Gilgul Neschamot: Das Experiment Gottes: Roman. Dritter Band
Von Ralph Ardnassak
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Jacqueline lacht ein halb unterdrücktes Lachen. Ein winkender Mann am Straßenrand ist gestolpert und gab dabei eine putzige Posse ab. Sie sieht neugierig zu mir herüber, als ob sie sich vergewissern will, dass ich es auch gesehen habe, dass ich es auch amüsant finde, wie der Mann am Straßenrand gerade gestolpert ist!
Ich lächle gequält! Verdammte Schmerzen! Ich weiß, ich habe ein Rendezvous mit dem Tod und ich darf es keinesfalls versäumen!
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Buchvorschau
Gilgul Neschamot - Ralph Ardnassak
I
Hölle ist nichts als ein Wesen. Was hier das Wesen der Leute ist, das bleibt ihr Wesen in Ewigkeit, so wie sie drin gefunden werden.
(Meister Eckhart)
Ein seltsames Verlorensein ist in uns allen.
Wie späte Schritte, die im Leeren hallen.
Wie welkes Herbstlaub, das in den Alleen treibt.
Wie Kinderhand, die ihre Wünsche in den Sand des Strandes schreibt.
Wir sind wie leere Muschelschalen vor der Kraft der Flut.
Wir sind der unbewusste Teil der Ewigkeit,
der bangend noch im Hiersein ruht.
So treiben wir in unsren Leibesgehäusen,
wie tote Fische in des Fischers Reusen.
Wenn Du die Angst vor dem Tode und vor dem Eingehen in die Ewigkeit verloren hast, wenn Du bereit für diesen einzigartigen Akt der Selbstaufgabe und bereit für Deinen Tod bist, wenn er Dir bereits sehr nahe gekommen ist, so nahe, dass Du nachts oft mit schmerzendem Herzen und ausbleibendem Atem in Deinem Bett liegst und Dich dabei gelassen fragst, ob dies schon der Tod ist, der an Dein Lager heran tritt, dann wirst Du sie sehen.
Du siehst sie plötzlich, all die verstorbenen Verwandten und Freunden. Erst schemenhaft und aus den Augenwinkeln, dass Du annimmst, es seien Schatten oder Täuschungen Deiner Sinne. Dann jedoch spürst Du den kalten Hauch, wenn sie sich über Deine Schulter beugen und Du siehst und erkennst sie deutlich und beinahe körperhaft, erinnerst Dich ihrer Züge und der Art, in der sie sich zu Lebzeiten bewegten.
Du begreifst, dass sie alle bei Dir sind, dass sie immer bei Dir gewesen sind, körperlos, stimmlos, aber auch ruhelos.
Du siehst sie hinter Dir stehen, während Du schreibst oder liest. Und wenn Du Dich zu ihnen umdrehst, blickst Du in ihre vorwurfsvollen Gesichter, ehe sie sich in Nebel auflösen und aus Deinem Blickfeld verschwinden. Ihr Blick ist Vorwurf, weil Du Dein Leben so anders gestaltet hast, als sie es von Dir erwartet haben. Ihr Blick ist Vorwurf, weil Du ihrer so selten gedenkst und nicht mit ihnen sprichst. Ihr Blick ist Vorwurf, weil sie sich von Dir vergessen fühlen. Und so entschwinden sie schließlich mit vorwurfsvoller Mine und stumm. Ohne ein Wort. Sie verschwinden wie Traurige, wie Bedrückte, die eine schwere Kränkung tragen müssen. Sie fühlen sich ausgeschlossen aus dem Leben, in welchem sie nun körperlich nichts mehr auszurichten vermögen. In die Rolle von bloßen Zuschauern verbannt, tragen sie ihre Kränkung vor sich her wie einen Korb voller schwerer Einkäufe.
II
Als Katholik irischer Herkunft und Abstammung, als Sohn eines Schürzenjägers und Millionärs, der in der Prohibition mit Hilfe der Mafia und durch Alkoholschmuggel und Schwarzbrennerei sein Vermögen gemacht hatte, wurde ich im Alter von 43 Jahren der 35. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.
Ich begriff, dass es weniger eine Sache des Charakters und der Bildung, sondern vielmehr eine Sache des privaten Vermögens und des wirtschaftlichen Einflusses war, Präsident dieses Landes zu werden. Alle Präsidenten waren bereits vor Antritt ihres Amtes wohlhabend und einflussreich gewesen. Wären sie dies nicht gewesen, hätten sie das Amt nicht erringen können.
Es lohnte nicht, darüber nachzudenken, warum es zu den Grundfesten und den Grundregeln der amerikanischen Demokratie gehörte, dass nur ein Reicher Präsident werden konnte, indem er sich das Amt praktisch dadurch erkaufte, indem er die eine Hälfte der Wähler bestach und die andere Hälfte dadurch beeindruckte, indem er ihre Sorgen und Nöte, die ihm im Grunde ganz egal waren, aufschnappte und zu seiner eigenen Sache machte, indem er sein Privatvermögen darauf verwandte, unermüdlich durchs Land zu reisen und dem Volke nach dem Munde zu reden.
