Das Mädchen, das ich liebe: Dr. Norden Extra 2 – Arztroman
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Über dieses E-Book
Dr. Norden ist die erfolgreichste Arztromanserie Deutschlands, und das schon seit Jahrzehnten. Mehr als 1.000 Romane wurden bereits geschrieben.
Für Dr. Norden ist kein Mensch nur ein 'Fall', er sieht immer den ganzen Menschen in seinem Patienten. Er gibt nicht auf, wenn er auf schwierige Fälle stößt, bei denen kein sichtbarer Erfolg der Heilung zu erkennen ist. Immer an seiner Seite ist seine Frau Fee, selbst eine großartige Ärztin, die ihn mit feinem, häufig detektivischem Spürsinn unterstützt. Auf sie kann er sich immer verlassen, wenn es darum geht zu helfen.
»Wie kommt es, daß es Doppelgänger gibt, Mami?« fragte Anneka. Die Familie saß beim Mittagstisch. Es war Mittwoch, und Dr. Daniel Norden hatte seinen freien Nachmittag, da konnten sie sich Zeit nehmen, was nicht oft vorkam. »Das sind so seltene Dinge, die sich die Natur einfallen läßt«, erklärte Dr. Norden. »Ganz gleich sind zwei Menschen nie, irgendwelche Unterschiede gibt es immer, so hat zum Beispiel jeder Mensch andere Fingerabdrücke.« »Wie kommst du denn auf Doppelgänger?« fragte Fee interessiert. »Wir haben zwei Jungen in der Parallelklasse«, sagte Anneka, »den Mark und den Christian, die sehen aus wie Zwillinge.« »Das weiß ich ja gar nicht«, sagte Fee überrascht. Sie war Schulärztin an Annekas Schule und kannte durch die regelmäßigen Untersuchungen eigentlich alle Kinder. So etwas wäre ihr bestimmt aufgefallen. »Der Mark ist erst seit ein paar Tagen bei uns, der hat vorher in Köln gewohnt.« »Das ist aber ein enormer Zufall«, meinte Daniel.
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Das Mädchen, das ich liebe - Patricia Vandenberg
Dr. Norden Extra
– 2 –
Das Mädchen, das ich liebe
Wird aus Cordula und Hanno ein Paar?
Patricia Vandenberg
»Wie kommt es, daß es Doppelgänger gibt, Mami?« fragte Anneka.
Die Familie saß beim Mittagstisch. Es war Mittwoch, und Dr. Daniel Norden hatte seinen freien Nachmittag, da konnten sie sich Zeit nehmen, was nicht oft vorkam.
»Das sind so seltene Dinge, die sich die Natur einfallen läßt«, erklärte Dr. Norden. »Ganz gleich sind zwei Menschen nie, irgendwelche Unterschiede gibt es immer, so hat zum Beispiel jeder Mensch andere Fingerabdrücke.«
»Wie kommst du denn auf Doppelgänger?« fragte Fee interessiert.
»Wir haben zwei Jungen in der Parallelklasse«, sagte Anneka, »den Mark und den Christian, die sehen aus wie Zwillinge.«
»Das weiß ich ja gar nicht«, sagte Fee überrascht. Sie war Schulärztin an Annekas Schule und kannte durch die regelmäßigen Untersuchungen eigentlich alle Kinder. So etwas wäre ihr bestimmt aufgefallen.
»Der Mark ist erst seit ein paar Tagen bei uns, der hat vorher in Köln gewohnt.«
»Das ist aber ein enormer Zufall«, meinte Daniel. »Die meisten Menschen erfahren es nie, wenn sie tatsächlich einen Doppelgänger haben. Sind sie vielleicht miteinander verwandt und wußten es nicht?«
»Christian sagt, ihre Mütter hätten schon oft miteinander darüber gesprochen, sie sind bestimmt nicht verwandt.«
»Ist doch so was Besonderes auch nicht«, meinte Danny. »Viele Filmschauspieler haben ein Double, die müssen sich auch sehr ähnlich sehen.«
»Vielleicht hab ich ja auch einen und lern’ ihn mal kennen. Dann wechseln wir uns mit der Schule ab, einen Tag geht er hin und den anderen ich.« Felix war im Augenblick nicht gut auf die Schule zu sprechen, weil er mit Fräulein Schreiber, seiner Mathelehrerin, nicht zurechtkam. Mathe war nicht sein Lieblingsfach, wobei Fee meinte, daß Fräulein Schreiber zu ungeduldig mit ihm war, sie würde sich darum kümmern müssen.
