Er kam aus einem anderen Land: Dr. Norden Extra 25 – Arztroman
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Über dieses E-Book
Dr. Norden ist die erfolgreichste Arztromanserie Deutschlands, und das schon seit Jahrzehnten. Mehr als 1.000 Romane wurden bereits geschrieben.
Für Dr. Norden ist kein Mensch nur ein 'Fall', er sieht immer den ganzen Menschen in seinem Patienten. Er gibt nicht auf, wenn er auf schwierige Fälle stößt, bei denen kein sichtbarer Erfolg der Heilung zu erkennen ist. Immer an seiner Seite ist seine Frau Fee, selbst eine großartige Ärztin, die ihn mit feinem, häufig detektivischem Spürsinn unterstützt. Auf sie kann er sich immer verlassen, wenn es darum geht zu helfen.
»Darf ich um Ihren Namen bitten?« fragte Wendy die junge blonde Frau, die soeben die Praxis von Dr. Norden betreten hatte. »Janson«, erwiderte die Fremde leise, »aber ich würde Dr. Norden gern überraschen und sehen, ob er mich noch erkennt.« Ein Lächeln umspielte den schönen Mund. »Ich war siebzehn, als ich zum letzten Mal bei ihm war.« Und jetzt mochte sie etwa zehn Jahre älter sein. Das vermutete Wendy nach einem langen Blick. Jedenfalls war sie eine attraktive, selbstbewußte Frau, und sie schien nicht geneigt, Wendy noch ausreichendere Auskunft über sich zu geben. Wendy war durchaus nicht begeistert, wenn alte Freundinnen von Dr. Norden hier auftauchten, was sie auch schon mehrmals erlebt hatte. Er gehörte wohl zu den Männern, den eine Frau nie vergaß, und manche konnten sich einfach nicht damit abfinden, daß sie keine Chancen bei ihm hatten und er glücklich verheiratet war. Wendy war stets darauf bedacht, drohendes Unheil von ihm abzuwenden, aber diese Frau schien keine bösen Absichten zu haben. Und als Dr. Norden jetzt aus seinem Sprechzimmer kam und die neue Patientin sah, stutzte er. Irgendwie kam sie ihm bekannt vor, aber in den vielen Jahren waren viele Frauen in seiner Praxis gewesen, und er konnte nicht jede gleich einordnen. »Die Dame möchte Sie sprechen, Herr Doktor«, sagte Wendy so formell, wie sie es nur tat, wenn sie unsicher war.
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Buchvorschau
Er kam aus einem anderen Land - Patricia Vandenberg
Dr. Norden Extra
– 25 –
Er kam aus einem anderen Land
Patricia Vandenberg
»Darf ich um Ihren Namen bitten?« fragte Wendy die junge blonde Frau, die soeben die Praxis von Dr. Norden betreten hatte.
»Janson«, erwiderte die Fremde leise, »aber ich würde Dr. Norden gern überraschen und sehen, ob er mich noch erkennt.« Ein Lächeln umspielte den schönen Mund. »Ich war siebzehn, als ich zum letzten Mal bei ihm war.«
Und jetzt mochte sie etwa zehn Jahre älter sein. Das vermutete Wendy nach einem langen Blick. Jedenfalls war sie eine attraktive, selbstbewußte Frau, und sie schien nicht geneigt, Wendy noch ausreichendere Auskunft über sich zu geben.
Wendy war durchaus nicht begeistert, wenn alte Freundinnen von Dr. Norden hier auftauchten, was sie auch schon mehrmals erlebt hatte. Er gehörte wohl zu den Männern, den eine Frau nie vergaß, und manche konnten sich einfach nicht damit abfinden, daß sie keine Chancen bei ihm hatten und er glücklich verheiratet war.
Wendy war stets darauf bedacht, drohendes Unheil von ihm abzuwenden, aber diese Frau schien keine bösen Absichten zu haben. Und als Dr. Norden jetzt aus seinem Sprechzimmer kam und die neue Patientin sah, stutzte er. Irgendwie kam sie ihm bekannt vor, aber in den vielen Jahren waren viele Frauen in seiner Praxis gewesen, und er konnte nicht jede gleich einordnen.
»Die Dame möchte Sie sprechen, Herr Doktor«, sagte Wendy so formell, wie sie es nur tat, wenn sie unsicher war.
Belinda Janson sah ihn mit so strahlenden Augen an, daß Daniel Norden leicht verlegen wurde.
»Kennen wir uns?« fragte er.
»Habe ich mich so verändert?« fragte sie zurück und lächelte verschmitzt.
Es war ihre Stimme und das Lächeln, daß Erinnerungen geweckt wurden.
»Belinda, jetzt weiß ich es wieder, aber es ist ja eine Ewigkeit her, daß Sie die Heimat verlassen haben.«
»Neun Jahre«, erwiderte sie. »Ich möchte Sie gern um einen Rat fragen.«
Er tauschte einen Blick mit Wendy. Er wußte, daß das Wartezimmer voll war.
»Könnten Sie heute nachmittag kommen Belinda, da hätte ich mehr Zeit«, erklärte er. »Unsere Unterhaltung wird ja wohl länger dauern, als nur ein paar Minuten, die ich jetzt höchstens einschieben könnte.«
»Und wann wäre es Ihnen recht?«
»Ich habe ab vier Uhr bestellte Patienten, wenn Sie gegen drei Uhr hier sein würden, dann komme ich auch früher.«
»Das ist sehr nett, herzlichen Dank, daß Sie Zeit für mich haben. Ich habe viel Zeit und kann mich ganz nach Ihnen richten.«
»Dann bis später«, sagte er.
