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Nur ein Doppelgänger: Der kleine Fürst 160 – Adelsroman
Ein falscher Freund?: Der kleine Fürst 137 – Adelsroman
Küsse verboten – Liebe erlaubt!: Der kleine Fürst 188 – Adelsroman
eBook-Reihen30 Titel

Der kleine Fürst

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Über diese Serie

Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen.
"Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken.

»Prinz Christian«, sagte Eberhard Hagedorn, »Frau von Benstorff ist am Telefon, und Sie wissen ja, dass die Frau Baronin und der Herr Baron Termine außerhalb wahrnehmen. Würden Sie das Gespräch entgegennehmen?« »Stellen Sie es durch, Herr Hagedorn«, erwiderte Christian von Sternberg. Gleich darauf sagte er: »Hallo, Toni.« »Chris?«, rief die junge Frau. »Deine Stimme ist viel tiefer geworden, seit ich das letzte Mal mit dir gesprochen habe.« Er musste lachen. »So lange, dass ich noch im Stimmbruch war, ist das bestimmt noch nicht her.« »Gib nicht so an mit deinen sechzehn Jahren«, gab sie vergnügt zurück. »Hör mal, ich habe schrecklich viel gearbeitet und einen längeren Urlaub vor mir. Aber da ich beruflich sowieso immer verreisen muss, will ich meinen Urlaub eigentlich in Deutschland verbringen.« »Und da sind wir dir eingefallen. Super! Wann kommst du?« »Na ja, erst einmal wollte ich fragen, ob es euch überhaupt passt. Ihr habt ja, wie ich weiß, wieder einmal aufregende Zeiten hinter euch.«
SpracheDeutsch
HerausgeberKelter Media
Erscheinungsdatum4. Apr. 2017
Nur ein Doppelgänger: Der kleine Fürst 160 – Adelsroman
Ein falscher Freund?: Der kleine Fürst 137 – Adelsroman
Küsse verboten – Liebe erlaubt!: Der kleine Fürst 188 – Adelsroman

Titel in dieser Serie (93)

  • Küsse verboten – Liebe erlaubt!: Der kleine Fürst 188 – Adelsroman

    188

    Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. »Ist das nicht verrückt? Ich denke immer noch: Es geht bestimmt wieder etwas schief«, sagte Angelika Gräfin Maritz zu ihrer Schwester, Baronin Sofia von Kant. »Ich werde erst glauben, dass Clemens und ich geheiratet haben, wenn wir beide ›Ja‹ gesagt haben.« Die beiden Frauen saßen in der Bibliothek von Schloss Sternberg vor dem wärmenden Kamin. Es dämmerte schon, draußen war es seit Tagen eisig. Bis dahin war der Winter eher mild gewesen, doch jetzt herrschte strenger Frost. Hier drinnen jedoch war es warm und gemütlich, die Lampen auf den kleinen Tischen verbreiteten ein angenehmes Licht, und die schweren alten Ledersessel luden dazu ein, sich behaglich zurückzulehnen und die Beine auf die dazugehörigen Hocker zu legen. »Es geht nichts mehr schief«, sagte Sofia. Sie griff zu ihrer Tasse und trank einen Schluck Tee. »Dass eine Hochzeit wegen unvorhergesehener Ereignisse aufgeschoben werden muss, passiert nur einmal im Leben.« »Na, ich weiß nicht«, murmelte Angelika. »Erinnere dich doch bitte daran, wie Clemens' und meine Liebesgeschichte verlaufen ist: Mit ungefähr fünfzehn habe ich mich in ihn verliebt, mit siebzehn habe ich heimlich bei unseren Großeltern seine Tochter bekommen und gleich zur Adoption freigegeben. Seine Mutter hat das Geheimnis aus ihm herausgelockt und ihn nach China zu Verwandten geschickt. Nach China! Und als ich von den Großeltern zurückkam, war er weg. Spurlos verschwunden. Ich habe mich so verlassen gefühlt!« Ihre Stimme war immer leiser geworden. »Wenn man so etwas erlebt hat, fällt es nicht leicht, daran zu glauben, dass doch noch alles gut wird.« Sofia streckte den Arm aus,

  • Nur ein Doppelgänger: Der kleine Fürst 160 – Adelsroman

    160

    Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. »Bei uns in Hamburg soll er sich jetzt aufhalten?«, fragte Albertina von Claadt beinahe erschrocken. Sie saß gemeinsam mit Baronin Sofia und Baron Friedrich von Kant in der Bibliothek von Schloss Sternberg und nippte an einer Tasse Tee. Im Kamin brannte ein lebhaftes Feuer, das den Raum nicht nur mit gemütlicher Wärme erfüllte, sondern ihn auch in ein angenehmes Licht tauchte. Sie hatten die schweren Ledersessel dicht vor das Feuer gerückt, denn seit Tagen herrschte eisige Kälte im Land. Im Laufe des Tages war außerdem Schnee gefallen, der es den Lieferanten erschwerte, zum Schloss zu gelangen, obwohl die schmale Straße, die auf den ›Sternberg‹ führte, geräumt worden war. Der ›Sternberg‹ hieß offiziell anders, doch der richtige Name war mittlerweile beinahe in Vergessenheit geraten. »Ja«, bestätigte Baron Friedrich. »Die Polizei hat eine Spur gefunden, die nach Hamburg führt.« »Und du kannst dir vorstellen«, setzte die Baronin leise hinzu, »wie sehr wir uns wünschen, dass dieser Mensch endlich gefasst wird.« ›Dieser Mensch‹ war ein Mann namens Sven Helmgart, der den Schlossbewohnern Monate voller Bitterkeit und Verzweiflung beschert hatte. Zuerst war er auf die Idee gekommen, seine verblüffende Ähnlichkeit mit dem verstorbenen Fürsten Leopold von Sternberg für eine üble Erpressung zu nutzen, anschließend hatte er gemeinsam mit Komplizen den langjährigen Butler im Schloss, Eberhard Hagedorn, entführt und wochenlang gefangen gehalten. Dass er letzten Endes mit beiden Unternehmungen gescheitert war – seine Lügengeschichte über einen angeblichen unehelichen Sohn des Fürsten war aufgeflogen, Eberhard Hagedorn vor Kurzem endlich befreit worden – konnte leider nur als Teilerfolg gewertet werden, denn erstens

  • Ein falscher Freund?: Der kleine Fürst 137 – Adelsroman

    137

    Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. »Neuigkeiten von Cosima?«, fragte der fünfzehnjährige Prinz Christian von Sternberg, als er gemeinsam mit seinem Boxer Togo außer Atem das Hauptportal von Schloss Sternberg erreichte. Er war auf dem Familienfriedhof gewesen, wo er seinen Eltern einen Besuch abgestattet hatte, die im vergangenen Jahr tödlich verunglückt waren. »Ja, komm schon«, antwortete seine Cousine Anna von Kant. Sie war zwei Jahre jünger als Christian, ihre Augen leuchteten vor Erregung. Annas Bruder Konrad setzte hinzu: »Wir warten nur auf dich. Cosima hat gerade angerufen, ihr Gespräch mit dieser früheren Nachbarin von Frau Roeder war offenbar ein voller Erfolg. Sie hat Papa alles erzählt. Er ist so aufgeregt wie lange nicht, aber er wollte uns nichts erzählen, bis du auch da bist.« Christian schlug das Herz jetzt bis zum Hals. War es denn möglich, dass es endlich einmal gute Nachrichten in dieser elenden ›Affäre‹ gab, die die Sternberger seit Monaten in Atem hielt? Er hatte, wie jeder in der Familie, schon manches Mal gegen Zweifel ankämpfen müssen, ob es ihnen gelingen würde, Corinna Roeder der Lüge zu überführen – jene Corinna Roeder, die behauptete, vor ungefähr zwanzig Jahren die Geliebte seines Vaters gewesen zu sein und von diesem einen Sohn bekommen zu haben, einen Sohn, der bereits siebzehn war, also älter als Christian … Seine Eltern waren damals ein jung verheiratetes Paar gewesen. Er betrat den Salon, in dem sich außer Annas und Konrads Eltern, Baronin Sofia und Baron Friedrich von Kant, auch die beiden Gäste befanden, die sich derzeit auf Sternberg aufhielten, Lara von Hessel und Julius

