Neue Hoffnung für Bibianne: Dr. Norden Gold 6 – Arztroman
()
Über dieses E-Book
Dr. Norden ist die erfolgreichste Arztromanserie Deutschlands, und das schon seit Jahrzehnten. Mehr als 1.000 Romane wurden bereits geschrieben.
Für Dr. Norden ist kein Mensch nur ein 'Fall', er sieht immer den ganzen Menschen in seinem Patienten. Er gibt nicht auf, wenn er auf schwierige Fälle stößt, bei denen kein sichtbarer Erfolg der Heilung zu erkennen ist. Immer an seiner Seite ist seine Frau Fee, selbst eine großartige Ärztin, die ihn mit feinem, häufig detektivischem Spürsinn unterstützt. Auf sie kann er sich immer verlassen, wenn es darum geht zu helfen.
Bevor Dr. Daniel Norden einen Hausbesuch bei Bibianne Dirksen machte, blieb er stets noch ein paar Sekunden in seinem Wagen sitzen. Er fühlte sich hilflos, weil er die Grenzen ärztlichen Könnens und Wollens erkennen mußte. Bibianne, neunzehn Jahre alt, war schwer nierengeschädigt und konnte nur durch die Dialyse am Leben erhalten werden. Für Dr. Norden war dies auch wieder ein Beweis, daß man auch mit viel Geld nicht alles kaufen konnte, vor allem nicht die Gesundheit. Es war ein wunderschönes Haus, in dem die Familie Dirksen lebte, und an Geld hatte es ihnen nie gemangelt. Der Generaldirektor Bertil Dirksen konnte wenigstens eines für seine geliebte Tochter tun und eine künstliche Niere mieten. Er hätte auch eine Spenderniere gekauft, aber das war nicht einfach. Dr. Norden stand ständig mit Professor Linde in Verbindung, der Bibianne auch schon klinisch betreut hatte. An diesem noch recht rauhen Frühlingstag wurde Dr. Norden von Effi Dirksen, Bibiannes Mutter, mit sorgenvoller Miene empfangen. Sie war eine schöne Frau, nicht die ins Auge fallende betörende Schönheit, sondern die verinnerlichte. »Unsere Kleine ist heute so deprimiert«, sagte sie leise. Wenn ich doch zaubern könnte, dachte Daniel Norden, aber das konnte er eben nicht. Bibianne saß in ihrem bequemen Lehnstuhl. Am Tag nach der Dialyse ging es ihr sonst eigentlich immer recht ordentlich, aber an diesem Nachmittag blickten ihre Augen traurig. Effi Dirksen war eine kluge Frau.
Andere Titel in Neue Hoffnung für Bibianne Reihe ( 30 )
Vergiß die Angst: Dr. Norden Gold 9 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen... und es ist doch nicht aussichtslos: Dr. Norden Gold 3 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEs kam anders, als sie dachten: Dr. Norden Gold 1 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSorgen um Anneka: Dr. Norden Gold 4 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenErwacht zu neuem Leben: Dr. Norden Gold 53 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Rätsel einer Sommernacht: Dr. Norden Gold 8 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenZerstört mein Leben nicht: Dr. Norden Gold 34 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAm Anfang war es Liebe: Dr. Norden Gold 10 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenUnter falschem Verdacht: Dr. Norden Gold 16 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin neues Leben für Corinne: Dr. Norden Gold 35 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Cousine aus Amerika: Dr. Norden Gold 29 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDoch es kam alles anders …: Dr. Norden Gold 30 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Glück, geliebt zu werden: Dr. Norden Gold 7 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Karriere der schönen Sandra: Dr. Norden Gold 11 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Weg zu deinem Herzen: Dr. Norden Gold 24 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAm Tag, als Carina verschwand: Dr. Norden Gold 12 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWer ist die Mutter?: Dr. Norden Gold 26 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin schwerer Weg für Angelina: Dr. Norden Gold 23 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Mädchen richtet Unheil an: Dr. Norden Gold 13 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSchwer war der Weg zu dir: Dr. Norden Gold 5 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNeue Hoffnung für Bibianne: Dr. Norden Gold 6 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMein Leben in deiner Hand: Dr. Norden Gold 15 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Angst vor der Wahrheit: Dr. Norden Gold 19 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWeil sie einer anderen so ähnlich sah: Dr. Norden Gold 14 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAls Fremde kehrte sie zurück: Dr. Norden Gold 32 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenJill – kleine Waise in Not: Dr. Norden Gold 17 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Wahrheit kannte nur sie: Dr. Norden Gold 31 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Außenseiter: Dr. Norden Gold 21 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Stimme der Fremden: Dr. Norden Gold 36 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVerführerische Augenblicke: Dr. Norden Gold 68 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Mehr von Patricia Vandenberg lesen
Ähnlich wie Neue Hoffnung für Bibianne
Titel in dieser Serie (100)
