Zerstört mein Leben nicht: Dr. Norden Gold 34 – Arztroman
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Über dieses E-Book
Dr. Norden ist die erfolgreichste Arztromanserie Deutschlands, und das schon seit Jahrzehnten. Mehr als 1.000 Romane wurden bereits geschrieben.
Für Dr. Norden ist kein Mensch nur ein 'Fall', er sieht immer den ganzen Menschen in seinem Patienten. Er gibt nicht auf, wenn er auf schwierige Fälle stößt, bei denen kein sichtbarer Erfolg der Heilung zu erkennen ist. Immer an seiner Seite ist seine Frau Fee, selbst eine großartige Ärztin, die ihn mit feinem, häufig detektivischem Spürsinn unterstützt. Auf sie kann er sich immer verlassen, wenn es darum geht zu helfen.
Ariane Dohna sah Dr. Norden hilflos an. Tränen standen in ihren Augen. »Es hat doch alles keinen Sinn mehr«, flüsterte sie. »Warum mußte Papa sterben? Er war doch noch so jung.« Mitfühlend betrachtete Dr. Daniel Norden das schmale, blasse Mädchen. Fast ein Jahr war es her, daß Dietrich Dohna gestorben war. Für ihn war der Tod eine Erlösung von einem schweren Leiden gewesen. Mit rührender Hingabe hatte Ariane ihren Vater gepflegt und nie die Hoffnung aufgegeben, daß er doch noch genesen würde. Eine Welt war für sie zusammengebrochen, als der Tod dann doch schnell und lautlos gekommen war. Dr. Norden ahnte auch, warum Ariane innerlich nicht zur Ruhe kommen konnte. Ihre Mutter hatte alles sehr schnell von sich abgeschüttelt. Es waren schon vorher Gerüchte laut geworden, daß es einen anderen Mann in ihrem Leben gäbe. Ganz gewiß waren auch Ariane solche Gerüchte zu Ohren gekommen. Eine Zeit schien es, als würde sich Ariane doch wieder zurechtfinden. Sie hatte im Geschäft, das ihr Vater hinterlassen hatte, gearbeitet.
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Zerstört mein Leben nicht - Patricia Vandenberg
Dr. Norden Gold
– 34 –
Zerstört mein Leben nicht
Patricia Vandenberg
Ariane Dohna sah Dr. Norden hilflos an. Tränen standen in ihren Augen.
»Es hat doch alles keinen Sinn mehr«, flüsterte sie. »Warum mußte Papa sterben? Er war doch noch so jung.«
Mitfühlend betrachtete Dr. Daniel Norden das schmale, blasse Mädchen. Fast ein Jahr war es her, daß Dietrich Dohna gestorben war. Für ihn war der Tod eine Erlösung von einem schweren Leiden gewesen. Mit rührender Hingabe hatte Ariane ihren Vater gepflegt und nie die Hoffnung aufgegeben, daß er doch noch genesen würde. Eine Welt war für sie zusammengebrochen, als der Tod dann doch schnell und lautlos gekommen war.
Dr. Norden ahnte auch, warum Ariane innerlich nicht zur Ruhe kommen konnte. Ihre Mutter hatte alles sehr schnell von sich abgeschüttelt. Es waren schon vorher Gerüchte laut geworden, daß es einen anderen Mann in ihrem Leben gäbe. Ganz gewiß waren auch Ariane solche Gerüchte zu Ohren gekommen.
Eine Zeit schien es, als würde sich Ariane doch wieder zurechtfinden. Sie hatte im Geschäft, das ihr Vater hinterlassen hatte, gearbeitet. Das Einrichtungshaus Dohna genoß auch weiterhin einen guten Ruf. Ariane hatte dort schon zu Lebzeiten ihres Vaters praktische Erfahrungen für den erstrebten Beruf als Innenarchitektin gesammelt.
»Macht Ihnen denn auch die Arbeit keine Freude mehr?« fragte er behutsam.
»Ohne Papa ist alles so leer«, erwiderte sie leise, »und nun hat Mama auch noch diesen Brandner als Geschäftsführer eingesetzt. Ich mag ihn nicht.«
Ihre zuerst monotone Stimme bekam einen aggressiven Klang. Dr. Norden wurde sehr nachdenklich.
»Haben Sie nicht Mitbestimmungsrecht?« fragte er.
