Ein Blick in die Vergangenheit: Dr. Norden Extra 15 – Arztroman
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Über dieses E-Book
Dr. Norden ist die erfolgreichste Arztromanserie Deutschlands, und das schon seit Jahrzehnten. Mehr als 1.000 Romane wurden bereits geschrieben.
Für Dr. Norden ist kein Mensch nur ein 'Fall', er sieht immer den ganzen Menschen in seinem Patienten. Er gibt nicht auf, wenn er auf schwierige Fälle stößt, bei denen kein sichtbarer Erfolg der Heilung zu erkennen ist. Immer an seiner Seite ist seine Frau Fee, selbst eine großartige Ärztin, die ihn mit feinem, häufig detektivischem Spürsinn unterstützt. Auf sie kann er sich immer verlassen, wenn es darum geht zu helfen.
Leslie Torrens war als Aupair-Mädchen nach München gekommen, achtzehn Jahre jung, nicht gerade unscheinbar, aber auch nicht hübsch zu nennen. Schön waren die topasfarbenen Augen, auffallend ihr kupferbraunes Haar, das in ungebändigter Lockenpracht ihr schmales Gesicht umgab. Es war Leslies größtes Ärgernis, daß sie immer wieder auf die Haarfarbe angesprochen wurde, weil niemand glauben wollte, daß es pure Natur war, wie auch die Locken. Leslie war ein fröhliches Mädchen, und die Familie Ruthard hatte sie bald so sehr ins Herz geschlossen, daß sie Leslie bewegen wollten, immer bei ihnen zu bleiben. Immer bedeutete in diesem Fall natürlich, daß man sie nicht daran hindern wollte, einmal eine eigene Familie zu gründen. Daran jedoch dachte Leslie vorerst nicht, aber sie hatte ihre Pläne. Sie wollte etwas von der Welt sehen. Sie sprach nicht von ihren Träumen. Sie war gern bei den Ruthards, und so recht glaubte sie auch nicht daran, daß ihre Träume eines Tages in Erfüllung gehen könnten. Für ein Jahr hatte sie sich verpflichtet, bei den Ruthards zu bleiben. Sie überlegte auch, ob sie nicht doch noch wenigstens ein Jahr dranhängen sollte, aber da machte ihr Dr. Norden einen Vorschlag. Dr. Norden war der Hausarzt der Familie Ruthard, und er war sehr angetan von ihrer Umsicht und Zuverlässigkeit, mit der sie nicht nur die beiden Kinder, sondern auch den gichtgeplagten Großvater betreute. Leslie war auch mehrmals in der Praxis von Dr. Norden gewesen, da Monika Ruthard ganz sichergehen wollte, daß ihr nichts fehlte. Ja, man war auch besorgt um ihre Gesundheit, weil Leslie die Zartheit der Rothaarigen besaß und auch sonst nicht gerade kräftig wirkte. Schwerere Arbeiten brauchte sie im Hause Ruthard auch nicht zu leisten, dafür waren andere Hilfskräfte da. Sie brauchte sich nur mit Thom und Sarah zu beschäftigen, dem Großvater vorzulesen oder Schach mit ihm zu spielen. Niemand sonst in der Familie beherrschte das Schachspiel.
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Ein Blick in die Vergangenheit - Patricia Vandenberg
Dr. Norden Extra
– 15 –
Ein Blick in die Vergangenheit
Was Leslie so alles erlebt …
Patricia Vandenberg
Leslie Torrens war als Aupair-Mädchen nach München gekommen, achtzehn Jahre jung, nicht gerade unscheinbar, aber auch nicht hübsch zu nennen. Schön waren die topasfarbenen Augen, auffallend ihr kupferbraunes Haar, das in ungebändigter Lockenpracht ihr schmales Gesicht umgab. Es war Leslies größtes Ärgernis, daß sie immer wieder auf die Haarfarbe angesprochen wurde, weil niemand glauben wollte, daß es pure Natur war, wie auch die Locken.
