Ein schlimmer Tag für Manuela: Dr. Norden Bestseller 567 – Arztroman
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Über dieses E-Book
Dr. Norden ist die erfolgreichste Arztromanserie Deutschlands, und das schon seit Jahrzehnten. Mehr als 1.000 Romane wurden bereits geschrieben. Die Serie von Patricia Vandenberg befindet sich inzwischen in der zweiten Autoren- und auch Arztgeneration.
Der Notruf hatte Dr. Daniel Norden erreicht, als er seinen Arztkoffer zusammenpackte, um Krankenbesuche zu machen. Die Adresse kannte er, die Anruferin auch. Aber er konnte sich nicht erklären, was Frau Jäger, die erst heute Morgen in seiner Sprechstunde gewesen war, in solche Aufregung versetzen konnte, dass sich ihre Stimme überschlug. »Kommen Sie, kommen Sie«, hatte sie nur mehrmals wiederholt, und nun war er schon auf dem Wege zu der kleinen Siedlung, die am Ortsrand lag. Es waren schlichte Häuser, und manch gehässiger Mensch nannte sie ›Ausländerdorf‹. Es waren Flüchtlinge aus dem Osten gewesen, die diese Siedlung gebaut hatten, und manch einer von ihnen hatte sich später verbessert und an Ausländer vermietet. Auch Frau Jäger hatte nach dem Tode ihres Mannes die Mansardenwohnung an ein junges, ausländisches Ehepaar mit zwei Kindern vermietet, aber sie hatte nur Gutes von der jungen Frau zu berichten gewusst, und der Mann war selten da. Von den beiden Kindern konnte Frau Jäger nur schwärmen. Die Sonne ihres Alters nannte sie Nicola und Manuel. Sollte etwas mit den Kindern sein? Dr. Norden vernahm lautes, verzweifeltes Schreien, als er vor dem Hause hielt, aber es war nicht das Schreien von Kindern. Die Haustür stand offen, Frau Jäger stand händeringend im Flur. »Helfen Sie ihr, helfen Sie ihr doch, Herr Doktor, sie wird verrückt«, ächzte sie. Sie eilte ihm voraus ins obere Stockwerk. Dort sah es wüst aus. Eine junge Frau lag auf dem Boden und schlug mit Händen und Füßen um sich, sie schrie deutsch und italienisch durcheinander.
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Ein schlimmer Tag für Manuela - Patricia Vandenberg
Dr. Norden Bestseller
– 567 –
Ein schlimmer Tag für Manuela
Sie musste um ihre kleinen Kinder bangen
Patricia Vandenberg
Der Notruf hatte Dr. Daniel Norden erreicht, als er seinen Arztkoffer zusammenpackte, um Krankenbesuche zu machen. Die Adresse kannte er, die Anruferin auch. Aber er konnte sich nicht erklären, was Frau Jäger, die erst heute Morgen in seiner Sprechstunde gewesen war, in solche Aufregung versetzen konnte, dass sich ihre Stimme überschlug.
»Kommen Sie, kommen Sie«, hatte sie nur mehrmals wiederholt, und nun war er schon auf dem Wege zu der kleinen Siedlung, die am Ortsrand lag.
Es waren schlichte Häuser, und manch gehässiger Mensch nannte sie ›Ausländerdorf‹.
Es waren Flüchtlinge aus dem Osten gewesen, die diese Siedlung gebaut hatten, und manch einer von ihnen hatte sich später verbessert und an Ausländer vermietet. Auch Frau Jäger hatte nach dem Tode ihres Mannes die Mansardenwohnung an ein junges, ausländisches Ehepaar mit zwei Kindern vermietet, aber sie hatte nur Gutes von der jungen Frau zu berichten gewusst, und der Mann war selten da. Von den beiden Kindern konnte Frau Jäger nur schwärmen. Die Sonne ihres Alters nannte sie Nicola und Manuel.
Sollte etwas mit den Kindern sein? Dr. Norden vernahm lautes, verzweifeltes Schreien, als er vor dem Hause hielt, aber es war nicht das Schreien von Kindern.
Die Haustür stand offen, Frau Jäger stand händeringend im Flur.
»Helfen Sie ihr, helfen Sie ihr doch, Herr Doktor, sie wird verrückt«, ächzte sie.
Sie eilte ihm voraus ins obere Stockwerk. Dort sah es wüst aus. Eine junge Frau lag auf dem Boden und schlug mit Händen und Füßen um sich, sie schrie deutsch und italienisch durcheinander. »Nein, nein, das kann nicht sein. Ich kann nicht mehr. Ich will tot sein. Das kann er mir nicht angetan haben!«
Sie wehrte sich auch, als Dr. Norden nach ihrer Hand griff. Unbändige Kräfte entwickelte diese zarte junge Frau, aber mithilfe von Frau Jäger schaffte er es schließlich doch, ihr eine Spritze zu geben.
