Entdecken Sie mehr als 1,5 Mio. Hörbücher und E-Books – Tage kostenlos

Ab $11.99/Monat nach dem Testzeitraum. Jederzeit kündbar.

Das Mädchen aus Finnland: Dr. Norden Bestseller 354 – Arztroman
Das Mädchen aus Finnland: Dr. Norden Bestseller 354 – Arztroman
Das Mädchen aus Finnland: Dr. Norden Bestseller 354 – Arztroman
eBook114 Seiten1 StundeDr. Norden Bestseller

Das Mädchen aus Finnland: Dr. Norden Bestseller 354 – Arztroman

Bewertung: 0 von 5 Sternen

()

Vorschau lesen

Über dieses E-Book

Für Dr. Norden ist kein Mensch nur ein 'Fall', er sieht immer den ganzen Menschen in seinem Patienten. Er gibt nicht auf, wenn er auf schwierige Fälle stößt, bei denen kein sichtbarer Erfolg der Heilung zu erkennen ist. Immer an seiner Seite ist seine Frau Fee, selbst eine großartige Ärztin, die ihn mit feinem, häufig detektivischem Spürsinn unterstützt.
Dr. Norden ist die erfolgreichste Arztromanserie Deutschlands, und das schon seit Jahrzehnten. Mehr als 1.000 Romane wurden bereits geschrieben. Die Serie von Patricia Vandenberg befindet sich inzwischen in der zweiten Autoren- und auch Arztgeneration.

Es war ein schöner Frühlingsabend. Ostern stand vor der Tür, und Dr. Daniel Norden war mal früher als sonst aus der Praxis nach Hause gekommen. »Wollen wir vor dem Abendessen nicht noch eine Runde drehen, Feelein?« fragte er. Der Gesundheit zuliebe hatten sie sich Fahrräder angeschafft, weil es ihren drei »Großen« Freude machte, wenn sie mit den Eltern fahren konnten. »Ich müßte noch die Kostenvoranschläge durchsehen, Daniel«, erwiderte Fee seufzend. »Ach was, laß das doch liegen, besprich es mit Jost, der weiß doch in allem Bescheid, und seine Frau versteht auch mehr davon als du.« Er hatte zwar zugestimmt, das alte Haus wegen seines schönen Grundstücks von den Rüdings zu kaufen, aber mit dem Drumherum wollte er nichts zu tun haben, das hatte er Fee gleich gesagt. Es wäre auch zuviel verlangt gewesen. Sie hatten den Architekten Carlo Jost beauftragt, ein familiengerechtes Haus zu entwerfen, und da er selbst zwei Kinder hatte und auch noch mehr dazu haben wollte, war er der richtige Mann. Mit seiner Frau Eva hatte sich Fee schon angefreundet, aber sie wollte sie doch nicht mit allen Kostenvoranschlägen belasten, die für die Sonderwünsche eingeholt worden waren. Aber zu teuer sollte das neue Haus natürlich auch nicht werden, denn der Abriß des alten war schon teurer gekommen, als Fee vermutet hatte. »Meinst du, ich kann Eva damit kommen?« fragte Fee, die an diesem schönen Abend lieber auch noch eine kleine Radtour machen wollte. »Na klar, sie kriegen die Karten für Davids Konzert und werden einen Freudensprung machen, und eine Hand wäscht die andere, sagt man doch.« David Delorme gab nächste Woche mal wieder ein Konzert in München. Der berühmte Pianist und Dirigent war mit den Nordens verwandt, denn er war mit Fees Stiefschwester Katja verheiratet.
SpracheDeutsch
HerausgeberBlattwerk Handel GmbH
Erscheinungsdatum27. Okt. 2020
ISBN9783740965853
Das Mädchen aus Finnland: Dr. Norden Bestseller 354 – Arztroman

Andere Titel in Das Mädchen aus Finnland Reihe ( 30 )

Mehr anzeigen

Mehr von Patricia Vandenberg lesen

Ähnliche Autoren

Ähnlich wie Das Mädchen aus Finnland

Titel in dieser Serie (100)

Mehr anzeigen

Ähnliche E-Books

Allgemeine Belletristik für Sie

Mehr anzeigen

Verwandte Kategorien

Rezensionen für Das Mädchen aus Finnland

Bewertung: 0 von 5 Sternen
0 Bewertungen

0 Bewertungen0 Rezensionen

Wie hat es Ihnen gefallen?

