Sehnsucht nach dem zweiten Glück: Der kleine Fürst 249 – Adelsroman
Von Viola Maybach
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Über dieses E-Book
"Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken.
»Bitte, begleite mich, Steffi«, sagte der kleine Fürst zu seiner Freundin Stephanie von Hohenbrunn. Sie legte den Kopf auf seine Schulter. Hier, im Wald rund um das Sternberger Schloss, konnte sie das tun, ohne befürchten zu müssen, dass Fotografen und Reporter sie belauerten, um im geeigneten Moment ein Foto des jungen Paares zu schießen. Stephanie war vierzehn, ›der kleine Fürst‹ Prinz Christian von Sternberg sechzehn Jahre alt. Sie waren derzeit eines der beliebtesten Fotomotive der Boulevardpresse, das jüngste Liebespaar unter den Berühmtheiten des Landes. Christian hatte den Namen ›der kleine Fürst‹ schon als Zweijähriger bekommen. Damals war er mit seinem Vater, Fürst Leopold, zum ersten Mal auf Reisen gewesen und hatte die Menschen, denen sie begegneten, so entzückt, dass sie das ungleiche Paar ›der große und der kleine Fürst‹ genannt hatten. Für Christian war es bei dem Namen geblieben, obwohl er längst nicht mehr klein war und erst mit achtzehn Jahren, mit Erreichen der Volljährigkeit, der nächste Fürst von Sternberg werden würde. »Wenn es nur darum ginge, dich zu begleiten, würde ich das sofort tun«, erwiderte Stephanie nach einer längeren Pause. Sie war ein ausgesprochen hübsches Mädchen mit glänzenden rotbraunen, sich lockenden Haaren, einer niedlichen Stupsnase und schönen grauen Augen. Auch Christian sah gut aus mit seinem schmalen Gesicht, den dichten dunklen Haaren und den dunklen Augen, in deren Blick sich, seit er seine Eltern durch einen schrecklichen Unfall verloren hatte, Traurigkeit eingenistet hatte, die nie völlig verschwinden wollte, nicht einmal, wenn er fröhlich und guter Dinge war. »Ich weiß.« Er stieß die Luft in einem langen Seufzer aus. »Sie werden uns nicht in Ruhe lassen, uns ständig fotografieren und vielleicht mit Fragen bombardieren. Aber es ist ein wichtiger Musikpreis für Nachwuchsmusiker. Die eine Preisträgerin ist erst zehn. Ich kann da nicht absagen. Sie brauchen Unterstützung, sie versprechen sich viel davon, wenn ich die Preise überreiche und eine kleine Rede halte.«
Viola Maybach
Viola Maybach war als Fernsehredakteurin und -produzentin tätig. Heute arbeitet sie als Autorin in verschiedenen Bereichen und lebt in Frankfurt.
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Buchvorschau
Sehnsucht nach dem zweiten Glück - Viola Maybach
Der kleine Fürst
– 249 –
Sehnsucht nach dem zweiten Glück
Viola Maybach
»Bitte, begleite mich, Steffi«, sagte der kleine Fürst zu seiner Freundin Stephanie von Hohenbrunn.
Sie legte den Kopf auf seine Schulter. Hier, im Wald rund um das Sternberger Schloss, konnte sie das tun, ohne befürchten zu müssen, dass Fotografen und Reporter sie belauerten, um im geeigneten Moment ein Foto des jungen Paares zu schießen. Stephanie war vierzehn, ›der kleine Fürst‹ Prinz Christian von Sternberg sechzehn Jahre alt. Sie waren derzeit eines der beliebtesten Fotomotive der Boulevardpresse, das jüngste Liebespaar unter den Berühmtheiten des Landes.
Christian hatte den Namen ›der kleine Fürst‹ schon als Zweijähriger bekommen. Damals war er mit seinem Vater, Fürst Leopold, zum ersten Mal auf Reisen gewesen und hatte die Menschen, denen sie begegneten, so entzückt, dass sie das ungleiche Paar ›der große und der kleine Fürst‹ genannt hatten. Für Christian war es bei dem Namen geblieben, obwohl er längst nicht mehr klein war und erst mit achtzehn Jahren, mit Erreichen der Volljährigkeit, der nächste Fürst von Sternberg werden würde.
»Wenn es nur darum ginge, dich zu begleiten, würde ich das sofort tun«, erwiderte Stephanie nach einer längeren Pause. Sie war ein ausgesprochen hübsches Mädchen mit glänzenden rotbraunen, sich lockenden Haaren, einer niedlichen Stupsnase und schönen grauen Augen.
Auch Christian sah gut aus mit seinem schmalen Gesicht, den dichten dunklen Haaren und den dunklen Augen, in deren Blick sich, seit er seine Eltern durch einen schrecklichen Unfall verloren hatte, Traurigkeit eingenistet hatte, die nie völlig verschwinden wollte, nicht einmal, wenn er fröhlich und guter Dinge war.
