Und ich lieb dich doch: Der Bergpfarrer 147 – Heimatroman
Von Toni Waidacher
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Über dieses E-Book
Diese Serie enthält alles, was die Leserinnen und Leser von Heimatromanen interessiert.
Die Nachtschicht wollte einfach kein Ende nehmen. So oft Christine Brückner auch auf die Uhr schaute, die Zeiger schienen nicht weiterzurücken. Hinzu kam, daß es in dieser Nacht besonders ruhig auf der Station war, und die beiden Krankenschwestern kaum etwas zu tun hatten. Dabei waren sie eigentlich froh über diese Ruhe. Schlimmer war es, wenn nachts Notfälle eingeliefert wurden, und die anderen Patienten dann auch noch Hilfe brauchten. Aber heute wartete Christine ganz besonders auf die Ablösung durch die Tagschicht, denn es waren die letzten Stunden vor ihrem Urlaub.
Die Vierundzwanzigjährige setzte ein letztes Mal Kaffee auf und stellte saubere Tassen auf den Tisch. Die Tür zum Schwesternzimmer öffnete sich, und Dr. Volkmann kam herein. Schnüffelnd hob er die Nase und sah Christine erwartungsvoll an.
»Gibt's für mich auch einen?« fragte er bittend.
Sie lächelte.
»Selbstverständlich, Herr Doktor.«
Der Arzt strahlte über das ganze Gesicht und zog eine Tüte hinter dem Rücken hervor.
»Dafür spendiere ich die frischen Semmeln«, sagte er. »Ich hab' sie grad unten in der Küche stibitzt.«
»Dann bekommen Sie sogar zwei Tassen«, lachte Christine und holte Butter und Marmelade aus dem Kühlschrank.
»Ach, ich sterbe vor Hunger!« seufzte Kathrin Rother, die gerade hereinkam. »Wenn uns jetzt nicht noch ein Notfall dazwischenkommt, können wir ja in aller Ruhe frühstücken. Herrlich!«
Dr. Volkmann sah Christine fragend an.
»Sie haben Urlaub, nicht wahr? Wohin soll's denn gehen?«
Die drei hatten sich an den Tisch gesetzt. Der frische Kaffee duftete in den Tassen, und die Semmeln waren noch warm. Die Butter schmolz fast, als Christine sie aufstrich.
»Ich fahre in die Berge«,
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Buchvorschau
Und ich lieb dich doch - Toni Waidacher
Der Bergpfarrer
– 147 –
Und ich lieb dich doch
Wenn verlernt wurde, zu vertrauen ...
Toni Waidacher
Die Nachtschicht wollte einfach kein Ende nehmen. So oft Christine Brückner auch auf die Uhr schaute, die Zeiger schienen nicht weiterzurücken. Hinzu kam, daß es in dieser Nacht besonders ruhig auf der Station war, und die beiden Krankenschwestern kaum etwas zu tun hatten. Dabei waren sie eigentlich froh über diese Ruhe. Schlimmer war es, wenn nachts Notfälle eingeliefert wurden, und die anderen Patienten dann auch noch Hilfe brauchten. Aber heute wartete Christine ganz besonders auf die Ablösung durch die Tagschicht, denn es waren die letzten Stunden vor ihrem Urlaub.
Die Vierundzwanzigjährige setzte ein letztes Mal Kaffee auf und stellte saubere Tassen auf den Tisch. Die Tür zum Schwesternzimmer öffnete sich, und Dr. Volkmann kam herein. Schnüffelnd hob er die Nase und sah Christine erwartungsvoll an.
»Gibt’s für mich auch einen?« fragte er bittend.
Sie lächelte.
»Selbstverständlich, Herr Doktor.«
Der Arzt strahlte über das ganze Gesicht und zog eine Tüte hinter dem Rücken hervor.
»Dafür spendiere ich die frischen Semmeln«, sagte er. »Ich hab’ sie grad unten in der Küche stibitzt.«
»Dann bekommen Sie sogar zwei Tassen«, lachte Christine und holte Butter und Marmelade aus dem Kühlschrank.
