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Unter Verdacht: Der junge Norden 53 – Arztroman
Unter Verdacht: Der junge Norden 53 – Arztroman
Unter Verdacht: Der junge Norden 53 – Arztroman
eBook129 Seiten1 StundeDer junge Norden

Unter Verdacht: Der junge Norden 53 – Arztroman

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Über dieses E-Book

Er kommt aus Gran Canaria und ist der Sohn von Dr. Daniel Nordens Cousin Michael und dessen spanischer Frau Sofia.
Alexander kennt nur ein Ziel: Er will Arzt werden und in die riesigen Fußstapfen seines berühmten Onkels, des Chefarztes Dr. Daniel Norden, treten. Er will beweisen, welche Talente in ihm schlummern. Dr. Norden ist gern bereit, Alexanders Mentor zu sein, ihm zu helfen, ihn zu fördern.
Alexander Norden ist ein charismatischer, unglaublich attraktiver junger Mann. Die Frauenherzen erobert er, manchmal auch unfreiwillig, im Sturm. Seine spannende Studentenzeit wird jede Leserin, jeden Leser begeistern!

»Du sagst doch nichts der Mama? Ich meine, du sagst ihr doch nicht, dass es auf dem Skateboard passiert ist?« Sofia schaute ihren Vater bittend an. »Nein, ich sage nichts. Ich erwähne das Skateboard mit keiner Silbe«, versprach Tobias Bergen. »Auch wenn mir schleierhaft ist, mit welcher Ausrede ich Mama die Platzwunde an deiner Stirn erklären soll.« Er sah sich mit einem leisen Seufzer im Wartezimmer der Notaufnahme um. »Ich glaube, wir sind die Nächsten. Hast du starke Schmerzen, Sofia?« Sofia schüttelte den Kopf. »Nein, es ist gar nicht schlimm, Papa. Wirklich nicht. Aber wenn Mama erfährt, dass ich auf dem Skateboard gestürzt bin, nimmt sie mir vielleicht mein Skateboard weg. Weil sie denkt, dass ich zu unvorsichtig bin. Du weißt ja, wie ängstlich sie immer ist.« »Ja, ich weiß«, räumte Tobias Bergen ein. »Aber mal ehrlich, so ganz Unrecht hat Mama mit ihrer Angst nun auch wieder nicht. Du bist schon ein sehr, sehr wildes Mädchen.«
SpracheDeutsch
HerausgeberBlattwerk Handel GmbH
Erscheinungsdatum15. März 2025
ISBN9783690491501
Unter Verdacht: Der junge Norden 53 – Arztroman

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    Buchvorschau

    Unter Verdacht - Carolin Grahl

    Der junge Norden

    – 53 –

    Unter Verdacht

    Was geschieht wirklich in der Familie Bergen?

    Carolin Grahl

    »Du sagst doch nichts der Mama? Ich meine, du sagst ihr doch nicht, dass es auf dem Skateboard passiert ist?« Sofia schaute ihren Vater bittend an.

    »Nein, ich sage nichts. Ich erwähne das Skateboard mit keiner Silbe«, versprach Tobias Bergen. »Auch wenn mir schleierhaft ist, mit welcher Ausrede ich Mama die Platzwunde an deiner Stirn erklären soll.« Er sah sich mit einem leisen Seufzer im Wartezimmer der Notaufnahme um. »Ich glaube, wir sind die Nächsten. Hast du starke Schmerzen, Sofia?«

    Sofia schüttelte den Kopf. »Nein, es ist gar nicht schlimm, Papa. Wirklich nicht. Aber wenn Mama erfährt, dass ich auf dem Skateboard gestürzt bin, nimmt sie mir vielleicht mein Skateboard weg. Weil sie denkt, dass ich zu unvorsichtig bin. Du weißt ja, wie ängstlich sie immer ist.«

    »Ja, ich weiß«, räumte Tobias Bergen ein. »Aber mal ehrlich, so ganz Unrecht hat Mama mit ihrer Angst nun auch wieder nicht. Du bist schon ein sehr, sehr wildes Mädchen.«

    »Nein, bin ich nicht«, widersprach Sofia. »Es macht mir nur einfach Spaß, wenn ich …«

    Sofia brach ab, als die Tür des Wartezimmers geöffnet wurde und ein Arzt im weißen Kittel mit Stethoskop um den Hals eintrat. »Ich glaube, Sie sind an der Reihe«, wandte er sich an Tobias, der sich sofort erhob und Sofia auf den Arm nahm, um sie in den Schockraum zu tragen.

