Über dieses E-Book
"Du wirst mir meine Tochter nicht nehmen." Stolz weist Jasmine den feurigen Scheich Tarek in die Schranken. Zwar ist er Leilas Vater - aber niemand trennt sie von ihrem Kind! Auch wenn sie Tarek dafür nach Aljazar begleiten muss, wo in einer sinnlichen Wüstennacht alles begann …
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Buchvorschau
Die Rückkehr der stolzen Prinzessin - Elisa Marshall
IMPRESSUM
Die Rückkehr der stolzen Prinzessin erscheint in der HarperCollins Germany GmbH
© 2018 by HarperCollins France, Paris
Originaltitel: „L’héritière du cheikh"
Published by arrangement with HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.àr.l.
© Deutsche Erstausgabe in der Reihe JULIA EXTRA
Band 488 - 2020 by CORA Verlag GmbH & Co. KG, Hamburg
Übersetzung: Svenja Tengs
Umschlagsmotive: EdwardDerule / Getty Images
Veröffentlicht im ePub Format in 03/2021 – die elektronische Ausgabe stimmt mit der Printversion überein.
E-Book-Produktion: GGP Media GmbH, Pößneck
ISBN 9783751506267
Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.
CORA-Romane dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.
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BACCARA, BIANCA, ROMANA, HISTORICAL, TIFFANY
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PROLOG
„Bringt sie zu mir zurück! Sofort!"
Tareks wutverzerrte Stimme schallte bis zu ihr, als sie durch die Tore des Palastes lief. Sie musste weiter, durfte auf keinen Fall umkehren. Denn in Aljazar blieb ihr nichts außer der schmerzhaften Gewissheit, von dem Mann, den sie liebte, verraten worden zu sein.
Man hatte die Hunde freigelassen und die Wachen suchten nach ihr. Plötzlich wurden die Gärten beleuchtet, um die Dunkelheit zu vertreiben und sie besser aufspüren zu können.
Sie stolperte, doch stand sofort wieder auf und sammelte ihren Mut, im Wissen, dass sie das Richtige tat. Vom Rauschen der Wellen ließ sie sich leiten und der Duft von Bougainvilleas – gemischt mit dem von Rosen – begleitete ihre Flucht.
Plötzlich gab der Boden unter ihren Füßen nach. Sie hatte den Schotterweg verlassen und trat nun auf Sand, der vom schimmernden Mondlicht erhellt wurde. Hastig zog sie ihre Sandalen aus, bevor sie zu dem bereitstehenden kleinen Boot rannte. Sie hatte große Überzeugungsarbeit leisten müssen, bis Akim eingewilligt hatte, ihr bei der Flucht zu helfen. Würde er wie versprochen da sein?
Zu ihrer großen Erleichterung sah sie, wie er ihr zuwinkte und sie zur Eile antrieb.
„Da bist du ja endlich, Prinzessin. Ich dachte schon, du würdest nicht kommen."
„Ich bin bereit, Akim. Lass uns von hier verschwinden", sagte sie und warf einen letzten Blick auf den prächtigen Palast.
Bald wäre sie fort von hier. Weit weg von diesem Ort, der an eine Geschichte aus Tausendundeine Nacht erinnerte, an dem sie die schlimmsten und glücklichsten Momente ihres Lebens verbracht hatte. Weit weg vom finsteren, stolzen Scheich, der sie dazu gebracht hatte, sich selbst zu verlieren.
Sie gab ihre Träume auf, nahm jedoch ein Geheimnis mit.
Ein Geheimnis, das nie jemand herausfinden durfte.
1. KAPITEL
Vier Jahre später
„Glaubst du, der Mond schläft, Mami?"
Jasmine lächelte ihre Tochter an, deren sonderbare Fragen sie immer wieder aufs Neue amüsierten.
„Ich weiß nicht, aber ich bin sicher, dass du gut schlafen wirst. Süße Träume, mein Schatz."
Unter ihre Bettdecke gekuschelt, schloss Leïla die Augen und schlief sofort ein. Wie jeden Abend blieb Jasmine eine Weile am Bettrand sitzen, um ihre Tochter zu betrachten.
