Der Außenseiter: Dr. Norden Gold 21 – Arztroman
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Über dieses E-Book
Dr. Norden ist die erfolgreichste Arztromanserie Deutschlands, und das schon seit Jahrzehnten. Mehr als 1.000 Romane wurden bereits geschrieben.
Für Dr. Norden ist kein Mensch nur ein 'Fall', er sieht immer den ganzen Menschen in seinem Patienten. Er gibt nicht auf, wenn er auf schwierige Fälle stößt, bei denen kein sichtbarer Erfolg der Heilung zu erkennen ist. Immer an seiner Seite ist seine Frau Fee, selbst eine großartige Ärztin, die ihn mit feinem, häufig detektivischem Spürsinn unterstützt. Auf sie kann er sich immer verlassen, wenn es darum geht zu helfen.
Als Dr. Daniel Norden zu Frau Annedore Lorenz in die Behnisch-Klinik gerufen wurde, wußte er, daß ein langes schmerzhaftes Leiden dem Ende entgegenging. Er kannte Annedore Lorenz seit gut zehn Jahren. Er war Hausarzt der Familie gewesen, bis die schwerkranke Frau dann doch in die Klinik gebracht werden mußte. Dr. Norden hatte selten eine so tapfere Frau kennengelernt, die ihren häuslichen Pflichten nachkam, bis sie sich nicht mehr auf den Beinen halten konnte. Sie hatte ihren schon erwachsenen Kindern nicht zeigen wollen, wie es wirklich um sie stand. Die Nachmittagssprechstunde neigte sich glücklicherweise schon dem Ende zu, als der Anruf von Dr. Jenny Behnisch kam. Nur zwei Patienten warteten noch, aber sie bekamen nur ihre Injektionen, und Dorthe Harling konnte dann die Bestrahlungen allein überwachen. Dr. Norden rief seine Frau an und sagte ihr, daß er noch in die Behnisch-Klinik fahren müsse. »Ich habe Frau Lorenz noch mal besucht, Daniel. Es war so eine Eingebung. Sie war sehr schwach, aber sie weiß noch genau, was sie redet. Es tut mir um sie so entsetzlich leid, denn von der Familie hat anscheinend niemand Zeit, sie zu besuchen.« »Eine feine Familie«, sagte Daniel Norden heiser. »Ich fahre jetzt hin. Es wird wahrscheinlich ziemlich spät werden, Feelein.«
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Der Außenseiter - Patricia Vandenberg
Dr. Norden Gold
– 21 –
Der Außenseiter
Patricia Vandenberg
Als Dr. Daniel Norden zu Frau Annedore Lorenz in die Behnisch-Klinik gerufen wurde, wußte er, daß ein langes schmerzhaftes Leiden dem Ende entgegenging.
Er kannte Annedore Lorenz seit gut zehn Jahren. Er war Hausarzt der Familie gewesen, bis die schwerkranke Frau dann doch in die Klinik gebracht werden mußte. Dr. Norden hatte selten eine so tapfere Frau kennengelernt, die ihren häuslichen Pflichten nachkam, bis sie sich nicht mehr auf den Beinen halten konnte. Sie hatte ihren schon erwachsenen Kindern nicht zeigen wollen, wie es wirklich um sie stand.
Die Nachmittagssprechstunde neigte sich glücklicherweise schon dem Ende zu, als der Anruf von Dr. Jenny Behnisch kam. Nur zwei Patienten warteten noch, aber sie bekamen nur ihre Injektionen, und Dorthe Harling konnte dann die Bestrahlungen allein überwachen.
Dr. Norden rief seine Frau an und sagte ihr, daß er noch in die Behnisch-Klinik fahren müsse.
»Ich habe Frau Lorenz noch mal besucht, Daniel. Es war so eine Eingebung. Sie war sehr schwach, aber sie weiß noch genau, was sie redet. Es tut mir um sie so entsetzlich leid, denn von der Familie hat anscheinend niemand Zeit, sie zu besuchen.«
»Eine feine Familie«, sagte Daniel Norden heiser. »Ich fahre jetzt hin. Es wird wahrscheinlich ziemlich spät werden, Feelein.«
»Wir sind es ja gewohnt, mein Schatz. Aber Annedore Lorenz verdient es wirklich, daß wenigstens ein paar Menschen Zeit für sie haben.«
Dr. Norden fuhr zur Behnisch-Klinik. Er fuhr oft diese Straße, denn mit Dr. Dieter Behnisch und seiner Frau Jenny waren er und Fee genauso befreundet wie mit Dr. Hans Georg Leitner, dessen Frauenklinik noch einen Kilometer etwas abseits von dieser Straße lag. Drei alte Freunde hatten in einem Stadtteil von München zusammengefunden, und sie unterstützten sich gegenseitig bei schwierigen Fällen. Da gab es keine Konkurrenz. Sie wurden sich immer einig in ihren Diagnosen zum Wohle ihrer Patienten. Manchmal jedoch konnten sie beim besten Willen nicht helfen, wie im Fall von Frau Lorenz.
Annedore Lorenz, sechsundvierzig Jahre alt, kürzlich hätte sie Silberhochzeit feiern können, wenn ihr Mann davon Notiz genommen hätte, aber so tapfer sie sich bis zu diesem Tag gehalten hatte, drei Tage später kam der große Zusammenbruch. Das Herz von Annedore Lorenz spielte nicht mehr mit. Es war wohl auch die Resignation darüber, daß sie sich von ihrer Familie im Stich gelassen fühlte. Diese Resignation nahm ihr die letzte Kraft, die sie lange Jahre trotz schwerster Gelenkschmerzen aufgebracht hatte.