Zum Bewerten, tippen

Die Rezension muss mindestens 10 Wörter umfassen

    Buchvorschau

    Das Mädchen aus Finnland - Patricia Vandenberg

    Dr. Norden Bestseller

    – 354 –

    Das Mädchen aus Finnland

    Patricia Vandenberg

    Es war ein schöner Frühlingsabend. Ostern stand vor der Tür, und Dr. Daniel Norden war mal früher als sonst aus der Praxis nach Hause gekommen.

    »Wollen wir vor dem Abendessen nicht noch eine Runde drehen, Feelein?« fragte er. Der Gesundheit zuliebe hatten sie sich Fahrräder angeschafft, weil es ihren drei »Großen« Freude machte, wenn sie mit den Eltern fahren konnten.

    »Ich müßte noch die Kostenvoranschläge durchsehen, Daniel«, erwiderte Fee seufzend.

    »Ach was, laß das doch liegen, besprich es mit Jost, der weiß doch in allem Bescheid, und seine Frau versteht auch mehr davon als du.«

    Er hatte zwar zugestimmt, das alte Haus wegen seines schönen Grundstücks von den Rüdings zu kaufen, aber mit dem Drumherum wollte er nichts zu tun haben, das hatte er Fee gleich gesagt. Es wäre auch zuviel verlangt gewesen.

    Sie hatten den Architekten Carlo Jost beauftragt, ein familiengerechtes Haus zu entwerfen, und da er selbst zwei Kinder hatte und auch noch mehr dazu haben wollte, war er der richtige Mann. Mit seiner Frau Eva hatte sich Fee schon angefreundet, aber sie wollte sie doch nicht mit allen Kostenvoranschlägen belasten, die für die Sonderwünsche eingeholt worden waren. Aber zu teuer sollte das neue Haus natürlich auch nicht werden, denn der Abriß des alten war schon teurer gekommen, als Fee vermutet hatte.

    »Meinst du, ich kann Eva damit kommen?« fragte Fee, die an diesem schönen Abend lieber auch noch eine kleine Radtour machen wollte.

    »Na klar, sie kriegen die Karten für Davids Konzert und werden einen Freudensprung machen, und eine Hand wäscht die andere, sagt man doch.«

    David Delorme gab nächste Woche mal wieder ein Konzert in München. Der berühmte Pianist und Dirigent war mit den Nordens verwandt, denn er war mit Fees Stiefschwester Katja verheiratet. Sie fühlten sich zwar eher als Schwestern, aber sie hatten beide verschiedene Eltern und Fees Vater Dr. Cornelius war in zweiter Ehe mit Katjas Mutter Anne verheiratet.

    Sie hingen alle sehr aneinander und waren zu einer harmonischen Familie zusammengewachsen. Es war jedes Mal ein Fest, wenn sie sich alle trafen, aber diesmal wollte Katja mit den Kindern Marc und Bébé auf der Insel der Hoffnung bleiben, weil sie drei die französische Grippe noch nicht ganz überstanden hatten. David wohnte immer lieber in seiner Stammpension als bei den Nordens, weil er seine Ruhe brauchte und es im Hause Norden mit den fünf Kindern doch recht turbulent zuging. Aber sie würden sich natürlich treffen.

    Das Ehepaar Jost war musikbegeistert. Sie wußten, daß David Delorme mit den Nordens verwandt war und hatten ganz dezent angefragt, ob sie vielleicht über sie noch Karten bekommen könnten, da das Konzert schon wieder so schnell ausverkauft war. Und Fee hatte gleich vier Karten reservieren lassen.

    Die Kostenvoranschläge blieben also liegen, und die drei Kinder Danny, Felix und Anneka waren begeistert, daß sie mit den Eltern noch ein halbes Stündchen radeln würden.

    Lenni brachte indessen die Zwillinge ins Bett, da gab es keine Schwierigkeiten. Lenni gehörte auch zur Familie.

    Bei den Josts war es seit einiger Zeit die junge Finnin Donata, die die beiden Kinder Tim und Sarah betreute. Sie waren vier und zwei Jahre. Eva Jost hatte sich nur schwer entschließen können, ein Kindermädchen ins Haus zu nehmen, aber mit Donata hatte sie einen guten Griff getan, wenn Donata auch sehr eigenartige Fähigkeiten hatte, wie sich mit der Zeit herausstellte. Sie hatte das zweite Gesicht, obgleich Donata selbst dies so nicht sehen wollte.

