Verstehen heißt verzeihen: Dr. Norden Bestseller 344 – Arztroman
()
Über dieses E-Book
Dr. Norden ist die erfolgreichste Arztromanserie Deutschlands, und das schon seit Jahrzehnten. Mehr als 1.000 Romane wurden bereits geschrieben. Die Serie von Patricia Vandenberg befindet sich inzwischen in der zweiten Autoren- und auch Arztgeneration.
Dr. Dieter Behnisch zuckte erschrocken zusammen, als die Tür zu seinem Arbeitszimmer plötzlich aufging. Sein Kopf ruckte empor, und sein Blick schien aus Weltenferne zurückzukehren. »Pardon, Doc«, sagte eine tiefe Männerstimme, »aber da ist Frau Dr. Ruhland, die Sie sprechen möchte.« Dr. Nicolas Hastings, seit ein paar Wochen als Arzt auf Zeit an der Behnisch-Klinik, sprach ein gutes Deutsch, aber man hörte den gebürtigen Engländer heraus. »Frau Dr. Ruhland?« wiederholte Dr. Behnisch fragend. »Verwandt mit dem Patienten Ruhland?« »Das hat sie mir nicht gesagt. Sie ist sehr reserviert und möchte nur Sie sprechen.« »Ja, dann muß ich sie wohl empfangen.« »Sie ist eine Kollegin«, sagte Nicolas mit seinem charmanten Lächeln, bei dem alle Krankenschwestern dahinflossen. Aber es war nur das Lächeln, das ihm angeboren war und das er nicht unter Kontrolle bekam. Er war ein durch und durch ernster Mann, und ein sehr guter Arzt, wie Dr.
Andere Titel in Verstehen heißt verzeihen Reihe ( 30 )
Der schwierige Patient: Dr. Norden Bestseller 5 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDr. Daniel Norden: Dr. Norden Bestseller 1 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDr. Norden Bestseller 1 – Arztroman: Dr. Daniel Norden Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDr. Norden Bestseller 2 – Arztroman: Hat das Leben seinen Sinn verloren? Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBesorgt um ein junges Menschenleben: Dr. Norden Bestseller 44 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFast wäre es zu spät gewesen: Dr. Norden Bestseller 4 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDieser Fall macht uns Sorgen: Dr. Norden Bestseller 28 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSaskia und der Fremde: Dr. Norden Bestseller 6 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHilferuf an Dr. Norden: Dr. Norden Bestseller 13 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMarcella, die schöne Verführerin: Dr. Norden Bestseller 29 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSchwester Claudia – eine tapfere Frau: Dr. Norden Bestseller 23 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin schlimmer Tag für Manuela: Dr. Norden Bestseller 24 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDr. Norden Bestseller 4 – Arztroman: Fast wäre es zu spät gewesen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWer ist Vanessa Hunter?: Dr. Norden Bestseller 7 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAngst um Almut: Dr. Norden Bestseller 20 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBegegnung im Unfallkrankenhaus: Dr. Norden Bestseller 9 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeine rätselhafte Kollegin: Dr. Norden Bestseller 21 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin gewagtes Spiel: Dr. Norden Bestseller 18 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMan nahm ihr das Kind: Dr. Norden Bestseller 10 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHat das Leben seinen Sinn verloren?: Dr. Norden Bestseller 2 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine gefährliche Verwechslung: Dr. Norden Bestseller 3 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMit der Vergangenheit leben: Dr. Norden Bestseller 12 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenÜber allem steht die Liebe: Dr. Norden Bestseller 15 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDu darfst nicht verzweifeln: Dr. Norden Bestseller 11 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin falscher Kollege: Dr. Norden Bestseller 26 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSpäte Sühne: Dr. Norden Bestseller 14 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Stunde wird zur Ewigkeit: Dr. Norden Bestseller 25 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWenn Dr. Norden Urlaub macht: Dr. Norden Bestseller 17 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSo muss ich dich wiedersehen: Dr. Norden Bestseller 30 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch kann jenen Tag nicht vergessen: Dr. Norden Bestseller 60 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Mehr von Patricia Vandenberg lesen
Ähnlich wie Verstehen heißt verzeihen
Titel in dieser Serie (100)