    »Nicht, Papa. Lass mich runter. Ich kann alleine gehen. Ich bin doch kein kleines Kind mehr«, wehrte sich Sofia. Sie begann so heftig zu strampeln und mit den Armen zu rudern, dass Tobias Bergen keine andere Wahl blieb, als seine Tochter abzusetzen. Als sie wieder auf ihren Füßen stand, holte sie im Laufschritt zu dem Arzt auf, der soeben im Begriff war, den Schockraum zu betreten. »Ich bin Sofia. Sofia Bergen«, stellte sie sich vor. »Ich wohne in München, Bismarckstraße 8, 1. Stock. Ich bin schon neun Jahre alt und gehe in die dritte Klasse.«

    »Und ich bin Dr. Ganschow«, antwortete der Arzt, der sich verblüfft zu Sofia umwandte. Mit ausgestrecktem Arm wies er durch die offene Schockraumtür auf eine Krankenschwester. »Und das hier ist Schwester Inga. Und der junge Mann mit den dunklen Haaren, der neben ihr steht, heißt Alex. Alex Norden.«

    »Aha«, bemerkte Sofia und musterte zuerst Schwester Inga und dann Alex eingehend.

    Alex half Sofia, auf die Untersuchungsliege zu klettern. »Da hast du dir aber eine üble Platzwunde zugezogen«, meinte er. »Wie hast du das denn angestellt?«

    »Es ist beim Skateboard passiert«, erklärte Sofia mit einem kurzen Seitenblick auf ihren Vater, der inzwischen ebenfalls herzugetreten war. »Es war einfach Pech, denn eigentlich kann ich schon ziemlich gut Skateboard fahren. Ich bin wirklich keine Anfängerin mehr. Aber gerade als ich abspringen wollte, um eine halbe Drehung zu machen, war da plötzlich so eine blöde Coladose. Es war unmöglich, noch rechtzeitig auszuweichen. Ich bin durch die Luft geflogen und mit dem Kopf voll auf den Asphalt geknallt. Das war echt gemein. Vor allem, weil ich normalerweise nicht nur die halbe, sondern sogar die ganze Drehung draufhabe. Zumindest habe ich sie heute vier Mal hintereinander ohne Fehler geschafft.«

    »Nicht übel. Da bist du ja schon fast ein Profi«, bemerkte Alex schmunzelnd, während Dr. Ganschow sich Sofias Wunde ansah.

    »Das ist aber eine ziemlich große Platzwunde«, stellte er fest, wobei er vorsichtig die Ränder ein wenig auseinanderzog. »Ich fürchte, da ist mit Klammern nichts zu machen. Ich werde die Platzwunde leider nähen müssen, kleines Fräulein. Natürlich gebe ich dir eine Betäubungsspritze, aber ein bisschen ziepen wird es wohl trotzdem. Glaubst du, du schaffst das, Sofia?«

    »Klar schaffe ich das«, kam es im Brustton der Überzeugung von Sofia.

    »Du musst aber ganz stillhalten und darfst nicht zucken«, mahnte Dr. Ganschow.

    »Kein Problem. Ich bin nicht wehleidig, und deshalb zucke ich auch nicht. Geben Sie mir einfach die Spritze und fangen Sie an.«

    Dr. Ganschow und Alex tauschten halb verwunderte und halb belustigte Blicke, während Schwester Inga die Betäubungsspritze aufzog.

    »Das tut jetzt vielleicht ein bisschen weh. Aber es ist gleich vorbei«, versuchte Dr. Ganschow, Sofia vorzubereiten. Vorsichtig setzte er die Spritze und stellte zu seinem Erstaunen fest, dass Sofia in der Tat ganz ruhig blieb. In ihrem Gesicht verzog sich kein Muskel, und kein Laut kam über ihre Lippen. »Alle Achtung. Du bist wirklich ein tapferes Mädchen«, lobte Dr. Ganschow. »Das hast du großartig gemacht. Jetzt warten wir ein bisschen, bis die Spritze wirkt. Dann desinfiziere ich die Wunde und nähe sie.«

    Sofia nickte.

    »Ist sie immer so tapfer?«, wandte Dr. Ganschow sich an Sofias Vater.

    »Ja, fast immer«, bestätigte Tobias Bergen.

    »Toll. Das ist wirklich außergewöhnlich für ein Kind in diesem Alter«, meinte Dr. Ganschow. Er lächelte Sofia zu. »Dann lege ich jetzt also los. Wenn du dich weiterhin so prima verhältst, ist der ganze Spuk in zehn Minuten vorbei.«

    Wieder nickte Sofia, scheinbar wild entschlossen, allen Beteiligten zu zeigen, wozu sie imstande war. Und in der Tat war sie während der ganzen Behandlung sehr tapfer. Sie zuckte nicht einmal mit der Wimper.

