Röntgenärztin Dr. Courdula N.: Kurfürstenklinik 88 – Arztroman
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Über dieses E-Book
Die "Kurfürstenklinik" ist eine Arztromanserie, die das gewisse Etwas hat und medizinisch in jeder Hinsicht seriös recherchiert ist.
Nina Kayser-Darius ist eine besonders erfolgreiche Schriftstellerin für das Genre Arztroman, das in der Klinik angesiedelt ist. 100 populäre Titel über die Kurfürstenklinik sprechen für sich.
»Ach, hier sind Sie!« sagte Dr. Volker Gebert in jenem gedehnten, spöttischen Tonfall, den er speziell für Frauen reserviert zu haben schien – in diesem Fall handelte es sich um die Röntgenärztin Dr. Cordula Niendorf. Dr. Gebert arbeitete, wie Cordula, noch nicht sehr lange an der Kurfürsten-Klinik in Berlin-Charlottenburg, aber immerhin drei Monate länger als sie. Er war Oberarzt in der Röntgenologie geworden und damit ihr Chef. Vom ersten Tag an hatte er ihr und ihren Kolleginnen das Leben schwer gemacht – ihr jedoch ganz besonders, und das bildete sie sich bestimmt nicht ein. »Ja, hier bin ich«, erwiderte sie mit erzwungener Ruhe. Wie oft schon hatte sie sich geschworen, sich von diesem arroganten Menschen nicht provozieren zu lassen! Aber es gelang ihr zu ihrem größten Ärger nicht immer. Sie war nun einmal sehr temperamentvoll, mit ihr gingen, wie ihr Vater immer sagte, öfter mal die Gäule durch. »Ich mache Pause.« »Das sehe ich.« Falls das überhaupt möglich war, wurde seine Stimme noch spöttischer. »Frau Dr. Niendorf macht Pause, während alle anderen nicht wissen, wohin vor lauter Arbeit. Lassen Sie es sich gut schmecken! Wir machen die Arbeit, die Sie liegengelassen haben, gern für Sie mit!«
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Buchvorschau
Röntgenärztin Dr. Courdula N. - Nina Kayser-Darius
Kurfürstenklinik
– 88 –
Röntgenärztin Dr. Courdula N.
… steht vor ihrer bisher schwersten Bewährungsprobe
Nina Kayser-Darius
»Ach, hier sind Sie!« sagte Dr. Volker Gebert in jenem gedehnten, spöttischen Tonfall, den er speziell für Frauen reserviert zu haben schien – in diesem Fall handelte es sich um die Röntgenärztin Dr. Cordula Niendorf. Dr. Gebert arbeitete, wie Cordula, noch nicht sehr lange an der Kurfürsten-Klinik in Berlin-Charlottenburg, aber immerhin drei Monate länger als sie. Er war Oberarzt in der Röntgenologie geworden und damit ihr Chef. Vom ersten Tag an hatte er ihr und ihren Kolleginnen das Leben schwer gemacht – ihr jedoch ganz besonders, und das bildete sie sich bestimmt nicht ein.
»Ja, hier bin ich«, erwiderte sie mit erzwungener Ruhe. Wie oft schon hatte sie sich geschworen, sich von diesem arroganten Menschen nicht provozieren zu lassen! Aber es gelang ihr zu ihrem größten Ärger nicht immer. Sie war nun einmal sehr temperamentvoll, mit ihr gingen, wie ihr Vater immer sagte, öfter mal die Gäule durch. »Ich mache Pause.«
»Das sehe ich.« Falls das überhaupt möglich war, wurde seine Stimme noch spöttischer. »Frau Dr. Niendorf macht Pause, während alle anderen nicht wissen, wohin vor lauter Arbeit. Lassen Sie es sich gut schmecken! Wir machen die Arbeit, die Sie liegengelassen haben, gern für Sie mit!«
Es war ungerecht, was er sagte, und er wußte das natürlich ganz genau. Alle anderen hatten ihre Pause längst hinter sich, nur Cordula war bisher nicht dazu gekommen. Sie hatten in der Tat ungeheuer viel zu tun gehabt, es war fast wie Fließbandarbeit gewesen, was die Röntgenologie an diesem Vormittag hatte leisten müssen. Zum Glück kam es nicht allzu oft vor, daß es so hektisch und stressig war. Jedenfalls hatte Cordula seit ihrem Dienstbeginn am frühen Morgen noch keine fünf Minuten Pause gehabt, und jetzt mußte sie wenigstens etwas trinken und ein halbes Brötchen essen, denn ihr war schon schwindelig vor Hunger.
Bevor Cordula darauf hinweisen konnte, daß alle anderen ihre Pause bereits gehabt hatten, erschien ein weiterer Kollege in der Tür, Dr. Ferdinand Branitzky. Cordula wußte nicht, wen sie schlimmer fand, ihn oder Volker Gebert. Ferdinand Branitzky war ein schwacher Mensch, der sich immer der Meinung desjenigen anschloß, der gerade am meisten zu sagen hatte. Sie fand ihn ekelhaft, während Volker Gebert eher ihren Zorn erregte.
»Die Frau Doktor genehmigt sich eine Pause, Ferdi«, sagte Dr. Gebert höhnisch. »Komm, wir wollen sie nicht länger stören, sonst bekommt sie vielleicht noch etwas in den falschen Hals.« Ferdinand Branitzky brauchte einen Moment, bis er den dummen Witz verstanden hatte, dann stimmte er in das Gelächter seines neuen Chefs ein.