»Ach, ich sterbe vor Hunger!« seufzte Kathrin Rother, die gerade hereinkam. »Wenn uns jetzt nicht noch ein Notfall dazwischenkommt, können wir ja in aller Ruhe frühstücken. Herrlich!«
Dr. Volkmann sah Christine fragend an.
»Sie haben Urlaub, nicht wahr? Wohin soll’s denn gehen?«
Die drei hatten sich an den Tisch gesetzt. Der frische Kaffee duftete in den Tassen, und die Semmeln waren noch warm. Die Butter schmolz fast, als Christine sie aufstrich.
»Ich fahre in die Berge«, antwortete sie.
»Wirklich?«
Der Arzt schien begeistert.
»Toll«, sagte er. »Wandern und Bergsteigen. Hab’ ich schon eine Ewigkeit net mehr gemacht. Früher, als ich noch studiert hab’, da war ich jede Ferien in den Alpen unterwegs. Aber inzwischen…«
Er zuckte die Schultern.
»… meine Frau fährt lieber an die See«, fuhr er fort. »Und die beiden Kinder, die sind längst alt genug, daß sie alleine Urlaub machen, wo es ihnen gefällt.«
Schwester Kathrin wiegte ihren Kopf hin und her.
»Berge?« meinte sie zweifelnd. »Ach, ich weiß net. Für mich wär’ das nix. Ich muß Trubel um mich haben, Leute kennenlernen.«
»Also, da sollten S’ sich aber net täuschen!« Der Arzt schüttelte den Kopf.
»Was glauben S’ wohl, was da manchmal so los ist! Besonders, wenn man mit mehreren oben auf einer Hütte ist. Da geht’s aber ab, da würden S’ staunen.«
Christine hatte schweigsam ihre Semmel verzehrt.
»Da, wo ich hinfahre, ist kein Trubel«, erzählte sie. »Jedenfalls hat das der Mann im Reisebüro gesagt. Und ich muß das auch net haben. Ein bissel wandern und vielleicht eine Bergtour, ja. Ansonsten bin ich froh, wenn ich meine Ruh’ hab’ und mich erholen kann.«
Über die Unterhaltung war die Zeit dann doch schnell vergangen. Einmal mußten sie nach einer Patientin sehen, die am Tag zuvor operiert worden war, dann kamen auch schon die Kollegen von der Tagschicht und lösten sie ab.
»Einen schönen Urlaub«, wünschte Kathrin. »Und wer weiß – vielleicht lernst’ ja einen feschen Burschen kennen.«
Den letzten Satz hatte sie mit einem Augenzwinkern gesagt. Christine hingegen antwortete nicht darauf. Sie setzte sich in ihr Auto und fuhr nach Hause. Erst einmal ins Bett und ausschlafen, dann Einkäufe machen und alles für die Fahrt morgen vorbereiten.
Hoffentlich kann ich mich schnell wieder auf den anderen Rhythmus einstellen, überlegte sie, während sie vor dem Haus parkte.
Seit einem halben Jahr arbeitete sie nun als Nachtschwester. Freiwillig hatte sie sich für diesen Dienst gemeldet.
Oder doch nicht ganz freiwillig, sondern aus dem Zwang heraus, der Einsamkeit zu Hause zu entgehen, die sie ganz besonders abends und in den Nachtstunden befiel, wenn sie an Wolfgang denken mußte.
Noch immer war es ihr nicht gelungen, ihn aus ihrem Herzen zu verbannen. Dabei wollte sie ihn vergessen, ihn und alles, was er ihr angetan hatte.
Vielleicht, hoffte sie, gelang es ihr im Urlaub, wenn sie Neues kennenlernte, andere Eindrücke sammelte, und die schlimme Zeit, die hinter ihr lag, endlich verblaßte.
