Aussicht auf Happy-End?: Mami Classic 11 – Familienroman
Von Annette Mansdorf
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»Du mußt unbedingt am Sonntag zum Essen kommen, Christine. Schließlich mußt du dich doch davon überzeugen, welche Fortschritte dein Patenkind macht.« »Überredet, ich komme. Josi wird sich freuen, Sophie zu sehen. Sie ist sehr beeindruckt, weil Sophie so winzig ist.« »Ich freue mich auch, Josi wieder einmal hierzuhaben. Es ist wirklich ein Wunder, was du bei ihr erreicht hast.« »Daran haben wir wohl beide Anteil.« »Nett, daß du das sagst, aber seit ich geheiratet habe, hatte ich ja nicht mehr viel Zeit. Manchmal habe ich noch ein schlechtes Gewissen.« »Sei nicht albern, Verena. Hast du dir das denn noch nicht abgewöhnt?« Verena hatte sich immer sehr schnell für alles verantwortlich gefühlt. Als sie noch als Sozialarbeiterin tätig gewesen war, hatte sie darunter besonders gelitten. Christine dachte oft daran, wie deprimiert Verena abends meistens gewesen war, wenn sie nach Hause kam. »Ich wette, du denkst gerade mal wieder an unsere stürmische Vergangenheit, stimmt's?« erriet Verena ihre Gedanken. »Stimmt. Aber so stürmisch fand ich sie nicht.« »Es war nicht schlecht.
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Aussicht auf Happy-End? - Annette Mansdorf
Mami Classic
– 11 –
Aussicht auf Happy-End?
Annette Mansdorf
»Du mußt unbedingt am Sonntag zum Essen kommen, Christine. Schließlich mußt du dich doch davon überzeugen, welche Fortschritte dein Patenkind macht.«
»Überredet, ich komme. Josi wird sich freuen, Sophie zu sehen. Sie ist sehr beeindruckt, weil Sophie so winzig ist.«
»Ich freue mich auch, Josi wieder einmal hierzuhaben. Es ist wirklich ein Wunder, was du bei ihr erreicht hast.«
»Daran haben wir wohl beide Anteil.«
»Nett, daß du das sagst, aber seit ich geheiratet habe, hatte ich ja nicht mehr viel Zeit. Manchmal habe ich noch ein schlechtes Gewissen.«
»Sei nicht albern, Verena. Hast du dir das denn noch nicht abgewöhnt?«
Verena hatte sich immer sehr schnell für alles verantwortlich gefühlt. Als sie noch als Sozialarbeiterin tätig gewesen war, hatte sie darunter besonders gelitten. Christine dachte oft daran, wie deprimiert Verena abends meistens gewesen war, wenn sie nach Hause kam. Und dann dieser unmögliche Daniel, der Zahnarzt, dem sie unverbrüchlich die Treue gehalten hatte, weil sie nicht merken wollte, wie egoistisch er war…
»Ich wette, du denkst gerade mal wieder an unsere stürmische Vergangenheit, stimmt’s?« erriet Verena ihre Gedanken.
»Stimmt. Aber so stürmisch fand ich sie nicht.«
»Es war nicht schlecht. Ich werde dir immer zu Dank verpflichtet sein, weil du mich mit Andreas zusammengebracht hast. Wenn ich ihn nicht getroffen hätte, stell dir vor, es gäbe Sophie dann gar nicht.«
»Stimmt, Daniel hätte so eine schöne Tochter sicher nicht zustande gebracht.«
»Laß ihn doch endlich. Das ist ja alles Schnee von gestern. Sag mal, kommt Hartwig nicht bald wieder?«
»Soweit ich weiß, hat er noch für einige Zeit verlängert. Du weißt, die Gerüchteküche hier an der Schule! Aber sicher bin ich nicht. Wir haben schon länger nichts mehr voneinander gehört. Ich glaube, er hat eine Kolumbianerin kennengelernt. Ich hoffe, er wird glücklich. Wenn ich an ihn denke, komme ich mir immer noch ziemlich schofelig vor.«
»Du hast ihm doch nichts vorgemacht, Christine. Ich war sicher, du liebtest ihn, aber es reichte eben nicht. Bereust du das jetzt?«
Auf diese Frage wußte Christine noch immer keine Antwort. Je mehr sie darüber nachdachte, desto mehr verwirrten sich ihre Gedanken.
Mit den Männern in ihrem Leben war das so eine Sache. Zuerst hatte sie ihren Freund aus der Kindheit geliebt, ihren Benedict. Er war mit dreizehn Jahren weggezogen, sie hatten sich geschrieben, bis mit sechzehn Jahren jeder Kontakt abgebrochen war. Christine hatte ihn lange nicht vergessen können. Es mochte schon sein, daß sie jeden Mann an ihm maß, obwohl sie doch gar nicht wußte, zu welcher Art Mann er sich entwickelt hatte.
Vor zwei Jahren war er dann plötzlich wieder in ihr Leben geplatzt, und gerade in dem Augenblick, wo auch sie ziemliche Turbulenzen durchzustehen hatte. Einmal war da die Sorge um die sich ständig überfordernde Verena gewesen, dann auch um Josi, die sie als Zweijährige aufgenommen hatten, weil ihre Mutter gestorben war, und die dann schließlich Christine als Pflegekind zugesprochen worden war. Inzwischen hatte sie Josi adoptieren dürfen.