Jan und Desiree, die kleinen Nachkömmlinge der Nordens, wurden quängelig, sie wollten von ihren Stühlchen.
Fee und Lenni hoben sie herunter, und Lenni ging mit ihnen ins Bad, um sie für den Mittagsschlaf zurechtzumachen.
Fee und Daniel hatten noch ein wenig Ruhe und Zeit für einen Kaffee, nachdem die Jungen und Anneka in ihre Zimmer gegangen waren.
Sie waren ein harmonisches Ehepaar, das das Zusammensein genoß.
Lange dauerte dies jedoch nicht. Das Telefon klingelte. Es war Dieter Behnisch.
Daniel hörte eine Weile schweigend zu. »Ja, gut, ich komme.«
»Wieder kein freier Nachmittag?« fragte Fee mitfühlend.
»Frau Lengfeld geht es nicht gut. Dieter fürchtet, sie könnte die Nacht nicht überleben. Sie möchte mich sprechen.«
Fee seufzte. Natürlich würde Daniel zu Frau Lengfeld fahren. Er hatte die einsame alte Dame in den letzten Monaten betreut, bevor sie mit einem Schlaganfall in die Behnisch-Klinik gekommen war. Er war praktisch der einzige Mensch, zu dem sie noch Kontakt und vor allem Vertrauen gehabt hatte.
Zusammen mit Dr. Dieter Behnisch saß er an Margareta Lengfelds Bett. Sie atmete mühsam.
»Seien Sie ganz ruhig, Frau Lengfeld, es wird schon wieder werden.«
Frau Lengfeld lächelte nun.
»Danke, Herr Doktor, wenn ich... wenn ich…«
Dr. Norden nahm ihre Hand.
»Es liegt alles in meinem Schreibtisch, Testament, Dokumente, würden Sie sich darum kümmern? Ich wüßte niemanden, den ich sonst darum bitten könnte.«
»Natürlich, Frau Lengfeld, aber nun gibt Dr. Behnisch Ihnen eine Spritze, Sie werden gut schlafen können und dann wird es Ihnen wieder bessergehen.«
Tatsächlich entspannte sich ihr Gesicht, und sie schlief ein. Dr. Behnisch überprüfte die Infusion, dann gingen sie leise hinaus.
»Danke, daß du gekommen bist.«
»Ist doch kein Thema.«
»Vielleicht erholt sie sich doch noch, sie sah jetzt viel besser aus, als vor einer Stunde. Heute ist ein trauriger Tag. Henriette von Ahlen ist gestorben.«
»In dieser Familie gibt es viel Unglück«, meinte Daniel, der die von Ahlens kannte. Vor zwei Jahren Leon und jetzt die Mutter.«
Dr. Behnisch nickte. »Eine seltsame Familie.«
Daniel verabschiedete sich, und Dr. Behnisch ging in sein Zimmer, in dem Johann von Ahlen auf ihn wartete.
Mit unbewegtem Gesicht stand Johann von Ahlen vor Dr. Behnisch, straff und ungebeugt. Soeben hatte ihm der Arzt erklären müssen, daß seine Frau an Herzversagen gestorben war. Johann von Ahlen legte großen Wert auf die Feststellung, daß es in seiner Familie noch nie eine unstandesgemäße Heirat gegeben hatte. Er wollte sich jetzt schon gar nicht daran erinnern, daß erst sein jüngerer Sohn Leon mit der Tradition gebrochen hatte. Leichtfertig, unüberlegt und skrupellos… so wenigstens war die Meinung des Freiherrn von Ahlen.
Kann diesen Mann denn gar nichts erschüttern? dachte Dieter Behnisch. Kann er sich so beherrschen? Oder hat er kein Herz, keine Seele? Die hellen grauen Augen blickten ihn kühl an, und vielleicht konnte ihm Johann von Ahlen vom Gesicht ablesen, was er dachte. Er sagte tatsächlich etwas, aber über diese Worte erschrak Dr. Behnisch noch mehr.
»Nun hat Leon auch sie auf dem Gewissen. Sie hat ihn so geliebt.«
Seine Stimme klang tonlos. Dr. Behnisch mußte erst den aufsteigenden Groll hinunterschlucken, bevor er etwas erwidern konnte.
