Über dieses E-Book
Scheich Ghaleb ist fassungslos: Vor ihm steht Viv LaSalle - die Frau, die er einmal abgöttisch geliebt und die sein Herz gebrochen hat! Warum ist die schöne Ärztin nach Omraania gekommen? Und wer ist der kleine Junge an ihrer Seite, der ihn so hoffnungsvoll anschaut?
Olivia Gates
<p>Olivia Gates war Sängerin, Malerin, Modedesignerin, Ehefrau, Mutter – oh und auch Ärztin. Sie ist immer noch all das, auch wenn das Singen, Designen und Malen etwas in den Hintergrund getreten ist, während ihre Fähigkeiten als Ehefrau, Mutter und Ärztin in den Vordergrund gerückt sind. Sie fragen sich jetzt bestimmt – uhh, was ist mit dem Schreiben? Ja, sie hat auch immer geschrieben, zugegebenermaßen weniger als sie mit der Rennerei der oben genannten Dinge beschäftigt war. Irgendwie dachte sie nie daran, dass Schreiben eine Karriereoption sei. Dann mit dem Erwerb ihres ersten Computers 2001 (Ja ein bisschen der Zeit hinterher, aber sie zieht es vor, dies ein „Millenium Update!“ zu nennen) und ihrer Einführung in den Cyberspace, fand sie eHarlequin.com und entdeckte, dass die Verleger der Bücher mit denen sie aufgewachsen war und die sie verschlungen hatte auf der Suche nach Manuskripten von Autorenneulingen waren. Eine unbeirrte Schaffensorgie mit unzähligen Einreichungen (95% von denen waren naiv und ahnungslos, bis sie das wirklich harte Geschäft des Schreibens kennenlernte!) und zwei Jahre später, verkaufte sie ihr erstes Buch Doctors on the Frontline an Harlequin Liebesarztromane. Der Tag, an dem Sie einen persönlichen Anruf von ihrem Redakteur während ihrer ersten Autoren Konferenz mit ihren Schriftstellerfreunden und Idolen, die einzigen die wirklich nachvollziehen konnten, was dieser Erfolg für sie bedeutete erhielt, nimmt noch immer einen Ehrenplatz als ihr aufregendster Tag in ihrem Leben ein! Seit Juli 2003, war es eine Achterbahnfahrt aus Geschäftigkeit und Schaffensdrang, da sie jetzt eine Vollzeit Ärztin und Autorin ist. (Fragt nicht wie sie das meistert!) Das lustige (und eigenartige) daran ist, dass seitdem Olivia das Buch verkauft hat, sie nie mehr daran dachte einen Arztroman zu schreiben. Jetzt haben all ihre Bücher einen waghalsigen, sich für Schwache engagierenden Held oder Heldin, welche in einer unnachgiebigen Art und Weise mit dem Feuer spielen und in ausweglosen Situationen Menschen in Not helfen, während sie selbst noch mit dem Tumult in ihrem eigenen Leben voll von überschäumender Leidenschaft zu kämpfen haben. Olivia lebt mit ihrem Ehemann, einer liebenswerten Tochter und ihrer weißen Angora Katze zusammen. Ihr Ehemann ist ihr Berater und ihr treuester Fan zugleich. Ihre Tochter sprüht nur so vor verrückten Ideen, wie dieser, dass ein Arzt barfuss über einen warmen Regenbogen zu seinen Patienten läuft. Wegen einer ...
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Rezensionen für Der heimliche Sohn des Scheichs
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Buchvorschau
Der heimliche Sohn des Scheichs - Olivia Gates
IMPRESSUM
Der heimliche Sohn des Scheichs erscheint in der HarperCollins Germany GmbH
© 2008 by Olivia Gates
Originaltitel: „The Desert Surgeon’s Secret Son"
erschienen bei: Mills & Boon Ltd., London
Published by arrangement with HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.àr.l.
© Deutsche Erstausgabe in der Reihe JULIA PRÄSENTIERT ÄRZTE ZUM VERLIEBEN
Band 37 - 2011 by CORA Verlag GmbH & Co. KG, Hamburg
Übersetzung: Claudia Weinmann
Umschlagsmotive: GettyImages_proud_natalia, Irina Devaeva
Veröffentlicht im ePub Format in 06/2020 – die elektronische Ausgabe stimmt mit der Printversion überein.
