, daß Eltern über die Köpfe ihrer Kinder hinweg solche Verabredungen trafen. Selbst wenn sie sich seit Jahren kannten, war es fraglich, ob sie wirklich aus Liebe heirateten, oder aus Standesräson. Für das Letztere hätte der Bergpfarrer kaum Verständnis aufbringen können.
»So, ich glaub’, wir machen uns wieder auf den Weg«, sagte er. »Sonst schaffen wir’s kaum bis zur Almspitz’.«
»Sagen S’, Hochwürden, kocht Ihre Frau Tappert wirklich so gut, wie überall behauptet wird?« erkundigte sich Erhard von Stetten zwischendurch mit einem Augenzwinkern.
»Ich lad’ Sie mal zum Abendessen ins Pfarrhaus ein«, erwiderte Sebastian. »Dann können S’ sich davon überzeugen.«
Er wußte, daß er dem liebenswerten Baron keine größere Freude machen konnte. Der stattliche Freiherr hatte nämlich erzählt, daß er leidenschaftlich gut und gerne aß. Und auch Sophie Tappert würde es freuen, ihre Kochkünste unter Beweis stellen zu können.
*
Auf Gut Korbach herrschte zur selben Zeit schon geschäftiges Treiben. Alles wurde für die Heimkehr des jungen Herrn vorbereitet, und Thea Saitlinger, Hausköchin und Herrin über drei Stubenmädchen und zwei Küchenhilfen, wußte vor lauter Arbeit nicht mehr, wo ihr der Kopf stand.
Fenster mußten geputzt, Gardinen gewaschen, Teppiche gereinigt werden. Das wertvolle, alte Familiensilber wurde hervorgeholt und poliert, natürlich auch die geschliffenen Gläser, das Meißener Porzellan, von den Marmor- und Parkettböden ganz zu schweigen.
Hinzu kam, daß Thea in der Küche mit den Vorbereitungen für das aufwendige Festbüfett beschäftigt war. Gerade eilte sie zwischen dem Herd in der Gutsküche und der Empfangshalle hin und her. Wenn das Haus bescheiden auch nur Gutshaus genannt wurde, so war es doch eher ein kleines Schloß, mit unzähligen Zimmern, einem Extratrakt für die Dienstboten und etlichen kleinen Nebengebäuden.
»Lieber Himmel, wie soll’n wir das bloß alles schaffen?« fragte die Köchin verzweifelt. »Heut’ abend reisen schon die ersten Gäste an. Sonja, sind die Zimmer endlich fertig?«
Das junge blonde Madel, das dabei war, die großen Blumenkübel abzuwischen, drehte sich
um.
»Ja, Mutter, kannst ganz beruhigt sein. Iris und Steffi haben grad’ im Blauen Salon angefangen.«
»Na, ich schau’ besser noch mal nach«, sagte Thea Saitling und wischte sich mit einem Taschentuch den Schweiß von der Stirn. »Wenn net alles hundertprozentig in Ordnung ist, muß ich’s nachher ausbaden.«
Ihre Tochter steckte den Putzlappen in den Eimer.
»Fertig. Komm, wir schau’n uns die Zimmer gemeinsam an.«
Die beiden Frauen gingen über die große Freitreppe