Der schwierige Patient: Dr. Norden Bestseller 5 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDr. Daniel Norden: Dr. Norden Bestseller 1 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDr. Norden Bestseller 1 – Arztroman: Dr. Daniel Norden Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDr. Norden Bestseller 2 – Arztroman: Hat das Leben seinen Sinn verloren? Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBesorgt um ein junges Menschenleben: Dr. Norden Bestseller 44 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFast wäre es zu spät gewesen: Dr. Norden Bestseller 4 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDieser Fall macht uns Sorgen: Dr. Norden Bestseller 28 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSaskia und der Fremde: Dr. Norden Bestseller 6 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHilferuf an Dr. Norden: Dr. Norden Bestseller 13 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMarcella, die schöne Verführerin: Dr. Norden Bestseller 29 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSchwester Claudia – eine tapfere Frau: Dr. Norden Bestseller 23 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin schlimmer Tag für Manuela: Dr. Norden Bestseller 24 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDr. Norden Bestseller 4 – Arztroman: Fast wäre es zu spät gewesen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWer ist Vanessa Hunter?: Dr. Norden Bestseller 7 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAngst um Almut: Dr. Norden Bestseller 20 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBegegnung im Unfallkrankenhaus: Dr. Norden Bestseller 9 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeine rätselhafte Kollegin: Dr. Norden Bestseller 21 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin gewagtes Spiel: Dr. Norden Bestseller 18 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMan nahm ihr das Kind: Dr. Norden Bestseller 10 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHat das Leben seinen Sinn verloren?: Dr. Norden Bestseller 2 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine gefährliche Verwechslung: Dr. Norden Bestseller 3 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMit der Vergangenheit leben: Dr. Norden Bestseller 12 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenÜber allem steht die Liebe: Dr. Norden Bestseller 15 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDu darfst nicht verzweifeln: Dr. Norden Bestseller 11 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin falscher Kollege: Dr. Norden Bestseller 26 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSpäte Sühne: Dr. Norden Bestseller 14 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Stunde wird zur Ewigkeit: Dr. Norden Bestseller 25 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWenn Dr. Norden Urlaub macht: Dr. Norden Bestseller 17 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSo muss ich dich wiedersehen: Dr. Norden Bestseller 30 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch kann jenen Tag nicht vergessen: Dr. Norden Bestseller 60 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Ähnliche E-Books
Verstehen heißt verzeihen: Dr. Norden Gold 50 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Außenseiter: Dr. Norden Bestseller 315 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine barmherzige Lüge: Dr. Norden Bestseller 71 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer andere in ihrem Leben: Dr. Norden Extra 33 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGroße Träume, gebrochene Herzen: Arztroman Sammelband 3 Romane Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWer ist Vanessa Hunter?: Dr. Norden – Die Anfänge 7 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHilf mir zu vergessen: Dr. Norden Bestseller 260 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch spiele für mein Kind: Dr. Laurin 168 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Außenseiter: Dr. Norden Gold 21 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWer ist Vanessa Hunter?: Dr. Norden Bestseller 7 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWer ist Vanessa Hunter?: Dr. Norden Bestseller 551 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVerborgene Träume: Dr. Norden Extra 111 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSuper Arztroman Doppelband 1001 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDr. Behnisch muß schweigen: Dr. Norden Bestseller 78 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Glück in Gefahr: Dr. Norden Bestseller 22 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGib der Liebe eine Chance: Der neue Dr. Laurin 113 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVerborgene Träume: Dr. Norden Bestseller 461 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVerborgene Träume: Dr. Norden Bestseller 427 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLieber Doktor, bitte melden: Notarzt Dr. Winter 46 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDr. Winter, bitte melden!: Kurfürstenklinik 137 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIn bester Freundschaft: Dr. Norden Extra 130 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHalt