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Kleines Herz – ganz groß!: Toni der Hüttenwirt Extra 16 – Heimatroman
Kleines Herz – ganz groß!: Toni der Hüttenwirt Extra 16 – Heimatroman
Kleines Herz – ganz groß!: Toni der Hüttenwirt Extra 16 – Heimatroman
eBook119 Seiten1 StundeToni der Hüttenwirt Extra

Kleines Herz – ganz groß!: Toni der Hüttenwirt Extra 16 – Heimatroman

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Über dieses E-Book

Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt.
Auf sehr spezielle, romantische Weise findet Toni, der Hüttenwirt seine große Liebe in einer bezaubernden Frau, die aus einer völlig anderen Umgebung stammt als der markante Mann der Berge. Sie lernt durch ihn Schönheit und Idylle seiner Heimat kennen und lieben. Gemeinsam eröffnen die beiden allen Besuchern die Werte und Besonderheiten ihres Lebens auf der Alm. Romantik, Beschaulichkeit, dramatische Spannung und feinsinnige Gespräche: Das ist die Welt von Toni, dem Hüttenwirt, der sich niemand entziehen kann.

Als Katja auf dem Hof der Praxis hielt, kam Martin Engler gleich aus dem Haus. Sein Arztkittel stand offen. Er riss auf der Beifahrerseite die Autotür auf. »Zenzi, was hast du für Beschwerden? Tut dir etwas weh?« Martin sah äußerst besorgt aus. Er hatte mitbekommen, dass Zenzi Katja gebeten hatte, sie auf dem Schloss abzuholen. Die alte Zenzi lachte laut. Sie schlug Martin scherzhaft auf de ­Finger, als er ihr aus dem Wagen helfen wollte. »Weg da, Finger weg! Lass mich in Ruhe! Ich bin nicht krank.« »Nicht?«, staunte Martin. »Ich dachte, du hast schlimme Beschwerden, weil Katja dich sofort abholen sollte.« »Ich hatte es nur eilig, sonst ist nix.« Zenzi stieg aus. Sie stellte sich vor Martin hin und drohte ihm mit dem Finger. »Mei, stell dich nicht so an. Man könnte meinen, du bist enttäuscht.
SpracheDeutsch
HerausgeberBlattwerk Handel GmbH
Erscheinungsdatum15. Sept. 2020
ISBN9783740971243
Kleines Herz – ganz groß!: Toni der Hüttenwirt Extra 16 – Heimatroman

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    Buchvorschau

    Kleines Herz – ganz groß! - Friederike von Buchner

    Toni der Hüttenwirt Extra

    – 16 –

    Kleines Herz – ganz groß!

    Emil tröstet seinen Papa

    Friederike von Buchner

    Als Katja auf dem Hof der Praxis hielt, kam Martin Engler gleich aus dem Haus. Sein Arztkittel stand offen. Er riss auf der Beifahrerseite die Autotür auf. »Zenzi, was hast du für Beschwerden? Tut dir etwas weh?« Martin sah äußerst besorgt aus. Er hatte mitbekommen, dass Zenzi Katja gebeten hatte, sie auf dem Schloss abzuholen.

    Die alte Zenzi lachte laut. Sie schlug Martin scherzhaft auf de ­Finger, als er ihr aus dem Wagen helfen wollte. »Weg da, Finger weg! Lass mich in Ruhe! Ich bin nicht krank.«

    »Nicht?«, staunte Martin. »Ich dachte, du hast schlimme Beschwerden, weil Katja dich sofort abholen sollte.«

    »Ich hatte es nur eilig, sonst ist nix.« Zenzi stieg aus. Sie stellte sich vor Martin hin und drohte ihm mit dem Finger. »Mei, stell dich nicht so an. Man könnte meinen, du bist enttäuscht. An mir musst nicht herum quacksalbern. Mach dass du wieder reinkommst, zu deinen Patienten! Los, verschwinde!«

    Martin musste lachen. »Du bist mir schon eine Nummer, Zenzi.«

    »Ja, das bin ich und ich bin stolz darauf. An mir kannst du nix verdienen.«

    »Willst du mich ärgern, Zenzi?«, fragte Martin.

