Dunkle Wolken über dem Glück: Der neue Sonnenwinkel 147 – Familienroman
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Über dieses E-Book
Mit Michaela Dornberg übernimmt eine sehr erfolgreiche Serienautorin, die Fortsetzung der beliebten Familienserie "Im Sonnenwinkel". Michaela Dornberg ist mit ganzem Herzen in die bezaubernde Welt des Sonnenwinkels eingedrungen. Sie kennt den idyllischen Flecken Erlenried und die sympathische Familie Auerbach mit dem Nesthäkchen Bambi.
Simone starrte wie ein hypnotisiertes Kaninchen auf das schrillende Telefon. Sie hatte längst erkannt, wer da anrief. Und normalerweise hätte sie atemlos vor lauter Aufregung nach dem Hörer gegriffen. Sie tat es nicht. Sie war wie erstarrt. Irgendwann hörte das Klingeln auf, um nicht viel später erneut zu beginnen. Es war wieder Daniel, und wieder meldete sie sich nicht, obwohl sie sich mit jeder Faser ihres Herzens nach ihm sehnte, danach, seine Stimme zu hören. Es ging nicht! Hatte sie Angst davor, was er ihr sagen würde? Oder war es einfach nur die Enttäuschung, die in ihr überschwappte und die ihr irgendwie auch die Sprache verschlagen hatte? Sie wusste es nicht, und sie dachte auch nicht weiter darüber nach. Das Telefon hörte auf zu klingeln, und kurz darauf begann es zum dritten Mal zu läuten. Ihre Hand zuckte nach vorn, sie wollte doch mit ihm reden. Sie ließ es bleiben, wartete ab, ob er diesmal auf den Anrufbeantworter sprechen würde, was bisher nicht geschehen war. Diesmal läutete es sehr viel länger, doch dann wurde aufgelegt. Der Anrufbeantworter sprang nicht an. Simone war noch immer wie gelähmt, war unfähig, sich zu bewegen, sie wusste nicht einmal, ob sie überhaupt atmete. Auf ihrer Gefühlsskala ging es rauf und runter, und dann begannen die Gedanken in ihrem Kopf sich zu überschlagen. Es waren keine guten Gedanken, denn die gingen unter und ließen den nicht so guten den Vorrang. Wenn er sie nicht erreichen konnte, hinterließ Daniel immer Nachrichten, sprach zärtliche Worte auf den AB, und meistens sagte er ihr zum Schluss auch die drei magischen Worte, nämlich – ich liebe dich.
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Buchvorschau
Dunkle Wolken über dem Glück - Michaela Dornberg
Der neue Sonnenwinkel
– 147 –
Dunkle Wolken über dem Glück
Die große Krise der Familie Auerbach
Michaela Dornberg
Simone starrte wie ein hypnotisiertes Kaninchen auf das schrillende Telefon. Sie hatte längst erkannt, wer da anrief. Und normalerweise hätte sie atemlos vor lauter Aufregung nach dem Hörer gegriffen.
Sie tat es nicht.
Sie war wie erstarrt.
Irgendwann hörte das Klingeln auf, um nicht viel später erneut zu beginnen. Es war wieder Daniel, und wieder meldete sie sich nicht, obwohl sie sich mit jeder Faser ihres Herzens nach ihm sehnte, danach, seine Stimme zu hören.
Es ging nicht!
Hatte sie Angst davor, was er ihr sagen würde? Oder war es einfach nur die Enttäuschung, die in ihr überschwappte und die ihr irgendwie auch die Sprache verschlagen hatte?
Sie wusste es nicht, und sie dachte auch nicht weiter darüber nach.
Das Telefon hörte auf zu klingeln, und kurz darauf begann es zum dritten Mal zu läuten.
Ihre Hand zuckte nach vorn, sie wollte doch mit ihm reden.
Sie ließ es bleiben, wartete ab, ob er diesmal auf den Anrufbeantworter sprechen würde, was bisher nicht geschehen war.
Diesmal läutete es sehr viel länger, doch dann wurde aufgelegt. Der Anrufbeantworter sprang nicht an.
Simone war noch immer wie gelähmt, war unfähig, sich zu bewegen, sie wusste nicht einmal, ob sie überhaupt atmete.