Sie liebte Leïla seit der Sekunde, als sie in jener kalten Winternacht geboren worden war. Damals hatte Jasmine geglaubt, ihr Kind allein zur Welt bringen zu müssen. Die Straßen waren wegen des heftigen Schneefalls gesperrt gewesen und die Krankenwagen hatten nicht bis zu ihrem kleinen abgelegenen Haus am Waldrand durchdringen können.
Noch nie hatte Jasmine solche Angst erlebt. Die Feuerwehrleute, die sie in ihrer Panik anrief, versuchten sie zu beruhigen. Eine Geburt brauche Zeit, sagten sie immer wieder, während die Stunden vergingen. Die Straßen würden bald frei sein und ein Arzt würde sich auf den Weg machen, um ihr zu helfen.
Ihr blieb nichts anderes übrig, als ihnen zu glauben und sich an die schwindende Hoffnung zu klammern, dass ihre Tochter doch noch unter guten Bedingungen und gesund auf die Welt kommen würde.
In der schrecklichen Zeit des Wartens fing sie an zu beten. Nicht zu Gott, der sie anscheinend vor langer Zeit verlassen hatte, sondern zu dem Baby, das sie in sich trug. Während sie über ihren schmerzhaften Bauch streichelte, bat sie es immer wieder zu warten. Und Leïla wartete.
Schließlich geschah doch noch ein Wunder: Jasmine hörte drei Schläge an der schweren Eichentür, die sie normalerweise vor der Außenwelt schützte. In jener Nacht fürchtete sie sich jedoch nicht vor der Vorstellung, dass ihr Besucher ein ungebetener Gast aus der Vergangenheit sein könnte, der ihre neu gefundene Ruhe zerstören wollte. Nein, sie dankte ihrem Glücksstern und empfing den jungen, von der Situation offenbar genauso überforderten Medizinstudenten, als wäre er der renommierteste Geburtshelfer der Welt.
Sie ermutigten sich gegenseitig und brachten das schönste kleine Mädchen zur Welt, das Jasmine je gesehen hatte. Dort, auf dem alten Sofa in ihrem einsamen, schneebedeckten Häuschen am Waldrand.
Genau in dem Moment, als Leïla zum ersten Mal schrie, schien der Mond durch das Fenster herein und hüllte das kleine Haus in unendlich weiches Licht.
Jasmine sah darin ein Zeichen: den Beginn eines neuen, hellen Lebens zusammen mit diesem Kind, das das Schicksal ihr geschenkt hatte. Sie schwor sich, sich nicht länger vor der Vergangenheit zu fürchten und sich eine Zukunft aufzubauen. Eine Zukunft, die ihr plötzlich strahlend schön erschien.
Nachdem sie sich neun Monate lang versteckt hatte, war es nun an der Zeit, das Leben wieder zu genießen. All das verdankte sie ihrer Tochter, die erst wenige Minuten alt war und bereits so viele Gefahren überstanden hatte.
Die Geburt änderte alles. Kurz darauf gab Jasmine ihre geschätzte Ruhe und Zurückgezogenheit auf und öffnete sich wieder anderen Menschen. Sie wagte sich in das Dorf unten im Tal und stellte sich den Nachbarn vor, denen sie bisher aus dem Weg gegangen war. Sie fand sogar eine Freundin: Mary, mit der sie sich nun regelmäßig traf.
Das schlichte Häuschen verwandelte Jasmine in ein warmes Zuhause, ein kleines, gemütliches Nest für sie und ihre Tochter. Die weißen Wände wurden mit farbenfrohen Gemälden dekoriert und die dunklen antiken Möbel in verschiedenen Farbtönen lackiert. Mit der Zeit sammelte sich überall Spielzeug an und der Ort erwachte zum Leben.
Jasmine beschloss, nicht mehr in Angst zu leben. Niemand in ihrem Umfeld wusste über ihre Herkunft oder ihre überstürzte Flucht Bescheid. Nie hatte ihr jemand Fragen gestellt. Wahrscheinlich, weil die Bewohner dieser abgelegenen Region ihre eigenen Geheimnisse zu hüten hatten und es ihnen daher nicht in den Sinn gekommen wäre, die der anderen zu enthüllen.
Vier Jahre lang hatte Jasmine alles darangesetzt, ihre Tochter glücklich zu machen – und mit Erfolg. Dafür waren Leïlas Lächeln und ihre fröhliche Natur jeden Tag der strahlende Beweis.