  • Keine Hoffnung für Tatiana: Der kleine Fürst 162 – Adelsroman

    162

    Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. »Darf ich einen Vorschlag machen, Herr Baron?« Eberhard Hagedorn, seit Jahrzehnten Butler auf Schloss Sternberg und schon lange eine Institution, war an der Tür des Salons aufgetaucht, in dem sich Baron Friedrich von Kant mit seiner Frau, Baronin Sofia, beriet. »Natürlich, Herr Hagedorn«, antwortete der Baron müde. »Kommen Sie herein, bitte. Ich brauche Sie ja nicht aufzufordern, sich zu uns zu setzen, Sie lehnen ohnehin ab.« Eberhard Hagedorn neigte leicht den Kopf, um anzudeuten, dass diese Einschätzung zutreffend war. Er trat zwei Schritte vor. »Mein Vorschlag ist, dass ich zu den Rothenburgs fahre und ihnen sage, wo Tim sich zurzeit befindet. Eine solche Nachricht sollte, denke ich, persönlich überbracht werden, nicht am Telefon. Und da Sie jetzt viele andere Dinge zu regeln haben, könnte ich diese Aufgabe übernehmen, zumal mein Kontakt zu den Rothenburgs in den letzten Wochen ohnehin ziemlich eng geworden ist.« Sofia und Friedrich von Kant sahen beide gleichermaßen überrascht aus. »Auf diese Lösung hätten wir auch selbst kommen können, Fritz!«, rief die Baronin. »Sie haben ja völlig Recht, Herr Hagedorn …« Baron Friedrich hob die Hand, um seine Frau zu unterbrechen. »Würden die Rothenburgs nicht trotzdem erwarten, dass wir uns persönlich bei ihnen melden?«, fragte er. »Ich würde ihnen die Situation erklären«, erwiderte Eberhard Hagedorn ruhig. »Nur müssten Sie mir sagen, wann Sie die Polizei benachrichtigen wollen. Der Herr Kriminalrat wird ohnehin böse sein, wenn er vom genauen zeitlichen Ablauf der Ereignisse erfährt.« »Vielleicht braucht er das ja nicht so genau zu wissen«, murmelte der Baron. »Ich überlege mir noch, wie ich ihm

  • Ein Unfall für die Liebe: Der kleine Fürst 278 – Adelsroman

    278

    Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. »Kann ich bei dir vorbeikommen?«, fragte Amelie. »Blöde Frage, natürlich kannst du«, erwiderte Marina. »Was ist passiert?« »Er … er war hier. Und ich bin ausgerastet. Ich wollte es nicht, ehrlich nicht, es ist einfach passiert. Er hat dann noch mindestens zehn Mal geklingelt, aber ich habe ihn vor der Tür stehen lassen. Dabei … dabei hätte ich ihn so vieles fragen wollen, aber irgendwie …« »Bleib, wo du bist, ich bin gleich da«, sagte Marina. Zehn Minuten später saß sie mit Amelie in deren Wohnzimmer und ließ sich noch einmal erzählen, wie sich die erste Begegnung zwischen ihr und Antonias Vater Johannes von Dreesen abgespielt hatte. »Und zum Schluss habe ich ihm mit Schwung die Tür vor der Nase zugeknallt.« »Und sie nicht wieder geöffnet, obwohl er mehrmals geklingelt hat?« Amelie nickte. »Ich weiß auch nicht, was mich so auf die Palme gebracht hat, ehrlich, ich kann es nicht erklären.« »Wie sieht er denn aus? Tonis Vater, meine ich?« »Seine Nase ist ein bisschen schief, das macht sein Gesicht interessant.

  • Keine wahre Liebe ohne Wahrheit: Der kleine Fürst 197 – Adelsroman

    197

    Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. Benedikt von Langenburg blieb stehen, als er den festlich gedeckten Tisch im Grauen Salon von Schloss Sternberg sah. »Ich bin überhaupt nicht angemessen gekleidet für ein Abendessen in eleganter Atmosphäre, Baron von Kant«, sagte er.Er hatte die Einladung, von Friedrich von Kant erst kurz zuvor ausgesprochen, mit Freuden angenommen. Zum einen, weil ihm der Baron und die Sternberger Teenager auf Anhieb sympathisch gewesen waren, mehr noch aber wegen Charlotte von Cur, die im Schloss zu Gast und der eigentliche Anlass seines Besuches war, was freilich niemand wusste. Er hatte sich als ›Krill von Hagen‹, der eins der Sternberger Pferde zu kaufen wünschte, ausgegeben. Mittlerweile fand er selbst, dass das keine gute Idee gewesen war, aber nun war es zu spät und ließ sich nicht mehr ändern.»Machen Sie sich über Ihre Kleidung keine Gedanken«, erwiderte der Baron. »Wir wissen ja alle, dass meine Einladung spontan erfolgt ist, Sie also nicht darauf gefasst sein konnten. Wir freuen uns, dass Sie sie angenommen haben. Sie haben ja gehört, wie unsere Kinder darauf reagiert haben.Baronin Sofia, Friedrichs Frau, betrat den Salon. Sie trug ein graues Seidenkleid, war dezent geschminkt und lächelte den ihr noch unbekannten Gast so liebenswürdig an, dass Benedikt sein Unbehagen augenblicklich vergaß. Die Baronin war eine hübsche Frau von Anfang vierzig, das Gesicht ein wenig rund, die Augen porzellanblau, die Locken blond. »Wie schön, dass Sie heute Abend unser Gast sind, Herr von Hagen«, sagte sie, als sie Benedikt die Hand reichte.Immerhin zuckte er bei dem fremden Namen nicht mehr zusammen, das war ein Fortschritt. Dennoch wünschte er inständig, er hätte die Idee, sich hier als Pferdekäufer unter falschem Namen einzuführen, nicht gehabt.Charlotte von Cur hatte ihr Elternhaus, in dem sie einen großen Teil der Semesterferien hatte verbringen wollen, überstürzt und ohne Angabe von Gründen verlassen. Florentine und Philipp von Cur, ihre Eltern, die Sebastian gut kannte, wussten noch immer nicht, wo sie sich aufhielt. Dank der Nachforschungen seiner alten Freundin Sara von Zarkow hatte er Charlottes Aufenthaltsort bald ermittelt, aber statt die Curs zu informieren, war er selbst nach Sternberg gefahren. Er war neugierig auf Charlotte gewesen, die er zuletzt vor zehn Jahren gesehen hatte.

