Rebeccas Lebenslüge: Dr. Norden Extra 144 – Arztroman
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Über dieses E-Book
Dr. Norden ist die erfolgreichste Arztromanserie Deutschlands, und das schon seit Jahrzehnten. Mehr als 1.000 Romane wurden bereits geschrieben.
Für Dr. Norden ist kein Mensch nur ein 'Fall', er sieht immer den ganzen Menschen in seinem Patienten. Er gibt nicht auf, wenn er auf schwierige Fälle stößt, bei denen kein sichtbarer Erfolg der Heilung zu erkennen ist. Immer an seiner Seite ist seine Frau Fee, selbst eine großartige Ärztin, die ihn mit feinem, häufig detektivischem Spürsinn unterstützt. Auf sie kann er sich immer verlassen, wenn es darum geht zu helfen.
Stocksteif, nur bekleidet mit einem Spitzenhemdchen über dem schlichten schwarzen Rock, stand Rebecca von Liebing vor dem raumhohen Spiegel ihres Ankleidezimmers und konnte nicht fassen, was sie eben entdeckt hatte. Immer und immer wieder fühlte sie nach dem erbsengroßen Knoten in der rechten Brust, auf den sie eben durch Zufall gestoßen war. Ihr Herz raste vor Angst, Schweißperlen standen auf ihrer blassen Stirn, hinter der die Gedanken tobten. Wie lange schon? Warum ausgerechnet sie, die doch so gesund lebte? Eine späte Rache ihres ungeliebten und jetzt verstorbenen Schwiegervaters? Fragen, auf die es keine Antwort gab, die sich tonnenschwer auf ihre Seele legten. Rebecca seufzte tief, als sie von einem leisen Klopfen an der Tür abgelenkt wurde. »Bist du fertig, Rebecca? Die Trauergäste warten schon.« Es war die Stimme ihres Mannes Marcus, der seine Ungeduld nur schwer zügeln konnte. »Natürlich, Marc, ich komme sofort.« »Gut, ich gehe schon mal runter.« Sie lauschte auf seine schwerfälligen Schritte, ehe sie langsam die schwarze Bluse über den Kopf zog und in den Bund des engen Rockes steckte. Ein letzter prüfender Blick in den Spiegel, in ihr blasses Gesicht, gezeichnet von dem Schock des eben Entdeckten. Doch keiner der Gäste würde sich wundern. Schließlich war es ihr Schwiegervater, der an diesem eisigkalten Januarmorgen zu Grabe getragen wurde. Da es kein Geheimnis war, daß Rebecca und Friedrich von Liebing kein gutes Verhältnis gepflegt hatten, würden die Anwesenden ihre Leidensmiene als späte Reue deuten. Wenigstens blieb ihr damit eine Erklärung erspart. Minuten später gesellte sie sich zu den Trauergästen, die sich in der Halle des Anwesens der Familie von Liebing eingefunden hatten, um Friedrich auf seinem letzten Weg zu begleiten.
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Rebeccas Lebenslüge - Patricia Vandenberg
Dr. Norden Extra
– 144 –
Rebeccas Lebenslüge
Patricia Vandenberg
Stocksteif, nur bekleidet mit einem Spitzenhemdchen über dem schlichten schwarzen Rock, stand Rebecca von Liebing vor dem raumhohen Spiegel ihres Ankleidezimmers und konnte nicht fassen, was sie eben entdeckt hatte. Immer und immer wieder fühlte sie nach dem erbsengroßen Knoten in der rechten Brust, auf den sie eben durch Zufall gestoßen war.
Ihr Herz raste vor Angst, Schweißperlen standen auf ihrer blassen Stirn, hinter der die Gedanken tobten. Wie lange schon? Warum ausgerechnet sie, die doch so gesund lebte? Eine späte Rache ihres ungeliebten und jetzt verstorbenen Schwiegervaters? Fragen, auf die es keine Antwort gab, die sich tonnenschwer auf ihre Seele legten. Rebecca seufzte tief, als sie von einem leisen Klopfen an der Tür abgelenkt wurde.
»Bist du fertig, Rebecca? Die Trauergäste warten schon.« Es war die Stimme ihres Mannes Marcus, der seine Ungeduld nur schwer zügeln konnte.
