Tag der Abrechnung: Dr. Norden Bestseller 539 – Arztroman
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Über dieses E-Book
Dr. Norden ist die erfolgreichste Arztromanserie Deutschlands, und das schon seit Jahrzehnten. Mehr als 1.000 Romane wurden bereits geschrieben. Die Serie von Patricia Vandenberg befindet sich inzwischen in der zweiten Autoren- und auch Arztgeneration.
Mit düsterer Miene kam Dr. Graef aus einem Krankenzimmer und lief an Dr. Jenny Behnisch vorbei. Er schien sie gar nicht zu sehen, und sie blieb bestürzt stehen. »Michael, was habe ich dir denn getan?« fragte sie. Jetzt drehte er sich erschrocken auf dem Absatz um und starrte sie geistesabwesend an. »Entschuldige, Jenny, aber ich war mit meinen Gedanken ganz woanders.« »Darf ich fragen, wo du warst? Es geht doch Frau Becher nicht etwa wieder schlechter?« »Das nicht, aber sie ist die dritte Patientin, die sich über die Mellet beschwert, aber sie hat mich auch ganz direkt gefragt, wie wir auf die gekommen sind, sie passe doch gar nicht zu uns.« Jenny Behnisch seufzte schwer. »Ich wollte Professor Schwerdt einen Gefallen tun. Er hat sich sehr für sie eingesetzt und ihr ein gutes Zeugnis ausgestellt.« »Und warum beschäftigt er sie nicht selbst? Er hat doch alle Möglichkeiten«, sagte Michael Graef, entgegen aller Gewohnheit, aggressiv. »Was die Mellet für einen Ton anschlägt, ist unter aller Kritik. Du mußt etwas dagegen unternehmen, Jenny.« Er verstand sich sehr gut mit Jenny Behnisch, und sie waren mit der Zeit Freunde geworden, obgleich Jenny sonst sehr zurückhaltend war.
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Tag der Abrechnung - Patricia Vandenberg
Dr. Norden Bestseller
– 539 –
Tag der Abrechnung
Patricia Vandenberg
Mit düsterer Miene kam Dr. Graef aus einem Krankenzimmer und lief an Dr. Jenny Behnisch vorbei. Er schien sie gar nicht zu sehen, und sie blieb bestürzt stehen.
»Michael, was habe ich dir denn getan?« fragte sie. Jetzt drehte er sich erschrocken auf dem Absatz um und starrte sie geistesabwesend an.
»Entschuldige, Jenny, aber ich war mit meinen Gedanken ganz woanders.«
»Darf ich fragen, wo du warst? Es geht doch Frau Becher nicht etwa wieder schlechter?«
»Das nicht, aber sie ist die dritte Patientin, die sich über die Mellet beschwert, aber sie hat mich auch ganz direkt gefragt, wie wir auf die gekommen sind, sie passe doch gar nicht zu uns.«
Jenny Behnisch seufzte schwer. »Ich wollte Professor Schwerdt einen Gefallen tun. Er hat sich sehr für sie eingesetzt und ihr ein gutes Zeugnis ausgestellt.«
»Und warum beschäftigt er sie nicht selbst? Er hat doch alle Möglichkeiten«, sagte Michael Graef, entgegen aller Gewohnheit, aggressiv. »Was die Mellet für einen Ton anschlägt, ist unter aller Kritik. Du mußt etwas dagegen unternehmen, Jenny.«
Er verstand sich sehr gut mit Jenny Behnisch, und sie waren mit der Zeit Freunde geworden, obgleich Jenny sonst sehr zurückhaltend war. Sie waren immer sehr ehrlich zueinander und teilten auch alle Schwierigkeiten, wie sie in einer Klinik unvermeidbar waren.
Es ging um die Aushilfsärztin Bridget Mellet, die seit zwei Wochen an der Behnisch-Klinik arbeitete. Sie hatte in England studiert und wollte in Deutschland promovieren. Professor Schwerdt hatte sich für sie eingesetzt, warum, darüber rätselten Jenny Behnisch und Michael Graef jetzt sehr.
»Ich werde gleich mit ihr sprechen«, erklärte Jenny seufzend. »Wenn ich nur wüßte, warum Schwerdt soviel von ihr hält.«
»Wahrscheinlich hat sie ihn becirct. Mein Typ ist sie nicht, aber die Geschmäcker sind ja verschieden. Es könnte aber auch sein, daß er sie einfach nur loswerden wollte.«
»So was denken nur Männer«, meinte Jenny ironisch.
»Ich möchte lieber wissen, was die Mellet denkt.«
Jenny ließ die Ärtzin zu sich kommen. Sie war hübsch, wenn man diesen blasierten Typ mochte, diese herablassende Art, die Jenny momentan auch aggressiv machte, und das wollte viel heißen.
»Wir müssen einmal miteinander reden, Frau Mellet«, sagte sie ruhig.
»Wenn Sie Zeit haben, bitte schön.« Bridget Mellets Augen funkelten eiskalt.
*
Zu gleicher Zeit erschien in der Praxis von Dr. Norden eine Dame, Anfang dreißig mochte sie sein und sehr dezent gekleidet. Sie sah blaß und erschöpft aus. Dr. Norden erkannte sie nicht gleich.
»Sie können sich nicht mehr an mich erinnern, Dr. Norden«, sagte sie enttäuscht. »Maximiliane Gambill…«
Er hörte die Stimme, eine weiche, wohlklingende Stimme.