  • Ein Schlösschen für Constanze: Der kleine Fürst 261 – Adelsroman

    261

    Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. »Ich bin froh, dass du rechtzeitig zurückgekommen bist, Kind«, sagte Amanda von Ziehenthal. Ihre Enkelin Constanze zog fragend die Augenbrauen in die Höhe. »›Rechtzeitig‹? Was soll das denn heißen, Omi?« Die alte Dame lächelte. Sehr schmal sah sie aus, wie sie in ihrem breiten Bett mehr saß als lag, denn ihren Rücken stützten mehrere dicke Kissen. Das war ihr in diesen Tagen die liebste Position. Ihre weißen Haare waren perfekt frisiert, über ihrem Nachthemd trug sie ein gestricktes Bettjäckchen gegen die Kühle im Zimmer. Draußen war es für Herbst zwar ungewöhnlich milde, aber im Ziehenthal-Schlösschen vor den Toren von Sternberg war davon nicht viel zu merken. »Du weißt, was das heißen soll, Kind, du bist ja nicht dumm.« Constanze biss sich auf die Lippen, um nichts Unbedachtes zu erwidern, während sie gleichzeitig mit den Tränen kämpfte. Sie hatte in den letzten Jahren in New York gelebt und dort bei einer Bank gearbeitet. Es war eine aufregende Zeit gewesen, aber sie hatte immer gewusst, dass sie auf Dauer nicht bleiben, sondern nach Deutschland zurückkehren würde. Ihre Freundinnen, selbst längst in alle Welt verstreut, hatten sie nicht verstanden. »Wieso willst du weg aus New York? Das ist die aufregendste Stadt der Welt, du hast da einen tollen Job, du kannst dir sogar eine gute Wohnung leisten – was willst du denn mehr?« Die Antwort war ihr leicht gefallen: Sie wollte nach Hause, zumal sie gespürt hatte, dass es ihrer geliebten Großmutter in den letzten Monaten nicht mehr gut gegangen war. Nicht, dass Amanda jemals geklagt hätte, nichts lag ihr ferner. Aber auf einmal hatten ihre schriftlichen Nachrichten anders geklungen und wenn sie übers Internet telefoniert hatten, war Constanze aufgefallen, dass sich auch ihre Gesichtszüge zu verändern begannen.

  • Wer einmal lügt ...: Der kleine Fürst 204 – Adelsroman

    204

    Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. »Es ist das schönste von allen Bildern«, sagte eine Stimme hinter Iris von Allenthin. »Meinen Sie nicht auch?Da sie nicht sicher war, ob sie gemeint war, drehte sie sich um und sah sich einem dunkelhaarigen Mann gegenüber, der sie um einen Kopf überragte und charmant auf sie herunterlächelte. Seine Augen ließen ihren Blick nicht los.Sie war eine Frau von sechsundzwanzig Jahren, die sich normalerweise nicht überrumpeln ließ, aber in diesem Moment wusste sie nicht, wie ihr geschah. Mit einem Mal war sie wieder siebzehn und hoffte mit wild klopfendem Herzen darauf, dass ihr Schwarm Lucius sie auf den Frühlingsball einlud – was er zu ihrem größten Kummer nicht getan hatte.»Ja«, brachte sie nach mehreren Sekunden heraus. »Ich finde auch, dass es das schönste Bild ist.»Gehen wir zusammen weiter?«, fragte der Dunkelhaarige. »Ich bin allein, Sie sind allein, dabei sind Museumsbesuche viel schöner, wenn man sich austauschen kann über das, was man sieht.Normalerweise hätte sie spätestens jetzt eine spöttisch-zurückweisende Bemerkung gemacht, um ihm ein wenig von seiner selbstgewissen Art zu nehmen und ihm klar zu machen, dass sie über einen eigenen Willen verfügte und den in der Regel auch durchsetzte, aber es kam ihr nicht einmal in den Sinn, ihm zu widersprechen. »Einverstanden«, sagte sie.Und so kam es, dass ihr Museumsbesuch vollkommen anders verlief als geplant: Sie lief mit Jonathan von Heeren, so hieß ihre neue Bekanntschaft, von Saal zu Saal, von Bild zu Bild und stellte bald fest, dass sie sich fast immer einig waren. Oft sprach sie aus, was er dachte und umgekehrt. Manchmal brachen sie in Gelächter aus, weil es ihnen so komisch vorkam, dass zwei wildfremde Menschen so viele übereinstimmende Urteile fällten.Als sie das Museum verließen, sah Iris zum ersten Mal wieder auf die Uhr und erschrak, weil es viel später war als gedacht. Wo waren die letzten Stunden geblieben? Wie war es möglich, dass ein ganzer Nachmittag einfach so verflogen war?Sie hatte versprochen, bis zum nächsten Morgen einen Bericht für Phillip von Hohenbrunn zu schreiben, einen der leitenden Manager in ihrer Firma, dem sie als Assistentin zuarbeitete.

  • Adel schützt vor Lüge nicht: Der kleine Fürst 232 – Adelsroman

    232

    Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. »Tolle Party, Alex«, sagte Olivia von Achtenhagen zu ihrem Freund Alexander von Granthen, der seinen dreißigsten Geburtstag ganz groß feierte, nämlich in einer alten Burg etwas außerhalb von Sternberg, die er eigens zu diesem Zweck gemietet hatte. Mindestens zweihundert Gäste tummelten sich in dem Gebäude und auf dem Gelände. Alexander und sie standen draußen und sahen dem bunten Treiben zu. »Ich hab Glück gehabt mit dem Wetter«, grinste er zufrieden. »Dass es noch mal so warm werden würde, hätte ich nicht gedacht. Es macht jedenfalls mehr Spaß, wenn man sich auch draußen aufhalten kann. Amüsier dich gut!« Und schon stürzte er sich wieder ins Gewühl. Olivia wohnte in Stuttgart. Sie war nachmittags bei ihren Freunden im Sternberger Schloss eingetroffen, bei denen sie übernachten würde. Es war eine gute Gelegenheit gewesen, nicht nur Alexander nach langer Zeit wiederzusehen, sondern auch die Schlossbewohner. Sie fühlte sich ein wenig beschwipst, was wahrscheinlich an dem Glas Champagner lag, mit dem Alexander jeden Gast empfangen hatte. Sie beschloss daher, ein Glas Wasser zu trinken und etwas zu essen. Im größten Raum der Burg war ein reichhaltiges Büffet aufgebaut worden. Sie betrat die Burg, besorgte sich zuerst ein Glas Wasser und ließ ihre Blicke dann über das Speisenangebot schweifen. Jetzt erst merkte sie, dass sie hungrig war. Kein Wunder, dass ihr der Champagner zu Kopfe gestiegen war. Es war unvernünftig gewesen, ihn auf leeren Magen zu trinken und gleich noch ein Glas Wein hinterher.

  • Josefine und ihr Traumprinz: Der kleine Fürst 264 – Adelsroman

    264

    Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. Josefine ging wie betäubt weiter, als es ihr endlich gelungen war, sich aus Jens-Peter Hoffmanns Umarmung zu befreien. Eigentlich war es eher eine Umklammerung gewesen. Was für ein unangenehmer, aufdringlicher Mensch, dachte sie. Noch immer meinte sie, seine Hände auf ihrem Rücken zu spüren. Er musste doch gemerkt haben, wie steif sie sich gemacht, wie abwehrend sie sich verhalten! Aber entweder hatte er für solche Dinge keine Antenne oder die Gefühle anderer waren ihm schlicht gleichgültig. Sie vermutete, dass beides zutraf. Die verstohlenen Blicke, die ihr folgten, nahm sie nicht wahr. Ihr Zusammentreffen mit dem bekannten Geschäftsinhaber mitten in der belebten Fußgängerzone von Sternberg war nicht unbemerkt geblieben, nicht wenige Passanten fragten sich, ob Jens-Peter Hoffmann vielleicht endlich die Frau fürs Leben gefunden hatte. Wenn ja, dann hatte er mit dieser schönen jungen Frau einen guten Fang gemacht. Josefine erinnerte sich erst nach einer Weile daran, dass sie ja noch etwas für die Teenager besorgen wollte, als Dank für den Tipp, sie solle sich wegen eines neuen Laptops an Anton von Weltien und Jakob Braukmann wenden. So war der Kauf viel unkomplizierter verlaufen als befürchtet. Da sie merkte, dass ihr die Lust zum Einkaufen vergangen war, beschloss sie, die Geschenke ein anderes Mal zu besorgen. Noch blieben ihr ja ein paar Tage im Schloss, sie hatte also Zeit genug. Aber für heute fehlte ihr die innere Ruhe, um sich Gedanken über eine originelle Art von ›Dankeschön‹ zu machen. Sie würde ihren alten Laptop zu Anton und Jakob bringen und anschließend ins Schloss zurückkehren. Sofort hob sich ihre Laune wieder, Jens-Peter Hoffmann war schon beinahe vergessen. Sie sollte sich ohnehin von einem wie ihm nicht die Laune verderben lassen, dachte sie. Beim nächsten Mal war sie gewarnt und würde es vermeiden, an seinem Geschäft vorbeizugehen. Auf eine zweite Begegnung dieser Art konnte sie gut verzichten.