»Ich weiß.« Er stieß die Luft in einem langen Seufzer aus. »Sie werden uns nicht in Ruhe lassen, uns ständig fotografieren und vielleicht mit Fragen bombardieren. Aber es ist ein wichtiger Musikpreis für Nachwuchsmusiker. Die eine Preisträgerin ist erst zehn. Ich kann da nicht absagen. Sie brauchen Unterstützung, sie versprechen sich viel davon, wenn ich die Preise überreiche und eine kleine Rede halte.«
»Du sollst ja auch gar nicht absagen.«
»Aber ich will nicht ohne dich gehen.«
Stephanie, den Kopf noch immer an Christians Schulter, griff nach seiner Hand. »Also schön, ich begleite dich«, sagte sie. Mit einem kleinen Lächeln fügte sie gleich darauf hinzu: »Wenn ich gewusst hätte, was es bedeutet, die Freundin des kleinen Fürsten zu sein, hätte ich mich vielleicht nicht in dich verliebt.«
Er rückte ein Stück von ihr ab, um ihr in die Augen sehen zu können. »Meinst du das jetzt im Ernst?«
Unvermittelt fing sie an zu lachen: ein fröhliches, unbeschwertes Lachen, bei dem ihre Augen blitzten und ihr schön geschwungener Mund sich so in die Breite zog, dass sie wie ein kleines Mädchen aussah, dem ein besonders schöner Streich gelungen war. »Nein!«, rief sie. »Natürlich nicht. Ich wollte nur mal sehen, wie du reagierst, wenn ich so etwas sage.«
Er zog sie an sich und küsste sie, wobei er seine Hand langsam nach unten gleiten ließ, bis sie ihre linke Brust erreicht hatte. Er streichelte sie sanft, versuchte aber nicht, unter ihr T-Shirt zu gelangen, wie sie es ihm schon einige Male erlaubt hatte. Dann träumte er noch tagelang von ihrer seidigen Haut und dem festen und doch weichen runden Hügel, den er hatte berühren dürfen.
Doch heute hielt er sich zurück, weil er wusste, dass sie eigentlich längst wieder auf dem Weg zum Schloss hätten sein müssen. Stephanie würde mit der Familie zu Abend essen und im Schloss übernachten, in Annas Zimmer.
Anna von Kant war Christians Cousine, sie und ihr Bruder Konrad waren für ihn wie zwei Geschwister. Die Kants wohnten schon sehr lange im Schloss, weil Christians Eltern früh erfahren hatten, dass sie nach ihrem Sohn keine weiteren Kinder haben würden. Damit Christian nicht als Einzelkind aufwachsen musste, hatten Fürstin Elisabeth und Fürst Leopold Elisabeths Schwester Sofia und ihren Mann gefragt, ob sie nicht in den Westflügel von Sternberg ziehen wollten. Damals waren die Kinder noch klein gewesen. Baronin Sofia und Baron Friedrich von Kant hatten nicht lange gezögert und ihren Entschluss, im Sternberger Schloss zu leben, nie bereut. Sie waren es gewesen, die Christian nach dem Tod seiner Eltern als ihr drittes Kind zu sich in den Westflügel geholt hatten.
Anna war vierzehn, wie Stephanie, sie gingen in eine Klasse und waren enge Freundinnen geworden. Konrad, mit seinen siebzehn Jahren, war der Älteste der Sternberger Teenager.
Stephanie löste sich von Christian. »Müssen wir nicht zurück?«
»Ja, leider«, sagte er« Sein Hand lag nach auf ihrer Brust. »Ich … ich fasse dich so gerne an, Steffi.«
Sie beugte sich vor, um ihn noch einmal zu küssen. »Und ich habe es gern«, sagte sie leise. »Aber nicht, wenn wir im Schloss erwartet werden. Du weißt, deine Tante und dein Onkel mögen es nicht, wenn man zu spät zum Essen kommt.«
Das war allerdings richtig, und so zog er bedauernd die Hand zurück, und sie machten sich auf den Weg.
Dem Abendessen kam im Schloss eine besondere Bedeutung zu, da es die einzige Mahlzeit des Tages war, die alle gemeinsam einnahmen. Morgens hatten die Teenager keine Zeit, da sie grundsätzlich so spät aufstanden, dass sie mit knapper Not noch ein paar Bissen zu sich nehmen konnten, bevor sie den Sternberg im Eiltempo hinunter rannten, damit sie unten im Tal den Schulbus erwischten. Mittags waren sie noch in der Schule, und so blieb nur der Abend, an dem dann alles besprochen werden konnte, was jedem von ihnen wichtig erschien. Bei den Abendmahlzeiten gab es in der Regel angeregte Diskussionen über alle möglichen Themen, bei denen manchmal auch heftig gestritten wurde.
Baronin Sofia und Baron Friedrich legten abends Wert auf gepflegte Kleidung. »Frau Falkner kocht mit großer Sorgfalt und Liebe ein ganzes Menü für uns, das wir auch dadurch würdigen sollten, dass wir es in einem angemessenen Rahmen zu uns nehmen«, hatte der Baron einmal gesagt, und es hatte ihnen eingeleuchtet. Seitdem gab es keine Diskussionen mehr darüber, ob man nicht ausnahmsweise im Sommer auch mal in Shorts, knappem Top und Flip-Flops zum Essen erscheinen durfte: Man durfte nicht.
Am Hauptportal wurden sie bereits von Eberhard Hagedorn, dem alten Butler erwartet. Er galt allen, die ihn jemals erlebt hatten, als der perfekte Butler schlechthin, und es gab noch immer jedes Jahr zahlreiche Abwerbungsversuche, die Eberhard Hagedorn freilich nur mit mildem Lächeln quittierte. Er war schon so lange auf Schloss Sternberg tätig, dass er sich dort zu Hause fühlte. Er würde niemals weggehen und sagte es auch jedem gern, der danach fragte.
»Sind wir zu spät, Herr Hagedorn?« Christian war außer Atem, sie hatten das letzte Stück im Laufschritt zurückgelegt.
»Noch nicht, Prinz Christian, aber mit dem Umziehen müssten Sie sich jetzt wirklich beeilen.«
Sie rannten ohne weiteres Wort die breite, elegant geschwungene Treppe hinauf, die von der Eingangshalle nach oben führte, wo sich die Privaträume der Familie befanden, sowie die Gästesuiten. Sie waren in Jeans, T-Shirts und Turnschuhen unterwegs gewesen, so konnten
