Geheimnisse des Herzens?: Der Bergpfarrer 454 – Heimatroman
Von Toni Waidacher
()
Über dieses E-Book
Diese Serie enthält alles, was die Leserinnen und Leser von Heimatromanen interessiert.
Franziska Veit war glücklich. Es war ein herrlicher Tag Anfang Mai, die Sonne schien, der Himmel war ungetrübt blau, und sie stieg an der Hand ihres Liebsten den Berg hinauf in Richtung Kandereralm. Seit zwei Stunden waren sie unterwegs. Längst hatten sie ihre Westen ausgezogen, zusammengerollt und auf dem Rucksack festgeschnallt, denn der Weg war steil und sie waren ins Schwitzen gekommen. Sie hatten den Bergwald hinter sich gelassen und um sie herum erstreckten sich jetzt blühende Wiesen. Weiter oben verschwand der Weg zwischen Felsen. »Langsam krieg' ich Hunger«, sagte Jannik Rehfeldt. »Und trinken sollten wir auch mal. Dort oben, im Schatten der Felsen, könnten wir eine Rast machen. Was meinst du?« »Einverstanden«, antwortete Franziska, dankbar, für den Vorschlag, denn auch ihr knurrte schon der Magen und sie war ziemlich erschöpft. Dort, im willkommenen Schatten, nahmen sie ihre Rucksäcke ab, ließen sich auf kniehohe Felsbrocken nieder und packten ihre Brotzeiten sowie die Thermosflaschen mit den erfrischenden Getränken aus. »Macht's noch Spaß?«, fragte Jannik. Es war seine Idee gewesen, an diesem Samstag zur Kandereralm zu wandern. Obwohl Franziska in St. Johann geboren und aufgewachsen war, hatte sie sich noch nie dazu aufraffen können, zu der Alm aufzusteigen. Nun hatte sie sich von Jannik überreden lassen.
Andere Titel in Geheimnisse des Herzens? Reihe ( 30 )
Sagt mir, wer mein Vater ist: Der Bergpfarrer 105 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWo das Edelweiß blüht…: Der Bergpfarrer 79 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenStille Tränen – neues Glück?: Der Bergpfarrer 78 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVon der Liebe vergessen: Der Bergpfarrer 99 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Liebespfand: Der Bergpfarrer 145 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer unbeugsame Bergbauer: Der Bergpfarrer 104 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAus einem Traum erwacht: Der Bergpfarrer 127 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEr brach ihr das Herz: Der Bergpfarrer 106 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWas kümmern uns die Leut'?: Der Bergpfarrer 112 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWenn sich drei Herzen finden...: Der Bergpfarrer 128 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFlorian, unser rettender Engel?: Der Bergpfarrer 122 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHochzeit mit Hindernissen: Der Bergpfarrer 123 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Tochter seines ärgsten Feindes…: Der Bergpfarrer 102 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIntrige aus Liebe: Der Bergpfarrer 107 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWer andere auf die Probe stellt: Der Bergpfarrer 118 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSolang du nur zu mir hältst!: Der Bergpfarrer 108 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEr fühlt sich schuldig: Der Bergpfarrer 120 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWeil sie eine Fremde war: Der Bergpfarrer 117 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLiebe auf den zweiten Blick: Der Bergpfarrer 109 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGeh' nicht am Glück vorbei: Der Bergpfarrer 100 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNimm mich, wie ich bin: Der Bergpfarrer 101 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVerschmähte Liebe: Der Bergpfarrer 111 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEr wollte ihr eine Heimat geben: Der Bergpfarrer 114 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWenn aus Freundschaft Liebe wird: Der Bergpfarrer 110 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMaria - eine erfolgreiche Frau: Der Bergpfarrer 125 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Mann mit vielen Gesichtern: Der Bergpfarrer 113 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch bringe dir das Glück zurück: Der Bergpfarrer 124 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Macht der Liebe wird uns helfen: Der Bergpfarrer 116 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Aussteiger – Senn aus Berufung?: Der Bergpfarrer 129 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEndlich eine Heimat …: Der Bergpfarrer 241 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Ähnlich wie Geheimnisse des Herzens?