    »Vielleicht …, ein bissel.«

    Martin wusste nicht, was er sagen sollte. Er war froh, als Zenzi versöhnliche Töne anschlug.

    Sie lächelte ihn an und blinzelte ihm zu. »Du kennst mich doch, Martin. Klar, dass man im Alter etwas langsamer macht. Man muss ja auch nimmer hetzen. Wenn ich müde bin, dann mache ich eine Pause. Ansonsten war es immer mein Lebensmotto ›Arbeit ist die beste Medizin‹. Und wenn ich wirklich mal ein Zipperlein habe, dann gibt es kein großes Essen, dann mache ich Eintopf und lege einen längeren Mittagsschlaf ein.«

    »Wenn du nicht krank bist, was mich natürlich sehr freut, warum hat dich Katja dann abholen sollen?«, fragte Martin.

    »Darf ich nur kommen, wenn ich den Kopf unter dem Arm trage, Martin? Mei, hör dir doch selbst mal zu, was du für dummes Zeug redest. Ich will Walli besuchen. Mit ihr habe ich etwas zu bereden, das kann net warten. Es ist so eilig, dass ich auch net laufen wollte. Tassilo hatte keine Zeit, mich herzufahren. Ich habe ihm nämlich eine Aufgabe gegeben. Da hat er erst mal zu tun. So und jetzt gehst du mir aus dem Weg. Ist Walli im Altenteil?«

    »Katja, weißt du, wo Walli steckt?«, fragte Martin seine Frau.

    »Sie hat Besuch. Helene Träutlein ist gekommen. Sie sitzen bei uns in der Wohnküche über den Plänen für Ernas und Antons Hochzeit«, antwortete Katja.

    In diesem Augenblick kamen Walli und die Haushälterin von Pfarrer Zandler aus dem Haus.

    »Zenzi, das ist eine Überraschung!«, rief Walli.

    »Ich muss mit dir reden, Walli.«

    »Um was geht es?«, fragte Walli.

    »Um was wird es schon gehen? Natürlich um die Hochzeit von Erna und Anton«, antwortete Zenzi.

    »Darüber haben Helene und ich gerade geredet. Es wird ein schönes Fest werden, meinst du nicht auch?«, sagte Walli mit Blick auf Helene.

    Helen Träutlein nickte. Sie war Pfarrer Zandlers Haushälterin und Leiterin des Frauenkreises in Waldkogel. Sie begrüßte Zenzi herzlich, bedauerte aber zugleich, dass sie nicht länger bleiben könne, da sie dringend zurück ins Pfarrhaus müsse. Später komme der Frauenkreis, denn für Ernas und Antons Hochzeit müssten noch Vorbereitungen gemacht werden. Sie versprach, bald die Listen mit den Kuchen und den kalten Platten vorbeizubringen, damit klar sei, wer was vorbereite. »Pfüat di!«, sagte Helene und eilte davon.

    »Sie wird uns eine große Hilfe sein für die Ausstattung des Hochzeitsfestes«, fasste es Walli zusammen. »Sie hat viel Erfahrung, wie man Feste ausstattet, da sie jedes Jahr das Pfarrfest organisiert. Sie wird uns vieles abnehmen, Katja.«

    »Und was genau macht sie?«, fragte Katja.

    »Helene übernimmt die Ausschmückung der Kirche und einiges mehr. Ich erzähle es dir später. Jetzt lass mich mit Zenzi reden. Komm, Zenzi, wir gehen zu mir. Dort haben wir unsere Ruhe. Es hat sich rumgesprochen wie ein Lauffeuer, dass Erna heiratet. Das Telefon bimmelt ständig«, sagte Walli.

    Martin und Katja Engler sahen sich an und gingen ins Haus.