es nicht zu fest, dein Glück: Dr. Norden Gold 57 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen... ist dicker als Wasser: Krimi Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRomina - ein Mädchen mit Herz: Dr. Norden Bestseller 220 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Herz voller Zweifel: Dr. Norden Extra 7 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie verlorene Kindheit: Familie Dr. Norden 792 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVerspiel nicht das Glück: Dr. Laurin 179 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Mädchen, das ich liebe: Dr. Norden Extra 2 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWenn die Stunde der Wahrheit schlägt: Der junge Norden 40 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDich darf ich nicht verlieren: Dr. Florian Winter Arztroman 1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Allgemeine Belletristik für Sie
Das Schloss Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Kinder- und Hausmärchen Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Der Struwwelpeter - ungekürzte Fassung: Der Kinderbuch Klassiker zum Lesen und Vorlesen Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Die Frau ohne Schatten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Schnupfen Bewertung: 3 von 5 Sternen3/5Das Kreuz mit den Präpositionen: Welche Präposition ist richtig? Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGermanische Mythologie: Vollständige Ausgabe Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFaust (German Edition) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDienstanweisung für einen Unterteufel Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Zauberberge: Ein Jahrhundertroman aus Davos Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSpanisch lernen in kürzester Zeit Sparpaket Teil 1,2,3,4,5 zusätzlich Anfängerteil mit schriftlicher Aussprache Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Welle: In Einfacher Sprache Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Prozeß: - mit Leitfaden zur Interpretation - Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBegegnungen mit Büchern Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Peperl Mutzenbacher - Tochter der Josefine Mutzenbacher (Ein Erotik, Sex & Porno Klassiker) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie schönsten Erzählungen von Lew Tolstoi Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Das große Buch der Verschwörungen: Vom 11. September bis zu den Schwarzen Koffern Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie schönsten Weihnachtsgedichte (Über 100 Titel in einem Band): Adventlyrik von deutschen Klassikern: Poetische Feier der Weihnachtszeit Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenImmanuel Kant: Gesammelte Werke: Andhofs große Literaturbibliothek Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHeinrich Heine: Gesammelte Werke: Anhofs große Literaturbibliothek Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Aristoteles: Gesammelte Werke: Andhofs große Literaturbibliothek Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGrimms Märchen: Gesamtausgabe - 211 Kinder- und Hausmärchen Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Das Nibelungenlied: Vollständige Ausgabe der Nibelungensage Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIm Westen nichts Neues von Erich Maria Remarque (Lektürehilfe): Detaillierte Zusammenfassung, Personenanalyse und Interpretation Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAndersens Märchen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHandbüchlein der Moral Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSigmund Freud: Gesammelte Werke: Andhofs große Literaturbibliothek Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSternstunden der Menschheit: Historische Miniaturen. Klassiker der Weltliteratur Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5
Verwandte Kategorien
Rezensionen für Verstehen heißt verzeihen
0 Bewertungen0 Rezensionen
Buchvorschau
Verstehen heißt verzeihen - Patricia Vandenberg
Dr. Norden Bestseller
– 344 –
Verstehen heißt verzeihen
Patricia Vandenberg
Dr. Dieter Behnisch zuckte erschrocken zusammen, als die Tür zu seinem Arbeitszimmer plötzlich aufging. Sein Kopf ruckte empor, und sein Blick schien aus Weltenferne zurückzukehren.
»Pardon, Doc«, sagte eine tiefe Männerstimme, »aber da ist Frau Dr. Ruhland, die Sie sprechen möchte.«
Dr. Nicolas Hastings, seit ein paar Wochen als Arzt auf Zeit an der Behnisch-Klinik, sprach ein gutes Deutsch, aber man hörte den gebürtigen Engländer heraus.
»Frau Dr. Ruhland?« wiederholte Dr. Behnisch fragend. »Verwandt mit dem Patienten Ruhland?«
»Das hat sie mir nicht gesagt. Sie ist sehr reserviert und möchte nur Sie sprechen.«
»Ja, dann muß ich sie wohl empfangen.«
»Sie ist eine Kollegin«, sagte Nicolas mit seinem charmanten Lächeln, bei dem alle Krankenschwestern dahinflossen.