Ein gebildeter und redlicher armer Schlucker hatte gar keine Chance, jemals auch nur in die Nähe des Präsidentenamtes zu gelangen, da ihm die Mittel dazu fehlten. Sicherlich, Grant war kein Millionär gewesen und auch Eisenhower nicht. Aber diese Beiden waren doch immerhin äußerst einflussreich. Und diesen Einfluß konnten sie wiederum darauf verwenden, reiche Mäzene und Gönner zu gewinnen.
Auch Lincoln war nicht reich gewesen. Aber dies waren damals andere Zeiten. Und er hatte von den Indianerkriegen und seiner Freimaurerei profitiert.
Ich hingegen profitierte von Dads Vermögen und von seinen guten Beziehungen zum organisierten Verbrechen in ganz Nordamerika.
Ich profitierte von der immensen Angst der Leute, dass die Russen uns in jeder Hinsicht überholen und eines Tages womöglich überfallen könnten, dass Eisenhower zu alt und zu schwach sei, um dies noch wirksam zu verhindern.
Ich profitierte von meiner Jugend, die die Mächtigen und die Hardliner im Lande zu der Annahme veranlasste, ich sei Wachs in ihren Händen und ließe mich lenken, wie eine Marionette.
Ich profitierte von meinem guten Aussehen, von meiner attraktiven Frau und von all den eloquenten Reden, die sie mir schrieben.
Ich profitierte von der Sympathie all der amerikanischen Frauen, die mich entweder beschützen oder heiraten wollten.
Ich profitierte vom Genie und Organisationstalent und vom Gespür meines Bruders Bobby. Ich profitierte sogar von Joes Tod über dem Ärmelkanal.
Dad zwang mich, Bobby zum Justizminister in meinem Kabinett zu machen. Nach zwei oder drei Amtsperioden sollte dann Bobby um die Präsidentschaft kandidieren und ich wäre sein Außenminister geworden. Nach einigen Amtsperioden, die Bobby als Präsident verbracht hätte, sollte schließlich Ted als Präsidentschaftsanwärter aufgebaut werden. So sahen Dads dynastische Ambitionen aus.
Bobby wurde mein engster Berater und Vertrauter. Einen Stabschef für das Weiße Haus ernannte ich bewußt nicht.
Auf diese Weise schuf und organisierte ich im innersten Kreis des Weißen Hauses ein Machtvakuum.
Alle, die ich im West Wing um mich scharte, hatten bereits seit längerer Zeit für mich gearbeitet und waren im Grunde Personen meines Vertrauens.
Dazu zählte zunächst Larry O’Brien als mein Verbindungsmann zur amerikanischen Legislative. Ted Sorensen schrieb meine Reden und war für Programmatisches und sämtliche Planungen zuständig. Pierre Salinger wurde mein Pressesprecher, Kenneth O’Donnell mein Terminkoordinator, wobei ihn David Powers nach Kräften unterstützte. Als Chefsekretärin behielt ich vernünftigerweise Evelyn Lincoln bei, die diese Funktion ja bereits seit 1953 für mich ausübte, seitdem ich in den Senat gewählt worden war.
McGeorge Bundy wurde mein Sicherheitsberater. Dies waren jene Mitarbeiter, mit denen ich mich im beengten West Wing umgab und die den direkten Zugang zum Oval Office hatten. Fernab von uns und wie auf einem anderen Stern, residierten weitere Mitarbeiter in den Büros und Räumen des Ostflügels des Weißen Hauses.
Da jeder neue Präsident stets eine Menge neuer Posten zu besetzen hat, was gewöhnlich mit Personen aus dem eigenen Umfeld geschieht, überließ ich meinem Schwager Sargent Shriver die Vorauswahl in Bezug auf diese Personen, die ein Amt erhalten sollten.
Da ich unbedingt mit den liberalen Kreisen von Washington in direktem Kontakt bleiben wollte, wählten wir direkt aus ihrer Mitte den Harvard-Professor Schlesinger zu meinem Berater. Um die Einheit mit den Republikanern herzustellen, erschien es uns sinnvoll, einen Republikaner in die wichtige Position des Finanzministers zu berufen. Daher wurde der Banker Douglas C. Dillon mein Finanzminister.
Um ihn allerdings auszuhebeln und ein Patt zu schaffen, ernannte ich Walter Heller zum Vorsitzenden des Council of Economic Advisers.
Als Außenminister benannte ich Dean Rusk, den Bobby und ich für einen geradezu profil- und konturlosen Bürokraten hielten, um auf diese Weise völlig freie Hand in der Gestaltung unserer Außenpolitik zu bekommen.
Ich wollte dem amerikanischen Volk bereits mit meiner Amtseinführung demonstrieren, dass die Zeiten der Militärs im Weißen Haus nun beendet waren und stattdessen Männer des Geistes das Oval Office beherrschten. Obwohl er zu diesem Zeitpunkt bereits 86 Jahre alt war, bat ich den prominenten Lyriker Robert Frost, ein Gedicht zu rezitieren.
Er wollte erst sein abgetipptes Gedicht „Widmung rezitieren, aber das an diesem Tag besonders grelle Sonnenlicht blendete den alten Frost so sehr, dass er stattdessen sein Gedicht „Das direkte Geschenk
aus dem Gedächtnis rezitierte:
Dies Land war unser, bevor wir wurden dieses Lands.
Unser Land war’s schon über hundert Jahre
Vordem wir seine Leute wurden. Unser war’s