  • Stephanies tapferer Beschützer: Der kleine Fürst 255 – Adelsroman

    255

    Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. »Da ist kein Fenster, Chris«, sagte Stephanie von Hohenbrunn enttäuscht. Wie lange kratzten sie jetzt schon mit den Glasscherben an der Wand, die sie voneinander trennte – dort, wo es beim Klopfen hohl geklungen hatte? Sie wusste es nicht, ihr war das Zeitgefühl abhanden gekommen, seit sie sich in diesem Gefängnis befand. Das Licht war dämmerig, ob früher Tag oder später Nachmittag. Nur in der Nacht wurde es richtig dunkel, sonst herrschte hier dieses seltsame Zwielicht, dem man keine Tageszeit zuordnen konnte. Nicht einmal das Wetter war zu erahnen, denn kein Sonnenstrahl verirrte sich durch die blinden Fenster der verlassenen Fabrikhalle – und schon gar nicht in diese engen kleinen Büros, die man an einer Schmalseite in die Halle eingepasst hatte. »Wir machen eine Pause«, erwiderte Christian von Sternberg, der kleine Fürst. »Mein Arm ist schon ganz lahm.« »Ich habe nur noch so wenig Wasser«, sagte sie. »Wenn ich nur wüsste, warum niemand kommt, um nach uns zu sehen! Die müssen doch wissen, dass wir mit einem Müsliriegel und einer Flasche Wasser nicht lange auskommen können, aber das scheint ihnen gleichgültig zu sein.« Christian ließ sich Zeit mit seiner Antwort. Endlich sagte er: »Ich glaube, das ist ein gutes Zeichen.« »Dass sie nicht kommen?«, fragte sie ungläubig. »Was soll daran gut sein?« »Ich schätze, sie können nicht, weil die Polizei nach uns sucht.

  • Antonia kämpft um die Liebe: Der kleine Fürst 258 – Adelsroman

    258

    Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. »Wenn Steffi nicht innerhalb der nächsten Viertelstunde kommt«, sagte Flora von Hohenbrunn nach einem Blick auf die Uhr, »rufe ich im Schloss an. Ich verstehe das nicht. Wir hatten doch gesagt, dass sie allerspätestens um zehn zurück sein soll, und normalerweise hält sie sich an solche Vorgaben. Schließlich ist morgen Schule. Was denkt sie sich denn dabei? Und ich verstehe auch die Kants nicht, muss ich sagen, sie …« Mitten im Satz wurde sie von einem kurzen Klingeln an der Haustür unterbrochen, die gleich darauf mit einem Schlüssel geöffnet wurde. »Wieso klingelt sie denn vorher?«, fragte Philipp verblüfft. »Mama, Papa?«, rief Stephanie mit gedämpfter Stimme, um ihre jüngere Schwester Caroline nicht zu wecken, die um diese Uhrzeit längst schlief. »Wieso hast du geklingelt?«, fragte Flora, während sie zur halb offen stehenden Tür ihres Wohnsalons ging, um ihre ältere Tochter in Empfang zu nehmen. Als sie die Tür ganz öffnete, sah sie, dass Stephanie nicht allein gekommen war, sondern in Begleitung der Baronin im Flur stand. »Frau von Kant! Ist etwas passiert?«, rief sie überrascht. Sofia von Kant nickte. »Ja, so kann man das wohl sagen.«

  • Ein böser Verdacht: Der kleine Fürst 183 – Adelsroman

    183

    Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. »Jonathan von Dennesen denkt, dass ich eine Affäre mit Herrn Wenger habe«, berichtete Bettina von Aahlen, nachdem sie das Büro betreten hatte, in dem Laura Koslik, ihre Noch-Sekretärin und baldige Partnerin bereits an der Arbeit saß. ›A&K – Private Ermittlungen‹ wollten sie ihre künftige gemeinsame Firma nennen. »Er hat uns öfter zusammen gesehen und seine eigenen Schlüsse daraus gezogen.« Laura drehte sich auf ihrem Bürostuhl um. »Kein Witz?«, fragte sie. »Kein Witz.« Bettina berichtete von ihrem letzten Gespräch mit Jonathan von Dennesen, der zurzeit, wie sie selbst auch, Gast auf Schloss Sternberg war. »Du hast ihn hoffentlich ausgelacht«, sagte Laura. Bettina lächelte. »Ich habe ihn geküsst«, entgegnete sie. »Auf den Arm nehmen kann ich mich selbst, Tina«, sagte Laura und wandte sich wieder ihrem Computer zu. »Ich nehme dich nicht auf den Arm. Ich habe ihn wirklich geküsst.« Erneut drehte sich Laura um, noch immer unsicher, ob Bettina sich einen Scherz erlaubte oder nicht. »Wieso denn? Du fandest ihn doch die ganze Zeit so unfreundlich. Wann immer du von ihm gesprochen hast, hieß es: ›Ich weiß überhaupt nicht, was ich ihm getan habe.‹ Und jetzt auf einmal küsst du ihn?« »Ich weiß auch nicht, warum ich das getan habe«, gestand Bettina und strich sich eine rote Haarsträhne aus der Stirn. Es tat ihr schon fast leid, den Kuss Laura gegenüber erwähnt zu haben. »Er geht mir auf die Nerven mit seiner Unfreundlichkeit, aber gleichzeitig finde ich ihn auch interessant, weißt du? Er ist ziemlich klug, er hat ein Gesicht, das ich gerne ansehe, und wenn ich ihn beobachte,

  • Angelika lüftet ein Geheimnis: Der kleine Fürst 172 – Adelsroman

    172

    Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. »Sie will mich sehen?«, fragte Isabella von Bolanden fassungslos. »Jetzt auf einmal?« »Ja«, bestätigte ihr Anwalt Carl von Wertheim ruhig. »Sie ist das Versteckspiel leid und will sich mit Ihnen treffen.« Er zögerte, bevor er fragte: »Das wollten Sie doch unbedingt erreichen, oder? Ich hatte gedacht, Sie würden sich freuen.« Statt einer Erwiderung stand Isabella auf und ging zu einem der Bürofenster der Kanzlei. Sie sah hinunter auf die Straße, wo an diesem schönen, warmen Tag viele Leute unterwegs waren. Alle Tische, die die Cafés draußen aufgestellt hatten, waren voll besetzt. Es hatte jetzt fast zwei Wochen nur geregnet und war kühl gewesen, deshalb wollten alle das gute Wetter ausnutzen, man konnte ja nie wissen, wie lange es hielt. Isabella sah all das und sah es auch wieder nicht. Für ihr eigenes, im Augenblick so kompliziertes Leben spielte es keine Rolle, ob das Wetter gut oder schlecht war. Es spielte eigentlich nichts eine Rolle außer Angelika Gräfin Maritz, deren Namen sie vor einem knappen Jahr zum ersten Mal gehört hatte. Seitdem hatte sich ihr Leben von Grund auf verändert. Langsam wandte sie sich wieder zu Carl von Wertheim um und begegnete seinem besorgten Blick. »Ich dachte auch, ich würde mich freuen«, erwiderte sie. »Aber so ist es nicht. Wenn Sie es genau wissen wollen: Ich fühle gar nichts. In mir ist es …, irgendwie leer. Tot.« Sie dachte einen Moment nach und wiederholte dann: »Wirklich, ich fühle nichts.« »Aber Sie wollen Gräfin Maritz immer noch treffen? Ich meine, wir bemühen uns jetzt seit Monaten um ein