*
Sebastian Trenker war schon in aller Herrgottsfrühe aufgestanden. Die Sonne zeigte sich noch nicht am Horizont, als der gute Hirte von St. Johann das Pfarrhaus bereits verließ. Angetan mit wetterfester Kleidung, einen Rucksack mit Proviant auf dem Rücken, hatte er das Dorf durchquert, war durch den Höllenbruch zur Hohen Riest aufgestiegen und jetzt, zwei Stunden später, hatte er sich zur ersten Rast an einem Berghang niedergelassen, von dem aus er einen herrlichen, weiten Blick hinunter ins Tal hatte.
Wie immer war die Brotzeit mehr als ausreichend. Sophie Tappert, die gute Seele des Pfarrhaushalts, hatte Sebastian mehrere Päckchen mit belegten Broten zubereitet, dazu eine große Thermoskanne mit Kaffee. Während er es sich schmecken ließ, dachte der Geistliche an die Aufregungen, die in den letzten Tagen und Wochen im Wachnertal geherrscht hatten. Dabei kam ihm in den Sinn, daß sein Leben ohnehin nicht der Vorstellung glich, die die meisten Leute von dem beschaulichen Dasein eines Landpfarrers hatten. Sebastian Trenker wich nicht nur äußerlich davon ab. Sportlich und durchtrainiert, das markante Gesicht von vielen Aufenthalten im Freien stets leicht gebräunt, erweckte er eher den Eindruck, ein prominenter Sportler oder Schauspieler zu sein. Jedesmal waren die Leute überrascht, wenn sich bei ihrer ersten Begegnung herausstellte, daß es sich bei ihm um einen Pfarrer handelte.
Aber Sebastian war viel mehr als nur das. Immer wieder wurde er mit Problemen anderer konfrontiert und setzte alles daran, den Menschen beizustehen und diese Probleme zu lösen.
Die Geschichte, an die er gerade dachte, hatte sich erst vor geraumer Zeit zugetragen. Blasius Eggensteiner, sein Amtsbruder aus der Nachbargemeinde Engelsbach, hatte in einer alten Heimatchronik gestöbert und war dabei auf einen Hinweis gestoßen. Demnach gab es irgendwo in seiner Kirche ein Bild des bekannten alpenländischen Malers Ewald Bruckner. Der Geistliche fand es tatsächlich in einer Abseite, oben bei der Orgel. Blasius konnte sein Glück kaum fassen, bis es jedoch schon bald einen Dämpfer bekam. Der hinzugezogene Gutachter bescheinigte dem Bild einen geringen Wert und gab dem Pfarrer den Rat, es für ein paar Hundert Euro zu verkaufen. Indes ahnte Blasius Eggensteiner zu diesem Zeitpunkt noch nicht, daß es sich bei Anton Gruber um einen gerissenen Ganoven handelte. Der ehemalige Kunstprofessor, der in das kriminelle Milieu abgerutscht war, stahl das Gemälde und verschwand auf Nimmerwiedersehen.
Kurz darauf kam es zu einem erneuten Diebstahl, und diesmal im Pfarrhaus von St. Johann. Sebastian Trenker hatte zwei Bilder in seine Obhut genommen, die der Familie Hollacher gehörten. Deren Tochter Franzi hatte die frühen Werke des Malers Urban Brandner auf dem heimischen Dachboden entdeckt, wo sie jahrelang aufbewahrt wurden, ohne daß jemand um ihren wahren Wert wußte.
Walter Hollacher, Franzis’ Vater, war auf einen gerissenen Betrüger hereingefallen, der ihm bei einer Geldanlage hohe Rendite versprach. Indes kam es nie zu der Fusion zweier Firmen, durch die deren Aktien steigen sollten. Nun forderte der Mann, er hieß Herbert Wilde, das vorgestreckte Geld auf einmal zurück und drohte damit, das Haus der Familie Hollacher zwangsversteigern zu lassen.
Franzi, die sich in einen jungen Burschen verliebt hatte, erinnerte sich an die Bilder auf
