Das Brautkleid der schönen Claire: Der junge Norden 27 – Arztroman
Von Carolin Grahl
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Alexander kennt nur ein Ziel: Er will Arzt werden und in die riesigen Fußstapfen seines berühmten Onkels, des Chefarztes Dr. Daniel Norden, treten. Er will beweisen, welche Talente in ihm schlummern. Dr. Norden ist gern bereit, Alexanders Mentor zu sein, ihm zu helfen, ihn zu fördern.
Alexander Norden ist ein charismatischer, unglaublich attraktiver junger Mann. Die Frauenherzen erobert er, manchmal auch unfreiwillig, im Sturm. Seine spannende Studentenzeit wird jede Leserin, jeden Leser begeistern!
»Geschafft! Ende der Schicht! Feierabend!« Alex rieb sich zufrieden die Hände. »Feiermorgen!«, verbesserte er sich, als er bei einem raschen Blick aus dem Fenster feststellte, dass sich draußen schon das erste Licht des neuen Tages zeigte. Er hängte seinen Pflegerkittel in seinen Spind, schlüpfte in seine Jeansjacke und griff beschwingt nach seinem Motorradhelm. Dabei fiel sein Blick auf die Fotos, die an der Wand des Spinds hingen. Es waren Bilder aus seiner spanischen Heimat Gran Canaria und aus Julias Heimatstadt Girona, Bilder von Tonios und Julias Hochzeit und vor allem natürlich Fotos von Sina. Er warf seinem Lieblingsbild, einem Porträtfoto von Sina, eine Kusshand zu und machte sich auf den Weg zum Personalparkplatz der Behnisch-Klinik, wo sein Motorrad stand. Als er schon im Begriff war, es zu starten, überlegte er, ob er Sina anrufen und sie an das geplante gemeinsame Frühstück erinnern sollte, steckte dann aber das Handy, das er bereits aus der Gesäßtasche seiner Jeans gezogen hatte, wieder weg. Sina wäre nicht Sina, wenn sie nicht bei seiner Ankunft in der Glockenbachstraße bereits mit frischen Brötchen, Kaffee und Spiegeleiern auf ihn warten würde! Sie würden zusammen frühstücken, und er würde Sina von seiner Nachtschicht in der Behnisch-Klinik erzählen, von den Schwestern und Pflegern, von seiner Arbeit und von den Patienten. Und natürlich würde er ihr die Grüße und Küsse ihres Papas übermitteln, wie er es Alberto bei seinem kurzen Besuch in dessen Krankenzimmer versprochen hatte. Nach dem Frühstück würde er sich dann noch für ein paar Stunden schlafen legen, ehe am späten Vormittag die Seminare und Vorlesungen an der Uni begannen. Eigentlich war es ein absolut perfekter Morgen, der da auf ihn wartete, fand Alex, während er auf seinem Motorrad in Richtung Glockenbachstraße brauste. Um diese frühe Tageszeit war noch wenig Verkehr, sodass er zügig vorankam. Selbst die Ampeln schienen Rücksicht auf seinen knurrenden Magen und auf seinen dringenden Koffeinbedarf zu nehmen, denn die meisten von ihnen hatten ein Einsehen und schalteten bei seiner Ankunft zuvorkommenderweise auf grün. Nach nur einer knappen halben Stunde Fahrt hielt Alex bereits vor dem Mietshaus, in dem er mit Sina wohnte. Gut gelaunt schaffte er sein Motorrad in den Schuppen, den ihm der Hausbesitzer als Abstellplatz zur Verfügung gestellt hatte.
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Der junge Norden
– 27 –
Das Brautkleid der schönen Claire
Unveröffentlichter Roman
Carolin Grahl
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Als er schon im Begriff war, es zu starten, überlegte er, ob er Sina anrufen und sie an das geplante gemeinsame Frühstück erinnern sollte, steckte dann aber das Handy, das er bereits aus der Gesäßtasche seiner Jeans gezogen hatte, wieder weg. Sina wäre nicht Sina, wenn sie nicht bei seiner Ankunft in der Glockenbachstraße bereits mit frischen Brötchen, Kaffee und Spiegeleiern auf ihn warten würde!
Sie würden zusammen frühstücken, und er würde Sina von seiner Nachtschicht in der Behnisch-Klinik erzählen, von den Schwestern und Pflegern, von seiner Arbeit und von den Patienten.