Vergiß die Angst: Dr. Norden Gold 9 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen... und es ist doch nicht aussichtslos: Dr. Norden Gold 3 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEs kam anders, als sie dachten: Dr. Norden Gold 1 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSorgen um Anneka: Dr. Norden Gold 4 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenErwacht zu neuem Leben: Dr. Norden Gold 53 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Rätsel einer Sommernacht: Dr. Norden Gold 8 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenZerstört mein Leben nicht: Dr. Norden Gold 34 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAm Anfang war es Liebe: Dr. Norden Gold 10 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenUnter falschem Verdacht: Dr. Norden Gold 16 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin neues Leben für Corinne: Dr. Norden Gold 35 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Cousine aus Amerika: Dr. Norden Gold 29 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDoch es kam alles anders …: Dr. Norden Gold 30 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Glück, geliebt zu werden: Dr. Norden Gold 7 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Karriere der schönen Sandra: Dr. Norden Gold 11 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Weg zu deinem Herzen: Dr. Norden Gold 24 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAm Tag, als Carina verschwand: Dr. Norden Gold 12 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWer ist die Mutter?: Dr. Norden Gold 26 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin schwerer Weg für Angelina: Dr. Norden Gold 23 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Mädchen richtet Unheil an: Dr. Norden Gold 13 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSchwer war der Weg zu dir: Dr. Norden Gold 5 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNeue Hoffnung für Bibianne: Dr. Norden Gold 6 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMein Leben in deiner Hand: Dr. Norden Gold 15 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Angst vor der Wahrheit: Dr. Norden Gold 19 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWeil sie einer anderen so ähnlich sah: Dr. Norden Gold 14 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAls Fremde kehrte sie zurück: Dr. Norden Gold 32 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenJill – kleine Waise in Not: Dr. Norden Gold 17 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Wahrheit kannte nur sie: Dr. Norden Gold 31 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Außenseiter: Dr. Norden Gold 21 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Stimme der Fremden: Dr. Norden Gold 36 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVerführerische Augenblicke: Dr. Norden Gold 68 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Ähnliche E-Books
Neue Hoffnung für Bibianne: Dr. Norden Bestseller 300 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAn Liebe dachte sie nicht: Dr. Norden Extra 13 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Versprechen: Dr. Norden Extra 37 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Außenseiter: Dr. Norden Gold 21 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDu wirst es bereuen, Leonie: Dr. Norden Extra 61 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSag nie adieu: Dr. Norden Bestseller 150 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Wahrheit konnte sie nicht ertragen...: Dr. Laurin 125 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Außenseiter: Dr. Norden Bestseller 315 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFalsches Spiel mit Anna: Dr. Norden Extra 53 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHerzen mit Zuversicht: Dr. Norden Bestseller 337 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDieser Fall macht uns Sorgen: Dr. Norden Bestseller 571 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKann unsere Liebe Sünde sein?: Dr. Norden Bestseller 182 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDr. Nordens Doppelgänger: Dr. Norden Bestseller 338 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLiebeskummer muss nicht sein: Die neue Praxis Dr. Norden 4 – Arztserie Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Wahrheit über Stefans Vater: Sophienlust 172 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch spiele für mein Kind: Dr. Laurin 168 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIna, die Jüngste von dreien: Sophienlust 168 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAlles, und zwar sofort Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDieser Fall macht uns Sorgen: Dr. Norden Aktuell 8 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie richtige Entscheidung: Dr. Laurin 180 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer andere in ihrem Leben: Dr. Norden Extra 33 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHerzen mit Zuversicht: Dr. Norden Gold 43 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNiemand ist frei von Schuld: Dr. Norden Bestseller 93 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch breche mein Schweigen nicht: Dr. Norden Bestseller 64 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEs darf kein Abschied für immer sein: Dr. Norden Bestseller Classic 40 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAuf der Flucht vor Alessandro: Dr. Norden – Unveröffentlichte Romane 17 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEs darf kein Abschied für immer sein: Dr. Norden Bestseller 583 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDr. Norden Bestseller 1 – Arztroman: Dr. Daniel Norden Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWas auch immer kommen mag: Dr. Norden Extra 31 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Diagnose der Freundin: Dr. Laurin 177 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Allgemeine Belletristik für Sie