»Sie hat über meinen Kopf hinweg entschieden, als ich die Bronchitis hatte. Sie hat mir zu verstehen gegeben, daß ich mir nicht Verantwortung aufladen dürfe, der ich nicht gewachsen sei. Schließlich sei es in Papas Sinn, daß die Geschäfte weitergingen und nicht rückläufig wären. Aber sie waren nicht rückläufig. Klaus ist sehr tüchtig, aber es ist Mama ein Dorn im Auge, daß wir uns gut verstehen.«
Da lag also der Hase im Pfeffer. Dr. Norden hatte aufgehorcht. Er war erleichtert, daß sich ihre Zunge jetzt löste.
»Brandner schikaniert Klaus. Nichts macht er richtig. Und Mama hält mir immer vor, daß es unmöglich sei, daß ich mit einem Verkäufer befreundet bin. Es war ihr schon ein Dorn im Auge, daß Papa Klaus so gefördert hat. Sein Vater ist ja ›nur‹ Schreinermeister. Mein Großvater war auch einer, und er hat schließlich das Geschäft aufgebaut. Ich verstehe meine Mutter nicht, Herr Doktor, und sie will mich auch nicht verstehen.«
Dr. Norden überlegte. »Wie wäre es denn, wenn Sie den Stier bei den Hörnern packen würden, Fräulein Dohna? Resignation bringt Sie nicht weiter. Sie sind Miterbin. Ich verstehe, daß Sie Ihren Vater vermissen, aber es wäre wohl wirklich nicht in seinem Sinne, wenn Sie das Feld räumen würden. Gehen Sie doch mal von dem Standpunkt aus, daß Herr Brandner Ihr Angesteller ist. Lassen Sie ihn das spüren.«
»Dann macht mir meine Mutter das Leben zur Hölle.«
»Und wenn Sie sich eine eigene Wohnung nehmen? Sie sind zweiundzwanzig Jahre alt und finanziell gesichert. Sie brauchen sich nicht an die Wand drücken zu lassen und müssen Ihre Kräfte mobilisieren.«
»Das ist leicht gesagt«, flüsterte sie. »Ich fühle mich meiner Mutter nicht gewachsen.«
Dr. Norden kannte Erika Dohna. Er wußte, daß es schwer war, gegen sie anzukommen. Sie verstand es, ihren Willen durchzusetzen. Aber wie war Ariane zu helfen, wenn sie nicht selbst die nötige Kraft aufbrachte?
Die schwere Bronchitis, die sie Wochen ans Bett gefesselt hatte, wirkte sich nachhaltig aus und hatte ihre ohnehin nicht starke Widerstandskraft völlig erlahmen lassen.
»Wie wäre es, wenn Sie einmal völlig abschalten und eine Reise machen würden?« schlug er vor.
»Dann geht hier erst recht alles drunter und drüber. Wenn ich nur nicht diese schrecklichen Depressionen hätte und mal wieder eine Nacht ruhig schlafen könnte.«
»Ich werde Ihnen ein Mittel geben, das Ihnen hilft. Sie müssen aber auch das Ihre dazu beitragen, regelmäßig essen, viel frische Luft tanken und sich behaupten lernen.«
»Wenn Brandner Klaus hinausekelt, habe ich niemanden mehr, mit dem ich reden kann«, sagte Ariane leise.
»Nun, da haben Sie doch wohl auch ein Wörtchen mitzureden. Ihnen zuliebe wird sich Herr Köhler doch nicht hinausekeln lassen.«
»Er hat andere Chancen, und ich könnte es ihm nicht verdenken, wenn er sie nützen würde. Er hat seinen Stolz. Er läßt sich nicht als Kuli behandeln.«
»Sprechen Sie sich doch einmal mit ihm aus, Fräulein Dohna.«
Sie schluchzte trocken auf. »Ich will meinen einzigen Freund nicht verlieren.«
»Wenn er ein wahrer Freund ist, werden Sie ihn nicht verlieren. So, jetzt schlucken Sie mal diese Tablette, und dann hängen Sie nicht immer traurigen Erinnerungen nach. Behaupten Sie sich.«
Das konnte er ihr nur immer wieder sagen, aber war ihr damit zu helfen?
Sie war ein so tatkräftiges Mädchen gewesen, sie hatte während der Krankheit ihres Vaters so viel Tapferkeit bewiesen. Sollte nun ihr ganzer Lebenswille erloschen sein?
»Ich werde alles überdenken, Herr Doktor«, versprach Ariane, als sie sich verabschiedete.
»Dem Mutigen hilft Gott«, sagte er.
»Dies Wort in Gottes Ohr«, erwiderte Ariane.
*
Als sie dann durch die Straßen fuhr, fühlte sie sich plötzlich freier. Der bohrende Schmerz hinter den Schläfen war wie weggeblasen. Schon auf dem Wege zum Friedhof wendete sie den Wagen, von dem Wunsch beseelt, nicht gleich wieder in Trauer zu versinken. Sie fuhr zum Geschäft.