Und natürlich würde er ihr die Grüße und Küsse ihres Papas übermitteln, wie er es Alberto bei seinem kurzen Besuch in dessen Krankenzimmer versprochen hatte.
Nach dem Frühstück würde er sich dann noch für ein paar Stunden schlafen legen, ehe am späten Vormittag die Seminare und Vorlesungen an der Uni begannen.
Eigentlich war es ein absolut perfekter Morgen, der da auf ihn wartete, fand Alex, während er auf seinem Motorrad in Richtung Glockenbachstraße brauste.
Um diese frühe Tageszeit war noch wenig Verkehr, sodass er zügig vorankam.
Selbst die Ampeln schienen Rücksicht auf seinen knurrenden Magen und auf seinen dringenden Koffeinbedarf zu nehmen, denn die meisten von ihnen hatten ein Einsehen und schalteten bei seiner Ankunft zuvorkommenderweise auf grün.
Nach nur einer knappen halben Stunde Fahrt hielt Alex bereits vor dem Mietshaus, in dem er mit Sina wohnte. Gut gelaunt schaffte er sein Motorrad in den Schuppen, den ihm der Hausbesitzer als Abstellplatz zur Verfügung gestellt hatte. Die dort vorübergehend untergestellten alten Möbel, Gerätschaften und Bücher waren immer noch da. Alex quittierte sie diesmal aber lediglich mit einem Kopfschütteln und machte sich sofort auf den Weg nach oben ins Dachgeschoss.
Bereits während er die Wohnungstür aufsperrte, stieg ihm verführerischer Kaffeeduft in die Nase. Sina hatte das gemeinsame Frühstück also wirklich nicht vergessen!
Aber … was war denn das?
Unwillkürlich hielt Alex beim Herumdrehen des Schlüssels inne, als er ein helles Frauenlachen vernahm. Ein Frauenlachen, das weder zu Sina noch zu Alissa oder Mona gehörte.
Hatte Sina Besuch von einer Freundin?
Zu dieser frühen Stunde?
»Das Kleid sieht wirklich fabelhaft aus, Claire«, ließ sich in diesem Moment Sinas Stimme vernehmen. »Du siehst darin aus wie eine Fee! Wie eine Märchenprinzessin! Ich bin total hin und weg! Wenn ich Alex heirate, will ich genauso ein Kleid als Hochzeitskleid. Es ist ein Traum! Es ist wundervoll. Es ist großartig. Einfach unbeschreiblich schön!«
Alex drehte den Wohnungsschlüssel vollends herum und betrat den Flur.
»Trägt es nicht an den Hüften und um die Taille allzu sehr auf?«, hörte er nun die Stimme von Sinas Freundin. »Ob du es glaubst oder nicht, Sina, aber ich habe das Gefühl, ich bin in den vergangenen vier Wochen … aufgegangen wie ein Hefeteig. Ich bin richtig rundlich geworden.«
Diesmal war das Gelächter eindeutig Sina zuzuordnen. »Hefeteig? Rundlich? Und das sagst ausgerechnet du, Claire? Bei deiner tollen Figur? Du könntest jederzeit als Mannequin Karriere machen.«
»Das war aber ein Witz, oder?« Claire bedachte Sina mit einem halb fragenden, halb vorwurfsvollen Blick. »Na ja, das Kleid passt mir nach wie vor. Es wäre ja wohl auch das Letzte vom Allerletzten, wenn so kurz vor meiner Hochzeit plötzlich der Reißverschluss nicht mehr zugehen würde! Aber irgendwie habe ich mich … in der Robe schon einmal wohler und weniger beengt gefühlt.«
Alex konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.
Warum in aller Welt bildeten sich Frauen immer ein, sie wären zu dick? Warum konnten sie nicht einfach in den Spiegel schauen, ihrem Spiegelbild zulächeln und ihm sagen, dass sie es hübsch fanden? Weil es … wunderschöne Augen und ein zauberhaftes Lächeln hatte?
»Störe ich?«, fragte Alex, als er an Sinas halb offenstehende Zimmertür klopfte.