»Ihr Sohn lebt auch nicht mehr«, sagte er.
»Der Tod löscht nicht alles aus. Er hat uns genug angetan. Was soll darüber noch gesprochen werden? Ich will Ihnen auch nicht Ihre kostbare Zeit rauben. Ich bedanke mich für das, was Sie für meine Frau getan haben.«
»Wenn Sie sie noch einmal sehen wollen…« Dr. Behnisch hielt inne, denn der andere schüttelte schon den Kopf.
»Hanno war ja sicher bei ihr«, sagte er.
»Er ist noch bei seiner Mutter«, stellte Dr. Behnisch mit deutlich vorwurfsvollem Unterton fest.
»Das genügt. Er wird mir auch die Formalitäten abnehmen. Ich darf mich verabschieden!«
Dieter Behnisch hatte nichts dagegen. Ihm lief fast die Galle über, so herzlos fand er diesen Mann.
Als Ahlen gegangen war, dachte er, daß seine Frau wohl nicht mehr hatte leben wollen. Sie hatte sich nicht gewehrt gegen das Sterben. Sie hatte den Tod als einen Freund
erwartet, und das hatte sie auch gesagt.
Hanno von Ahlen saß noch am Sterbebett seiner Mutter. Jetzt war ihr feines Gesicht still und friedlich. Er betrachtete es mit Wehmut.
Du hast zuviel Liebe an Leon verschwendet, Mama, dachte er. Er hat es dir nicht gedankt. Aber vielleicht hätte es dir geholfen, wenn du sein Kind hättest um dich haben können. Warum hast du dich nur nicht aufgelehnt gegen Vater? Warum hast du nie gewagt, ihm zu widersprechen?
Er streichelte noch einmal ihre gefalteten Hände, dann erhob er sich. Auch sein Gesicht war nun verschlossen, aber ihm sah man den Schmerz an, der ihn bewegte.
Dr. Behnisch hatte Zeit für ihn, als er um ein kurzes Gespräch bat.
»Hat mein Vater sich gemeldet, Dr. Behnisch?« fragte er.
»Er war hier und ist wieder gegangen, nachdem ich ihm mitgeteilt habe, daß Ihre Mutter gestorben ist.«
»Das sieht ihm ähnlich! Manchmal denke ich, daß er unter aller Härte einfach feige ist. Bitte, nehmen Sie es mir nicht übel, daß ich so von meinem Vater spreche, aber das Maß ist eigentlich voll. Ich werde meinen Weg jetzt allein gehen.«
»Ich muß gestehen, daß auch ich durch seine Reaktionen sehr befremdet bin. Gut, es ist viel auf Sie eingestürmt… erst der Tod Ihres Bruders vor einem knappen Jahr und dann die Krankheit Ihrer Mutter…«
»Denken Sie nicht nach, Dr. Behnisch, in Vater sitzt doch nur der Groll, daß Leon mit der Tradition gebrochen hat. Er hat sich geweigert, Leons Frau auch nur kennenzulernen. Er weigert sich, die Existenz des Kindes zur Kenntnis zu nehmen, läßt kein gutes Haar an Leon, auch nach seinem tragischen Tod nicht. Gut, ich war auch mit manchem nicht einverstanden, was mein Bruder tat, auch nicht mit seiner Lebensweise, aber Cordula war doch kein Fehltritt! Sie war ein Mädchen aus gutem Hause, und Leon lebte recht gut von ihrer Mitgift. Ich sollte jetzt nicht darüber sprechen, entschuldigen Sie, aber ich möchte Ihnen von Herzen danken, daß Sie Mama das Sterben erleichtert haben. Ich denke, daß Sie auch das Recht haben, ein wenig hinter die Kulissen zu schauen.«
Dr. Behnisch verriet nicht, wieviel er von dieser Familie wußte. Er sagte auch nicht, daß er von Leon von Ahlen kaum eine bessere Meinung gehabt hatte als von seinem Vater. Aber Hanno war ein sympathischer, feinsinniger und kluger Mann. Dr. Behnisch konnte nur hoffen, daß
er jetzt keine Familienrücksichten mehr nehmen und seinen Weg tatsächlich allein gehen würde.
»Ich werde jetzt die Formalitäten erledigen«, erklärte Hanno
