Die Frau, die sie früher war: Chefarzt Dr. Norden 1175 – Arztroman
Von Jenny Pergelt
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Über dieses E-Book
So kommt eine neue große Herausforderung auf den sympathischen, begnadeten Mediziner zu. Das Gute an dieser neuen Entwicklung: Dr. Nordens eigene, bestens etablierte Praxis kann ab sofort Sohn Dr. Danny Norden in Eigenregie weiterführen. Die Familie Norden startet in eine neue Epoche!
Dr. Daniel Norden, der Chefarzt der Behnisch-Klinik, nahm die OP-Haube ab und warf sie in den Wäscheständer. Seine junge Patientin hatte die Operation gut überstanden und wurde nun auf die Intensivstation gebracht. Yvonne Banthien war für Daniel keine Fremde. Als einstiger Hausarzt der Familie kannte er sie seit ihren frühesten Kindertagen. Inzwischen war sie längst erwachsen, hatte geheiratet und eine kleine Tochter geboren. Noch wusste niemand aus ihrer Familie, dass sie zu den Verletzten eines schweren Zugunglücks gehörte. In den frühen Abendstunden war ein Regionalzug mit einem Güterzug zusammengestoßen. Es hatte unter den Passagieren viele Verletzte und leider auch einige Todesfälle gegeben. Wie die anderen Krankenhäuser im Umland hatte auch die Behnisch-Klinik Unfallopfer aufgenommen, um die sich nun die Mitarbeiter kümmerten. Daniel ging hinunter in die Notaufnahme. Inzwischen war hier schon wieder Ruhe eingekehrt. Alle Verunglückten waren versorgt und befanden sich nun in den unterschiedlichen Abteilungen der Behnisch-Klinik. Daniel wechselte noch ein paar Worte mit Dr. Berger, dem Leiter der Aufnahme, und machte sich dann auf den Weg, um im Haus nach dem Rechten zu sehen. Nötig war das eigentlich nicht. Auf den Stationen herrschte Ordnung, jeder wusste, was er zu tun hatte. Doch nach diesem ereignisreichen Tag war es Daniel wichtig, mit seinen Mitarbeitern zu sprechen und sich persönlich davon zu überzeugen, ob es ihnen und den Patienten gutging. Sein letzter Gang führte ihn im Anschluss auf die ITS. Dr.
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Buchvorschau
Die Frau, die sie früher war - Jenny Pergelt
Chefarzt Dr. Norden
– 1175 –
Die Frau, die sie früher war
Da war sie nicht Yvonne …
Jenny Pergelt
Dr. Daniel Norden, der Chefarzt der Behnisch-Klinik, nahm die OP-Haube ab und warf sie in den Wäscheständer. Seine junge Patientin hatte die Operation gut überstanden und wurde nun auf die Intensivstation gebracht.
Yvonne Banthien war für Daniel keine Fremde. Als einstiger Hausarzt der Familie kannte er sie seit ihren frühesten Kindertagen. Inzwischen war sie längst erwachsen, hatte geheiratet und eine kleine Tochter geboren. Noch wusste niemand aus ihrer Familie, dass sie zu den Verletzten eines schweren Zugunglücks gehörte.
In den frühen Abendstunden war ein Regionalzug mit einem Güterzug zusammengestoßen. Es hatte unter den Passagieren viele Verletzte und leider auch einige Todesfälle gegeben. Wie die anderen Krankenhäuser im Umland hatte auch die Behnisch-Klinik Unfallopfer aufgenommen, um die sich nun die Mitarbeiter kümmerten.
Daniel ging hinunter in die Notaufnahme. Inzwischen war hier schon wieder Ruhe eingekehrt. Alle Verunglückten waren versorgt und befanden sich nun in den unterschiedlichen Abteilungen der Behnisch-Klinik. Daniel wechselte noch ein paar Worte mit Dr. Berger, dem Leiter der Aufnahme, und machte sich dann auf den Weg, um im Haus nach dem Rechten zu sehen. Nötig war das eigentlich nicht. Auf den Stationen herrschte Ordnung, jeder wusste, was er zu tun hatte. Doch nach diesem ereignisreichen Tag war es Daniel wichtig, mit seinen Mitarbeitern zu sprechen und sich persönlich davon zu überzeugen, ob es ihnen und den Patienten gutging.
Sein letzter Gang führte ihn im Anschluss auf die ITS.
Dr. Schulz, der die Anästhesie und Intensivmedizin leitete, sah von seinem Computermonitor auf, als der Chefarzt der Behnisch-Klinik ins Dienstzimmer kam.
»Haben Sie Zeit für einen Rundgang?«, fragte ihn Daniel.
»Ja, das passt gut. Ich wollte ohnehin nach meinen Patienten sehen.«
Die ITS der Behnisch-Klinik war mit sechs Betten eher klein. Trotzdem dauerte der Rundgang fast zwei Stunden und endete schließlich am Bett von Yvonne Banthien.
»Sie schläft immer noch?«, fragte Daniel.
»Ja, sie macht keine Anstalten, aus der Narkose aufzuwachen. Dr. Lenz war schon zum neurologischen Konsil hier. Er vermutet ein mittelschweres Schädelhirntrauma. Blutungen im Gehirn konnten er aber sicher ausschließen.«
»Gut. Dann wird uns im Moment nichts anderes übrigbleiben als abzuwarten.«
Mehr konnte Daniel hier nicht tun. Deshalb beschloss er, der Kinderstation einen Besuch abzustatten, um nach Fee zu sehen. Dr. Felicitas Norden war nicht nur die Frau des Chefarztes, sondern auch die Leiterin der Pädiatrie. Genau wie Daniel liebte sie ihre Arbeit und vergaß darüber oft die Zeit und den dringend benötigten Feierabend.