Sie schlossen die Tür hinter sich, und Cordula mußte erst einmal tief durchatmen. Wenn sie nur gewußt hätte, warum dieser gräßliche Mensch sie derartig verfolgte! Sie hatte ihm überhaupt nichts getan, aber anscheinend reichte allein ihr Anblick, um ihn gegen sie aufzubringen.
Sie zwang sich dazu, ihr halbes Brötchen aufzuessen, obwohl ihr schlagartig der Appetit vergangen war. Volker Gebert hatte es bei anderer Gelegenheit schon geschafft, ihr so zuzusetzen, daß ihr die Tränen gekommen waren – das war eine ungeheure Demütigung für sie gewesen. Zumindest so weit war es heute nicht gekommen. Mit diesem Gedanken versuchte sie, sich irgendwie zu trösten.
Ihr war das Gerücht zu Ohren gekommen, daß er seine Oberarzt-Stelle an der renommierten Kurfürsten-Klinik einflußreichen Gönnern zu verdanken hatte – aber das konnte stimmen oder auch nicht. Er blieb eine Plage, der Dr. Gebert, und sie würde sich, wenn sich an der jetzigen Situation nichts änderte, über kurz oder lang nach einer neuen Stelle umsehen müssen.
Doch bevor sie das tat, würde sie um ein Gespräch mit dem Verwaltungsdirektor der Klinik, Thomas Laufenberg, bitten. Er war ein sehr ruhiger, sympathischer Mann, der sich für sie stark gemacht hatte, wie sie mittlerweile wußte. Vielleicht konnte er ihr einen Rat geben. Immerhin war es denkbar, daß sie sich falsch verhielt und ihren neuen Chef irgendwie reizte. Aber eigentlich glaubte sie das nicht. Dr. Volker Gebert gehörte zu den Menschen, die ihre Frustrationen gern an anderen ausließen – vorzugsweise an denen, die sie für schwächer hielten.
Sie trank ihr Wasser, schluckte den letzten Bissen und verließ den Raum, um sich wieder an die Arbeit zu machen. Zum Glück war von Dr. Gebert und Dr. Branitzky weit und breit nichts zu sehen.
*
»Ach, Papa!« maulte Jenna Körber. »Ich will nicht in diese blöde Klinik! Muß es denn ausgerechnet jetzt sein, wo ich für das Tennis-Turnier aufgestellt bin?«
»Ja, es muß jetzt sein!« stellte Johannes Körber sehr bestimmt fest. »Dr. Harmsen hat gesagt, er kommt nicht weiter, und er hat dringend angeraten, dich einmal gründlich untersuchen zu lassen. Es ist nicht normal, daß du so oft Kopfschmerzen hast und daß dir schwindelig wird. Es werden Aufnahmen von deinem Kopf gemacht, sie untersuchen dein Blut in allen Richtungen, und wer weiß, was sie noch für Untersuchungen machen. Die Kurfürsten-Klinik ist eins der besten Krankenhäuser der Welt, wenn sie dort nicht finden, was dir fehlt, dann finden sie es nirgends.«
»Vielleicht fehlt mir ja gar nichts«, sagte Jenna. »Ich will so gern bei dem Turnier mitmachen, Papa!«
»Nächstes Mal«, erwiderte Johannes.
Es tat ihm wirklich leid, seiner Tochter diesen Herzenswunsch nicht erfüllen zu können – aber auf der anderen Seite war es vielleicht auch gar nicht so schlecht, denn er verwöhnte sie maßlos, seit seine Frau vor zwei Jahren an Brustkrebs gestorben war. Das war eine entsetzliche Zeit gewesen – vor allem natürlich für Antonia, seine Frau, aber auch für Jenna und ihn. Noch immer legte sich Trauer wie ein graues Tuch auf sein Gemüt, wenn er daran zurückdachte.
War es da ein Wunder, daß er in der Folgezeit alles getan hatte, um Jenna über den Verlust hinwegzuhelfen? Sie war zehn Jahre alt gewesen, als ihre Mutter starb, jetzt war sie zwölf. Und natürlich fehlte ihr Antonia mehr denn je. Ein Mädchen, daß sich an der Schwelle zum Frau-Sein befand, brauchte eine Mutter, die ihm in dieser schwierigen Zeit half. Er selbst versuchte sein Bestes, aber er konnte Antonia nicht ersetzen, das wußte er nur zu gut.
Außerdem hatte er nicht genug Zeit für Jenna – er war Manager in einem Medienkonzern und wenn er nicht mit seiner Tochter zusammen war, arbeitete er. Arbeit bis an den Rand der Erschöpfung war sein Rezept gegen Trauer und Depressionen.
»Du bist erst zwölf, du kannst in deinem leben noch jede Menge Turniere spielen, Jenna.«
Als er sie ansah, floß sein Herz über vor Liebe. Sie hatte die braunen wuscheligen Locken ihrer Mutter geerbt und auch deren herzförmiges, hübsches Gesicht. In einigen Jahren würde sie aussehen wie Antonia. Er stand auf und ging zu ihr. Liebevoll zog er sie an sich. »Wir wollen doch nichts riskieren, Jenna, oder? Wenn Dr. Harmsen rät, dich so schnell wie möglich in der Kurfürsten-Klinik untersuchen zu