  • Liebe in Zeiten der Angst: Der kleine Fürst 253 – Adelsroman

    253

    Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. »Seid ihr verrückt?« Alina starrte Marco und Daniel an. »Das ist der kleine Fürst! Ihr habt den kleinen Fürsten betäubt!« Auch Lola war außer sich: »Weg mit dem Tuch!«, fuhr sie Daniel an. »Weg, weg, er ist doch längst ohnmächtig! Willst du ihn umbringen?« Hastig nahm Daniel das Tuch zur Seite. Er war selbst erschrocken. »Was hätten wir denn tun sollen?«, fragte er. Erst jetzt wurde ihm bewusst, wer der Junge war, der bewusstlos und schlaff in seinen Armen hing, betäubt von dem Narkosemittel, mit dem das Tuch getränkt war, das bis eben auf seiner Nase gelegen hatte. Während Lola sich zur Ruhe zwang, wurde Alinas Stimme schriller. »Und jetzt? Was machen wir jetzt? Wir können doch nicht den kleinen Fürsten entführen!« »Halt die Klappe«, fuhr Marco, der noch immer die bewusstlose Stephanie in den Armen hielt, sie an. »Er ist hier aufgetaucht und hat gesehen, wie wir versuchen, seine bewusstlose Freundin ins Auto zu schieben.

  • Ein Mann spielt falsch: Der kleine Fürst 221 – Adelsroman

    221

    Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. »Sag das noch einmal!«, bat Tanja Karolus. »Ich glaube, ich habe neuerdings Probleme mit den Ohren.« »Hast du nicht«, versicherte Sabrina von Havenbeeck. »Benjamin von Schönhausen hat Schloss Sternberg in der Nacht heimlich verlassen, und heute Morgen wurde sein Aktenkoffer im Vorratskeller gefunden, mit mehr als einer Million Euro darin. Was sagst du nun?« »Gar nichts mehr«, sagte Tanja. Sie hätte selbst ein paar unerhörte Neuigkeiten erzählen können, aber unter diesen Umständen verzichtete sie lieber darauf. Wenn sie von Harry Vollmer berichtete, sollte Sabrina ihr auch richtig zuhören und nicht wie jetzt vor allem mit ihren eigenen Angelegenheiten beschäftigt sein. »Weißt du«, fuhr Sabrina zögernd fort, »ich… ich mochte ihn.« Sie verbesserte sich eilig. »Ich mag ihn, wollte ich sagen.« »Du magst ihn«, wiederholte Tanja ein wenig begriffsstutzig, bevor ihr dämmerte, was Sabrina eigentlich hatte sagen wollen. »Du meinst, du hast dich in ihn verliebt?« »Ich weiß es nicht, Tanja, aber ich glaube schon. Da war von Anfang an etwas zwischen uns.

  • Endlich eine heiße Spur!: Der kleine Fürst 254 – Adelsroman

    254

    Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. Stephanie stand ganz dicht an die Wand gedrückt. Noch konnte sie es nicht glauben, noch fürchtete sie eine weitere Sinnestäuschung. Davon hatte es, seit sie hier eingesperrt war, schon genug gegeben: böse Träume, düstere Fantasiegestalten, die sie gequält hatten. Vielleicht war das jetzt wieder ein Traum – wenn auch einer, der ihr Hoffnung vorgaukelte? Sie hatte Christians Stimme gehört, auf der anderen Seite der Wand, ganz deutlich hatte sie sie gehört. »Ja, ich bin hier«, sagte sie, es kam so leise heraus, dass sie es selbst kaum hörte. Sie probierte es lauter, aber natürlich kam keine Antwort von der anderen Seite, sie hatte auch nicht damit gerechnet. Sie wusste selbst nicht, warum sie trotzdem noch einmal alle Kraft zusammennahm und rief: »Ich bin hier, Chris!« Zwei Sekunden Stille, dann klopfte es an die Wand. »Steffi, Steffi, sie haben mich auch entführt!« Sie vergaß ihre Schwäche, sie vergaß die Verzweiflung, sie vergaß, dass sie gerade eben noch geweint und geschrien hatte, denn das hier war keine Sinnestäuschung, es war wirklich und wahrhaftig Christians Stimme! »Oh, Chris!«, rief sie. »Sprich mit mir, damit ich sicher sein kann, dass das nicht wieder nur ein Traum ist.« »Es ist kein Traum. Ich dachte das zuerst auch, als ich dich schreien hörte. Du hast mich geweckt, zum Glück, weil ich schreckliche Träume hatte.« »Die hatte ich auch, die ganze Zeit, es war schwer, richtig wach zu werden. Aber wieso bist du hier?

  • Schlimmer Plan – doppeltes Unglück: Der kleine Fürst 252 – Adelsroman

    252

    Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. »Wo bleibt ihr denn so lange?«, rief Anna, als Christian mit Togo die Terrasse betrat. Und dann, als sie sah, dass er allein war: »Wo ist Steffi?« Christian kam nur sehr langsam näher. »Sie ist nicht mehr hier. Herr Wiedemann bringt sie gerade nach Hause«, antwortete er. Vier Augenpaare richteten sich fragend auf ihn, aber niemand sprach die Frage aus, während Christian sich, noch langsamer als zuvor, näherte. Als er seine Familie erreicht hatte, setzte er sich nicht, sondern lehnte sich an die Brüstung. »Wir haben gestritten«, sagte er. »Ich … ich kann nicht darüber reden. Und ich möchte gern allein sein. Bitte, entschuldigt mich.« Nach diesen Worten blieb er noch einen Moment stehen, dann verließ er mit gesenktem Kopf die Terrasse. Togo schlich hinterher, obwohl er nichts mehr liebte, als Abende auf der Terrasse, im Kreis der Familie. Es sah so aus, als sei er ähnlich niedergeschlagen wie der Mensch, dem er folgte. Auf der Terrasse blieb es still, bis die Baronin schließlich zögernd fragte: »Habe ich etwas nicht mitbekommen? Beim Abendessen hatte ich den Eindruck, dass alles in Ordnung war. Oder gab es da schon Anzeichen für eine Missstimmung zwischen den beiden?«

  • Das Lied der Liebe: Der kleine Fürst 230 – Adelsroman

    230

    Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. »Nein, nein, nein, nicht so, Julia«, sagte Marion Varnthal. »Das klingt angestrengt und gepresst. Atme zuerst noch einmal tief durch, ganz ruhig. Nicht singen, nur atmen.« Gehorsam tat Julia von Camphausen, was ihr gesagt worden war. Sie weitete ihren Brustkorb und konzentrierte sich in Gedanken auf die Stelle in dem Lied von Schubert, an der sie gerade feilten. Marion Varnthal, ihre Lehrerin, beobachtete sie wohlwollend. Julia war das größte Talent, das sie jemals unterrichtet hatte. Gerade deshalb war sie mit ihr besonders streng und ließ ihr auch nicht die kleinste Ungenauigkeit durchgehen. Unermüdlich kritisierte und korrigierte sie, vergaß aber auch nie, ihre begabte Schülerin zu loben, wenn ihr etwas gut gelungen war. Julia war zweiundzwanzig Jahre alt. Sie hatte bereits erste kleine Engagements gehabt, war aber noch nicht ›entdeckt‹ worden. Marion Varnthal war jedoch sicher, dass der Tag, an dem das geschehen würde, nicht mehr fern war. Schon jetzt dachte sie mit Wehmut daran, denn wenn es soweit war, würden sich ihre und Julias Wege trennen. Sie unterrichtete die junge Frau seit zwei Jahren, seit Julias vorheriger Lehrer zu dem Ergebnis gekommen war, er könne ihr nichts mehr beibringen. Marion Varnthal dagegen fand, dass Julia noch immer viel zu lernen hatte, bis sie eines Tages, hoffentlich, ihre Stimme zu voller Blüte entwickelt haben würde. Aber das musste behutsam geschehen. Sie hatte schon einige Talent erlebt, die sich vorzeitig verbraucht hatten, weil sie zu früh Partien gesungen hatten, auf die ihre Stimmen noch nicht genügend vorbereitet gewesen waren. Julia wiederholte die für sie so schwierige Stelle, und dieses Mal klang ihre Stimme nicht gepresst, sondern schwang sich frei und jubelnd in die Höhe.