    Donata war als Sportstudentin mit einer Gruppe Leichtathleten nach München gekommen, und der Bus war in einen Verkehrsunfall verwickelt worden. Dabei wurde Donata als Einzige ziemlich schwer verletzt, kam in die Behnisch-Klinik und mußte dort drei Wochen ärztlich betreut werden. Ihre Gruppe war schon wieder abgereist, und sie wollte gern bleiben. Da hatten ihr die Behnischs die Stellung bei der Jost-Familie vermittelt, die in ihrer Nachbarschaft wohnte, und es war zu aller Zufriedenheit ausgegangen. Donata war zwar keine ausgebildete Kinderschwester, aber sie hatte ein ganz besonderes Gespür für Kinder. Und sie hatte tatsächlich den siebten Sinn, wie man bald feststellen konnte.

    Einmal hatte sie zu Carlo Jost gesagt, er solle an diesem Tag lieber nicht zur Bank gehen, und da war die Bank tatsächlich überfallen worden. Ein anderes Mal warnte sie die Zugehfrau, an einem Wintertag mit dem Rad zu fahren. Die hörte nicht und stürzte schwer.

    Auf Evas Frage, wie sie zu solchen Prognosen käme, erwiderte sie mit einem Lächeln, daß ihr so was manchmal einfach in den Sinn käme.

    Man konnte ihr die Kinder unbesorgt anvertrauen, denn sie schien tatsächlich immer vorauszuahnen, wenn irgendeine Gefahr vorhanden war. Sie entpuppte sich als regelrechter Schutzengel.

    Die Kinder liebten sie. Sie war fröhlich, ausgeglichen und überaus wachsam.

    Sie hatte sich einen Platz im Hause Jost und in deren Herzen erobert, und niemand wollte daran denken, daß sie eines Tages wieder gehen würde.

    Die Nordens radelten zur Gartenstraße, wo die Josts wohnten, um ihnen die Konzertkarten zu bringen, und da wollte man sie nicht gleich wieder weglassen. Aber sie wollten sich nicht aufhalten, denn ihren Zwillingen mußten sie auch noch gute Nacht sagen.

    Eva und Carlo freuten sich mächtig auf das Konzert, und Carlo fragte gleich, ob sie anschließend noch einen Umtrunk machen könnten.

    »Wird sich machen lassen, denn David hat das nach dem Konzert auch gern«, meinte Fee. »Wir verabreden uns dann noch. Aber darf ich Sie mal wegen der Kostenvoranschläge belästigen?«

    »Ist doch keine Belästigung«, erwiderte Carlo, »es gehört ja mit zu meinen Aufgaben, aber ich wollte doch gern, daß Sie Vergleiche haben.«

    »Mir wäre es aber lieber, wenn wir uns darüber unterhalten könnten«, sagte Fee. »Mein Mann will davon ja nichts wissen. Ein bißchen unsicher bin ich schon, und wir müssen uns ja auch ein Limit setzen.«

    »Wir kriegen das schon hin. Ich hoffe, daß mit dem Bau bald begonnen werden kann.«

    »Bei uns eilt es ja nicht«, sagte Daniel, der manchmal Alpträume bekam, wenn er an den Umzug und die Neueinrichtung der Praxis in dem jetzigen Wohnhaus dachte, aber im Grunde war ihm die Lösung doch recht willkommen, weil es ihm in seinen jetzigen Praxisräumen zu laut geworden war, da ständig irgendwo gebaut und gehämmert wurde.

    Donata kam vom Obergeschoß, als sich die Nordens verabschiedeten. Sie war blaß.

    »Ist etwas, Do?« fragte Eva.

    »Ich glaube, drüben ist etwas passiert«, sagte Donata mit klangloser Stimme. »Der Mann ist nicht gut.«

    »Du sollst dir nicht so viele Gedanken machen, Do«, sagte Eva sanft.

    »Ich mache mir keine Gedanken, sie kommen von selbst«, erwiderte Donata.

    Sie war ein apartes Mädchen mit einem reinen Gesicht, Augen, die klar wie Bergseen waren, und man meinte auf den Grund ihrer Seele blicken zu können, die doch so rätselhaft war.

    Eva und Carlo nahmen alles ernst, was sie sagte, und auch Daniel konnte nicht darüber lächeln. Fee war ohnehin empfänglich für so außergewöhnliche Eigenschaften.

    Sie wußten auch, wer im Nebenhaus wohnte, denn Daniel hatte Joachim Wandrey bis zu seinem Tode fast täglich besucht und ärztlich betreut, und seine Tochter Sabrina kam

    Gefällt Ihnen die Vorschau?
    Seite 1 von 1