Das Schloss Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Kinder- und Hausmärchen Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Der Struwwelpeter - ungekürzte Fassung: Der Kinderbuch Klassiker zum Lesen und Vorlesen Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Die Frau ohne Schatten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Schnupfen Bewertung: 3 von 5 Sternen3/5Das Kreuz mit den Präpositionen: Welche Präposition ist richtig? Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGermanische Mythologie: Vollständige Ausgabe Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFaust (German Edition) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDienstanweisung für einen Unterteufel Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Zauberberge: Ein Jahrhundertroman aus Davos Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSpanisch lernen in kürzester Zeit Sparpaket Teil 1,2,3,4,5 zusätzlich Anfängerteil mit schriftlicher Aussprache Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Welle: In Einfacher Sprache Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Prozeß: - mit Leitfaden zur Interpretation - Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBegegnungen mit Büchern Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Peperl Mutzenbacher - Tochter der Josefine Mutzenbacher (Ein Erotik, Sex & Porno Klassiker) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie schönsten Erzählungen von Lew Tolstoi Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Das große Buch der Verschwörungen: Vom 11. September bis zu den Schwarzen Koffern Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie schönsten Weihnachtsgedichte (Über 100 Titel in einem Band): Adventlyrik von deutschen Klassikern: Poetische Feier der Weihnachtszeit Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenImmanuel Kant: Gesammelte Werke: Andhofs große Literaturbibliothek Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHeinrich Heine: Gesammelte Werke: Anhofs große Literaturbibliothek Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Aristoteles: Gesammelte Werke: Andhofs große Literaturbibliothek Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGrimms Märchen: Gesamtausgabe - 211 Kinder- und Hausmärchen Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Das Nibelungenlied: Vollständige Ausgabe der Nibelungensage Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIm Westen nichts Neues von Erich Maria Remarque (Lektürehilfe): Detaillierte Zusammenfassung, Personenanalyse und Interpretation Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAndersens Märchen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHandbüchlein der Moral Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSigmund Freud: Gesammelte Werke: Andhofs große Literaturbibliothek Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSternstunden der Menschheit: Historische Miniaturen. Klassiker der Weltliteratur Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5
Verwandte Kategorien
Rezensionen für Neue Hoffnung für Bibianne
0 Bewertungen0 Rezensionen
Buchvorschau
Neue Hoffnung für Bibianne - Patricia Vandenberg
Dr. Norden Gold
– 6 –
Neue Hoffnung für Bibianne
Patricia Vandenberg
Bevor Dr. Daniel Norden einen Hausbesuch bei Bibianne Dirksen machte, blieb er stets noch ein paar Sekunden in seinem Wagen sitzen. Er fühlte sich hilflos, weil er die Grenzen ärztlichen Könnens und Wollens erkennen mußte.
Bibianne, neunzehn Jahre alt, war schwer nierengeschädigt und konnte nur durch die Dialyse am Leben erhalten werden. Für Dr. Norden war dies auch wieder ein Beweis, daß man auch mit viel Geld nicht alles kaufen konnte, vor allem nicht die Gesundheit.
Es war ein wunderschönes Haus, in dem die Familie Dirksen lebte, und an Geld hatte es ihnen nie gemangelt. Der Generaldirektor Bertil Dirksen konnte wenigstens eines für seine geliebte Tochter tun und eine künstliche Niere mieten.
Er hätte auch eine Spenderniere gekauft, aber das war nicht einfach. Dr. Norden stand ständig mit Professor Linde in Verbindung, der Bibianne auch schon klinisch betreut hatte.
An diesem noch recht rauhen Frühlingstag wurde Dr. Norden von Effi Dirksen, Bibiannes Mutter, mit sorgenvoller Miene empfangen.
Sie war eine schöne Frau, nicht die ins Auge fallende betörende Schönheit, sondern die verinnerlichte.
»Unsere Kleine ist heute so deprimiert«, sagte sie leise.
Wenn ich doch zaubern könnte, dachte Daniel Norden, aber das konnte er eben nicht.
Bibianne saß in ihrem bequemen Lehnstuhl. Am Tag nach der Dialyse ging es ihr sonst eigentlich immer recht ordentlich, aber an diesem Nachmittag blickten ihre Augen traurig.
Effi Dirksen war eine kluge Frau. Sie ließ Dr. Norden mit Bibi, wie sie von den Angehörigen genannt wurde, allein, weil sie wußte, daß ihr Kind mit dem Arzt offener sprach, wenn niemand von der Familie dabei war.