Zu der Zeit hatten sich ihre Gefühle für Hartwig gewandelt. Sie hatte plötzlich geglaubt, ihn zu lieben, weil sie sich einfach großartig ergänzt hatten. Heute hatte Christine manchmal den Verdacht, daß sie ihn lieben wollte, weil auch Benedict verheiratet war und eine Tochter hatte, die inzwischen sechs Jahre alt sein mußte.
Aber das alles war nichts, was sie immer wieder besprechen wollte. Wenn Hartwig zurückkam und noch allein war, könnten sie sehen, was es da noch an Gefühlen gab. Christine dachte gern an ihn, an seine Begeisterung, wenn er leidenschaftlich gern kochte, an die Art, sie in den Arm zu nehmen, alles tat er mit großer Hingabe. Alles, was er anfing, beendete er auch. Hatte sie so etwas nicht immer gewollt?
Von Benedict hörte sie nichts mehr. Er hatte die große Villa seiner Großmutter, in der er die ersten Lebensjahre verbracht hatte, bevor seine Eltern sich getrennt hatten, noch immer vermietet. Offenbar konnte er sich nicht entschließen, sie aufzugeben, was Christine nachvollziehen konnte. Sie war ja wirklich prachtvoll. Hin und wieder fuhr sie daran vorbei, einfach so.
Im ersten Jahr nach ihrem Wiedersehen waren von Benedict je eine Karte zu Weihnachten und zu ihrem Geburtstag gekommen. Sie hatte sich höflich bedankt, auch seine Frau und die Tochter grüßen lassen, und dann war der Kontakt wieder abgerissen. Das war gut so. Christine hatte genug zu tun, zum Beispiel mit ihrer Tochter Josi, die jetzt eine sehr aufgeweckte Vierjährige war. Seit vier Wochen ging sie in den Kindergarten. Christines Mutter holte sie mittags ab, versorgte sie, bis Christine aus der Schule kam. Sie war eine hingebungsvolle Großmutter.
Außerdem waren da natürlich noch ›ihre‹ anderen Kinder, die jetzt in die dritte Klasse gingen. In einem Jahr würde sie sich von ihnen trennen müssen, wenn sie weiterführende Schulen besuchten. Aber bis dahin tat Christine alles für sie, was in ihrer Macht stand. Zwei Legastheniker-Kinder kamen dank ihrer Methode gut mit, und auch solche, die aus gestörten Familien stammten, konnte sie eingliedern. Christine liebte ihren Beruf.
Nein, ihr Leben war auch ohne Partner ausgefüllt. Hin und wieder ging sie mit einem Kollegen zum Essen aus, wenn ihre Mutter auf Josi aufpaßte, oder auch allein ins Theater oder Kino. Außerdem hatte sie natürlich Verena, der es während der Schwangerschaft nicht besonders gut gegangen war. Christine hatte sie oft besucht, ihr Gesellschaft geleistet, weil Verena eine Zeitlang liegen mußte, um das Baby nicht zu verlieren.
Andreas Schwert war nicht nur ein ausgezeichneter Kinderarzt, sondern auch ein sehr liebevoller Ehemann und Vater. Um Verena mußte sich Christine keine Sorgen mehr machen.
»Also, dann bis Sonntag. Sollen wir um zwölf da sein, wie immer?«
»Ja, das wäre schön. Dann kannst du noch zugucken, wenn ich Sophie stille. Josi hat das, glaube ich, besonders beeindruckt. Sie sagte, sie will auch mal eine eigene Milch haben.«
»Ich weiß, das hat sie mir auch erzählt. Sie war ganz enttäuscht, daß das erst geht, wenn sie selbst ein Baby hat.«
Verena lachte und verabschiedete sich dann. Christine überlegte, ob sie gleich ihre Mutter anrufen sollte, die sich heute mittag nicht gut gefühlt hatte. Aber dann dachte sie daran, daß sie sich hingelegt haben könnte. Lieber telefonierte sie abends mit ihr.
Josi kam aus dem Kinderzimmer. Christine bewohnte die große Wohnung, die sie früher mit Verena geteilt hatte, jetzt mit ihr. Ihr Gehalt reichte mittlerweile aus, um sich das leisten zu können.
»Mama, ich möchte zu Sabine gehen.«
»Dann tu das, mein Schatz. Aber um sechs bist du wieder hier, ja?«
»Okay«, gab Josi lässig zurück.
Sabine war ihre Freundin aus dem Kindergarten. Komisch, was es für Zufälle gab. Auch Christines erste Freundin hieß so. Sabine hatte mit ihren Eltern vor Benedict in der anderen Doppelhaushälfte gewohnt. Christine hatte nie mehr von ihr gehört, nachdem sie weggezogen war.
Es schien so, als würden alle Menschen, die sie liebte, nach einiger Zeit wieder aus ihrem Leben verschwinden. Ob das einen Sinn machte? Klammerte sie noch immer zu sehr?