  • Ein Unfall für die Liebe: Der kleine Fürst 170 – Adelsroman

    170

    Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. »Angelika, das muss endlich aufhören!« Baronin Sofia von Kant betrat den Grauen Salon von Schloss Sternberg mit allen Anzeichen mühsam gezügelter Erregung. »Wenn du Interviews geben musst, in Ordnung, aber bitte nicht auf dem Schlossgelände. Verabrede dich mit Reportern und Journalisten woanders, wir legen Wert auf unsere Privatsphäre, das dürfte dir bekannt sein.« Angelika Gräfin Maritz hatte beim Eintreten ihrer Schwester nur flüchtig den Kopf gehoben. Jetzt erst sah Sofia, dass Angelika wieder einmal telefonierte, doch sie erkannte offenbar, dass es im Augenblick Wichtigeres gab als dieses Telefonat. »Entschuldigen Sie bitte, ich muss Schluss machen, ich melde mich wieder. Ja, ganz bestimmt.« Mit einem energischen Knopfdruck beendete Angelika das Gespräch. Sie und Sofia sahen sich nicht ähnlich. Sofia war eine hübsche Blondine mit weichen Zügen und freundlichen Augen. Auch Angelika war blond, doch ihr Profil war scharf geschnitten, um ihren Mund lag ein herrischer Zug, ihr Blick war eher durchdringend. Mitte Vierzig war sie jetzt, einige Jahre älter als Sofia. Gut verstanden hatten sich die Schwestern noch nie, doch seit Angelika auf Schloss Sternberg zu Besuch war und sich dieser Besuch von Woche zu Woche verlängerte, ohne dass ein Ende absehbar gewesen wäre, gerieten sie immer öfter aneinander. »Ich tue, was ich kann«, sagte die Gräfin unwillig. »Es ist nicht meine Schuld, dass die Journalisten in Deutschland so aufdringlich sind. Ich sage immer und überall, dass sie hier nichts zu suchen haben. Aber du machst mich ja sowieso für alles verantwortlich, was schiefläuft in letzter Zeit.« Sofia setzte sich ihr gegenüber. »Das stimmt doch

  • Der schöne Fremde am See: Der kleine Fürst 210 – Adelsroman

    210

    Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. Antonia lief langsam durch das Haus, bewunderte die alten Holzbalken und die Dielen, die schön geschwungene Treppe, die großzügig geschnittenen Räume, die Bilder an den Wänden, die gemütliche Einrichtung. Die alte Villa war ein richtiges Familiennest. Sie schluckte die aufsteigenden Tränen hinunter. Würde sie sich jemals wieder irgendwo zu Hause fühlen? Trotzdem war sie froh, jetzt hier zu sein. Allerdings hatte sie einbrechen müssen, sie besaß ja keinen Schlüssel. Über eins der Kellerfenster war sie eingestiegen, sie hoffte, keinen allzu großen Schaden angerichtet zu haben. Wie gut, dass sie von der Existenz dieses Hauses gewusst hatte! Es würde ihr in der nächsten Zeit Unterschlupf bieten, bis sie eine Entscheidung darüber gefällt hatte, wie es weitergehen sollte. Im Augenblick war sie nicht imstande, Pläne zu schmieden, sie musste zuerst zur Ruhe kommen. Es würde bald dunkel werden, die Tage waren ja um diese Jahreszeit sehr kurz. Sie fragte sich, ob sie es wagen konnte, Licht zu machen. Es gab ja direkte Nachbarn hier. Zwar waren, wie sie erfahren hatte, nicht alle Häuser bewohnt, denn diese Gegend war trotz ihrer Schönheit noch immer ziemlich einsam, aber es gab Leute, die in dieser Straße wohnten. Sie würde es wohl besser nicht riskieren und machte sich deshalb auf die Suche nach Kerzen, um die Batterien ihrer Taschenlampe zu schonen. In der Küche wurde sie fündig, hier gab es auch Kerzenhalter. Ebenso fand sie ein paar haltbare Lebensmittel, sie konnte sich also zumindest eine einfache Mahlzeit zubereiten, denn einige Vorräte hatte sie auch bei sich. Später würde sie ersetzen, was sie verbraucht hatte, auch das eingeschlagene Kellerfenster. Sie fröstelte. Das Haus war nicht völlig ausgekühlt, die Heizung lief, aber offensichtlich auf Sparflamme.

  • Ein Retter in der Not: Der kleine Fürst 237 – Adelsroman

    237

    Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. »Sie werden abgetrieben!«, schrie jemand. »Die Frau schafft es nicht!« Dominik stand nach wie vor unbeweglich am Mainufer, starrte auf die trüben Fluten, die immer wieder über die Uferbefestigung leckten und schon bald auf die Wege neben dem Fluss überschwappen würden, wenn es weiterhin regnete. Der Wind zerrte an ihm, im Wasser sah er die beiden Köpfe, Victorias und den des Jungen. Das Wasser musste eiskalt sein, sie würden bald untergehen. Die Bilder von damals mischten sich mit denen von heute, und ganz plötzlich erwachte er wieder zum Leben. Mit einer raschen ­Bewegung entledigte er sich seines Mantels und rannte los, bis er Victoria und den Jungen ein Stück überholt hatte, dann sprang er ins Wasser. Die Kälte raubte ihm beinahe die Besinnung, aber er wusste, dass er nicht viel Zeit hatte, und so schwamm er energisch Richtung Flussmitte. Dort vorne waren sie, sie kamen rasch auf ihn zu, die Strömung war viel stärker als erwartet, das hatte er falsch eingeschätzt. »Vicky, ich komme!«, brüllte er. Hatte sie ihn gehört? Er sah sie nicht mehr, und einen Moment lang drohte ihn die Panik zu überwältigen, dass sie mit dem Jungen an ihm vorbeigetrieben war, dass er sie nicht mehr würde einholen können bei dieser starken und schnellen Strömung, doch dann tauchte ihr Kopf wieder auf, mit dem des Jungen, er war ihnen schon ganz nah. Wieder schrie er ihren Namen, und dieses Mal hörte sie ihn, er sah ihren Kopf herumfahren. »Dominik!«, schrie sie. Noch zwei kräftige Beinschläge, dann hatte er sie erreicht. »Dreh dich um!«, rief er.