    Schwester Inga und Alex konnten sich, als Dr. Ganschow mit der Versorgung der Platzwunde fertig war, nicht mehr zurückhalten und klatschten laut und begeistert Beifall.

    »Ich gehe davon aus, dass der Beifall nicht meiner kunstvollen Naht gilt, sondern unserer wunderbaren Sofia, die sich jetzt wirklich eine Belohnung verdient hat«, lächelte Dr. Ganschow. »Soll dir Alex ein Eis vom Klinikkiosk holen für so viel Tapferkeit, Sofia?«

    »Ein Eis? Für mich? Das wäre mega-super-cool«, freute sich Sofia. Sie setzte sich auf und machte Anstalten, von der Untersuchungsliege zu springen. »Ich komme mit und suche mir eines aus, Alex. Gibt es Schoko mit Himbeere?«

    »Nicht so hastig, kleines Fräulein«, wehrte Dr. Ganschow ab und drückte Sofia sanft, aber bestimmt wieder auf die Untersuchungsliege zurück. »Erst muss ich abklären, ob du dir nicht doch noch weitere Verletzungen zugezogen hast. Tut dir irgendetwas weh? Hast du Schmerzen? An den Armen? An den Beinen? Am Bauch?«

    Sofia schüttelte ungeduldig den Kopf. »Nein, von der dämlichen Platzwunde abgesehen bin ich voll okay. Wirklich.«

    Dr. Ganschow bedachte Sofia mit einem skeptischen Blick und schob dann vorsichtig die Ärmel ihres Sweatshirts zurück. Mit gerunzelter Stirn betrachtete er die zahlreichen Blutergüsse auf Sofias Armen. Dann schob er auch Sofias Jeans ein Stückchen hoch und stellte fest, dass ihre Beine ebenfalls Blutergüsse aufwiesen.

    Schließlich richtete Dr. Ganschow seine Augen auf Alex, der entsetzt auf die Blutergüsse starrte. »Fällt dir etwas auf, Alex?«, fragte er.

    Alex schluckte. Hatte Dr. Ganschow ihm diese Frage gestellt, weil er das Gleiche dachte, was auch ihm beim Anblick der Blutergüsse spontan in den Sinn gekommen war? Unwillkürlich wanderten Alex‘ Augen einen Moment lang in Tobias Bergens Richtung, ehe er sich wieder Dr. Ganschow zuwandte. »Mir fällt auf, dass die Blutergüsse ungewöhnlich zahlreich sind. Und dass sie auf keinen Fall nur von Sofias heutigem Sturz herrühren können«, antwortete Alex schließlich. »Einige der Blutergüsse sind definitiv älteren Datums.«

    »Sehr gut beobachtet«, lobte Dr. Ganschow. »Und … was lässt sich aus dieser Tatsache schließen?«

    Alex zuckte unsicher mit den Schultern. »Dass … dass Sofia auch in den vorangegangenen Tagen etliche Male auf dem Skateboard gestürzt ist, nur eben nicht so heftig wie heute«, antwortete er. »Eine andere Erklärungsmöglichkeit wäre …« Alex brach ab, warf Tobias Bergen erneut einen kurzen Seitenblick zu und tauschte dann weitere Blicke mit Dr. Ganschow.

    »Sofia stürzt leider sehr oft und holt sich dabei blaue Flecken«, meldete sich in diesem Moment Tobias Bergen zu Wort. »Sie ist extrem wild und unvorsichtig. Ich fürchte, an ihr ist ein Junge verloren gegangen.«

    »Vielleicht. Obwohl ich mich nicht erinnern kann, mir als kleiner Junge auch nur annähernd so viele Blutergüsse zugezogen zu haben«, meinte Dr. Ganschow zweifelnd. »Du, Alex?«

    Alex schüttelte den Kopf. »Nicht, dass ich wüsste«, erwiderte er.

    »So extrem wie bei Sofia war es bei mir auch nie«, räumte Tobias Bergen ein. »Ich hatte als Kind durchaus eine gesunde Angst, mich zu stoßen oder zu verletzen, und ließ deshalb eine gewisse Vorsicht walten. Was bei Sofia aber leider nicht der Fall zu sein scheint.«

    »Ja, leider«, meinte Dr. Ganschow.

    Seine Miene war undurchdringlich, in seiner Stimme allerdings schwang ein etwas seltsamer Ton mit, der Tobias Bergen unwillkürlich aufhorchen ließ. Irgendetwas schien mit Sofia nicht in Ordnung zu sein. »Hat Sofia außer der Wunde an der Stirn sonst noch Verletzungen davongetragen?«,

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