Gelenkchondromatose hieß die Diagnose, der medizinische Begriff. Dr. Norden hatte es Annedore Lorenz genau erklärt, aber sie hatte sich trotzdem nicht geschont, und er wußte warum, vielleicht er allein, abgesehen von dem Rechtsanwalt Dr. Siegel, der Annedores Testament verfaßt hatte.
Sie hatte Herbert Lorenz, einen blendend aussehenden Studenten der Betriebswirtschaft, vor etwas mehr als fünfundzwanzig Jahren geheiratet. Er war mittellos gewesen, sie eine reiche Erbin. Und ihre damals noch lebende Mutter hatte sich auch von dem charmanten Herbert Lorenz einfangen lassen. In ihrem Testament hatte sie ihm nämlich die Hälfte ihrer Anteile an dem Maschinenbauunternehmen ihres verstorbenen Mannes hinterlassen, und Annedore hatte die andere Hälfte mit ihren Kindern teilen müssen.
Vielleicht waren da, vor vier Jahren, Annedore die Augen über ihren Ehemann vollends aufgegangen, aber in der Zwischenzeit hatte sie auch schon einiges mehr über ihn erfahren, was sie nicht hatte glauben wollen und was doch der Wahrheit entsprach.
Ja, Dr. Norden wußte viel über Annedore Lorenz und ihr Leben, viel mehr, als wohl der Ehemann vermuten mochte, aber so wie Daniel Norden den einschätzte, würde er sich wohl keinen einzigen Gedanken darüber machen, daß seine Frau bedeutend klüger und wissender war, als er dachte.
Es gab keinen Zweifel, daß Herbert Lorenz ein guter Geschäftsmann war, und er spielte eine beträchtliche Rolle in der Gesellschaft und auch in der Politik. Er verfügte über allerbeste Beziehungen, und wenn er auf Fotos mit einer eleganten Frau abgebildet wurde, verstand er es, dies als rein gesellschaftliche Beziehung hinzustellen.
Die Zeiten, wo er mit Annedore, seiner Frau, öffentlich in Erscheinung trat, waren längst vorbei, aber Dr. Norden wußte, daß sie früher einmal eine sehr hübsche Frau gewesen war.
Jetzt saß er am Bett einer Sterbenden, aber ihr Blick ließ ihn nicht los.
»Dr. Siegel wird doch alles so regeln, wie ich es bestimmt habe, Dr. Norden«, flüsterte sie.
»Das ist doch selbstverständlich.«
»Er wird es anfechten, das weiß ich, aber bitte, sagen Sie meinen Kindern, daß ich sie immer geliebt habe, auch wenn sie stets auf seiner Seite waren. Ich hatte nicht die Kraft, gegen ihn anzukämpfen, den Kindern die Wahrheit zu sagen. Ich wollte sie zusammenhalten.«
»Sie brauchen sich wirklich keine Vorwürfe zu machen, Frau Lorenz. Sie haben schließlich das Geld eingebracht und die Firma«, sagte Daniel Norden. »Sie hätten mehr an sich denken sollen, an Ihre Gesundheit, ich habe es Ihnen oft gesagt.«
»Ja, und Sie haben es gut gemeint mit mir«, sagte sie leise. »Wenn doch meine Kinder auch solchen Vater hätten.« Jetzt rannen Tränen über ihre eingefallenen Wangen. »Sie sind doch nicht schlecht, sie sind nur jung und ein bißchen oberflächlich. Aber ich hoffe, daß sie sich nicht so ausnehmen lassen wie ich. All dies zu denken… aber bald wird es ja vorbei sein… und dann, ich denke, ich habe genug gebüßt für meine Fehler.«
Dr. Norden hielt die abgemagerten Hände. Ja, er wußte genau, wie diese Frau gelitten hatte, aber ihre Kinder nicht leiden lassen wollte. Und er wußte, daß sie bis zum letzten Atemzug daran denken würde, daß es ihren Kindern bessergehen solle als ihr.
»Sie waren immer so gut zu mir, Dr. Norden. Ich danke Ihnen«, flüsterte sie, kaum noch vernehmbar, und dann schloß sie die Augen, und Dr. Norden wußte, daß sie diese Nacht nicht mehr überleben würde.
»Habt ihr den Mann und die Kinder benachrichtigt, Jenny?« fragte er, als er mit Jenny Behnisch zusammentraf.
»Er ist nicht erreichbar. Er war nie erreichbar, wenn wir angerufen haben. Der Sohn und die ältere Tochter wollten kommen, die Jüngste ist ja noch im Internat. Viel haben sie sich ja nicht um die Mutter gekümmert, länger als zehn Minuten war keiner bei ihr«, sagte Jenny bitter.
»Junge Leute denken sich gar nichts, wenn sie in solchem Wohlstand leben, und sie haben ja alles bekommen, worauf Frau Lorenz freiwillig verzichtet hat, obgleich doch alles eigentlich ihr Geld war.«
»So sehen wir es, Daniel, aber dieser Lorenz sieht es ganz anders.«
»Er wird auch noch seine Strafe bekommen«, sagte Daniel ruhig. »Zumindest einen Schock, wenn das Testament verlesen wird. Eigentlich dürfte ich ja nichts sagen, aber du behältst es ja für dich.«
»Mich würde es freuen, und ich würde auch gern sein langes Gesicht sehen«, sagte Jenny. »Aber da kommt ja der Sohn.«
Daniel drehte sich nicht um. Er konnte sich beherrschen.
Nach Michael Lorenz