  • Sehnsucht nach dem zweiten Glück: Der kleine Fürst 249 – Adelsroman

    249

    Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. »Bitte, begleite mich, Steffi«, sagte der kleine Fürst zu seiner Freundin Stephanie von Hohenbrunn. Sie legte den Kopf auf seine Schulter. Hier, im Wald rund um das Sternberger Schloss, konnte sie das tun, ohne befürchten zu müssen, dass Fotografen und Reporter sie belauerten, um im geeigneten Moment ein Foto des jungen Paares zu schießen. Stephanie war vierzehn, ›der kleine Fürst‹ Prinz Christian von Sternberg sechzehn Jahre alt. Sie waren derzeit eines der beliebtesten Fotomotive der Boulevardpresse, das jüngste Liebespaar unter den Berühmtheiten des Landes. Christian hatte den Namen ›der kleine Fürst‹ schon als Zweijähriger bekommen. Damals war er mit seinem Vater, Fürst Leopold, zum ersten Mal auf Reisen gewesen und hatte die Menschen, denen sie begegneten, so entzückt, dass sie das ungleiche Paar ›der große und der kleine Fürst‹ genannt hatten. Für Christian war es bei dem Namen geblieben, obwohl er längst nicht mehr klein war und erst mit achtzehn Jahren, mit Erreichen der Volljährigkeit, der nächste Fürst von Sternberg werden würde. »Wenn es nur darum ginge, dich zu begleiten, würde ich das sofort tun«, erwiderte Stephanie nach einer längeren Pause. Sie war ein ausgesprochen hübsches Mädchen mit glänzenden rotbraunen, sich lockenden Haaren, einer niedlichen Stupsnase und schönen grauen Augen. Auch Christian sah gut aus mit seinem schmalen Gesicht, den dichten dunklen Haaren und den dunklen Augen, in deren Blick sich, seit er seine Eltern durch einen schrecklichen Unfall verloren hatte, Traurigkeit eingenistet hatte, die nie völlig verschwinden wollte, nicht einmal, wenn er fröhlich und guter Dinge war. »Ich weiß.« Er stieß die Luft in einem langen Seufzer aus. »Sie werden uns nicht in Ruhe lassen, uns ständig fotografieren und vielleicht mit Fragen bombardieren. Aber es ist ein wichtiger Musikpreis für Nachwuchsmusiker. Die eine Preisträgerin ist erst zehn. Ich kann da nicht absagen. Sie brauchen Unterstützung, sie versprechen sich viel davon, wenn ich die Preise überreiche und eine kleine Rede halte.«

  • Der Weg zu deinem Herzen: Der kleine Fürst 231 – Adelsroman

    231

    Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. Als der letzte Ton des alten Liebeslieds verklungen war, mit dem Julia von Camphausen ihr Konzert beendete, herrschte sekundenlang tiefe Stille im Ballsaal von Schloss Sternberg, der an diesem Abend zum Konzertsaal geworden war. Der Beifall setzte nur zögernd ein, als wollten die Menschen die Stille bewahren, in der die wunderbare Stimme der jungen Sopranistin nachzuklingen schien. Doch als die Ersten zu klatschen begannen, gab es schon bald kein Halten mehr, einer nach dem anderen sprang auf, bis sich schließlich das gesamte Publikum erhoben hatte, um der schönen blonden Sängerin, die regungslos vorne neben dem Flügel stand, zu huldigen. Sie verneigte sich leicht, streckte dann einen Arm zu ihrem Begleiter Jan van Hooven am Flügel aus. Gemeinsam verbeugten sie sich, doch das Publikum hatte nicht die Absicht, sie ohne Zugabe gehen zu lassen, und so setzte sich der Pianist schließlich wieder an den Flügel und begann leise zu spielen. Die Menschen setzten sich wieder, und erneut wurde es still, als Julia das ›Ave Maria‹ sang. Nicht wenige im Publikum hatten Tränen in den Augen, während sie dem beinahe überirdisch schönen Gesang lauschten. Julia selbst bekam davon nichts mit. Sie wusste nur eins: dass sie glücklich war. Es war ein verrücktes Gefühl angesichts der Ereignisse der jüngsten Vergangenheit: Ihre Familie hatte gerade ihr gesamtes Vermögen verloren, ihr Elternhaus war verkauft worden, von ihrem bisherigen so behüteten und unbeschwerten Leben war praktisch nichts übrig geblieben. Und doch war sie glücklich, weil sie dieses Konzert hatte geben dürfen, das ihre Sternberger Freunde ihr gewissermaßen geschenkt hatten, um ihr zu helfen. Sie war noch sehr jung, niemand außer ein paar Eingeweihten kannte sie und obwohl sie mit dieser herrlichen Stimme gesegnet war, musste sie noch viel lernen. Sie brauchte Lehrerinnen und Lehrer, die ihr halfen, sich weiterzuentwickeln, und zwar so behutsam, dass es ihrer Stimme nicht schadete. Aber für diese Ausbildung fehlte nun eben das Geld, das bisher immer da gewesen war. Und deshalb dieses Konzert, damit Julia die Chance erhielt, sich einen Namen zu machen und so ihre Ausbildung von jetzt an selbst zu finanzieren. Es berührte sie tief, dass die Menschen, für die sie zwei Stunden lang gesungen hatte, von ihren Sitzen aufgesprungen waren und ihr förmlich zujubelten. Sie wusste selbst, dass sie an diesem Abend so gut gesungen hatte wie nie zuvor. Das sah sie nicht nur am Gesicht ihrer Lehrerin Marion Varnthal, die vorn in der ersten Reihe saß, mit ganz verklärtem Gesicht, sondern auch an den überraschten Mienen ihrer an Musik nur mäßig interessierten Brüder, die zu ihr aufblickten, als sähen sie sie zum ersten Mal, und sie sah es ebenfalls an den Tränen ihrer Eltern und den strahlenden Gesichtern der Schlossbewohner. Vor allem die Teenager jubelten ihr begeistert zu. »Noch eine Zugabe«

  • Clemens - Retter in der Not: Der kleine Fürst 262 – Adelsroman

    262

    Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. Constanzes Gehirn weigerte sich zu glauben, was ihre Augen sahen: Der Sturm hatte ein richtiges Loch in das ohnehin schadhafte Dach des Schlösschens gerissen und infolgedessen war ein Teil davon eingestürzt. Durch das Loch konnte sie direkt in den Himmel sehen, an dem die Blitze jetzt immer schneller zuckten. Noch immer regnete es nicht sehr stark, aber es war eine Frage von Minuten, wenn nicht Sekunden, bis sich die Schleusen richtig öffnen und vermutlich wahre Sturzfluten auf die Erde niedergehen würden. Sie erwachte aus ihrer Erstarrung, als Clemens ihren Arm ergriff und sie heftig schüttelt. »Los!«, brüllte er, um den Donner zu übertönen. »Wir müssen versuchen, das Loch irgendwie abzudecken, bevor es richtig zu schütten beginnt.« Sie hatte ihn vergessen. Clemens von Renthofen, der mit ihrer Großmutter befreundet gewesen war und dem sie bei seinem ersten Besuch die Tür vor der Nase zugeschlagen hatte, weil ihr sein Name unbekannt gewesen war. Aber dafür konnte sie sich später entschuldigen – falls sie das überhaupt tat. Trotz des angefangenen Briefs an ihn, den sie im Sekretär ihrer Oma gefunden hatte, war sie noch nicht sicher, ob sie ihm trauen konnte. Aber damit konnte sie sich später beschäftigen. Jetzt galt es erst einmal, das Schlösschen vor noch größeren Schäden zu bewahren. Sie folgte ihm. Verständigen konnten sie sich nur noch schreiend, da das Donnergrollen zunahm und die Donnerschläge in immer kürzeren Abständen ertönten. Aber Worte waren auch nicht nötig. Er war bereits dabei, eine der Planen, die er mitgebracht hatte, auseinanderzufalten. Sie half ihm, anschließend legten sie sie direkt unter dem großen Loch im Dach aus. Jetzt erst bemerkte Constanze, wie vorausschauend ihre Arbeit am Nachmittag gewesen war: Die Planen, die sie so mühselig allein ausgelegt hatte, standen voller Wasser, das sonst direkt in die Decke des darunterliegenden Stockwerks gesickert wäre. Clemens hatte bereits die nächste Plane in der Hand, er deutete auf das Loch im Dach.

