Ein Unfall für die Liebe: Der kleine Fürst 278 – Adelsroman
Von Viola Maybach
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Über dieses E-Book
"Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken.
»Kann ich bei dir vorbeikommen?«, fragte Amelie. »Blöde Frage, natürlich kannst du«, erwiderte Marina. »Was ist passiert?« »Er … er war hier. Und ich bin ausgerastet. Ich wollte es nicht, ehrlich nicht, es ist einfach passiert. Er hat dann noch mindestens zehn Mal geklingelt, aber ich habe ihn vor der Tür stehen lassen. Dabei … dabei hätte ich ihn so vieles fragen wollen, aber irgendwie …« »Bleib, wo du bist, ich bin gleich da«, sagte Marina. Zehn Minuten später saß sie mit Amelie in deren Wohnzimmer und ließ sich noch einmal erzählen, wie sich die erste Begegnung zwischen ihr und Antonias Vater Johannes von Dreesen abgespielt hatte. »Und zum Schluss habe ich ihm mit Schwung die Tür vor der Nase zugeknallt.« »Und sie nicht wieder geöffnet, obwohl er mehrmals geklingelt hat?« Amelie nickte. »Ich weiß auch nicht, was mich so auf die Palme gebracht hat, ehrlich, ich kann es nicht erklären.« »Wie sieht er denn aus? Tonis Vater, meine ich?« »Seine Nase ist ein bisschen schief, das macht sein Gesicht interessant.
Viola Maybach
Viola Maybach war als Fernsehredakteurin und -produzentin tätig. Heute arbeitet sie als Autorin in verschiedenen Bereichen und lebt in Frankfurt.
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Rezensionen für Ein Unfall für die Liebe
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Buchvorschau
Ein Unfall für die Liebe - Viola Maybach
Der kleine Fürst
– 278 –
Ein Unfall für die Liebe
Du bist ein wahrer Schatz, Antonia!
Viola Maybach
»Kann ich bei dir vorbeikommen?«, fragte Amelie.
»Blöde Frage, natürlich kannst du«, erwiderte Marina. »Was ist passiert?«
»Er … er war hier. Und ich bin ausgerastet. Ich wollte es nicht, ehrlich nicht, es ist einfach passiert. Er hat dann noch mindestens zehn Mal geklingelt, aber ich habe ihn vor der Tür stehen lassen. Dabei … dabei hätte ich ihn so vieles fragen wollen, aber irgendwie …«
»Bleib, wo du bist, ich bin gleich da«, sagte Marina.
Zehn Minuten später saß sie mit Amelie in deren Wohnzimmer und ließ sich noch einmal erzählen, wie sich die erste Begegnung zwischen ihr und Antonias Vater Johannes von Dreesen abgespielt hatte.
»Und zum Schluss habe ich ihm mit Schwung die Tür vor der Nase zugeknallt.«
»Und sie nicht wieder geöffnet, obwohl er mehrmals geklingelt hat?«
Amelie nickte. »Ich weiß auch nicht, was mich so auf die Palme gebracht hat, ehrlich, ich kann es nicht erklären.«
»Wie sieht er denn aus? Tonis Vater, meine ich?«
»Seine Nase ist ein bisschen schief, das macht sein Gesicht interessant. Er ist blond und hat blaue Augen. Also, ich meine: richtig blaue Augen. Die sind mir zuerst aufgefallen.«
»Blaue Augen wie Toni?«
»Oh … ja, stimmt. Blaue Augen wie Toni.«
»Und was hat er gesagt?«
Amelie dachte nach, ziemlich lange. Endlich gestand sie: »Ich glaube, mehr oder weniger nichts, nachdem er sich vorgestellt hatte.«
»Wie bitte? Er hatte ja einen Grund, dich aufzusuchen, den wird er dir doch wenigstens verraten haben.«
»Hätte er wahrscheinlich, aber ich … also, ich habe ihn nicht zu Wort kommen lassen, Marina.«
»Überhaupt nicht?«
Stumm schüttelte Amelie den Kopf.
Marina legte ihr einen Arm um die Schultern und zog sie an sich. »Du bist schon ein Huhn«, sagte sie liebevoll. »Du willst doch wissen, wie es Toni bei ihm geht. Deshalb hast du diesen netten Butler im Schloss angerufen. Nun hättest du die Gelegenheit gehabt, dir ein Bild von ihrem Vater zu machen, und du schlägst ihm die Tür vor der Nase zu?«
Amelie fing an zu weinen, und Marina sagte nichts mehr. Es war ja ohnehin zu spät.
*
Johannes fluchte lautstark vor sich hin. Er hatte wie ein Idiot vor ihrer Wohnung gestanden und geklingelt, aber in der Wohnung war alles still geblieben. War sie direkt hinter der Tür stehen geblieben und hatte sich über ihn amüsiert? Oder hatte sie sich auf ihr Sofa gelegt und einfach abgewartet, bis er endlich aufgab?
Zuerst machte sie ihn zur Schnecke, und dann knallte sie ihm einfach die Tür vor der Nase zu! Er konnte es noch immer nicht fassen. Wollte sie denn nicht wissen, wie es Toni ging? Interessierte sie sich dafür überhaupt nicht? Und wollte sie sich nicht wenigstens ein Bild von ihm, dem Vater machen?