Das Einrichtungshaus Dohna war ein großes Gebäude. Erst zwei Jahre vor seinem Tode hatte es Dietrich Dohna modernisieren lassen. Es hatte eine außerordentlich günstige Lage. Schon mehrmals hatte Erika Dohna festgestellt, daß man es für sehr viel Geld verkaufen könnte, wenn Ariane auf einer Erbteilung bestehen würde. Sie wußte schon, wie sie ihre Tochter immer wieder einschüchtern konnte. Sie verstand es, alles im liebenswürdigsten Ton zu sagen, als würde sie Ariane allein die Entscheidung überlassen.
So klar wie an diesem Vormittag war dies Ariane noch nie geworden, und sie wunderte sich, wieso ihr solche Gedanken jetzt kamen.
Sie fuhr den Wagen in die Garage und blieb noch ein paar Minuten am Steuer sitzen. Sie nahm die Puderdose aus ihrer Handtasche, blickte in den Spiegel, kämmte sich das Haar zurecht und puderte sich das feine Näs-chen.
Als sie die Ausstellungsräume betrat, traf sie gleich zuerst Klaus Köhler. Er hatte sich eben von einem Kunden verabschiedet.
Ariane blickte sich um, aber Brandner war nicht zu sehen.
»Kann ich dich heute abend sprechen, Klaus?« fragte sie leise. »Nach Geschäftsschluß, ganz privat?«
»Gern. Wo treffen wir uns, Ariane?«
»Außerhalb. Im Kupferkrug?«
»Wann?« Er stellte keine langen Fragen.
»Sieben Uhr?«
Klaus nickte zustimmend. Sein Blick umfing sie, war wie ein Streicheln. Das Blut stieg ihr in die blassen Wangen.
Sie liebte ihn, aber von Liebe hatten sie nie gesprochen. Sie kannten sich seit vier Jahren, seit dem Tage, als Klaus in die Firma eingetreten war. Er war ihr sofort sympathisch gewesen und sie ihm wohl auch, aber Freundschaft war erst in ihnen gewachsen, als ihr Vater krank geworden war. Da hatte es noch keinen Till Brandner hier gegeben, der jetzt, die gewohnte Überheblichkeit ausstrahlend, auf sie zukam.
Er war unbestreitbar ein gutaussehender Mann, fünf-unddreißig, groß, schlank, elegant gekleidet. Er hatte schon leicht ergraute Schläfen, kühle blaue Augen, die immer auf der Lauer zu sein schienen. Er begrüßte Ariane höflich, zuvorkommend und dennoch irgendwie her-ablassend.
Gegensätzlicher als er und Klaus konnten zwei Männer gar nicht sein. Klaus war ein sportlicher Typ, frisch, dynamisch und selbstbewußt, aber ohne jede Arroganz. Nicht nur Ariane meinte, daß er mehr Format hätte als Brandner. Klaus war beliebt bei den Kollegen, Brandner ging man lieber aus dem Wege.
»Freut mich, daß Sie kommen, Fräulein Dohna«, sagte Till Brandner, »ich habe gerade einen großen Auftrag unter Dach und Fach gebracht.«
»Bei wem?« fragte sie kurz.
»Recke und Co. Eine komplette Einrichtung für das Sechszimmerhaus des Juniorchefs, der nächsten Monat heiratet.«
»Ich weiß«, sagte Ariane. »Mein Vater war mit Herrn Recke befreundet.«
»Ach, deshalb wollte man noch mit Ihnen persönlich sprechen.«
Arianes feine Augenbrauen hoben sich leicht. »Dann ist die Auswahl also doch noch nicht getroffen worden«, stellte sie mit einem ironischen Unterton fest, der ihn sichtlich verunsicherte. Und das wollte schon viel hei-ßen, denn so schnell konnte ihn niemand irritieren.
»Ich wußte nicht, daß Sie heute kommen. Ich mußte Herrn Recke sagen, daß Sie längere Zeit krank waren. Sie sollten sich besser noch schonen.«
»Das müssen Sie mir überlassen«, erwiderte sie kühl. »Jetzt möchte ich mich über die laufenden Aufträge informieren.«
»Ich werde die Unterlagen holen. Wenn Sie sich bitte einen Augenblick gedulden wollen?«
»Ich bin im Büro.«
Sie ließ ihn stehen und ging zum Lift. Immer, wenn sie vor dem Büro ihres Vaters gestanden hatte, mußte sie sich erst überwinden, die Klinke herabzudrücken. An diesem Tage zögerte sie nicht einen Augenblick.
Melanie Schreiber, die langjährige Sekretärin von
Dietrich
