Ein neuer Senn auf der Kandereralm?: Der Bergpfarrer 259 – Heimatroman
Von Toni Waidacher
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Diese Serie enthält alles, was die Leserinnen und Leser von Heimatromanen interessiert.
Es dämmerte erst langsam, als der gute Hirte von St. Johann das Pfarrhaus verließ und den Kiesweg zur Straße hinunterging. Sebastian führte zwei Rucksäcke mit sich, aber lange würde er beide nicht tragen müssen. Pfarrer Trenker war auf dem Weg zur Pension »Edelweiß«, um dort ein junges Paar abzuholen, das mit ihm eine Bergtour zur Kandereralm hinauf unternehmen wollte. Kathrin und Jochen Bergmann hatten ihn darum gebeten, nachdem Marion Trenker, die Frau seines Cousins Andreas, ihnen geraten hatte, sich an den Geistlichen zu wenden. Die Urlauber hatten versäumt, noch rechtzeitig eine Bergführung zu buchen und es deshalb vor Ort vergeblich versucht. Es gab zwar immer wieder die Möglichkeit, in eine Gruppe hineinzurutschen, doch die Bergtouren waren so gefragt, dass die Chancen dazu eher gering waren. Sebastian ging durch das noch schlafende Dorf. Die Pension, die Marion und Andreas erst seit einem guten Jahr betrieben, lag am anderen Ende von St. Johann. Sein Cousin hatte dort eine alte Villa gekauft und umgebaut. Die Nachfrage nach Fremdenzimmern war so riesig, dass das »Edelweiß« keine Konkurrenz für die bereits bestehenden Pensionen und Privatunterkünfte darstellte. Für das einzige Hotel am Platze schon gar nicht, denn im Hotel »Zum Löwen« stieg ohnehin eine andere Kundschaft ab. Pünktlich zur verabredeten Zeit stand der Bergpfarrer vor der Tür, die sich gerade öffnete. »Da seid ihr ja«, begrüßte er das Ehepaar. »Prima, dann kann's ja losgeh'n.«
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Buchvorschau
Ein neuer Senn auf der Kandereralm? - Toni Waidacher
Der Bergpfarrer
– 259 –
Ein neuer Senn auf der Kandereralm?
Vor der Liebe geflüchtet
Toni Waidacher
Es dämmerte erst langsam, als der gute Hirte von St. Johann das Pfarrhaus verließ und den Kiesweg zur Straße hinunterging. Sebastian führte zwei Rucksäcke mit sich, aber lange würde er beide nicht tragen müssen.
Pfarrer Trenker war auf dem Weg zur Pension »Edelweiß«, um dort ein junges Paar abzuholen, das mit ihm eine Bergtour zur Kandereralm hinauf unternehmen wollte. Kathrin und Jochen Bergmann hatten ihn darum gebeten, nachdem Marion Trenker, die Frau seines Cousins Andreas, ihnen geraten hatte, sich an den Geistlichen zu wenden. Die Urlauber hatten versäumt, noch rechtzeitig eine Bergführung zu buchen und es deshalb vor Ort vergeblich versucht. Es gab zwar immer wieder die Möglichkeit, in eine Gruppe hineinzurutschen, doch die Bergtouren waren so gefragt, dass die Chancen dazu eher gering waren.
Sebastian ging durch das noch schlafende Dorf. Die Pension, die Marion und Andreas erst seit einem guten Jahr betrieben, lag am anderen Ende von St. Johann.
Sein Cousin hatte dort eine alte Villa gekauft und umgebaut. Die Nachfrage nach Fremdenzimmern war so riesig, dass das »Edelweiß« keine Konkurrenz für die bereits bestehenden Pensionen und Privatunterkünfte darstellte. Für das einzige Hotel am Platze schon gar nicht, denn im Hotel »Zum Löwen« stieg ohnehin eine andere Kundschaft ab.