E-Book-Produktion: GGP Media GmbH, Pößneck
ISBN 9783733717186
Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.
CORA-Romane dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.
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BACCARA, BIANCA, JULIA, ROMANA, HISTORICAL, TIFFANY
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1. KAPITEL
Scheich Ghaleb Ben Abbas Al Omraan kämpfte verbissen gegen die Welle von Frustration an, die ihn zu überwältigen drohte. Er musste es sich endlich eingestehen, dass er nicht länger für alles allein zuständig sein konnte.
Schon viel zu lange hatte er sich überwiegend um seine Arbeit als Chirurg und um die Erneuerung des Gesundheitssystems in Omraania gekümmert – und darüber seine Pflichten als Thronfolger des kleinen Königreichs sträflich vernachlässigt. Selbst sein sonst so gutmütiger Vater hatte ihn bereits ermahnt, sich intensiver um die Staatsgeschäfte zu kümmern. Ghaleb fühlte sich zerrissen zwischen seiner Arbeit als Chefarzt des Jobail Advanced Medical Center und den Erwartungen, die an ihn als künftigen Herrscher des Landes gestellt wurden.
Es hatte ihm von Anfang an widerstrebt, die Klinikleitung mit jemandem zu teilen, denn die Medizin war seine große Leidenschaft. Erst als ihm völlig übermüdet während eines Routine-Eingriffs ein grober Fehler unterlaufen war, hatte er eingesehen, dass er Hilfe brauchte. Sein Assistent Adnan hatte diese Gelegenheit sofort genutzt, um vorzuschlagen, vorübergehend einen stellvertretenden medizinischen Leiter zu engagieren. So hätte Ghaleb Zeit, seine Angelegenheiten zu ordnen, und könnte sich dann in Ruhe entscheiden, ob er die Leitung ganz abgeben oder sie mit der anderen Person teilen würde.
Adnan hatte die Position in allen wichtigen Fachzeitschriften weltweit ausgeschrieben, und entsprechend zahlreich waren die Bewerbungen gewesen. Wegen der hohen Anforderungen, die Ghaleb zur Bedingung gemacht hatte, schieden fast alle Bewerber von vornherein aus. Am Ende war Adnan in die USA geflogen, um mit den wenigen verbleibenden Kandidaten Auswahlgespräche zu führen. Und das Ergebnis dieses Auswahlverfahrens würde heute eintreffen. In wenigen Minuten, um genau zu sein.
Ghaleb machte sich auf den Weg zu Adnans Büro und trat ohne anzuklopfen ein.
Erschrocken fuhr sein Assistent auf. „Ich werde gleich Ihre neue Stellvertreterin empfangen, Prinz Ghaleb, und ihr alles zeigen. Möchten Sie, dass ich sie zu Ihrem Büro bringe, nachdem Sie mit dem OP-Programm für heute fertig sind?"
Sie? Ghaleb hatte nicht gewusst, dass sein Stellvertreter eine Frau sein würde.
„Machen Sie sich keine Mühe, Adnan, erklärte Ghaleb, während er sich bereits umdrehte und den OP-Trakt ansteuerte. Adnan musste rennen, um mit seinem Chef mithalten zu können. „Ich werde meine Stellvertreterin im OP kennenlernen. Sie muss mich weder mit ihrem Aussehen noch mit ihrer Persönlichkeit beeindrucken. Mich interessiert ausschließlich ihre fachliche Kompetenz.
„Ich bin mir sicher, dass sie Sie nicht enttäuschen wird, bemerkte Adnan. „Sie war die einzige Kandidatin, die alle Ihre Anforderungen erfüllte. Ihre Qualifikationen sind wirklich bemerkenswert.
„Wenn sie wirklich jede einzelne meiner Bedingungen erfüllt hat, ist ihr Lebenslauf zu gut, um wahr zu sein."
„Ich glaube nicht, dass sie gemogelt hat. Doch für den unwahrscheinlichen Fall, dass sie die hohen Erwartungen nicht erfüllt …"
„Werde ich Sie dafür verantwortlich machen."