»Natürlich, Marc, ich komme sofort.«
»Gut, ich gehe schon mal runter.«
Sie lauschte auf seine schwerfälligen Schritte, ehe sie langsam die schwarze Bluse über den Kopf zog und in den Bund des engen Rockes steckte. Ein letzter prüfender Blick in den Spiegel, in ihr blasses Gesicht, gezeichnet von dem Schock des eben Entdeckten. Doch keiner der Gäste würde sich wundern. Schließlich war es ihr Schwiegervater, der an diesem eisigkalten Januarmorgen zu Grabe getragen wurde. Da es kein Geheimnis war, daß Rebecca und Friedrich von Liebing kein gutes Verhältnis gepflegt hatten, würden die Anwesenden ihre Leidensmiene als späte Reue deuten. Wenigstens blieb ihr damit eine Erklärung erspart.
Minuten später gesellte sie sich zu den Trauergästen, die sich in der Halle des Anwesens der Familie von Liebing eingefunden hatten, um Friedrich auf seinem letzten Weg zu begleiten.
»Da bist du ja endlich«, funkelte ihr Marcus leise aber zornig zu. »Wenigstens an seinem Begräbnis könntest du dir ein wenig Mühe geben.«
»Bitte, Marcus, mach mir jetzt keine Szene. Wo sind die Kinder?«
»Drüben bei Dominic. Sieh dir das an. In all den Jahren hat er sich nicht geändert. Noch nicht mal heute zeigt er einen Funken Anstand.« Er deutete mit dem Kopf in Richtung seines Bruders, der sich angeregt mit seinem Neffen Nils und seiner Nichte Svenja unterhielt. Die beiden Kinder von Rebecca und Marcus kannten den Onkel nur aus Erzählungen, aber die Tatsache, daß er ein berühmter Regisseur und obendrein offen und sympathisch war, ließ sie schnell jede Scheu vergessen. Rebecca folgte der Bewegung ihres Mannes mit den Blicken und lächelte unwillkürlich über den tröstlichen Anblick an diesem düsteren Tag. Dominic schien ihren Blick instinktiv zu spüren und hob den Kopf, zwinkerte ihr verschworen zu, um sich gleich wieder den beiden Jugendlichen zu widmen. Marcus beobachtete seine Frau sichtlich angespannt.
»Und? Was empfindest du?«
»Wie bitte?« Befremdet starrte sie Marc an.
»Na, ich will wissen, ob du ihn immer noch liebst«, zischte er leise. Um sie herum war leises Stimmengewirr, so daß keiner der Gäste den ehelichen Zwist bemerkte. »Glaub nur nicht, ich hätte nicht bemerkt, wie du aufgelebt hast, seit er sich zur Beerdigung angesagt hat.«
»Aber, Marc, das ist doch lächerlich. Dominic und ich haben uns beinahe zwanzig Jahre nicht gesehen. Übrigens scheinst du zu vergessen, daß ich ihn für dich verlassen habe«, erwiderte Rebecca flüsternd, angestrengt darauf bedacht, die Fassung nicht zu verlieren. Denn es stimmte. Seit sie erfahren hatte, daß ihre Jugendliebe Dominic nach Hause kommen würde, war ihre Gefühlswelt in Aufruhr geraten. Aber sie hatte nicht die leiseste Ahnung gehabt, wie genau sie von ihrem Mann beobachtet wurde. In Zukunft würde sie noch vorsichtiger sein müssen.
»Darüber reden wir ein andermal. Heute ist sicher nicht der geeignete Zeitpunkt dazu.« Plötzlich schien Marcus in sich zusammenzusacken. Mit einem Mal war er nichts anderes als ein vorzeitig gealterter Mann, aufgefressen von seiner anstrengenden Arbeit als Unternehmer, von der Verantwortung für ein riesiges Imperium, das der Patriarch Friedrich von Liebing ihm mit seinem Tod endgültig vermacht hatte. Rebecca fühlte einen Hauch von Mitgefühl für ihren Ehemann und legte die Hand tröstend auf seinen Arm. Einen Augenblick suchte er in ihren Augen nach einem Funken Liebe, fand jedoch nichts als Mitleid. Verächtlich schob er ihre Hand beiseite. »Wir sollten uns jetzt an unsere Pflichten erinnern«, erklärte er entschieden und rief die Trauergemeinde auf, ihm nach draußen in den grauen, trostlosen und bitterkalten Morgen zu folgen, wo schon der Wagen mit dem Sarg seines Vaters bereitstand.
Nach einem prüfenden Blick auf die Patientin, die immer noch im Narkoseschlaf lag, nickte die Ärztin Angelina Hochmuth zufrieden.