Daniel …
Auf ihrer Gefühlsskala ging es rauf und runter, und dann begannen die Gedanken in ihrem Kopf sich zu überschlagen.
Es waren keine guten Gedanken, denn die gingen unter und ließen den nicht so guten den Vorrang.
Wenn er sie nicht erreichen konnte, hinterließ Daniel immer Nachrichten, sprach zärtliche Worte auf den AB, und meistens sagte er ihr zum Schluss auch die drei magischen Worte, nämlich – ich liebe dich.
Heute war da nichts.
Das konnte nur eines bedeuten!
Er hatte ihr das persönlich am Telefon sagen wollen, was sie längst schon wusste, nämlich, dass es aus war mit ihnen, weil er den Wunsch seiner Eltern erfüllt hatte und dass aus ihm und Henriette von Achern ein Paar geworden war.
Na klar, so musste es sein und nicht anders!
Simone sank in sich zusammen, wenn sie doch wenigstens weinen könnte! Es ging nicht, es gab keine erlösenden Tränen, nur ein trockenes Schluchzen, das schnell wieder erstarb.
Sie kam sich vor, als spiele sie in einem Film, zu dem ihr niemand ein Drehbuch gegeben habe. Sie hatte in ihrem Leben bereits einiges erlebt, und da war nicht alles gut gewesen. Simone konnte sich nicht daran erinnern, sich schon einmal so elend gefühlt zu haben. Ausgerechnet Daniel …
Stopp, so war es nicht, er fügte sich nur wie eine Perle in eine Kette ein. Ihr Ex hatte sie verlassen, stehen lassen wie ein vergessenes Gepäckstück, mit Ole war es nicht anders gewesen, und nun auch Daniel.
Warum wunderte sie das jetzt eigentlich?
Es passte doch!
Vielleicht sollte sie endlich begreifen, dass ihr ganz offensichtlich ein Leben mit einem Mann nicht vorbestimmt war. Es gab unendlich viele Singles, da musste sie sich halt einreihen. Davon ging die Welt nicht unter. Und sie hatte glücklicherweise einen Beruf, den sie über alles liebte, in dem sie erfolgreich war, wo sie geschätzt wurde. Sie lebte in einer wunderschönen Wohnung, war befreundet mit der herzlichen Vermieterin, und sie hatte, und das war eigentlich das Allerschönste in ihrem Leben, das Honigtöpfchen, ihre Bella.
Ach, wenn die doch jetzt hier bei ihr wäre, dann wäre vielleicht alles ein wenig einfacher, da würde, neben allem Herzeleid, die Einsamkeit sie nicht anfallen wie ein böser Geist.
Sie wusste, dass sie aufhören musste, sie musste das Gedankenkarussell abstellen, das sich immer schneller drehte.
Es ging nicht!
Simone steigerte sich da in etwas hinein, was überhaupt nicht gut für sie war. Zu allem Übel begann sie sich jetzt auch noch darüber zu ärgern, dass sie zu feige gewesen war, ans Telefon zu gehen. Dann hätte sie es hinter sich, wüsste die ganze Wahrheit. Aber so war sie nun mal, sie ging unangenehmen Situationen gern aus dem Weg, entwickelte eine unheilvolle Aufschieberitis, und letztlich kam es so, wie es kommen musste, und sie quälte sich immer unnötig lange.
Das waren keine guten Gefühle, um sich selbst zu beweisen, dass sie auch anders konnte, griff sie nach kurzem Zögern nach dem Telefon, drückte auf die Taste, bei der sie seine Nummer gespeichert hatte.
Simone begann heftig zu atmen, ihr Pulsschlag beschleunigte sich, es klingelte, und sie ließ es klingeln. Doch irgendwann brach es ab, Daniel hatte seinen Anrufbeantworter ausgeschaltet.
Das war nicht das erste Mal so, doch diese Tatsache ignorierte Simone, jetzt war für sie nur klar, dass er nicht wollte, dass sie eventuell versuchen würde, ihn zu erreichen. Es könnte für Daniel ja peinlich werden, denn gewiss wusste seine neue Flamme nicht, dass da noch eine andere als ungeklärter Fall in seinem Leben herumgeisterte. Dass es sie in Daniels Leben gab, gegeben hatte, das wusste Henriette. Schließlich hatten sie sich kennengelernt.