Adnan blickte ihn so betreten an, dass Ghaleb augenblicklich seine harschen Worte bereute. Adnan war nicht nur seine rechte Hand und sein Berater, er war auch sein Freund. Vielleicht der Einzige, den er hatte. Seine Position als Thronfolger machte es schwierig, wenn nicht gar unmöglich, engere Kontakte zu knüpfen.
Entschuldigend drückte er Adnans Arm. „Natürlich vertraue ich Ihrem Urteil, Adnan. Oft genug sogar mehr als meinem eigenen. Wenn es wirklich nicht klappt mit dieser Frau, dann ist es auch nicht so schlimm. Sie müssten die Stelle dann eben noch einmal ausschreiben. Auf ein paar Monate mehr oder weniger kommt es jetzt auch nicht mehr an."
„Genau das beunruhigt mich, Prinz Ghaleb. Es würde mich nicht stören, einen neuen Arzt zu suchen, doch ich möchte nicht noch länger mit ansehen, wie Sie sich zwischen Klinik und Palast aufreiben."
„Wir werden nicht schon wieder darüber diskutieren, Adnan. Ich bin grundsätzlich bereit, die Klinikleitung mit jemandem zu teilen, doch diese Person muss perfekt sein. Bevor ich mich mit Mittelmaß zufriedengebe, mache ich lieber weiterhin alles allein."
Besorgt sah Adnan ihn an, sagte jedoch nichts. Ghaleb atmete erleichtert auf. Die leidige Diskussion war zu Ende. Mit Schwung wandte er sich zur Tür, doch mitten in der Bewegung hielt er inne. Und auch seine Gedanken schienen ins Stocken zu geraten. Wie gelähmt starrte er auf die Gruppe von Menschen, die ihm aus der Eingangshalle entgegenkam.
Vier von Adnans Gehilfen umringten eine Frau von klassischer Schönheit und geleiteten sie wie einen hochrangigen Ehrengast zu Adnans Büro.
Alles an dieser Frau versetzte Ghaleb einen Stich.
Ihr tadelloses, sowohl dem Klima als auch den kulturellen Gepflogenheiten angemessenes Kostüm, das ihre atemberaubenden Kurven und ihre Anmut perfekt zur Geltung brachte. Der strenge Haarknoten, der nicht verbergen konnte, dass sie volles, seidig glänzendes Haar hatte. Die klaren Augen, die so viel Selbstbeherrschung widerspiegelten. Sie bewegte sich mit der Gelassenheit einer Frau, die sich ihres Wertes und ihrer Wirkung voll bewusst war.
Ghaleb war so gebannt, dass er kaum Atem holen konnte.
Diese Ärztin dort hatte nur noch sehr wenig gemeinsam mit der feingliedrigen, braun gebrannten Frau, die seit sieben Jahren seine Gedanken beherrschte.
Und dennoch gab es nicht den geringsten Zweifel.
Sie war es.
Viv.
Die Frau, die ihm gezeigt hatte, was Liebe bedeutete. Die ihn gelehrt hatte, seinen Gefühlen und Bedürfnissen nachzugeben. Die Frau, ohne die er sich sein Leben nicht mehr hatte vorstellen können. Zu der er geeilt war, um sie zu bitten, mit ihm nach Omraania zu kommen und für immer bei ihm zu bleiben. Für die er alles aufzugeben bereit gewesen war. Doch noch ehe es dazu gekommen war, hatte er mit anhören müssen, dass er ihr nicht das Geringste bedeutete.
Viv. Die Frau, die er seit jenem verhängnisvollen Tag aus seinen Gedanken zu verbannen versucht hatte. Vergeblich. Und nun war sie hier. Stolzierte durch sein Krankenhaus, als gehörte es ihr, und sah aus wie eine Prinzessin. Sie schien die prüfenden Blicke seiner Mitarbeiter zu ignorieren und hatte ihn noch nicht bemerkt.
Was zum Teufel tat sie hier?
„Ah, da ist sie ja. Dr. Vivienne LaSalle. Pünktlich auf die Minute."
Adnans freundliche Begrüßung riss Ghaleb aus seinen Gedanken.