»Geborene Dannenberg!« rief er aus. »Jetzt hab’ ich es. Ich hatte Sie aber als strahlende junge Frau in Erinnerung, die sich von mir verabschiedete, um auf ihre Hochzeitsreise in die Karibik zu gehen.«
Ihre Mundwinkel bogen sich abwärts. »Träume sind oft Schäume«, sagte sie gepreßt. »Ihnen brauche ich nichts vorzumachen.«
»Wie kann ich Ihnen helfen?«
»Es genügt mir schon, wenn ich mich einmal aussprechen kann.«
»Das können Sie gern, wenn Sie noch Zeit haben. Ich muß zwei Patienten versorgen, dann werden wir ungestört sein.«
»Ich warte gern. Ich bin dankbar, wenn Sie mich nicht wegschicken.«
Es war sechs Jahre her, daß sie zum letzten Mal bei Dr. Norden gewesen war. Damals war Wendy noch nicht bei ihm gewesen. Das stellte Wendy fest, als sie Maximilianes Karte heraussuchte, die noch auf den Namen Dannenberg lautete. Wendy stellte fest, daß die Familie ganz in der Nähe gewohnt hatte. Sie fragte, ob die Adresse noch dieselbe sei.
»Nein, mein Vater ist inzwischen gestorben. Meine Mutter wohnt jetzt in Steinebach, und ich wohne zur Zeit bei ihr«, erklärte Maximiliane. »Sie können mich aber weiterhin unter meinem Mädchennamen führen. Ich habe ihn wieder angenommen.«
Wendy stellte keine indiskreten Fragen, die ihr taktlos erschienen. Sie spürte, wie bedrückt Maximiliane war.
»Ich hätte mich wohl besser anmelden sollen, aber es war ein spontaner Entschluß von mir, schon heute Dr. Norden zu besuchen«, erklärte sie.
»Es ist heute auch offizielle Sprechstunde«, erwiderte Wendy, »und Sie haben es gut getroffen. Die beiden Patienten bekommen nur Injektionen, Sie werden nicht lange warten müssen.«
Es dauerte wirklich nicht viel länger als zehn Minuten, dann verabschiedete Dr. Norden die letzte Patientin.
»Nun erzählen Sie mal, was Ihnen fehlt, Frau Dannenberg.«
»Bitte, sagen Sie doch wieder Maxi, es macht mir alles leichter.«
Er sah sie forschend an. Traurig konnte man ihren Gesichtsausdruck nicht nennen, eher gehetzt und gequält.
»Ich hätte nie für möglich gehalten, daß sich ein Mensch so ändern kann«, erklärte sie stockend, »aber vielleicht ist Ray auch ein Mann mit zwei Gesichtern, verdorben vom Geld und der Umgebung, in der er sich wohl fühlt, oder ich war nur die falsche Frau für ihn.«
»Hat er Sie mißhandelt?«
»Körperlich nicht, aber psychisch. Ich habe mit der Zeit immer mehr Angst vor ihm bekommen, und ich habe Angst, daß er mir meinen Sohn wegnehmen will. Momentan steht er noch unter dem Einfluß seiner Geliebten, aber er hat es ja nie lange mit einer Frau ausgehalten.«
»Und Sie haben es sechs Jahre mit ihm ausgehalten.«
»Nein, so war es nicht. Er war zeitweise monatelang weg, irgendwo, ohne daß ich etwas von ihm hörte. Ich habe als Übersetzerin für einen Verlag gearbeitet, das hat ihn auch nicht weiter interessiert, bis er herausfand, daß er Patrick als Druckmittel benutzen konnte, um für ihn undurchsichtige Geschäfte zu erledigen. Ich war nicht mehr ich selbst, und ich stand ständig unter Beobachtung. Da war diese Frau, die angeblich unseren Haushalt führen sollte. Vielleicht tat sie mir etwas ins Essen. Als ich einmal unterwegs war, wurde es mir schwindelig, jemand brachte mich, zu einem Arzt. Der fragte mich ob ich irgendwelche Mittel nehme. Da wurde ich erst auf den Gedanken gebracht, daß etwas im Essen sein könnte. Es gelang mir, etwas beiseite zu schaffen und es untersuchen zu lassen. Es war ein Betäubungsmittel, das mich willenlos machte. Ich hatte gerade noch soviel Energie, daß ich mit Patrick in einer Nacht, als wir allein im Haus waren, die Flucht ergreifen konnte. Ray war zu dieser Zeit in China, und Helen war an bestimmten Nächten nicht im Haus. Sie dachte, daß ich betäubt sei, aber ich wußte ja inzwischen, daß ich vorsichtig sein mußte. Patrick hat zuerst gar nicht begriffen, was los war. Ich sagte ihm, daß wir Ferien bei der Granny in Germany machen würden.«
Sie verharrte sekundenlang schweigend und verkrampfte die Hände ineinander. Dr. Norden betrachtete sie voller Mitgefühl und überlegte, wie er ihr helfen konnte. Aber sie erhob sich.
»Mein Gott, was müssen Sie von mir denken«, sagte sie tonlos. »Sie halten mich wahrscheinlich für verrückt oder total überdreht.«
»Das tue ich nicht, ich sehe doch, daß Sie verzweifelt sind, Maxi. Ich frage mich, wie es soweit kommen konnte. Sie waren vor sechs Jahren das Traumpaar des Jahres. Wie konnte diese Ehe einen solchen Verlauf nehmen? Es war doch nicht so, daß Sie nur einem Blender, einem Mitgiftjäger aufgesessen waren. Ihr Vater hatte genaue Erkundigungen über ihn eingezogen. Ich weiß das und erinnere mich jetzt wieder an alles.«
»Ich frage mich doch auch, wie sich das alles so entwickeln konnte! Drei Jahre ging es doch auch gut, dann starb sein Vater und hinterließ chaotische Zustände. Ray und seine Brüder zerstritten sich, weil kaum noch etwas vorhanden war. Einer schob es auf den anderen, dabei schien es so, als hätte der Senior die ganze Familie getäuscht. Ich habe nie