Gut, er hatte sie auch abblitzen lassen, als sie versucht hatte, mit ihm in Kontakt zu treten, aber jetzt war die Situation doch eine völlig andere! So nachtragend konnte ein vernünftiger Mensch nicht sein, dass er nicht bereit war, über derlei Dinge hinwegzusehen und sich jetzt der Zukunft zuzuwenden.
Er brauchte über eine Stunde, bis er sich auch nur halbwegs wieder beruhigt hatte. Die Fahrt hierher jedenfalls war ein kompletter Reinfall gewesen, und er musste sich leider sagen, dass er das vorher hätte wissen können. Schließlich hatte sie auf keine seiner Nachrichten reagiert. Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, ihr einen Brief zu schreiben, um ihr zu erklären, warum er sie sprechen wollte.
Er konnte sich einfach nicht entscheiden, sich ins Auto zu setzen, um zurückzufahren. Noch immer stand er auf der Straße, in der Nähe des Hauses, in dem sie wohnte, und überlegte, wie es ihm gelingen könnte, sie doch noch zu sprechen. Er wusste im Grunde, dass es aussichtslos war, klarer konnte ein Mensch ja nicht machen, dass er zu keinem Gespräch bereit war, als sie es getan hatte. Dennoch stand er noch immer hier, wie festgewachsen.
Er hatte längst im Schloss angerufen, um zu sagen, dass er später kommen würde als geplant – und auch, dass das Gespräch nicht zustande gekommen war. Und er hatte eine junge Frau in das Haus hineingehen sehen. Es wohnten mehrere Parteien dort, aber sie hatte geklingelt, besuchte also jemanden. Ohne zu wissen warum, war er überzeugt davon, dass die Frau zu Amelie von Seitz wollte. Eine Freundin vielleicht – oder ihre Schwester. Sie sahen sich ähnlich, beide schwarzhaarig, schlank und attraktiv. Ja, sie war ganz bestimmt bei Amelie von Seitz.
Wieso stand er noch hier? Er konnte natürlich noch einmal klingeln, vielleicht hatte er jetzt mehr Glück. Vielleicht war diese Freundin oder Schwester so klug, ihr zu raten, mit ihm zu reden?
Er verlor sich in Fantasien, was passieren würde, falls er dieses oder jenes täte, während er weiterhin auf seinem Beobachtungsposten blieb und – nichts tat. Und dann kam die junge Frau wieder aus dem Haus. Sie war über eine Stunde dort gewesen, jetzt ging sie wieder.
Wie von einer fremden Macht gesteuert folgte Johannes der Frau. Sie ging nicht besonders schnell, deshalb hatte er sie bald eingeholt. »Entschuldigen Sie bitte«, sagte er.
Sie blieb sofort stehen und drehte sich zu ihm um. Dunkle Augen, dunkle Haare – sie sah Amelie von Seitz auch aus der Nähe verblüffend ähnlich. »Sind Sie Frau von Seitz’ Schwester?«, fragte er.
Langsam gingen ihre Augenbrauen in die Höhe, während sie ihn aufmerksam musterte.
»Entschuldigen Sie bitte«, setzte er hastig hinzu. »Ich bin Johannes von Dreesen, ich wollte mit Frau von Seitz sprechen, aber sie hat mich leider nicht einmal zu Wort kommen lassen. Ich … ich sah Sie aus dem Haus kommen und dachte …« Er brach ab, er machte sich ja lächerlich. Schließlich wusste er nicht einmal sicher, ob sie Amelie von Seitz tatsächlich kannte.
»Und jetzt suchen Sie Verbündete, die Ihnen dabei helfen, an sie heranzukommen?«
Etwas an ihrem Tonfall ermutigte ihn, das Gespräch fortzusetzen. Sie war nicht direkt freundlich, aber auch nicht abweisend und ungehalten, weil er sie einfach angesprochen hatte. »Ich weiß mir keinen Rat mehr«, sagte er offen. »Aber ich muss mit ihr reden, wirklich dringend.«
»Sie musste auch mit Ihnen reden, dringend.«
Das war zumindest das Eingeständnis, dass er richtig vermutet hatte: Die beiden jungen Frauen kannten sich und waren vertraut miteinander. Sie hatten über ihn geredet.
»Ich weiß, ich habe mich schlecht benommen, weil ich meine Ruhe haben wollte. Aber jetzt ist die Situation ja eine andere. Es gibt ein kleines Mädchen, über dessen Schicksal entschieden werden muss. Ich finde, das ist wichtiger als persönliche Empfindlichkeiten. Geben Sie mir einen Rat: Soll ich noch einmal bei ihr klingeln und versuchen, mit ihr ins Gespräch zu kommen?«
»Nein, nicht jetzt. Sie braucht noch Zeit.« Die dunklen Augen blitzten ihn herausfordernd an. »Sie ist kein nachtragender Mensch, normalerweise, aber Sie haben es sich mit ihr so gründlich verdorben wie noch niemand zuvor. Das ist