»Kummer, Bibi?« fragte Dr. Norden.
Sie nickte. »Alle nehmen Rücksicht auf mich«, erwiderte sie bebend. »Daddy hätte Mami so gern mit nach Stockholm genommen, aber sie wollte mich nicht allein lassen mit Mascha.«
»Ich glaube, daß deine Mami lieber bei dir ist, Bibi«, sagte Dr. Norden.
»Aber Daddy hätte sie auch gern mal wieder bei sich, das spüre ich doch. Es soll sich nicht alles um mich drehen.« Tränen kullerten über ihre Wangen. »Mit mir wird es ja doch nichts Richtiges mehr.«
Ihr schmales Gesichtchen wirkte wie das einer Vierzehnjährigen, die ihren ersten Kummer hatte. Dr. Norden kannte diesen Ausdruck innerer Zerrissenheit, aber bei Bibi handelte es sich nicht um die erste unglückliche Liebe, sondern um ein Leid, das sie seit Jahren tragen mußte.
»Das darfst du nicht sagen, Bibi. Wir finden eine Spenderniere. Professor Linde meint, daß der Erfolg um so größer sein wird, wenn ein junger Mensch wirklich ausgewachsen ist.«
»Ich bin doch zurückgeblieben, darüber täusche ich mich doch nicht hinweg«, sagte Bibi leise.
»Aber der Geist ist dem Lebensalter voraus«, erwiderte Dr. Norden.
»Das nutzt mir auch nichts, wenn ich ihn beruflich nicht verwerten kann. Außerdem bedrückt es mich, daß Björn seine Verlobung gelöst hat. Bestimmt deshalb, weil Isa nichts mit mir zu tun haben wollte.«
»Nun, wenn das der Grund sein sollte, Bibi, ist er gut beraten gewesen, diese Verlobung zu lösen, denn glücklich wäre er mit Isa nicht geworden.«
Er kannte Isa Bürgler, und er hatte sich sowieso gewundert, daß Björn Dirksen mit ihr so lange zusammengeblieben war.
»Björn ist mit Daddy nach Stockholm. Sie besuchen die Großeltern«, sagte Bibi unter Tränen. »Ich werde nie mehr hinkommen zu ihnen.«
»Bestimmt wirst du das. Hab’ nur noch ein bißchen Geduld, Bibi«, sagte Dr. Norden.
Sie sah ihn mit einem trostlosen Blick an. »Zu denken, daß jemand erst sterben muß, damit ich mit seiner Niere weiterleben kann, ist auch nicht schön«, sagte sie leise.
»Das liegt nun mal nicht in unserer Macht, und ich finde es gut, wenn Menschen ihre Organe zu spenden bereit sind, um anderes Leben zu retten und zu erhalten, Bibi.«
»Wenn ich wenigstens wüßte, warum Gott mir diese Strafe auferlegt hat«, sagte sie bebend. »Ich habe nie jemandem etwas zuleide getan.«
»Wie kannst du nur so denken, Bibi?« fragte Dr. Norden bestürzt.
»Isa hat es doch gesagt. Ich habe es gehört. Ich würde schon was getan haben, daß ich so gestraft werde, hat sie gesagt. Sie ist doch so fromm.«
»Das glaube ich nicht, daß sie fromm ist«, sagte Daniel Norden grimmig. »Wann hat sie es gesagt?«
»Als sie mit Björn gestritten hat, und dann hat er gesagt, daß er sie nicht mehr sehen mag. Er war so schrecklich wütend.«
»Mit Recht«, sagte Daniel, und dann legte er seine Hand an Bibis Wange. »Sei nicht mehr traurig, Kleines, es wird alles gut werden.«
»Ich hatte aber einen schrecklichen Traum«, flüsterte sie. »Ich habe geträumt, daß ich gestorben bin.«
»Das bedeutet ein langes Leben, hat man mir einmal gesagt.«
»Und dann hat auch jemand gesagt, daß ich gar nicht tot bin. Aber ich habe doch ein Grab gesehen.«
Ihm war es doch unbehaglich, aber er nahm ihre Hände. »Das war ein Traum, Bibi. Die Wirklichkeit sieht anders aus.«
»Aber auch nicht schön«, sagte sie leise.