Titel in dieser Serie (100)
Sagt mir, wer mein Vater ist: Der Bergpfarrer 105 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWo das Edelweiß blüht…: Der Bergpfarrer 79 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenStille Tränen – neues Glück?: Der Bergpfarrer 78 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVon der Liebe vergessen: Der Bergpfarrer 99 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Liebespfand: Der Bergpfarrer 145 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer unbeugsame Bergbauer: Der Bergpfarrer 104 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAus einem Traum erwacht: Der Bergpfarrer 127 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEr brach ihr das Herz: Der Bergpfarrer 106 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWas kümmern uns die Leut'?: Der Bergpfarrer 112 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWenn sich drei Herzen finden...: Der Bergpfarrer 128 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFlorian, unser rettender Engel?: Der Bergpfarrer 122 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHochzeit mit Hindernissen: Der Bergpfarrer 123 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Tochter seines ärgsten Feindes…: Der Bergpfarrer 102 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIntrige aus Liebe: Der Bergpfarrer 107 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWer andere auf die Probe stellt: Der Bergpfarrer 118 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSolang du nur zu mir hältst!: Der Bergpfarrer 108 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEr fühlt sich schuldig: Der Bergpfarrer 120 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWeil sie eine Fremde war: Der Bergpfarrer 117 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLiebe auf den zweiten Blick: Der Bergpfarrer 109 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGeh' nicht am Glück vorbei: Der Bergpfarrer 100 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNimm mich, wie ich bin: Der Bergpfarrer 101 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVerschmähte Liebe: Der Bergpfarrer 111 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEr wollte ihr eine Heimat geben: Der Bergpfarrer 114 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWenn aus Freundschaft Liebe wird: Der Bergpfarrer 110 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMaria - eine erfolgreiche Frau: Der Bergpfarrer 125 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Mann mit vielen Gesichtern: Der Bergpfarrer 113 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch bringe dir das Glück zurück: Der Bergpfarrer 124 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Macht der Liebe wird uns helfen: Der Bergpfarrer 116 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Aussteiger – Senn aus Berufung?: Der Bergpfarrer 129 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEndlich eine Heimat …: Der Bergpfarrer 241 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Ähnliche E-Books
Geheimnisse des Herzens?: Der Bergpfarrer Extra 10 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine Taufe auf der Berghütte: Toni der Hüttenwirt 358 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine Taufe auf der Berghütte: Toni der Hüttenwirt Extra 71 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVom Glück, dir zu begegnen!: Toni der Hüttenwirt 501 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNoch eine Hochzeit?: Toni der Hüttenwirt Extra 68 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHeiratsvermittler auf vier Pfoten: Toni der Hüttenwirt Classic 74 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAm Ende des Seils: Roman | Eine außergewöhnliche Frau und Bergsteigerin, die ihrer Zeit voraus ist Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenZwischen zwei Herzen: Toni der Hüttenwirt 246 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLiebe, die der Südwind bringt. Heimatroman: Liebesroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHeiratsvermittler auf vier Pfoten: Toni der Hüttenwirt 499 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAlles Glück der Erde: Der Bergpfarrer 383 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVom Glück, dir zu begegnen!: Toni der Hüttenwirt 172 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSüßer Honig – bittere Liebe?: Toni der Hüttenwirt 395 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRosa, sei gescheit…: Toni der Hüttenwirt Classic 20 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWer bist du, Schöne?: Toni der Hüttenwirt 362 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWenn es Nacht wird in Waldkogel: Toni der Hüttenwirt 345 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin großes Herz: Toni der Hüttenwirt Extra 70 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Kuss in dunkler Nacht: Toni der Hüttenwirt Classic 45 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWG auf der Almhütte: Toni der Hüttenwirt 