Nein! Nein! Nein!
Simone hielt sich die Ohren zu, dann sprang sie unvermittelt auf. Ihr Blick fiel auf die Zeitschrift, durch die alles ausgelöst worden war, sie fasste sie mit zwei Fingern an, und dann warf sie die nicht einfach in den Papierkorb. Oh nein, das ging überhaupt nicht, sie wollte damit nichts mehr zu tun haben. Wie gehetzt verließ sie die Wohnung, rannte die Treppe hinunter, aus dem Haus heraus, und dann warf sie die Zeitschrift in die blaue Papiertonne. Vergessen war der Grund, weswegen sie die Zeitschrift eigentlich gekauft hatte. Irland war in ganz weite Ferne gerückt. Sie lief wieder in ihre Wohnung hinauf, und dort glaubte, sie ersticken zu müssen. Nicht, weil das Laufen sie angestrengt hatte, oh nein, Simone war ziemlich fit, und die Treppe machte ihr in ihrem Alter noch keine Beschwerden. Nein, alles stürmte auf sie ein. Und plötzlich hatte sie eine Idee, die war ihr förmlich angeflogen.
Das Tierheim …
Dort war sie nicht nur willkommen, sondern dort wurde jede helfende Hand gebraucht. Sie verstand sich gut mit der Leiterin, Frau Dr. Fischer, und inmitten all der Tiere fühlte sie sich wohl. Außerdem, nicht zu vergessen, dort kam auch ihr Honigtöpfchen her, das größte Glück ihres Lebens.
Simone dachte jetzt nicht mehr nach, sie hatte es auf einmal sehr eilig, griff nach ihrer Tasche, dem Autoschlüssel, und dann verließ sie auch schon ihre Wohnung.
Erst als sie in ihrem Auto saß und bereits eine ganze Weile gefahren war, wurde ihr bewusst, wie sie aussah, die Haare nicht gekämmt, nicht geschminkt, mit einer gammeligen Hose und einem Shirt, das längst ausgedient hatte, ausgeleiert war. Für einen kurzen Augenblick war Simone geneigt, umzukehren, sich etwas Ordentliches anzuziehen. Sie ließ es bleiben, fuhr weiter. Was sollte es? Sie ging nicht zu einem Schönheitswettbewerb, zu keinem Einkaufsshopping. Und selbst wenn, an ihren Sachen war nichts auszusetzen, sie waren sauber, und, und das war das Wichtigste überhaupt, sie fühlte sich in diesem Gammellook, wie manche Leute es vielleicht bezeichnen würden, unglaublich wohl.
Das Tierheim!
Das war ihr Rettungsanker, und sie war so unendlich froh, dass ihr das in ihrem ganzen Elend eingefallen war. Sie fuhr schneller als erlaubt, und sie würde wohl auch ungeschoren davonkommen, denn ihr war noch niemals auf der Strecke vom Sonnenwinkel nach Hohenborn eine Verkehrskontrolle aufgefallen, und die ärgerlichen Blitzer gab es glücklicherweise auch nicht.
Sie fühlte sich noch immer nicht gut, in ihr waren Enttäuschung und ein ganz tiefer Schmerz, aber irgendwo am Horizont gab es einen kleinen Lichtschimmer.
Simone hatte ihr Ziel erreicht.
*
Simone parkte auf dem großen Parkplatz, auf dem eine überschaubare Menge von Autos stand, sie stieg aus, lief auf das Tierheim zu, und als sie die Tür öffnete, war es ein wenig wie ein nach Hausekommen.
Sie kannte sich hier aus wie in ihrer eigenen Westentasche, schaute auf ihre Armbanduhr. Um diese Zeit konnte sie Glück haben und Margret Fischer in ihrem Büro vorfinden. Also lief sie schnell auf das graue Gebäude zu. Und siehe da, sie hatte Glück, Margret saß an ihrem Schreibtisch und beendet gerade ein Telefonat, das wohl nicht so gut verlaufen war, denn sie hatte einen bekümmerten Gesichtsausdruck, der sich allerdings sofort veränderte, als
