Über dieses E-Book
Ihr Herz verschenken? Bloß nicht! Davor hat Madeline schlicht Angst. Bis ihr in der Glitzermetropole Singapur der charismatische Luke Bennett über den Weg läuft. Heiß knistert es zwischen ihr und dem sexy Draufgänger, der in seinem riskanten Job das Wort "Gefahr" nicht mal kennt, dessen muskulöser Körper ein Genuss für die Augen, dessen sinnlicher Mund ein Fest für jeden Quadratzentimer ihres Körpers ist! Mit ihm die Liebe zu genießen scheint ungefährlich. Eine Woche, sieben Nächte - dann will Luke abreisen, und ihr Herz ist wieder in Sicherheit! Was für ein Irrtum
Kelly Hunter
<p>Obwohl sie von Beruf Naturwissenschaftlerin ist, hatte Kelly Hunter schon immer eine Schwäche für Märchen und Fantasiewelten und findet nichts herrlicher, als sich in einem guten Buch zu verlieren. Sie ist glücklich verheiratet, hat zwei Kinder und drückt sich gerne davor, zu kochen und zu putzen. Trotz intensiver Bemühungen ihrer Familie kann sie Sport nichts abgewinnen. Dafür liebt sie es umso mehr, im Garten zu arbeiten und sich um ihre Rosen zu kümmern. Kelly wurde in Australien geboren und unternahm ausgedehnte Reisen. Zwar genießt sie es, in verschiedenen Teilen der Erde zu leben und zu arbeiten, bezeichnet aber Australien nach wie vor als ihre Heimat.</p>
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Rezensionen für Eine Woche, sieben Nächte ...
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Buchvorschau
Eine Woche, sieben Nächte ... - Kelly Hunter
IMPRESSUM
JULIA erscheint 14-täglich im CORA Verlag GmbH & Co. KG,
20350 Hamburg, Axel-Springer-Platz 1
© 2010 by Kelly Hunter
Originaltitel: „Untameable Rogue"
erschienen bei: Mills & Boon Ltd., London
in der Reihe: MODERN HEAT
Published by arrangement with HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.àr.l.
© Deutsche Erstausgabe in der Reihe: JULIA
Band 012011 (1/3) 2011 by CORA Verlag GmbH & Co. KG, Hamburg
Übersetzung: Alexa Christ
Fotos: gettyimages
Veröffentlicht im ePub Format in 12/2010 – die elektronische Ausgabe stimmt mit der Printversion überein.
ISBN-13: 978-3-86349-414-8
Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.
JULIA-Romane dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Führung in Lesezirkeln nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlages. Für unaufgefordert eingesandte Manuskripte übernimmt der Verlag keine Haftung. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.
Satz und Druck: GGP Media GmbH, Pößneck
Printed in Germany
Aus Liebe zur Umwelt: Für CORA-Romanhefte wird ausschließlich 100 % umweltfreundliches Papier mit einem hohen Anteil Altpapier verwendet.
Der Verkaufspreis dieses Bandes versteht sich einschließlich der gesetzlichen Mehrwertsteuer.
Weitere Roman-Reihen im CORA Verlag:
BACCARA, BIANCA, ROMANA, HISTORICAL, HISTORICAL MYLADY, MYSTERY,
TIFFANY HOT & SEXY, TIFFANY SEXY
Kelly Hunter
Eine Woche, sieben Nächte …
1. KAPITEL
Madeline Mercy Delacourte schaute sich gern halbnackte Männer an. Ganz besonders, wenn es sich um harte Krieger handelte, die ihre Narben mit Stolz zur Schau stellten. Am liebsten waren ihr diejenigen, die die lose Gewandung der Karatemeister trugen, als wären sie schon darin zur Welt gekommen. Diejenigen, die sich nicht die Mühe machten, in der schwül-feuchten Hitze von Singapur ein Hemd anzulegen, sondern ihre glänzende Haut frischer Luft und bewundernden Blicken aussetzten.
Madelines Augen gewöhnten sich langsam an die eher dunklen Lichtverhältnisse im Inneren der asiatischen Kampfsportschule im Herzen von Singapurs Chinatown. Zu ihrer Freude sah sie nicht nur einen hemdlosen Krieger vor sich, sondern gleich zwei.