Trotz der schweren Zeit, die hinter ihr lag, hatte Jasmine ihr Glück gefunden. Und sie bemühte sich, die guten Dinge im Leben zu schätzen.
Liebevoll streichelte sie über das schwarze lockige Haar ihres Kindes, bevor sie sich auf Zehenspitzen aus dem rosafarbenen Zimmer schlich.
Im Wohnzimmer setzte sie sich im Schneidersitz auf die Couch und griff nach ihrem Laptop.
Wo bist du?
Es ist jetzt einen Monat her, dass du mir geschrieben hast, und ich fange an, mir Sorgen zu machen. Und daran bist allein du schuld: Seit unserem Abschied habe ich mich daran gewöhnt, jeden Tag, oder zumindest fast jeden Tag, von dir zu hören. Wahrscheinlich bist du sehr beschäftigt, aber bitte nimm dir die Zeit, mich zu beruhigen.
Ich vermisse dich!
Deine Freundin fürs Leben
Von einem unguten Gefühl erfüllt, starrte Jasmine für einen Moment ins Leere, ohne den Bildschirm vor sich wahrzunehmen. Sie hatte Akim vor zehn Jahren kennengelernt und immer gewusst, wo er war und was er tat. Bis jetzt. Natürlich war es dumm von ihr, sich Sorgen zu machen. Prinz Aal Shelad musste vielen Pflichten nachkommen, die ihm wenig Zeit für sein Privatleben ließen – schon gar nicht für eine Korrespondenz mit seiner Jugendfreundin. Doch sie konnte nicht anders als zu befürchten, dass Akim etwas zugestoßen war.
Für Jasmine war er wie ein Bruder. Akim war ihre Familie. In seinen Armen hatte sie als Vierzehnjährige um den Tod ihrer Eltern geweint. Mit ihm war sie aufgewachsen, und zusammen hatten sie die magischsten Momente in Aljazar erlebt. Ihn hatte sie um Hilfe gebeten, als sie beschlossen hatte, aus dem Palast zu fliehen.
Akim war immer für sie da gewesen. Trotz der Entfernung, die nun zwischen ihnen lag, war er ihr Fels in der Brandung geblieben.
Als Jasmine ihr Leben als Prinzessin aufgegeben hatte, um in der Anonymität zu versinken, hatte sie darauf geachtet, alle Verbindungen zur Vergangenheit zu kappen. Sie durfte nicht gefunden werden, und dieser Entschluss verlangte ihr viele Opfer ab. Doch sie konnte sich nicht dazu durchringen, den Kontakt zu Akim abzubrechen.
Daher hatten sie sich in den vergangenen vier Jahren heimlich geschrieben. Wie damals erzählten sie sich von ihrem Leben und teilten ihre Freuden und Sorgen miteinander. In der Hoffnung, sich eines Tages wiederzusehen.
Antworte mir, betete Jasmine, aber der Bildschirm blieb unerträglich leer.
Seufzend streckte sie sich auf der Couch aus, legte die weiche Decke über ihre Füße und schlief kurz darauf ein.
Plötzlich riss ein ohrenbetäubendes Geräusch Jasmine aus ihren Träumen. Jemand hämmerte gegen die Tür.
Sie schreckte hoch und sah auf die Uhr, die in einer Ecke des Wohnzimmers hing. Es war kurz vor sieben und sie erwartete keinen Besuch. Die einzige Person, die oft unangekündigt vorbeikam, war Mary – und die war gerade mit ihrer Mutter am anderen Ende des Landes im Urlaub. Sie würde erst in zwei Tage zurück sein.
Neugierig eilte Jasmine zur Tür. War ihre Freundin vielleicht doch früher als erwartet zurückgekehrt? Sie konnte es kaum erwarten, sie wiederzusehen, sie hatte ihr viel zu erzählen.
„Ich komme!", rief sie, als die Schläge schneller wurden.
Schwungvoll öffnete sie die Tür – und erstarrte.
Tarek.
Sofort spürte Jasmine, wie das Blut in ihren Adern gefror und ein vergessenes Gefühl in ihr hochstieg: Panik.
„Hallo, Jasmine. Es ist lange her …"
Seine tiefe Stimme klang noch genauso unverfroren, wie sie sie in Erinnerung