Sie war die Ärztin, die er als seine Stellvertreterin eingestellt hatte?
Ghaleb taumelte einen Schritt zurück. Sein Herz klopfte so laut, dass er glaubte, alle Anwesenden müssten es hören.
Alarmiert sah Adnan ihn an. „Ist alles in Ordnung?"
Nein, gar nichts war in Ordnung. In seinem ganzen Leben war Ghaleb nicht so schockiert gewesen. Nach all den Jahren, in denen er sicher gewesen war, sie würde nur noch eine bittere Erinnerung sein, stand sie nun plötzlich vor ihm. Mitten in seinem Königreich, in seinem Leben.
Wie hatte das passieren können? Weshalb hatte sie sich um die Stelle bei ihm beworben? Und warum um alles in der Welt hatte Adnan gerade sie ausgesucht?
Es konnte dafür nur eine Erklärung geben: Sie hatte es irgendwie geschafft, ihn zu täuschen. Genau wie sie ihn, Ghaleb, damals getäuscht hatte, als sie unbedingt seine Forschungsassistentin werden wollte. Es war nicht ihre Qualifikation gewesen, die ihn dazu bewogen hatte, ihr die Stelle zu geben. Nur ein einziger Blick hatte genügt, und Ghaleb hatte gewusst, dass er sie haben musste. Ihre Sinnlichkeit und ihre überschäumende Energie hatten ihn in dem Moment gefangen genommen, als er sie zum ersten Mal sah. Er war ihr augenblicklich verfallen.
Trotzdem hatte er zunächst versucht, ihr zu widerstehen. Er konnte sich noch gut an diese qualvollen Tage erinnern. Nur zu genau hatte er gewusst, dass in seinem Leben kein Platz für Viv war. Doch sie ließ sein Nein nicht gelten, und innerhalb weniger Tage hatte er kapituliert. Er hatte sich auf sie eingelassen und war mit Leib und Seele buchstäblich von ihr verzehrt worden.
Diesmal hatte er sich auf Adnan verlassen, doch es hatte nichts genützt. Sie hatte auch ihn getäuscht.
Wut, Bitterkeit und Entsetzen mischten sich mit einem längst vergessen geglaubten Verlangen. Doch mitten in dem Durcheinander, das in seinem Kopf und in seinem Herzen tobte, meldete sich Ghalebs Vernunft. Er musste dafür sorgen, dass sie Omraania wieder verließ. Sofort.
Sonst könnte er für nichts garantieren.
Warum war sie überhaupt hier? Vermutlich aus dem gleichen Grund, der sie damals in seine Arme getrieben hatte. Sie wollte als seine Geliebte ein Leben in Luxus und Wohlstand führen. Sollte er darauf eingehen? Sie war ja gerade dabei, sich ihm quasi auf dem Silbertablett anzubieten. Warum also nicht?
Doch Ghaleb war bewusst, dass er im Grunde etwas anderes wollte.
Dies war seine Chance, ihr wahres Gesicht zu erkennen und endlich das völlig verklärte Bild von ihr abzuschütteln, das sich ihm ins Gedächtnis gebrannt hatte.
Endlich würde alles ein Ende haben, und er wäre frei von der Wehmut, die ihn seit Jahren beherrschte.
Und er wusste auch, wie er es anstellen musste.
Entschlossen wandte er sich an Adnan. „Suchen Sie mir bitte umgehend einen neuen Stellvertreter."
Erschrocken über die Heftigkeit von Ghalebs Worten, versuchte Adnan, ihn zu beschwichtigen. „Prinz Ghaleb, ich weiß genau, was Sie denken. Als ich diese Frau das erste Mal sah, konnte ich mir auch nicht vorstellen, dass sie für die Stelle geeignet wäre. Aber …"
„Aber sie hat Sie mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln überzeugt?, fragte Ghaleb sarkastisch. „Nun, mal sehen, ob sie auch mich überzeugen kann. Sagen Sie ihr, dass ich sie im OP erwarte.
Verständnislos sah Adnan ihn an. „Dann wollen Sie also doch ein Einstellungsgespräch mit ihr führen?"
„Im Gegenteil. Ich will einfach nur