490 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAlte Liebe rostet nicht?: Der Bergpfarrer Extra 2 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHeimliche Liebe: Toni der Hüttenwirt 439 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Sommer in den Bergen: Ein Heimatglück-Roman - Band 2 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin großes Herz: Toni der Hüttenwirt 357 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMittsommertraum: Roman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHochzeit auf dem Föhren-Gut: Heimatkinder 41 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen3 Bewegende Bergromane Februar 2023 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIn letzter Sekunde: Heimat-Heidi 57 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSteinschlag: Andrea Stamms erster Fall Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDoppeltes Glück in St. Johann: Der Bergpfarrer 428 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Zeitgenössische Romantik für Sie
Mr. Wrong (Küsse nicht den Falschen) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWeiße Nächte: Aus den Memoiren eines Träumers (Ein empfindsamer Roman) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVom Milliardär gekauft Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Eine gefährliche Frau: Ein Milliardär Liebesromane Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGefährliches Vorspiel: Black Light Roulette: Chicago Bratwa, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenPopstar Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Geheimnisse der Sehnsucht: Milliardär Liebesromane: Die Assistentin des Milliardärs, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEgotistical Puckboy Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKüssen nach Rezept: Kurzroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenStrand im Herz: Romantische Komödie Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie verbotene Babysitterin: Ein Milliardär - Liebesroman: Nachtclub-Sünden, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMafia Daddy: Vom Silberlöffel zur Silberschnalle: Unterwelt von Las Vegas, #2 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer verbotene Vertrag des Alphas: Eine Werwolf-Romanze voller Macht und Verlangen: Buch der Rebellen, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLiebesheirat nur zum Schein? Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Hitzkopf Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Ein besonderes Praktikum Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAlphas Versuchung: Bad-Boy-Alphas-Serie, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWohin das Schicksal führt: Sophienlust - Die nächste Generation 67 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Milliardär für Cinderella? Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Romana Gold Band 53 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Rettung des Dr. Marian: Das Vermächtnis der Marians, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMein zärtlicher Verführer: Die Rinucci Brüder 2 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine heiße Nacht mit süßen Folgen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFalscher Bräutigam - wahre Liebe? Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMehr Hart als Zart | 32 | Erotikroman: 10 erotische Geschichten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSei mein: Milliardär Liebesromane: Unwiderstehliche Brüder, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie schönsten Liebesromane der Welt - Best of Julia Extra 2023 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFeurige Rache, hauchzarte Küsse Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Rezensionen für Geheimnisse des Herzens?
0 Bewertungen0 Rezensionen
Buchvorschau
Geheimnisse des Herzens? - Toni Waidacher
Der Bergpfarrer
– 454 –
Geheimnisse des Herzens?
Toni Waidacher
Franziska Veit war glücklich. Es war ein herrlicher Tag Anfang Mai, die Sonne schien, der Himmel war ungetrübt blau, und sie stieg an der Hand ihres Liebsten den Berg hinauf in Richtung Kandereralm.
Seit zwei Stunden waren sie unterwegs. Längst hatten sie ihre Westen ausgezogen, zusammengerollt und auf dem Rucksack festgeschnallt, denn der Weg war steil und sie waren ins Schwitzen gekommen. Sie hatten den Bergwald hinter sich gelassen und um sie herum erstreckten sich jetzt blühende Wiesen. Weiter oben verschwand der Weg zwischen Felsen.
»Langsam krieg’ ich Hunger«, sagte Jannik Rehfeldt. »Und trinken sollten wir auch mal. Dort oben, im Schatten der Felsen, könnten wir eine Rast machen. Was meinst du?«
»Einverstanden«, antwortete Franziska, dankbar, für den Vorschlag, denn auch ihr knurrte schon der Magen und sie war ziemlich erschöpft.
Dort, im willkommenen Schatten, nahmen sie ihre Rucksäcke ab, ließen sich auf kniehohe Felsbrocken nieder und packten ihre Brotzeiten sowie die Thermosflaschen mit den erfrischenden Getränken aus.
»Macht’s noch Spaß?«, fragte Jannik.