    Martin folgte seiner Frau in die Küche. »Mein Bauchgefühl sagt mir, dass da etwas im Busch ist, Katja.«

    »Da kannst recht haben, Martin. Bevor Erna und Anton nach Kirchwalden fuhren, kamen sie bei Walli vorbei. Was sie beredet haben, weiß ich nicht. Nur, dass Walli seitdem sehr verschlossen ist. Wir wissen ja, wenn sie etwas beschäftigt, ist sie immer stiller als sonst und grübelt vor sich hin. Und jetzt taucht auch noch Zenzi auf!«

    »Warten wir es ab, Katja. Wir werden ihr ohnehin nicht die kleinste Andeutung entlocken können.«

    »Du sagst es, Martin. Lassen wir sie in Ruhe machen.«

    Martin nickte. Er drehte sich um und ging wieder hinüber in die Praxis. Es war sehr ruhig. Die Patienten kamen in erster Linie, um sich in die Liste einzutragen, die Katja in der Praxis ausgelegt hatte. Jeder konnte eintragen, was er zur Hochzeitsfeier beitragen wollte. Nur die wenigsten Leute nahmen Martins Behandlung in Anspruch.

    »So, Zenzi, setz dich!«, sagte Walli. »Magst du einen Kaffee?«

    »Nur, wenn du Malzkaffee hast. Ich bin schon aufgekratzt genug.«

    »Dann mache ich uns einen schönen Malzkaffee, wie wir ihn in unserer Jugend getrunken haben.«

    »So schmeckt er am besten«, antwortete Zenzi und lächelte.

    Walli setzte eine Emailkanne mit Wasser auf und gab mehrere Esslöffel gemahlenen Ersatzkaffee aus Getreideschrot hinein. Wie in alter Zeit ließ sie den Sud kurz kochen und goss ihn dann durch das Kaffeesieb in die Becher. Walli und Zenzi gaben viel Milch und Zucker dazu.

    »Der schmeckt genau wie damals«, sagte Zenzi.

    »Ich mache mir oft eine Kanne guten alten Werktagskaffee, wenn ich allein bin«, sagte Walli.

    Sie lächelten sich an. Auch ohne, dass sie darüber ein Wort wechselten, waren sie sich einig, dass der Pulverersatzkaffee nicht so gut schmeckte. Und sie erinnerten sich, dass es richtigen Bohnenkaffee, wie man damals sagte, nur am Sonntag gab.

    »Walli, ich muss dringend mit dir reden«, sagte Zenzi. »Tassilo und ich machen uns große Sorgen um Jenny. Sie ist entsetzt, dass Erna und Anton nach der Hochzeit in Zürich wohnen wollen.«

    Walli nickte. Sie wusste, um was es ging. »Oh, dann hat sie sich zu euch ins Schloss geflüchtet. Erna hat mir erzählt, dass Jenny wütend davon gestürmt sei.« Sie trank einen Schluck Malzkaffee. »Zenzi, ich gebe zu, dass mich diese Umzugspläne auch überrascht haben. Erna ist hier in Waldkogel verwurzelt. Da sie hier heiraten, ging ich davon aus, dass sie auch hier wohnen werden. Ich weiß, dass Antons Elternhaus an der Nordseeküste ist und er auch eine Eigentumswohnung in München besitzt. Von dem Haus in Zürich war mir nichts bekannt. Ernas Elternhaus ist hier in Waldkogel. Mir wäre nie der Gedanke gekommen, sie könnten nach der Heirat nicht hier wohnen.«

    »Aber so lauten ihre Pläne: Umzug nach Zürich mit Kind und Kegel«, sagte Zenzi. »Und das hat Jenny bis ins Mark getroffen. Sie will nicht von hier fort.«

    »Das kann ich mir gut vorstellen«, sagte Walli. »Jenny erlebt ihre erste Liebe. Sie ist in Tassilos Enkel verliebt. Tim ist ein prächtiger Bursche. Er ist fesch, hat gute Manieren, ist bodenständig und kein Hallodri.«

    »Ein Hallodri ist Tim bestimmt nicht, Walli. Ich kenne ihn, seit er auf der Welt ist. Er ist eher der scheue, zurückhaltende Typ. Das ist auch kein Wunder bei der Bekanntheit seines Großvaters. Da sind die Madln hinter ihm her. Ich sollte besser sagen, die Mütter treiben ihre Töchter in seine Richtung. Es war manchmal richtig peinlich, das mit anzusehen, wenn Tassilo eine Gesellschaft gab oder beim Sommerfest auf dem Schloss. Ich könnte dir da Geschichten erzählen, die hören

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