Aber es war nur das Lächeln, das ihm angeboren war und das er nicht unter Kontrolle bekam. Er war ein durch und durch ernster Mann, und ein sehr guter Arzt, wie Dr. Behnisch sehr zufrieden und sogar beglückt feststellen konnte. Er hatte allerdings auch eine ganz besondere Beziehung zu Nicolas.
»Wir sprechen uns nachher noch«, sagte Dieter Behnisch, »schauen Sie mal nach meiner Frau, Nick.«
»Sofort«, kam die schnelle Erwiderung.
Jenny Behnisch war von einer Virusgrippe gepackt worden, und um sie machte sich Dieter Behnisch die größten Sorgen. Er machte sich auch bittere Vorwürfe, daß Jenny einfach überfordert war.
An sich selber dachte er nicht, denn er war genauso im Streß. Allerdings nahm ihm Nicolas jetzt viel ab.
Ja, er war ein Glücksfall in größter Not. Und nun trat Dr. Beatrice Ruhland ein, etwas mehr als mittelgroß, schlank, Kurzhaarfrisur, die ihr aber ausnehmend gut stand, da sie ein sehr apartes, aber herbes Gesicht hatte, und hellwache graue Augen blickten Dr. Behnisch forschend an.
»Guten Tag, Frau Kollegin«, sagte Dr. Behnisch beeindruckt, »was kann ich für Sie tun?«
»Ich wurde benachrichtigt, daß mein Vater hier in der Klinik liegt«, erwiderte sie. »Ich bin aus Klagenfurt gekommen, um mich über seinen Zustand zu informieren.«
Dieter Behnisch war überrascht, aber er zeigte es nicht. Angehörige erkundigten sich eigentlich nicht in so sachlich-kühlem Ton nach dem Befinden eines Kranken, und in diesem Fall handelte es sich um die Tochter von Eberhard Ruhland, von der allerdings bisher nie die Rede gewesen war, immer nur von Irene, die aber auch nur höchst selten in der Klinik erschien, in der Eberhard Ruhland nun schon mehr als vier Wochen lag. Er litt an einer schweren Hepatitis, und Dr. Behnisch zweifelte daran, daß die wirklich intensive Behandlung auch Erfolg bringen könnte.
»Ja, es stimmt, Herr Ruhland ist seit viereinhalb Wochen hier Patient.«
»Und wie lautet die Diagnose?«
»Hepattis lupoide«, erwiderte er knapp.
Ihre Augen weiteten sich. »Mir brauchen Sie ja nichts zu erklären, aber anscheinend ist sich meine Mutter der Tragweite nicht bewußt.«
»Den Eindruck habe ich auch, aber da Frau Ruhland sehr labil ist, wage ich nicht, ihr eine genaue Erklärung zu geben.«
»Das ist auch nicht nötig. Meine Mutter versteht es doch nicht. Sie ist eine Beamtenfrau, sie weiß mit dem Haushaltsgeld umzugehen, ist überaus penibel und auch eine sehr gute Köchin, aber mit Krankheiten hat sie sich nie befaßt. Und plötzlich erinnert man sich, daß man eine Tochter und Schwester hat, die Ärztin ist. Herr Kollege, ich möchte Sie nicht im unklaren darüber lassen, daß ich schon Jahre keine Kontakte mehr zu meiner Familie habe. Meine Schwester Irene scheint nur zu ahnen, daß mein Vater sterben könnte, und so kam sie nicht umhin, sich auf den Wunsch meiner Mutter zu informieren. Wird er sterben?«
Dr. Behnisch war momentan sprachlos. Er hatte noch nie eine nahe Verwandte kennengelernt, die sich so knapp und kühl äußerte, aber irgendwie bewunderte er diese junge Kollegin, weil sie gar nicht den Versuch machte, anders zu erscheinen, als sie war und dachte. Er schätzte sie auf Mitte zwanzig dem Aussehen nach, aber da sie bereits eine praktizierende Ärztin war, wie aus dem weiteren Gespräch hervorging, mußte sie wohl doch schon älter sein.
