Das Versprechen: Dr. Norden Extra 37 – Arztroman
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Über dieses E-Book
Dr. Norden ist die erfolgreichste Arztromanserie Deutschlands, und das schon seit Jahrzehnten. Mehr als 1.000 Romane wurden bereits geschrieben.
Für Dr. Norden ist kein Mensch nur ein 'Fall', er sieht immer den ganzen Menschen in seinem Patienten. Er gibt nicht auf, wenn er auf schwierige Fälle stößt, bei denen kein sichtbarer Erfolg der Heilung zu erkennen ist. Immer an seiner Seite ist seine Frau Fee, selbst eine großartige Ärztin, die ihn mit feinem, häufig detektivischem Spürsinn unterstützt. Auf sie kann er sich immer verlassen, wenn es darum geht zu helfen.
»Dottore, kommen Sie bitte schnell, sie kommt zu sich!« rief Schwester Rose aufgeregt, und Dr. Kilian eilte zu dem Wachraum des Tropenhospitals. Vor drei Tagen war die junge Patientin eingeliefert worden. Man hatte sie schwerverletzt aus einem Jeep befreit, der aus noch unbekannten Gründen von der unwegsamen Straße abgerutscht war. Dr. Jobst Kilian hatte voller Ungeduld darauf gewartet, daß sie endlich aus dem Koma erwachen würde, denn diese unbekannte junge Frau übte eine seltsame Faszination auf ihn aus. Langsam hoben sich die bläulichen Lider und gaben erstmals nachtdunkle Augen frei, in die nur langsam Leben kam. »Wer sind Sie?« fragte sie mühsam. »Dr. Kilian«, erwiderte er. »Sie befinden sich im Hospital.« »Nairobi?« fragte sie heiser. »Fünfzig Meilen entfernt«, erwiderte er. »Würden Sie mir Ihren Namen nennen?« »Marisa Mendes, wo ist Jon?«
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Das Versprechen - Patricia Vandenberg
Dr. Norden Extra
– 37 –
Das Versprechen
Patricia Vandenberg
»Dottore, kommen Sie bitte schnell, sie kommt zu sich!« rief Schwester Rose aufgeregt, und Dr. Kilian eilte zu dem Wachraum des Tropenhospitals.
Vor drei Tagen war die junge Patientin eingeliefert worden. Man hatte sie schwerverletzt aus einem Jeep befreit, der aus noch unbekannten Gründen von der unwegsamen Straße abgerutscht war. Dr. Jobst Kilian hatte voller Ungeduld darauf gewartet, daß sie endlich aus dem Koma erwachen würde, denn diese unbekannte junge Frau übte eine seltsame Faszination auf ihn aus.
Langsam hoben sich die bläulichen Lider und gaben erstmals nachtdunkle Augen frei, in die nur langsam Leben kam.
»Wer sind Sie?« fragte sie mühsam.
»Dr. Kilian«, erwiderte er. »Sie befinden sich im Hospital.«
»Nairobi?« fragte sie heiser.
»Fünfzig Meilen entfernt«, erwiderte er. »Würden Sie mir Ihren Namen nennen?«
»Marisa Mendes, wo ist Jon?«
Dr. Kilian war irritiert. »Es war niemand sonst in dem Jeep«, erklärte er zögernd. »Wer war bei Ihnen?«
Ihr Gesicht verschloß sich. »Ich war allein? Ich kann mich nicht mehr erinnern. Wie ist das möglich?«
»Es ist sehr leicht möglich nach einem solchen Unfall«, sagte er. Aber es ist auch etwas ungewöhnlich, daß man sich dann sofort an Namen erinnert, dachte er für sich.
»Sollen wir jemand benachrichtigen?« fragte er.
»Ich muß überlegen. Was hatte ich bei mir?«
»Es wurde nichts gefunden.«
»Wer hat mich gefunden?«
»Ein Wildhüter, der zufällig diese Straße fuhr. Sie ist sehr abgelegen. Warum sind Sie diese gefahren?« Er sagte es spontan, aus Gedankengängen heraus.
»Ich weiß es nicht. Ich muß wirklich erst überlegen.«
Aber sie machte trotz der langen Bewußtlosigkeit keinen verwirrten Eindruck. Wer mochte Jon sein? Warum wollte sie nicht über ihn sprechen?
Sie schloß die Augen. »Ich brauche Geld«, sagte sie. »Wann kann ich das Hospital denn wieder verlassen?«
»Nicht vor nächster Woche, vielleicht in zehn Tagen. Sie hatten innere Blutungen, eine schwere Gehirnerschütterung und eine Lungenprellung, zwei Rippenbrüche und außerdem ein schweres Schleudertrauma.«
»Ich habe keine Schmerzen«, sagte sie aggressiv.
»Weil Sie ständig schmerzlindernde Infusionen bekommen.«
Sein Ton war jetzt energisch geworden, und sie schlug wieder die Augen auf.
»Sie müssen nicht gleich gekränkt sein«, sagte sie spöttisch.
»Ich bin nicht gekränkt, aber Sie werden sich wundern, wie geschwächt Sie sind, falls Sie aufstehen sollten.«
»Ich werde nicht heimlich verschwinden, falls Sie das fürchten sollten. Ich bin noch niemals jemandem etwas schuldig geblieben. Ich weiß nicht, warum ich keine Papiere bei mir hatte, aber das wird sich klären lassen. Ich habe ein Bankkonto in Nairobi, an das man auch mit meinen Kreditkarten nicht so einfach heran kann.«
Ihre Stimme hatte plötzlich einen ganz eigenartigen Klang, so als wäre ihr eine Ahnung gekommen, die Mißtrauen in ihr hervorrief. Sie sah Jobst Kilian forschend an.