Fragen hatte er noch nicht stellen können. Erst einmal erschlaffte der junge schlanke Körper. Geistesabwesend blickten ihn nachtdunkle Augen an, die in Tränen schwammen, dann sanken die roten Lider herab.
»Was ist geschehen, Frau Jäger?«, fragte Dr. Norden tief bestürzt.
»Die Kinder sind weg«, stammelte sie. »Er hat sie geholt. Ich wusste doch gar nicht, worum es ging. Er kam und sagte, dass er frei hätte und mit den Kindern spazieren gehen wollte. Aber dann kam Frau Lauretti und fand das da.« Sie deutete auf einen zusammengeknüllten Zettel, der am Boden lag.
Dr. Norden bückte sich, hob ihn auf und glättete ihn. In italienischer Sprache war etwas darauf geschrieben, das er mit seinen mäßigen Sprachkenntnissen nur schwer übersetzen konnte.
Sinngemäß hieß es: Ich nehme die Kinder mit. Wir kommen nicht wieder. Geh zu Deinem Amon.
Er konnte daraus nur entnehmen, dass ein Mann mit seinen Kindern auf und davon war, und eine völlig verzweifelte Frau jetzt dringend ärztliche Hilfe brauchte.
»Kennen Sie einen Amon?«, fragte er Frau Jäger.
Die schüttelte den Kopf. »Manuela war bei einem Dr. Achaz wegen ihrer dauernden Kopfschmerzen«, murmelte sie. »In der Nervenklinik«, fügte sie verschämt hinzu. »Ich habe gesagt, dass sie lieber mal zu Ihnen gehen soll.«
»Dr. Achaz?«, wiederholte Dr. Norden. »Gut, so wissen wir etwas. Vorerst wird sie Ruhe geben.«
Er führte ein Telefongespräch, von dem Frau Jäger nicht viel verstand, da fast nur Fachausdrücke fielen.
Dann kam ein Krankenwagen. Manuela Lauretti war noch immer bewusstlos. Ihr bleiches Gesicht war von tiefschwarzem Haar umflossen, und war jetzt, ohne Regung, ein schönes, ebenmäßiges Gesicht, das an eine griechische Göttin erinnerte.
Was kann einen Mann veranlassen, eine so bezaubernd schöne Frau zu verlassen und ihr die Kinder zu nehmen, fragte sich Dr. Norden, als er dem Krankenwagen nachfuhr. Dort erlebte er dann eine weitere Überraschung. Ein schlanker Mann im Arztkittel, schwarzhaarig wie Manuela Lauretti und mit einem ebenfalls klassisch schön geschnittenen Gesicht, blickte wie versteinert auf die junge Frau, dann sank er neben der Trage in die Knie. »Manulita, liebe Manulita«, flüsterte er.
Da scheine ich ja mal wieder in eine Tragödie hineingeraten zu sein, dachte Dr. Norden. Aber jetzt ging es vor allem darum, dass der Kranken geholfen wurde.
Der weißhaarige Chefarzt kam. Dr. Norden kannte ihn. Sein Name war Eberhard. Er erkannte Dr. Norden auch gleich und begrüßte ihn kollegial.
»Es ist eine schreckliche Geschichte«, sagte der leise. »Hoffentlich tut er den Kindern nichts an. Lauretti ist gefährlich. Er hat einen Gehirntumor. Die Schmerzen treiben ihn zum Wahnsinn. Er ist aus der Klinik entwichen.«
»Er war hier?«, fragte Daniel.
»Bis vorgestern. Er wurde in eine andere Anstalt überführt, aber er konnte fliehen. Frau Lauretti wusste das noch nicht. Sie war heute hier, um ihn zu besuchen, und nun das, damit war doch nicht zu rechnen. Ich mache mir Vorwürfe. Wir können uns darüber ein andermal unterhalten, Kollege. Man braucht mich.«
Es war nicht Dr. Nordens Fall, und dennoch interessierte er ihn. Er sollte auch bald durch Frau Jäger daran erinnert werden. Sie stand schon vor der Praxistür, als er zur Nachmittagssprechstunde kam.
»Warum sind Sie nicht hineingegangen?«, fragte Daniel.
»Ich hab mich nicht getraut. Was soll Frau Loni denken, und ich wusste auch gar nicht, was ich ihr sagen sollte.«
»Und was wollen Sie mir sagen, Frau Jäger?«, fragte er freundlich.
»Ich hab Angst«, flüsterte sie und schaute sich auch schon ganz verschreckt um.