Es war seine Idee gewesen, an diesem Samstag zur Kandereralm zu wandern. Obwohl Franziska in St. Johann geboren und aufgewachsen war, hatte sie sich noch nie dazu aufraffen können, zu der Alm aufzusteigen. Nun hatte sie sich von Jannik überreden lassen.
»Ich hab’ kein Problem«, antwortete sie lächelnd. »Dass ich in der Vergangenheit kaum in den Bergen herumgestiegen bin, bedeutet net, dass ich unsportlich wär’ und keine Kondition hätt’. Außerdem macht mir alles großen Spaß, was wir zusammen unternehmen. Das müsstest du eigentlich längst wissen.«
Während sie gesprochen hatte, hatte sie ihn mit ihren blauen Augen regelrecht angestrahlt. Seit fast einem Jahr waren sie und Jannik nun ein Paar. Sie liebte ihn und war sich seiner Liebe sicher. Sogar vom Heiraten hatte er schon gesprochen, konkret jedoch hatte er sich noch nicht geäußert.
Jannik lachte. »Ich weiß, ich weiß. Du fährst hin und wieder mit dem Fahrrad zur Arbeit oder zum Einkaufen. Und jetzt im Frühjahr hast du wieder viel im Garten gewerkelt …« Er schaute skeptisch drein. »Ich kann mir allerdings net vorstellen, dass das eine sportliche Herausforderung sein soll.«
Franziska schluckte einen Bissen von ihrem Brot und erwiderte: »Na ja, in bissel warm ist mir schon geworden, und die Füß’ sind auch schon ganz schön schwer. Aber ich werd’ durchhalten.«
»Ich freu’ mich schon auf den Thurecker-Franz«, sagte er. »Denn kenn ich schon, seit ich ein kleiner Bub gewesen bin. Mit meinen Eltern war ich öfter mal auf der Alm. Den Winter über, wenn er im Tal ist, sieht man ihn ja kaum. Es ist, als würd’ er sich in seinem kleinen Häusl in den Winterschlaf zurückgezogen haben. Droben, auf der Alm, wo er seinen Bergkäs’ herstellt, da ist er in seinem Element.«
»Du brauchst mir nix erzählen, Schatz«, lachte Franziska. »Ich kenn’ den Franz auch schon, seit ich denken kann.«
»Auf der Alm hast du ihn aber noch net erlebt. Dort oben ist er ein völlig anderer, als unten im Ort. Du wirst es sehen.«
»Wie lang’ werden wir denn noch gehen müssen?«
»Jetzt haben wir ungefähr die halbe Streck’, Schatzerl. Und es wird net einfacher.«
»Ich schaff’ das!«, versicherte sie im Brustton der Überzeugung.
Nachdem sie Hunger und Durst gestillt hatten, packten sie alles wieder zusammen, schwangen sich die Rucksäcke auf den Rücken und setzten ihren Weg fort. Manchmal stieg das Gelände dermaßen steil an, dass Jannik seiner Liebsten helfen musste, das schwierige Stück zu überwinden.
Die Sonne wanderte höher und höher, der Weg wurde immer steiler, und ihnen perlte der Schweiß über das Gesicht.
Manchmal hielten sie kurz an, um zu verschnaufen. »Soll ich dir den Rucksack abnehmen?«, fragte Jannik, als sie wieder angehalten hatten und er bemerkte, dass Franziska heftig atmete.
»Nein, aber dennoch vielen Dank.« In der Tat war sie ziemlich außer Atem und das Herz hämmerte in ihrer Brust. Der Schweiß brannte in ihren Augen und die Füße waren schwer wie Blei. Aber der Ehrgeiz hatte sie gepackt. Die Blöße, schlapp zu machen und aufzugeben, wollte sie sich nicht geben.