Leslie war ein fröhliches Mädchen, und die Familie Ruthard hatte sie bald so sehr ins Herz geschlossen, daß sie Leslie bewegen wollten, immer bei ihnen zu bleiben. Immer bedeutete in diesem Fall natürlich, daß man sie nicht daran hindern wollte, einmal eine eigene Familie zu gründen. Daran jedoch dachte Leslie vorerst nicht, aber sie hatte ihre Pläne.
Sie wollte etwas von der Welt sehen. Sie sprach nicht von ihren Träumen. Sie war gern bei den Ruthards, und so recht glaubte sie auch nicht daran, daß ihre Träume eines Tages in Erfüllung gehen könnten. Für ein Jahr hatte sie sich verpflichtet, bei den Ruthards zu bleiben. Sie überlegte auch, ob sie nicht doch noch wenigstens ein Jahr dranhängen sollte, aber da machte ihr Dr. Norden einen Vorschlag.
Dr. Norden war der Hausarzt der Familie Ruthard, und er war sehr angetan von ihrer Umsicht und Zuverlässigkeit, mit der sie nicht nur die beiden Kinder, sondern auch den gichtgeplagten Großvater betreute.
Leslie war auch mehrmals in der Praxis von Dr. Norden gewesen, da Monika Ruthard ganz sichergehen wollte, daß ihr nichts fehlte.
Ja, man war auch besorgt um ihre Gesundheit, weil Leslie die Zartheit der Rothaarigen besaß und auch sonst nicht gerade kräftig wirkte. Schwerere Arbeiten brauchte sie im Hause Ruthard auch nicht zu leisten, dafür waren andere Hilfskräfte da. Sie brauchte sich nur mit Thom und Sarah zu beschäftigen, dem Großvater vorzulesen oder Schach mit ihm zu spielen. Niemand sonst in der Familie beherrschte das Schachspiel. Eigentlich gab es nichts, was Leslie nicht zumindest lernte, wenn sie es nicht schon konnte. Sie war unglaublich wissensdurstig und dazu auch geduldig.
Es war ein stürmischer Tag im März, als sie in die Praxis von Dr. Norden kam, um ein Rezept für den Großvater abzuholen. Es war kalt. Der Winter schien noch einmal zurückzukommen. Leslie kämpfte auch mit einem Schnupfen, und ihre Stimme war ein bißchen heiser.
»Wir sollten lieber mal nachschauen, ob sich da nicht was anbahnt«, sagte Dr. Norden. »Sonst sind alle wohlauf?«
»Nicht so ganz, die Kinder husten. Vielleicht kommen Sie doch mal vorbei, wenn Sie Zeit haben. Herr und Frau Ruthard sind ein paar Tage verreist.«
Monika Ruthard begleitete ihren Mann öfter auf Geschäftsreisen. Man hatte großes Vertrauen zu Leslie, und das hatte sie auch noch nie enttäuscht. Insgeheim dachte Dr. Norden jedoch, daß das Mädchen ziemlich ausgenutzt wurde.
»Dein Jahr ist jetzt bald um, Leslie«, sagte er, nachdem er ihr in den Hals geschaut hatte.
»In zwei Wochen. Sie möchten alle, daß ich bleibe.«
»Willst du das auch?«
Sie zögerte. »Ich möchte noch viel lernen«, erwiderte sie ausweichend.
»Das verstehe ich. Du hast mal gesagt, daß du gern viel von der Welt sehen möchtest.«
»Das ist nur so ein Wunschtraum. Ich werde es mir nicht leisten können. Aber ich würde sehr gern Stewardeß werden.«
»Du möchtest nicht wieder nach Hause?«
»Ich habe kein Zuhause. Ich bin Waise und bei Pflegeeltern aufgewachsen. Ich kann froh sein, daß ich Stipendien nutzen und lernen konnte. Aber sie sind doch froh, daß ich jetzt erwachsen bin.«
»Ich wußte nicht, daß du Waise bist, Leslie.«
»Ich rede nicht darüber, denn ich will nicht bedauert werden. Ich hatte keinen Vater, und meine Mutter ist bei meiner Geburt gestorben. Ich bin nicht das einzige Waisenkind auf der Welt, und anderen geht es oft schlechter.«
Das mochte er ganz besonders an ihr, daß sie sich nie beklagte. Nun kam er mit einem Vorschlag, der sie in atemlose Spannung versetzte.