»Ist die Polizei eingeschaltet?« fragte sie.
»Ja, aber Sie wissen doch sicher, wie langsam hier ermittelt wird. Wie lange leben Sie schon hier?«
»Sechs Monate.«
»Sie sind Amerikanerin?«
Ihre Lippen verzogen sich zu einem ironischen Lächeln. »Wie kommen Sie darauf? Ich würde mich als Weltbürgerin bezeichnen. Eigentlich gehöre ich nirgendwo hin. Ich weiß nicht, wo meine Wurzeln sind.«
Es war merkwürdig, wie sie das sagte. Es klang traurig und zornig zugleich.
»Aber es gibt hier niemanden, den Sie benachrichtigen wollen?« fragte Jobst Kilian rauh.
»Nein, eigentlich sollte ich schon in München sein, wenn ich mich recht erinnere.«
»Sie werden dort erwartet?«
»Das glaube ich nicht, aber ich bin immer für eine Überraschung gut.«
Und Jobst war jetzt überzeugt, daß sie auch sehr amüsant sein konnte. Er erfuhr dann noch, daß sie dreiundzwanzig Jahre alt war. Er hätte sie jünger geschätzt. Aber dann schien sie nicht mehr geneigt zu sein, irgendwelche Fragen zu beantworten, oder sie war tatsächlich müde. Jedenfalls war er der Meinung, daß sie ihm noch manche Rätsel aufgeben könnte, aber andererseits war es beruhigend für ihn, daß sie wenigstens etwas gemeinsam hatten, nämlich München als Ziel. In drei Wochen wollte er auch dort sein und hier seine Zelte für immer abbrechen. Nun konnte er jedoch über diesen seltsamen Zufall nachdenken. Nichts hatte sich in den zwei Jahren, die er hier tätig war, getan, was ihn persönlich beeindruckt hatte. Flüchtige Bekanntschaften, die ihm nichts bedeuteten, mehr war da nicht gewesen außer Arbeit, und er hatte auch nicht länger bleiben wollen, denn im Grunde hatte er sich alles ganz anders vorgestellt. Jetzt, da er mit seinen Gedanken schon in der Heimat war, lernte er Marisa Mendes kennen, die auch nach München wollte. Er konnte es nicht leugnen, daß sie seine Gedanken völlig beherrschte.
*
Daniel und Fee Norden hatten viel von Jobst Kilian gesprochen in den letzten Tagen. Sie wußten, daß er nach München zurückkehren würde.
»Ob er Carla endlich vergessen hat?« meinte Fee nachdenklich.
»Das will ich doch meinen. Aber welcher Mann verträgt es schon, von einer Frau so hintergangen zu werden. Da nagt auch mehr die gekränkte Eitelkeit als die enttäuschte Liebe.«
»Es ist nur komisch, wie viele Männer, die doch eigentlich nicht dumm sind, auf solche Frauen fliegen«, meinte Fee.
Daniel zuckte die Schultern. »Da bin ich überfragt. Ich fühle mich nicht angezogen von solchen Frauen.«
»Das möchte ich mir auch sehr verbitten. Aber zurück zu Jobst. Weißt du schon, was er im Auge hat?«
»Keine Ahnung. Wahrscheinlich geht er in die Forschung. Das war doch sein eigentliches Ziel. Aber jetzt, mein Schatz, muß ich dich verlassen. Mein Besuch bei Hoffmeister ist fällig.«
»Besteht da überhaupt noch Hoffnung?« fragte Fee.
»Solange ein Herz schlägt…«, mehr sagte Daniel nicht.
»Hat man von seinem Bruder schon etwas gehört?«
Daniel wunderte sich, daß Fee sich plötzlich so eingehend erkundigte.
»Woher dieses Interesse?« fragte er.
»Seine Kusine tönt, daß alles zusammenbrechen würde, wenn sie nicht wäre. Sie scheint sehr erpicht, seine Nachfolgerin zu werden.«
»Wenn sie sich nur nicht sehr täuscht. Alex Hoffmeister ist noch immer bei vollem Verstand.«
Und er hatte anscheinend einen guten Tag gehabt, denn er wirkte nicht so müde wie sonst, als Dr. Norden kam, um ihm die jeden Abend fällige Injektion zu geben. Alex Hoffmeister war sechsundvierzig Jahre alt, und Dr. Norden hoffte, daß sich für ihn noch ein geeignetes Spenderherz finden würde, bevor es zu spät war, aber einfach war es auch nicht gewesen, ihn für eine Herztransplantation zu gewinnen. Er hatte bereits resigniert, aber jetzt schienen seine Lebensgeister noch einmal zu erwachen.
Agnes Hoffmeister öffnete Dr. Norden die Tür, nicht Camilla wie sonst. Die alte Dame zeigte immer Haltung und ließ sich selten anmerken, wie es ihr ums Herz war.
»Ich würde Sie gern allein sprechen, Dr. Norden«, sagte sie leise, »bevor Camilla kommt. Sie gibt sich etwas zu wichtig.«
Zum ersten Mal machte Agnes Hoffmeister eine kritische Bemerkung über ihre