*
Weit entfernt von diesem Haus sagte eine Mutter zu ihrer Tochter: »Du denkst nur an dein Vergnügen, Martina, nicht an die Sorgen, die wir uns um dich machen.«
»Warum macht ihr euch Sorgen?« fragte das bildhübsche Mädchen. »Soll ich hier versauern? In diesem Nest kommt man doch nicht weiter. Wenn ihr mit dem zufrieden seid, was ihr hier verdient, ich bin es nicht.«
Maria Crisanto betrachtete ihre hübsche Tochter mit kummervollen Augen.
»Was willst du denn in München machen, Kind? Dort gibt es doch genug arbeitslose Verkäuferinnen.«
»Denkst du, Mama. Es kommt doch ganz darauf an, wie man aussieht und wie man mit den Leuten umgehen kann, und ich spreche perfekt deutsch. Ich habe das Gastarbeiterimage satt.«
Maria drängten sich Tränen in die Augen. »Aber uns geht es doch gut, Martina. Wir haben hier ein Häuschen. Es geht uns doch besser als manchen Deutschen.«
»Und unser Marco konnte sogar studieren«, spottete Martina. »Wieder die alte Leier, die kenne ich doch. Jedenfalls werde ich mir einen reichen Mann suchen, und hier finde ich den nicht. Ich werde als Fotomodell arbeiten und viel Geld verdienen. Du wirst dich eines Tages noch über meinen Entschluß freuen, Mama.«
Maria Crisanto trocknete ihre Tränen, die über ihre Wangen rannen. »Dann kann ich nur hoffen, daß du anständig bleibst und uns keine Schande machst, Martina«, sagte sie.
»Mach nicht so ein Gesicht, Mama! Ich weiß, was ich will«, sagte Martina. »Und nun, Addio, sag Papa schöne Grüße, wenn er von der Montage zurückkommt. Ich melde mich.«
Sie gab ihrer Mutter einen Kuß, ging hinaus und stieg auf ihr Motorrad.
Martina Crisanto, knapp neunzehn Jahre alt, war wenige Minuten später auf dem Weg nach München. Und Maria, die diese Motorräder sowieso haßte, blieb sorgenvoll allein zurück.
Martina pfiff vor sich hin. Sie fuhr nicht verbissen, sie fuhr auch nicht zu schnell. Als die Türme Münchens schon zu sehen waren, sang sie sogar. Und dann…
Sekunden später schoß von hinten ein Sportwagen heran. Sie sah ihn im Rückspiegel, aber das war auch das letzte, was sie sah, dann krachte es schon fürchterlich, und sie wurde meterweit durch die Luft geschleudert.
Polizei, Sirenen und Rettungswagen beherrschten schon später das Bild. Die Straße war gesperrt. Martina Crisanto wurde zum Großklinikum gefahren. Der Fahrer des Sportwagens, der aus unerfindlichen Gründen die Herrschaft über seinen Wagen verloren hatte, war tot, sein Beifahrer, oder war es eine Beifahrerin, war noch nicht geborgen.
Im Klinikum kämpfte man um das Leben des jungen Mädchens, das mit allerschwersten Kopfverletzungen eingeliefert worden war.
»Oh man ihr ein Überleben wünschen sollte?« fragte der Chirurg leise.
»Sie ist Italienerin, aber sie hat einen Organspenderausweis bei sich«, erklärte der Internist Dr. Roth. »Achtzehn Jahre, sieben Monate, Name Martina Crisanto. Ich werde auf jeden Fall Professor Linde verständigen, falls der Tod eintreten sollte.«
Martina hatte ihre Papiere und ihr Notizbuch bei sich gehabt. Im Fall eines Unfalls sei ihr Bruder Marco Crisanto zu verständigen. Es war eine Adresse in Freimann, und eine Telefonnummer stand auch dabei, auch die Adresse ihrer Eltern in Weidenbach.
Ein junges Leben begann zu verlöschen, und man tat alles, um die Angehörigen zu verständigen.
*
Professor Linde war sofort gekommen. Er wollte alle Werte haben, um sie vergleichen zu können. Kurz zuvor hatte er gerade wieder mit Dr. Norden telefoniert, den er sehr schätzte, und er war den Dirksens freundschaftlich verbunden.
Wie es jetzt aussah, konnte Bibi möglicherweise eine Spenderniere bekommen. Für sie sah es gut aus, wie es für Martina schlecht aussah.
Siebzehn Uhr war es, als Marco Crisanto im Klinikum eintraf, vierundzwanzig Jahre alt und angehender Diplomingenieur. Ein junger Mann, der Respekt einflößte durch seine aufrechte und tapfere Haltung.