  • Gefühle können grausam sein – und so schön: Der kleine Fürst 248 – Adelsroman

    248

    Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. »Auf zum Feiern«, rief René. »Los, los, ein bisschen Beeilung bitte! Wieso trödelt ihr denn so?« »Ich trödele nicht«, erklärte Antonia, »ich bin fertig.« »Ich auch«, sagte Sascha. »Ich will zuerst ein großes Bier und ein Schnitzel mit Bratkartoffeln. Danach gleich das nächste große Bier.« »Ungesund, so fettes Essen spät am Abend.« Antonia lachte. »Aber genau das will ich auch.« Sie drängelten und schubsten sich auf dem Weg zum Ausgang der Klinik wie ausgelassene Kinder. Es war ein langer Tag gewesen. Eben noch hatten sie über Müdigkeit geklagt, aber jetzt war alles vergessen, jetzt würden sie feiern. Morgen hatten sie frei, also konnten sie den heutigen Abend so lange ausdehnen, wie es ihnen gefiel. »Regnet es etwa?«, fragte Sascha, als er vor die Tür trat. »Nee, sah nur so aus.

  • Der arme Millionär: Der kleine Fürst 259 – Adelsroman

    259

    Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. »Das kann nicht dein Ernst sein«, sagte Jonathan von Stoltze. Sein Blick war fassungslos. »Und ob es das ist«, erwiderte Albrecht von Falkenstein, sein bester Freund seit Kindertagen. Er drehte sich einmal um sich selbst. »Überzeugend, oder?« Statt die Frage zu beantworten, griff Jonathan mit spitzen Fingern nach dem Ärmel des Hemdes, das Albrecht trug. Es war braun, mit orangefarbenen Streifen. Prüfend fuhr Jonathan mit den Fingern über den Stoff, das Gesicht schmerzlich verzogen, als litte er körperlich. »Was, um alles in der Welt, ist das?« »Eine Chemiefaser«, erklärte Albrecht stolz. »Fühlt sich übrigens besser an, als sie aussieht.« »Mussten es unbedingt orangefarbene Streifen sein?« »Ja, ich wollte endlich mal so etwas anziehen«, antwortete Albrecht. »Willst du mir die Laune verderben?« Wieder antwortete Jonathan nicht. »Und dann noch diese graue, ausgebeulte Hose, von den billigen Schuhen gar nicht erst zu reden!

  • Dein Lachen ist so schön, Lorene!: Der kleine Fürst 251 – Adelsroman

    251

    Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. »Wie bitte?«, fragte Lola ungläubig. »Du willst Stephanie von Hohenbrunn entführen? Soll das ein Witz sein?« »Kein Witz«, antwortete Marco. »Ich habe ziemlich lange darüber nachgedacht. Wir waren uns doch einig, dass es gut für sie und ihren feinen Freund, den kleinen Fürsten, wäre, wenn sie auch mal Angst und Sorgen hätten, wie normale Leute auch, oder?« Alina kicherte wieder. »Genau!«, sagte sie. Sie klang ziemlich betrunken. Daniel, der mit ihnen zusammen auf dem breiten Bett gesessen hatte, von dem Lola annahm, dass normalerweise die Eltern ihrer Gastgeberin Dany darin schliefen, stand auf. Von unten hörte man Partymusik und Gelächter. Daniel schwankte ein bisschen, hielt sich aber einigermaßen aufrecht. Er sprach nicht mehr deutlich, seine Stimme hatte jedoch einen unverkennbar feierlichen Unterton. »Das ist … eine großartige … Idee«, sagte er. »Ich … bin … dabei, Marco.« Marco lächelte zufrieden.

  • Der Irrtum des Johannes von A.: Der kleine Fürst 266 – Adelsroman

    266

    Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. »Es tut mir unendlich leid, dass das passiert ist, Frau von Kant«, sagte Dr. Walter Brocks. »Wenn ich gewusst hätte, dass Frau von Lützow einen Besuch in der Klinik plant, ich hätte ihr abgeraten.« »Sie hätte sich auch von Ihnen nicht abhalten lassen, hierher zu kommen«, erwiderte Baronin Sofia niedergeschlagen. »Ich habe alles versucht, glauben Sie mir, aber vergeblich.« Baronin Sofia und der Klinikchef standen auf dem Flur der Notaufnahme, wohin zwei Pfleger Arabella von Lützow eilig gebracht hatten, nachdem Johannes Graf von Ammerthal sie vor dem Zimmer seines Sohnes Florian so heftig beschimpft und auch bedroht hatte, dass sie ohnmächtig zusammengebrochen war. Dr. Brocks hatte daraufhin umgehend im Schloss angerufen, um Arabellas Freunde zu informieren. Sofia war gekommen, um die junge Frau abzuholen und zurück ins Schloss zu bringen, sobald das möglich war. Sie machte sich die schlimmsten Vorwürfe, dass es ihr nicht gelungen war, Arabella an der Fahrt zur Klinik zu hindern. Oder dass sie nicht wenigstens darauf bestanden hatte, sie zu begleiten. Schließlich war ihr und ihrem Mann klar gewesen, dass ihre junge Freundin kaum Erfolg haben würde bei ihrem Versuch, mit Florian von Ammerthal zu sprechen. Dass der Besuch so katastrophal verlaufen würde, hatten sie freilich nicht erwartet. »Ich würde Graf von Ammerthal gern bitten, seinen Sohn in ein anderes Krankenhaus zu verlegen, aber ich mache mir Sorgen um den Jungen, und ich will ungern etwas riskieren. Dabei denkt sein Vater ohnehin schon über die Verlegung nach. Er lastet es uns noch immer an, dass der Junge nicht spricht, und es passt ihm nicht, dass wir ihn nicht so bereitwillig von allen Außenkontakten isolieren, wie er sich das vorstellt. Florian soll, wenn es nach ihm geht, überhaupt keinen Besuch haben. Übrigens ist auch noch niemand gekommen, der nach ihm gefragt hat.«

  • Einsam und ein Herz voller Sehnsucht: Der kleine Fürst 338 – Adelsroman

    338

    Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. Der Fahrtwind warf der Baroneß immer wieder eine Locke ins Gesicht. Im Sonnenlicht glänzte ihr Haar wie rotflüssiges Gold. Vergeblich bemühte sie sich, die Frisur einigermaßen in Ordnung zu halten. Also zog sie das Fenster im schnell fahrenden Eisenwahnwagen höher. »Darf ich ihnen helfen?« hörte sie neben sich eine dunkle, volle Stimme fragen. Schon wollte sie dankend ablehnen, weil sie es gewohnt war, daß Männer beinahe jede Chance nutzten, um ihre Bekanntschaft zu machen. Als sie jedoch in das lächelnde Gesicht eines weißhaarigen älteren Herrn blickte, nahm sie dankend an. Er schob also das Fenster mit einem kräftigen Ruck zu. »Danke«, sagte Baroneß Carola von Zellenau. Der Blick aus ihren hellgrünen Augen verwirrte sogar den Weißhaarigen, was sie bestimmt nicht beabsichtigt hatte. Sie tat nichts dazu, aber ihre schlichte, fast klassige Schönheit und der Charme ihres freundlichen Wesens wirkten zauberhaft. Rasch fragte sie noch: »Bis Rosenberg sind es noch drei Stationen?« »Die nächste mitgerechnet«, antwortete der Herr in dem dezenten dunkelgrauen Anzug ganz präzise. Die Baroneß bedankte sich. Beinahe wäre dieses kleine Gespräch wieder versandet, aber unvermittelt erkundigte sich der Weißhaarige: »Darf ich fragen, ob Sie in Rosenberg aussteigen werden? Ein etwas voreiliger Sommergast?« Baroneß Carola antwortete mit einem kleinen Lachen.

Autor

Viola Maybach

Viola Maybach war als Fernsehredakteurin und -produzentin tätig. Heute arbeitet sie als Autorin in verschiedenen Bereichen und lebt in Frankfurt.

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