»Könntest du dir vorstellen, eine alte Dame auf einer Schiffsreise zu begleiten, Leslie? Du würdest ein paar Wochen unterwegs sein. Ziel ist nach Unterbrechungen Kanada. Die Dame möchte Verwandte besuchen, die in verschiedenen Ländern leben. Sie will nicht fliegen. Und wenn ihr gut miteinander auskommt, könntest du auch weiterhin bei ihr bleiben. Sie lebt schon lange allein. Mehr möchte ich dir jetzt noch nicht erzählen. Ich müßte auch noch mit ihr sprechen, ob du ihr nicht zu jung wärest. Aber ich glaube nicht, daß dies ein Hinderungsgrund wäre. Sie ist eine sehr weltoffene, liebenswerte Dame.«
Leslie sah ihn mit großen Augen an. »Es wäre zu schön«, sagte sie leise. »Ein Traum würde in Erfüllung gehen. Ja, ich habe so etwas tatsächlich mal geträumt, erst in den Weihnachtstagen. Aber wann gehen Träume denn schon in Erfüllung?«
Nun, dieser vielleicht doch, dachte Dr. Norden. Er schrieb das Rezept. »Ich komme heute abend vorbei und schaue nach den Kindern. Bis dahin kann ich dir vielleicht schon Bescheid geben«, sagte er.
»Sie sind so nett«, sagte Leslie, »Sie werde ich bestimmt nie vergessen, Herr Doktor.«
In ihren Augen war ein sehnsüchtiger Glanz. Sie dachte wieder an ihren Traum. Es war ein wunderschöner Traum gewesen, der ihr wie kein anderer in der Erinnerung haften geblieben war.
*
Daniel Norden hatte mit der Familie zu Mittag gegessen. Er konnte sich jetzt etwas mehr Zeit gönnen, da der junge Dr. Valcourt, der für einige Zeit in seiner Praxis praktische Erfahrungen sammelte, sich schnell eingewöhnt hatte und Wendy auch gut mit ihm auskam. Die Zusammenarbeit sollte aber nur von begrenzter Dauer sein. Das bedauerte Daniel jetzt fast. Es war schön, wenn er mehr Zeit mit seiner Frau und den Kindern verbringen konnte.
»Heute war Leslie in der Praxis«, erzählte Daniel. »Ich werde heute nachmittag mit Frau Schlüter sprechen. Ich denke, daß es in Ordnung geht, und dann wird Leslies Wunschtraum Wirklichkeit. Sie wird etwas von der Welt sehen.«
»Und die Ruthards werden ihr und auch dir böse sein, mein Schatz.«
»Ich werde es verkraften. Außerdem habe ich so was läuten hören, daß Ruthard in Spanien eine Niederlassung übernehmen soll. Außerdem ist Leslies Zeit bei ihnen abgelaufen.«
»Sie hat sich doch aber wohl gefühlt in der Familie.«
»Sie ist Waise und ein sehr dankbares Mädchen, Fee. Aber sie hat auch etwas Besseres verdient. Sie ist viel zu intelligent, um nur Kindermädchen zu sein.«
»Bei Frau Schlüter wäre sie so eine Art Gesellschafterin«, räumte Fee ein.
»Frau Schlüter ist eine sehr gebildete Frau. Sie kann Leslie andere Möglichkeiten verschaffen. Ich werde sie diskret darauf hinweisen, daß Leslie sehr bildungshungrig ist.«
»Nur gut, daß du immer jemanden findest, um den du dich kümmern kannst«, meinte Fee lächelnd.
Für ihre Hilfsbereitschaft waren aber beide Nordens