Sina fuhr herum. »Alex! Du bist schon da? Nein, du störst natürlich nicht! Keine Spur! Ganz im Gegenteil!« Mit ein paar Schritten war Sina bei Alex, legte ihre Arme um seinen Hals und küsste ihn. »Das … das ist übrigens Claire«, sagte sie, als sie sich wieder von ihm löste. Dabei wies sie auf die blondlockige junge Frau, die ein wenig verlegen immer noch vor dem Spiegel stand. »Claire ist eine gute Freundin von mir. Von früher. Aus meiner Schulzeit.« Sina rieb ihren Kopf an Alex‘ Schulter und wandte sich dann an Claire: »Wie du dir bestimmt schon gedacht hast – das ist Alex: mein Freund, mein Verlobter, mein bestes Stück, nach dem Abschluss unseres Studiums mein Bräutigam und später der Vater meiner Kinder, außerdem Einser-Medizinstudent, Rettungssanitäter und früher oder später Nachfolger seines Onkels als Klinikchef der Behnisch-Klinik.«
»Wow!« Claire bedachte Alex mit einem Blick voller Bewunderung, während Alex das Gefühl hatte, rot zu werden wie eine reife Tomate. »Mein Mischa wird, wenn er mit seinem Pharmaziestudium fertig ist, die Apotheke seines Vaters übernehmen. Also die Löwenapotheke am Stachus.«
»Ebenfalls wow, kann ich da nur sagen«, bemerkte Alex.
»Ja, schon. Allerdings wird das noch eine Weile dauern«, wiegelte Claire ab. »Mischa ist momentan im sechsten Semester, möchte aber unbedingt promovieren. Was seinem stolzen Papa natürlich nur recht ist. Zum einen freut er sich über seinen klugen und ehrgeizigen Sohn, und zum anderen will er fürs Erste wohl auch selbst noch aktiv sein und sich nicht allzu früh aufs Altenteil zurückziehen.«
»Verständlich«, stimmte Alex zu. »Wenn ich mir vorstelle, dass mein Onkel Daniel sich in wenigen Jahren schon aus seinem geliebten Beruf zurückziehen würde – undenkbar.«
»So sind sie nun mal, unsere Väter und Onkels. Mein Papa hat, als ich ihn das letzte Mal in der Behnisch-Klinik besucht habe, im Brustton der Überzeugung erklärt, dass er nach seiner vollständigen Genesung auf alle Fälle wieder ins leitende Management der Da Manolo-Restaurantkette zurückkehren will. Natürlich nur, um Tonio zu entlasten, hat er behauptet.« Sie verdrehte die Augen. »Aber jetzt wieder zurück zu Claires Brautkleid. Wie gefällt es dir, Alex?« Sie blinzelte Claire zu. »Wenn wir schon die Gelegenheit haben, ein männliches Urteil einzuholen …«
Alex musterte Claire mit anerkennenden Blicken. »Es ist eine Wucht«, sagte er schließlich und wandte sich dann, eingedenk der Worte, die er beim Betreten der Wohnung vernommen hatte, mit einem Schmunzeln an Sina. »Der Stil ist sehr romantisch. Ich kann mir gut vorstellen, dass du, wenn wir beide einmal vor den Traualtar treten, in einem romantischen Hochzeitskleid ebenfalls fabelhaft aussehen würdest.«
»Meinst du wirklich?«, freute sich Sina.
Alex nickte und zog sie in seine Arme.
Claire schaute den beiden mit einem leicht wehmütigen Lächeln zu.
Sie dachte an Mischa und bedauerte, wie wenig Zeit sie in den letzten Wochen füreinander gehabt hatten. Mischas Studium hatte ihn sehr in Anspruch genommen, und sie selbst war in ihrer Freizeit ständig mit den Vorbereitungen für die Hochzeit beschäftigt gewesen. Wie gut, dass sie wenigstens eine dreiwöchige Hochzeitsreise eingeplant hatten …
»Ich habe ganz vergessen, dich zu fragen, ob du mit mir und Alex frühstücken willst, Claire«, sagte Sina in diesem Moment und riss Claire damit aus ihren Gedanken.
Claire überlegte kurz, dann schüttelte sie den Kopf. »Nein danke, Sina. Spätestens um neun Uhr muss ich bei meinen Eltern im Geschäft sein, um ihnen zu helfen. Das war schließlich der Grund, weshalb ich heute schon in aller Morgenfrühe aufgestanden und zu dir gefahren bin. Außerdem würde ich dir, wenn noch ein bisschen Zeit bleibt, lieber den Schleier zeigen