Pünktlich zur verabredeten Zeit stand der Bergpfarrer vor der Tür, die sich gerade öffnete.
»Da seid ihr ja«, begrüßte er das Ehepaar. »Prima, dann kann’s ja losgeh’n.«
Er reichte Jochen Bergmann einen Rucksack, den anderen schnallte er sich selbst um.
Kathrin fröstelte ein wenig, und sie zog den Reißverschluss ihres Anoraks nach oben.
»Noch recht kühl, gell«, meinte der Bergpfarrer. »Ja, die Nächte sind hier immer sehr kalt. Aber sollst mal seh’n, spätestens in zwei Stunden wird’s uns schon warm werden.«
Die junge Frau lächelte. Sie war schlank und hatte ein niedliches Gesicht. Jochen war einen Kopf größer als sie und hatte ebenfalls eine sportliche Statur.
»Und wenn alle Stricke reißen, bekommst du einen heißen Kaffee oder Tee«, meinte er. »Das hilft immer!«
Sebastian lächelte. Er mochte die beiden. Wie sie erzählt hatten, waren sie aus Norddeutschland, wo Jochen einen eigenen Betrieb hatte, in dem Zubehör für den Heizungsbau fabriziert wurde. Kathrin arbeitete in der Firma mit und war dort für die Buchführung zuständig.
Die Wanderer schritten kräftig aus und erreichten schon bald den »Höllenbruch«, ein Ausläufer des Ainringer Waldes.
»Keine Angst«, meinte der Bergpfarrer schmunzelnd, »der Name hört sich schauriger an, als es hier wirklich ist. Früher soll der ›Höllenbruch‹ tatsächlich mal eine
finstere Gegend gewesen sein, in der sich Räuber und Schmuggler herumgetrieben haben. Heutzutag’ trifft man hier nur noch junge
Leute, die ein bissel für sich sein wollen …«
Nachdem sie den Wald verlassen hatten, kamen sie zur »Hohen Riest«, von wo aus die einzelnen Wege zu den verschiedenen Almen abzweigten. Richtungsweiser zeigten die Entfernung an. Allerdings hatte Sebastian Trenker schon seit Jahren seine eigene Tour, die er ging.
Sie war nicht immer bequem, wenn man über Geröllhalden klettern oder Umwege machen musste, weil ein Felsabgang ein Weiterkommen unmöglich machte. Dafür war es aber eine Tour, auf der man viel zu sehen bekam, und das alleine entschädigte für die Mühen.
Allmählich zeigte sich die Sonne am Horizont und schickte ihre ersten Strahlen zur Erde hinunter. Vor ihnen stieg Morgennebel auf, und das Gras unter ihren Füßen dampfte. Es ging ein leichter Wind, der den Nebel schnell auflöste und in alle Richtungen zerstob. Über ihnen zog ein Adler seine Kreise. Allerdings war er zu hoch, als dass es gelohnt hätte, ein Foto zu machen.
»Ich habe mal gelesen, dass Adler immer wieder in ihren Horst zurückkehren«, bemerkte Jochen Bergmann.
»Das stimmt«, nickte Sebastian. »Auch nach Jahren noch. Und sie sind treu. Ihr Leben lang bleiben sie mit einem Partner zusammen.«
»Da können wir Menschen uns mal ein Beispiel dran nehmen«, sagte Kathrin.
Ihr Mann zog sie an sich.
»Was das angeht, da bin ich mit dem Adler verwandt«, sagte er lächelnd und gab ihr einen Kuss.
Nach gut drei Stunden Aufstieg hatten sie das Ziel ihrer ersten Etappe erreicht, ein Felsplateau, auf dem der Bergpfarrer immer eine Frühstückspause einlegte. Die Sonne schien inzwischen schon so stark, dass sie ihre Jacken ausziehen und als Unterlage beim Sitzen benutzen konnten. Der Geistliche achtete jedoch darauf, dass jedes Stückchen Haut dick mit einem Sonnenschutzmittel eingecremt wurde.