»Weit ist’s nimmer, Schatzerl«, tröstete er und musterte sie dabei besorgt. »Die Tour ist dir doch ein bissel zu viel, gell?«
»Mir sagt es, dass ich, ab sofort, mehr für meine Fitness tun muss«, keuchte sie. »Aber allzu weit kann’s jetzt ja nimmer sein. Tu’ mir mal den Gefallen und hol’ meine Flasche aus dem Rucksack. Ich bin am Vertrocknen.«
Nachdem sie getrunken und noch etwas verschnauft hatten, verstaute Jannik die Flasche wieder in ihrem Rucksack, dann marschierten sie weiter.
Und als die Sonne hoch im Zenit stand und sie eine letzte Anhöhe überquert hatten, konnten sie die Kandereralm sehen. Am Hang darüber weiteten Kühe und Ziegen, bewacht von zwei Hütehunden.
Die Hütte war alt. Das Holz der Wände und die Schindeln auf dem Dach waren silbrig verwittert, aber frischeres Holz zeigte an, dass sie immer sorgsam repariert worden war.
Die bunten Sonnenschirme auf der Terrasse waren vielfältige Farbtupfer, die das Grau in Grau des Gebäudes auf freundliche und einladende Art auflockerten. Die Hütte schien sich an einen gewaltigen Felsen anzulehnen, der die Senke nach einer Seite begrenzte. Aus einer Rohrleitung plätscherte Wasser in einen hölzernen Trog.
»Wunderschön«, staunte Franziska. »Idyllischer geht’s ja fast nimmer.«
»Das ist wahr«, stimmte Jannik zu. »Hier oben ist die Welt noch in Ordnung.« Er kniff die Augen etwas zusammen. »Sieht aus, als wären wir im Moment die einzigen Gäste.« Er legte den Arm um Franzis Schultern und drückte sie an sich. »Aber das macht gar nix. Wir zwei brauchen niemand. Im Gegenteil! Andere Leut’ würden nur stören.« Er gab ihr einen schnellen Kuss, dann marschierten sie weiter.
Bei der Hütte angelangt, stiegen sie zur Sonnenterrasse empor. Als sie oben waren, kam der alte Senn aus der Hütte.
»Ja, was für eine Überraschung«, rief er. »Ich hab’ schon befürchtet, dass heut’ kein Mensch den Weg zu mir herauf findet. Grüaß euch. Hockt euch nur her. Ihr schaut ja ganz erhitzt aus. Darf ich euch ein Glaserl kühle Kuhmilch bringen? Die tut euch sicherlich gut, nach dem beschwerlichen Aufstieg.«
»Dazu sagen wir net Nein«, erklärte Jannik lächelnd. Er und Franziska nahmen die Rucksäcke ab und setzten sich. »Und gegen eine anständige Brotzeit wär’ auch nix einzuwenden. Nachdem du erst ein paar Tag’ heroben bist, wirst du noch keinen Käs’ fertig haben?«
»Ich hab’ ein paar Laiberln von meinem Käs’ mit heraufgebracht«, erklärte der Thurecker-Franz. »Außerdem hätt’ ich Kaminwurz und Geräuchertes zu bieten. Ich werd’ schon eine Brotzeit zusammenstellen, die euch munden wird.«
»Dessen bin ich mir sicher«, rief Jannik lachend. »Deine Brotzeiten waren für mich schon als Kind ein Grund, den weiten und beschwerlichen Weg zu dir herauf unter die Füß’ zu nehmen.«
Der alte Senn verschwand lachend in der Hütte.
»Hier heroben fühlt man sich dem Himmel ganz nah«, murmelte Franziska nach einem erneuten Blick in die Runde. »Man kommt sich ganz klein vor.«
»Ja, es ist schon eine wunderbare Welt hier oben, Schatzerl. Man kann’s verstehen, dass sich der Franz an keinem anderen Ort auf der Welt wohler fühlt, als in der schönen Bergwelt.«
»Das tät’ mir auch gefallen, immer hier zu sein.«
»Jetzt enttäuscht du mich aber«, knurrte er mit gespieltem Ernst.
Franziska lachte ihn an. »Natürlich nur, wenn du dabei wärst. Stell’ dir vor, du und ich, monatelang ganz allein