»Kommen Sie herein. Der Betrieb geht erst in zehn Minuten los.«
Dankbar sah sie ihn an.
»Auf Sie kann man bauen, Herr Doktor«, murmelte sie.
Loni wunderte sich freilich, dass Frau Jäger schon wieder da war, aber da sie sofort mit dem Chef im Sprechzimmer verschwand, musste schon etwas Wichtiges vorliegen. Sie suchte jedenfalls gleich die Karteikarte heraus. Frau Jäger hatte eine chronische Hüftgelenkarthrose, und die verursachte schon oft heftige Schmerzen. Sie kam auch regelmäßig zur Behandlung.
Loni hatte keine Ahnung, dass es heute um etwas ganz anderes ging.
»Nun beruhigen Sie sich erst mal, Frau Jäger«, sagte Dr. Norden. »Sie zittern ja schon wieder.«
»Immer noch«, flüsterte sie, »und schuldig fühle ich mich auch. Hätte mir Frau Manuela nur etwas gesagt, dass der Mann die Kinder nicht holen darf.«
»Wie alt sind die Kinder?«, fragte Dr. Norden.
»Die Nicola ist vier und der Manuel zweieinhalb. Wie aus dem Bilderbuch, so hübsch, kann ich Ihnen sagen. Jeder hatte sie gern. Umgedreht haben sich die Leut’ nach ihnen, und die Manuela hat ja auch so hübsche Sachen genäht für die Kinder und auch für sich. Kann ich Ihnen denn alles erzählen, Herr Doktor?«
»Es interessiert mich«, erwiderte er. »Hatte sie öfter solche Nervenzusammenbrüche?«
»Nie, nein niemals, sie war eher still. Aber es hat ihr das Herz zerrissen, dass er die Kinder geholt hat. Wie kann ein Mann nur so was tun. Ich hätt’ ja was merken müssen, so starr wie er mich angeschaut hat. Aber das konnte ich doch nun wirklich nicht ahnen.«
»War er ein gebildeter Mann?«, fragte Dr. Norden.
»Ja, ich glaube schon, ein hübscher Mann war er auch, immer gut gekleidet, sprach gut Deutsch, und anscheinend hatte er auch eine gute Stellung. Aber eine reine Italienerin ist die Manuela nicht. Da ist auch so was Indisches drin, sie hat nämlich so ein Gewand, so ein ganz kostbares, wie man mal im Fernsehen sieht, das man so umschlingt. Aber getragen hat sie es nicht. Ja, wie kann man ihr nur helfen?«
»Das weiß ich im Augenblick auch nicht, aber es war gut, dass Sie mir das alles gesagt haben. Ich kann mich mit den behandelnden Ärzten in Verbindung setzen.«
»Da ist doch der Dr. Achatz«, sagte Frau Jäger. »Taugt der was? Er hat sie ja behandelt, und angerufen hat er auch. Gesprochen hat Manuela über ihn sonst nicht. Was wird nun mit ihr werden, wenn sie die Kinder nicht zurückbekommt?«
Darauf wusste Dr. Norden keine Antwort, aber nach der Schwere des Zusammenbruchs zu urteilen musste diese junge Mutter bis ins Innerste getroffen sein.
Er gab Frau Jäger Beruhigungstropfen. Mehr konnte er auch für sie nicht tun. Bei ihm ging die Sprechstunde weiter. Loni wunderte sich, dass sie auf Frau Jägers Karte keine Eintragung zu machen brauchte.
Daniel fuhr heim, und dort wurde er schon sehnsüchtig von seinem kleinen Sohn Danny erwartet. Natürlich auch von seiner Frau Fee, aber Danny musste sich immer erst beklagen, dass die Mami sehr viel Zeit mit dem Baby Felix vertun müsse.
»Gab es etwas Besonderes?«, fragte Fee, als sie die Kinder zu Bett gebracht hatte. »Du schaust so ernst.«
»Eigentlich betrifft es mich nicht«, erwiderte er ausweichend.
»Du, stell dir vor, ich habe heute Nachmittag im Radio gehört, dass ein Italiener seine beiden Kinder entführt hat. Stell doch schnell mal das Fernsehen an, da wollten sie Suchbilder bringen.«
Gerade noch zur rechten Zeit kam das Bild. Eine Männerstimme erklärte, dass der Techniker Dino Lauretti seine beiden Kinder aus der elterlichen Wohnung entführt hätte und bisher jede Spur fehle. Die Bevölkerung wurde um Mithilfe gebeten, da Lauretti ein schwerkranker Mann und in einem akuten Schmerzzustand zu allem fähig sei.
»Entsetzlich«, sagte Fee,