*
»Belinda Janson«, sagte er später zu Wendy, als sie eine kurze Pause einlegen konnten. »Sie ist mit ihrem Vater damals nach Australien gegangen. Er hat eine unerwartete Karriere gemacht. Sie war ein reizendes Mädchen, litt aber ständig an Nebenhöhlengeschichten. Nun ist sie plötzlich wieder da und bedeutend hübscher als damals.«
»Ich habe schon nachgeschaut, eine Karte ist nicht mehr vorhanden«, sagte Wendy.
»Ich habe auch nicht gedacht, daß ich sie noch einmal wiedersehen würde. Ihre Mutter war kurz vorher an Krebs gestorben, und Janson war anscheinend froh, von hier wegzukommen. Er war ein hoher Beamter, aber nicht glücklich in seinem Aufgabenbereich. Doch, ich erinnere mich jetzt wieder sehr gut an die Familie. Belinda gehörte zu den Mädchen, die keinen Wert auf Äußerlichkeiten legten. Sie war jungenhaft, lief nur in Jeans, und übergroßen Pullis herum und hatte Stoppelhaare.«
»Dann ist es kein Wunder, daß Sie sie nicht gleich erkannt haben. Jetzt ist sie eine aparte Frau und sehr elegant. Geld scheint sie auch zu haben.«
Dr. Norden lachte leise. »Vielleicht war die Erbschaft größer, als ihr Vater dachte. Mich freut es, wenn es ihnen gutgegangen ist.«
Zu Hause erzählte er beim Mittagstisch von Belinda. Fee Norden konnte sich auch noch gut an das schlaksige Mädchen erinnern. »Sie war so ganz anders als die aufgeputzten Teenager, immer lustig und gut aufgelegt. Eine sehr gute Schülerin war sie auch.«
»Gibt es jetzt wieder einen Vortrag wegen meinem Mathefünfer?« fragte Felix.
»Was, du hast einen Fünfer?« warf Daniel ein.
»Das kann doch jedem mal passieren«, sagte Danny, der Ältere. »Felix war an dem Tag nicht gut drauf, daran war der Ozon schuld.«
»Das ist immer eine gute Ausrede«, sagte Daniel anzüglich.
»Ich hatte auch Kopfweh«, stand Anneka ihrem Bruder bei.
»Ihr meint doch nicht etwa, daß ich mich über einen Fünfer aufrege«, sagte Daniel. »Da gibt es Schlimmeres. Wird bei euch in der Schule auch soviel geklaut?«
»Das darfst du laut sagen, Papi, aber das meiste kriegt man gar nicht mit. Es wird sehr diskret behandelt«, meinte Danny, »weil es meistens welche sind, die es gar nicht nötig hätten. Und dann kommen die Eltern gleich gerannt und bügeln das wieder aus.«
»Sie sollten sich lieber vorher Zeit nehmen für Ihre Sprößlinge, das mußte ich heute auch einem Vater sagen.« Daniel Norden widmete sich jetzt seinen kleinen Zwillingen, die noch nicht mitreden konnten, was die Schule betraf.
»Belinda könnte uns doch mal besuchen«, schlug Fee vor, »ich würde mich freuen.«
»Und sie könnte von Australien erzählen, das wäre toll«, sagte Felix, der sich für ferne Länder begeistern konnte.
»Ich denke, daß sie gern kommen wird, aber heute nachmittag will ich erst einmal hören, was sie auf dem Herzen hat.«
*
Belinda kam sehr pünktlich. »Ich habe mich inzwischen ein bißchen umgeschaut«, erzählte sie. »Es hat sich sehr viel verändert. Manche altvertraute Geschäfte sind verschwunden, und da stehen neue Häuser, die das Straßenbild völlig verändern. Ich weiß nicht, ob es mir hier so gefallen würde wie früher.«
»Ich habe mich doch auch mit der Praxis verändert«, meinte Daniel Norden.
»Das ist etwas anderes. Sie persönlich haben sich überhaupt nicht verändert. Wie geht es Ihrer Frau und den Kindern?«
»Gut, Sie könnten uns mal privat besuchen, das soll ich ausrichten. Sie werden sich wundern, denn inzwischen sind es fünf Kinder geworden.«
»Das ist toll, aber Sie waren ja immer so eine Ausnahmeerscheinung, Sie und auch Ihre Frau. Ich habe für sie geschwärmt.«
»Wie ist es Ihnen ergangen, Belinda, und wie geht es Ihrem Vater?« lenkte er ab.
Ein Schatten fiel über ihr Gesicht, und ihre Augen füllten sich mit Tränen. »Dad lebt nicht mehr«, erwiderte sie tonlos. Sie begann plötzlich so stark zu zittern, daß er erschrocken war.
Er ergriff ihre Hände. »Das tut mir leid, sehr leid. Er war doch noch nicht alt. Und er war immer so gesund.«
»Er war fünfundfünfzig, und er war gesund. Deshalb glaube ich auch nicht, daß es ein Herzinfarkt am Steuer war. Ich bin überzeugt, daß an seinem Wagen manipuliert worden ist. Aber auf mich hat niemand gehört.«
Daniel Norden war sehr erschrocken. »Gibt es dafür Beweise?« fragte er.
»Angeblich nicht, aber dafür haben die Spellings schon gesorgt. Sie haben