Fee begrüßte Daniel mit einem so lieben Lächeln, dass er die vielen Dramen, die das Zugunglück verursacht hatte, für kurze Zeit vergessen konnte.
»Irgendwie hatte ich es im Gefühl, dass du dich hier blicken lassen würdest.« Schmunzelnd deutete sie auf die beiden Kaffeegedecke und die Thermoskanne, die auf ihrem Schreibtisch standen.
Daniel gab Fee einen zärtlichen Kuss. »Danke, mein Schatz. Die Aussicht auf einen heißen Kaffee in deiner Gesellschaft macht mich sehr glücklich. Allerdings hätte ich mich auch gefreut, wenn du nach Hause gefahren wärst, um dich etwas auszuruhen. Die letzten Stunden waren hart.«
»Ja, das waren sie, Dan. Und ich bin wirklich froh, dass sie vorbei sind.«
»Erik Berger erzählte mir, dass du in der Notaufnahme ausgeholfen hast.«
Fee winkte ab. »Berger hatte alles im Griff. Auf meine Hilfe war er gar nicht angewiesen.«
»Ich denke schon. Er meinte, du hättest dich um die Angehörigen gekümmert, die im Warteraum um ihre Liebsten bangten. Und um die, für die er keine guten Nachrichten hatte.«
Fee nickte traurig. »Ulla und Rainer Hoffmann.« Sie wusste genau, wen Daniel meinte. Die Hoffmanns hatten heute einen schmerzvollen Verlust erlitten, und ihre große Verzweiflung war an Fee nicht spurlos vorübergegangen. Sie war deshalb froh, dass sie mit Daniel darüber reden konnte.
»Sie haben ihre Tochter Franziska verloren. Ihr einziges Kind, ihr Ein und Alles. Franziska war erst vor zwei Wochen nach München gezogen, um als Klavierlehrerin an einer Musikschule zu arbeiten. Das Verhältnis zwischen ihr und ihren Eltern muss sehr innig gewesen sein. Obwohl Franziska hier eine eigene kleine Wohnung hatte, ist sie oft nach der Arbeit zu ihren Eltern gefahren, die in der Nähe von Kirchheim leben.« Fee verzog bekümmert den Mund. »Sie waren froh, dass Franziska dann immer den Zug nahm. Er sei sicherer als das Auto, meinten sie.«
»Was meinst du, werden sie den Verlust irgendwann überwinden?«
»Kann man den Verlust eines Kindes jemals überwinden?« Fee schüttelte den Kopf. »Man lernt vielleicht, damit klarzukommen und weiterzuleben. Aber überwinden? Nein, das glaube ich nicht.«
Daniel schwieg dazu. Er empfand so wie seine Frau. Seine Gedanken waren längst zu den eigenen Kindern geeilt, und ihn schmerzte die Vorstellung, dass das Schicksal auch sie hätte treffen können.
»Ich habe gehört, dass Yvonne Banthien unter den Verletzten war«, wechselte Fee nun das Thema, das sie beide so traurig stimmte. »Wie schlimm ist es?«
»Sie hatte eine Milzruptur, die wir übernäht haben. Der hohe Blutverlust hatte ihr etwas zu schaffen gemacht, aber davon wird sie sich erholen. Welche Auswirkungen das Schädelhirntrauma hat, erfahren wir wohl erst, wenn sie wieder wach ist. Momentan mache ich mir etwas Sorgen, weil sie sich damit sehr viel Zeit lässt. Sie hätte längst aus der Narkose aufwachen müssen.«
Fee dachte an das kleine, blonde Mädchen zurück, dem sie oft in Daniels Praxis begegnet war.
»Wir haben sie praktisch aufwachsen sehen, Dan. Sie war so süß und wunderschön mit ihren großen blonden Locken. Unser Danny meinte immer, sie sehe aus wie ein Engelchen.«
Daniel lachte leise. »Ja, daran erinnere ich mich. Und dabei war Yvonne schon damals alles andere als ein Engelchen.«
»Ihr dürfen wir wohl kaum die Schuld dafür geben. Beatrice hatte ihr frühzeitig beigebracht, dass sich die Welt nur um sie zu drehen hat.« Fee seufzte. »Beatrice hätte nie ein Kind adoptieren dürfen. Vielleicht wäre aus Yvonne ein besserer Mensch geworden, hätte sie eine liebevolle und anständige Mutter gehabt. Aber so braucht sich niemand zu wundern, dass aus der kleinen, süßen Yvonne so ein Biest wurde. Ein Biest wie ihre Adoptivmutter.«
Daniel zog die Augenbrauen hoch. »Du bist immer noch auf Beatrice sauer?«
»Natürlich bin ich das! Und das kannst du mir ja wohl kaum verdenken. Wochenlang hat dir Beatrice schöne Augen gemacht. Dass du eine Familie hast, war ihr völlig egal gewesen. Sie hatte sich in den Kopf gesetzt, dich zu erobern, und ließ einfach nicht davon ab. Erst als du drohtest, ihre Behandlung an einen anderen Arzt abzugeben, hat sie dich in Ruhe gelassen.«
»Ja, und zwar so endgültig, dass sie von sich aus die Praxis gewechselt hat. Glaub mir, niemand war darüber glücklicher als ich.«
»Doch, ich«, erwiderte Fee so grimmig, dass Daniel lachen musste.
»Das Lachen wird dir noch vergehen, mein Lieber, wenn Beatrice hier aufkreuzt, um ihre Tochter zu besuchen. Sollte sie es wieder bei dir versuchen, werde ich mich diesmal nämlich nicht in