Beatrice war siebenundzwanzig, aber sie hatte schon mit knapp fünfundzwanzig Jahren ihren Doktor gemacht, und sie praktizierte in Klagenfurt an einer Klinik.
Dieter Behnisch konnte mit ihr ganz offen sprechen. Sie bestand sogar darauf.
»Er tut mir leid«, sagte sie, »er wollte nie krank sein, nie einen Tag im Amt versäumen, aus purer Angst, dann nicht befördert zu werden, und nun, da sich der Herr Steuerrat auf die Pensionierung freuen könnte, kommt das. Ich habe meine Mutter nur kurz gesprochen, aber wenn sie sich noch weiterhin so in ihren Schmerz hineinsteigert, wird sie auch nicht mehr lange leben. Es ist jedoch ihr wie auch meiner Schwester peinlich, daß er so sehr danach verlangte, mich zu sehen. Diesen Wunsch kann ich ihm nicht versagen.«
Es waren klare Worte, und wenn sie auch kalt klangen, Dr. Behnisch hörte auch etwas anderes heraus. Dr. Beatrice Ruhland mußte gute Gründe haben, Distanz zu ihrer Familie zu halten, und vielleicht war ein Grund die vier Jahre ältere Schwester Irene. Dr. Behnisch hatte sie schon mehrmals hier angetroffen. Sie schlug die süßesten und schmerzlichsten Töne an. Bei ihr wirkte alles so falsch, wie es bei Beatrice aufrichtig klang. Welch ein Unterschied war zwischen diesen Schwestern. Irene eine schon welkende, verlebte Schönheit, zimperlich und darauf bedacht, Eindruck zu machen oder wenigstens Mitgefühl zu erregen, und im Gegensatz dazu diese selbstbewußte junge Ärztin, der es anscheinend gleichgültig war, was man von ihr dachte.
Er konnte jedoch zufrieden sein, so mit ihr sprechen zu können, ihr nicht erklären zu müssen, welch ein schmerzhaftes Ende dieses Leben nehmen würde.
Beatrice sah ihn nachdenklich an. »Sie dürfen nicht denken, daß ich meine Eltern negativ einschätze, Dr. Behnisch. Sie haben ihr Leben ehrbar und anständig gelebt, manchmal für sich selber zu sparsam und auch zu engherzig. Aber ich habe seit meinem zwölften Lebensjahr bei meiner Großmutter gelebt, die leider vor einem halben Jahr verstorben ist und die ich schmerzlich vermisse. Aber wozu erzähle ich das?«
»Ich bedanke mich für Ihr Vertrauen, Frau Kollegin«, sagte Dr. Behnisch. »Vielleicht können wir uns länger unterhalten, wenn Sie öfter kommen.«
»Ich weiß noch nicht, wie es sich ergibt. Aber darf ich jetzt meinen Vater sehen?«
»Gewiß. Schwester Rosi wird Sie zu ihm bringen. Erschrecken Sie bitte nicht, er hat sich in letzter Zeit sehr verändert.«
»Ich weiß, wie sich Patienten mit dieser Krankheit verändern. Ist er überhaupt noch ansprechbar?«
»Ja, erstaunlicherweise sogar verhältnismäßig klar, wenn auch nicht immer. Aber er hat noch sehr gute Zeiten.«
Beatrice lernte Schwester Rosi kennen, die noch jung, frisch und richtig lieb war. Und ihr gegenüber schlug Beatrice ganz andere Töne an, so daß Rosi später voller Begeisterung über die goldige Ärztin sprach.
Man möge gar nicht glauben, daß sie die Schwester von dieser arroganten Irene Ruhland sei.
»Die denkt doch wunder, was sie sei«, meinte sie abfällig.
Leise war indessen Beatrice in das Krankenzimmer getreten. Auf Zehenspitzen ging sie zum Bett und blickte auf das gelbliche, eingefallene Gesicht des Kranken.
»Vater«, sagte sie leise. Mühsam öffnete er die Augen. »Bea«, murmelte er, »du bist gekommen.«
»Ich wäre früher gekommen, wenn man mich benachrichtigt hätte«, erwiderte sie.
»Konntest du denn weg?«
»Ich habe