»Geschafft. Operation geglückt, Patientin wohlauf«, lächelte sie ihrem Assistenten zu und streifte die Handschuhe von den Händen, während sie den Operationssaal verließ. »Verlegen Sie Frau Künzel in den Wachraum. Ich sehe nach ihr, sobald ich Zeit dazu habe.«
»In Ordnung.« Der junge Assistenzarzt nickte eifrig, sichtlich eingeschüchtert von der bestimmten Stimme seiner Kollegin und warf ihr einen still bewundernden Blick nach. In der Tat war Angelina Hochmuth ein beeindruckender Anblick, nachdem sie sich aus der grünen Operationskleidung geschält hatte. Die langen, schlanken Beine steckten in schmalen weißen Hosen, der Kittel wehte ebenso wie ihre langen blonden Haare hinter ihr her, wenn sie energisch den Gang entlangschritt. Ihre ganze Erscheinung strahlte aus, wer sie war: eine erfolgreiche, ehrgeizige Frau, die wußte, was sie sich vom Leben versprach. So wartete sie denn auch nicht auf Wunder, sondern nahm ihr Glück entschieden selbst in die Hand. Ganz anders als ihre Schwester Rebecca, die weit fort von München im hohen Norden lebte und es vorgezogen hatte, eine gute Partie, wie Angelina ihren Schwager Marcus von Liebing verächtlich nannte, zu heiraten und sich fortan mit der Erziehung von Kindern und dem Kontrollieren von Dienstboten beschäftigte. Wie nicht anders zu erwarten war, pflegten die ungleichen Schwestern keinen guten Kontakt, Angelina legte auch keinen gesteigerten Wert darauf. Sie hatte ihre eigenen Ziele vor Augen. Da konnte eine langweilige, unentschlossene Schwester nur hinderlich sein.
Mit weit ausgreifenden Schritten hastete sie nun den Gang entlang, auf dem Weg zur Kaffeeküche, um sich eine kleine Verschnaufpause von der anstrengenden Operation zu gönnen. Mit deutlichem Respekt wurde sie dort von den anwesenden Kollegen begrüßt. Nur einer, der Oberarzt Arnold Pecher, machte eine Ausnahme.
»Hallo, Engelchen, guten Start in den Tag gehabt?« erkundigte er sich breit grinsend. Trotz ihrer besonderen Beziehung war dieser Tonfall eine Spur zu salopp in Ginas Augen.
»Danke, Herr Pecher. Ich kann nicht klagen«, gab sie deshalb streng zurück, und die anwesenden Kollegen verzogen amüsiert das Gesicht, belustigt darüber, daß der als Charmeur bekannte Dr. Pecher eine so herbe Abfuhr erhielt. Niemand ahnte etwas von dem Verhältnis, das die beiden seit einigen Monaten im Verborgenen unterhielten. Arnold lächelte säuerlich, ließ sich seine Niederlage jedoch nicht anmerken.
»Das freut mich. Kann ich Sie bitte mal unter vier Augen sprechen? Es geht um den Fall Künzel, den Sie gerade operiert haben.«
Verwundert zog Angelina die sorgfältig gezupften Augenbrauen hoch, nickte dann aber bereitwillig. Kurze Zeit später stand sie Arnold Pecher in einem leerstehenden Behandlungszimmer gegenüber und musterte ihn mit funkelnden blauen Augen. Er lachte.
»Na, hat mein kleines Engelchen heute die Teufelshörnchen aufgesetzt?«
»Was soll das, Arnie?« zischte Gina verärgert. »Du weißt genau, daß ich solche Anspielungen vor dem Team nicht leiden kann.«
»Aber, Angelina, ich bitte dich. Das war doch nicht böse gemeint.«
»Trotzdem!«
»Schon gut, Frau Oberärztin. Wie lange wollen wir eigentlich noch Versteck spielen? Ich verstehe gar nicht, warum unsere Beziehung geheimbleiben soll.«
»Du mußt nicht alles verstehen, Arnie. Ich will es eben so und damit basta«, erklärte Gina kühl. Sie war verärgert, das bekam ihr Freund deutlich zu spüren. Gerade noch rechtzeitig erkannte sie, daß sie dabei war, den Bogen zu überspannen. Arnolds Miene sprach eine deutliche Sprache. »Der richtige Zeitpunkt wird schon noch kommen. Nur ein bißchen Geduld noch.« Versöhnlich lehnte sie sich an ihn und gab ihm einen zärtlichen Kuß, der ihn ein wenig versöhnte.
»Also gut. Aber lange lasse ich mich nicht mehr hinhalten. An dieser Klinik gibt es genügend hübsche Schwestern, die nur darauf warten, mit mir auszugehen«, stellte er überheblich grinsend fest. »A