»Grad in solchen Höhen, in denen wir uns befinden, merkt man oft gar net, wie intensiv die Strahlen sind«, erklärte Sebastian seinen Begleitern. »Erst, wenn es zu spät ist.«
*
Kathrin und Jochen staunten. Der junge Unternehmer hatte den Rucksack, den er getragen hatte, geöffnet und ausgepackt.
»Lieber Himmel!«, rief seine Frau aus. »Soll das etwa alles für uns sein?«
Sebastian schmunzelte. Nur zu gut kannte er diese Reaktion. Sophie Tappert, seine Haushälterin, kam vor Sorge fast um, wenn der Geistliche auf Bergtour war. Sie hatte eine fürchterliche Angst, er könne sich verirren, gar abstürzen oder noch Schlimmeres – dann
sollte er wenigstens nicht verhungern …
Dabei war diese Angst völlig unbegründet. Schließlich nannte man den guten Hirten von St. Johann nicht von ungefähr den ›Bergpfarrer‹. Seit frühester Jugend hatte er Touren gemacht und sogar als Bergführer gearbeitet und sich so das Studium verdient. Es gab wohl niemanden, der sich hier oben besser auskannte, als Pfarrer Trenker.
Brotpäckchen um Brotpäckchen hatte Jochen Bergmann hervorgeholt. Die Scheiben waren lecker mit Wurst, Schinken und Käse belegt.
Bergkäse von der Kandereralm, selbstverständlich!
Herrlich schmeckte es in der freien Natur, und aromatisch duftete der heiße Kaffee in ihren Bechern.
Unterwegs hatten sie schon einige Tiere beobachten und fotografieren können. Jetzt hielt Jochen ihre Rast im Film fest. Während sie es sich schmecken ließen, unterhielten sie sich über die hinter ihnen liegende Strecke, und Sebastian erzählte, was sie noch alles erwartete.
Indes konnten sie ihre Rast nicht zu lange ausdehnen, wenn sie pünktlich zur Mittagsstunde ihr Ziel erreichen wollten. Sebastian mahnte also bald zum Aufbruch, und zumindest Jochens Rucksack war um einiges leichter geworden …
Wieder gab es viel zu sehen und zu fotografieren. An einem rauschenden Bergbach löschten sie ihren Durst mit dem eiskalten und kristallklaren Wasser und füllten ihre Flaschen auf. Als die Sonne am höchsten stand, kletterten sie ein Anhöhe hinauf, von wo aus sie in eine Senke hinabschauten. Dort unten lag die Kandererhütte.
Es war ein Bild wie von einer Ansichtskarte, das sich ihnen bot. Die majestätischen Berge ragten hoch in den Himmel, die Sennerhütte schien sich daran zu schmiegen. Auf den Bergwiesen standen Kühe und Ziegen, und zwei Hütehunde liefen um die Tiere herum und bewachten sie.
Unterwegs waren ihnen zahlreiche Wanderer begegnet, die sich inzwischen alle auf der Terrasse der Hütte versammelt zu haben schienen. Sie saßen unter den Sonnenschirmen auf einfachen Holzbänken und ließen sich schmecken, was der Thurecker-Franz ihnen auftischte.
Der alte Senner erkannte den guten Hirten von St. Johann schon von weitem und winkte ihm und seinen Begleitern zu. Sebastian winkte zurück.
»Schau, Franz, ich hab’ hungrige Wandersleut’ mitgebracht«, lächelte der Geistliche, als sie herangekommen waren.
Der Senner begrüßte das Ehepaar ebenso freundlich.
»Nehmen S’ nur Platz«, sagte Franz Thurecker. »Ich bring’ Ihnen gleich das Essen. Aber vorher möchten S’ doch bestimmt ein Glaserl frische Milch, gell?«
»Auf jeden Fall«, antwortete Sebastian.
»Und das Essen wie gehabt?«