Der erste war Jacob Bennett, ein schwarzhaariger Australier mit stahlharten Augen, dessen Weg ihn etwa zur selben Zeit wie Madeline – vor rund zehn Jahren – nach Singapur geführt hatte. Seitdem hatte er die Stadt nie mehr verlassen. Sie und Jacob verstanden sich beinahe blind, denn sie waren beide Überlebende. Es war Jacobs Schule, in der Madeline sich gerade befand, und falls er auch eine weichere Seite an sich hatte, so war sie ihr bislang verborgen geblieben. Wenn er sie erst entdeckte, würde er ganz sicher ein finsteres Gesicht machen. Das tat er immer. Vermutlich lag es daran, dass sie ihn schon um zu viele Gefallen gebeten hatte.
Den Mann, mit dem Jacob kämpfte, hatte Madeline noch nie gesehen. Weder in der Schule noch sonst irgendwo in Singapur. Falls doch, würde sie sich ganz bestimmt an ihn erinnern. Er hatte dieselbe Haarfarbe und denselben Hautton wie Jacob. Auch was Größe und Körperbau anbelangte, ähnelten sich die beiden Männer sehr. Vielleicht ein Bruder oder ein Cousin, und ganz sicher kein Anfänger in Sachen asiatischer Kampfkunst. Er schien Jacob gewachsen zu sein, und das hieß schon einiges.
Die beiden hielten lange Shaolin-Stöcke in Händen und kämpften mit der Anmut von Tänzern. Jeder schien es darauf anzulegen, den anderen auszuschalten, doch wo Jacob ganz Eis war, da versprühte sein Gegner Feuer. Er war weniger kontrolliert, vollkommen unberechenbar. Geradezu waghalsig.
Waghalsige Krieger waren ihr die liebsten.
Jacob erspähte sie und blickte finster drein. Madeline warf ihm eine Kusshand zu.
„Ist er das?", fragte der kleine Gassenjunge, der neben ihr stand.
„Ja, das ist er."
„Er scheint sich nicht besonders darüber zu freuen, uns zu sehen."
„Er wird darüber hinwegkommen."
Jacobs Gegner musste ihre Stimmen gehört haben, oder vielleicht war er Jacobs Blick gefolgt, jedenfalls schaute er in ihre Richtung. Schwerer taktischer Fehler. Im nächsten Moment landete der unbekannte Krieger flach auf dem Rücken. Jacobs Stock hatte ihn in die Kniekehlen getroffen. Madeline zuckte zusammen.
Jacob blickte erneut zu ihnen herüber. Gerade er hätte es wirklich besser wissen müssen, denn sobald er seinen gefallenen Gegner aus den Augen ließ, schlug der Krieger zu, und auch Jacob ging zu Boden. Einen Herzschlag später lagen sich die beiden Männer gegenseitig an der Gurgel.
„Er wirkt beschäftigt, bemerkte der Junge. „Wir sollten später wiederkommen.
„Was? Und uns all das hier entgehen lassen?, protestierte sie. Außerdem vermutete sie, dass die beiden Kämpfer ohnehin so gut wie fertig waren. Mit einem aufmunternden Lächeln in Richtung des Jungen machte sich Madeline auf den Weg zu den Männern, wobei ihre hohen Absätze ein lautes Stakkato-Klacken auf dem abgenutzten Holzfußboden hören ließen. Sie ging neben dem kämpfenden Paar in die Hocke und stieß die schweißnasse Schulter des Fremden mit dem Finger an. „Entschuldigen Sie bitte. Es tut mir wirklich leid, dass ich stören muss. Hallo, Jacob. Hast du vielleicht eine Minute?
Der Fremde besaß atemberaubende bernsteinfarbene Augen. Im Moment schaute er sie allerdings völlig ungläubig an. Madeline lächelte und streckte dem unbekannten Krieger ihre Hand entgegen – in erster Linie, um dafür zu sorgen, dass er seine Hand von Jacobs Hals nahm. „Madeline Delacourte. Die meisten Leute nennen mich Maddy."
„Die meisten Leute nennen sie einfach verrückt", keuchte Jacob.
„Schmeichler", versetzte Madeline.
Die Augen des Fremden leuchteten auf, während er ein gefährlich charmantes Lächeln zeigte, sich von Jacob herunterrollte, aufstand und ihr seine warme, kräftige Hand reichte. „Luke Bennett."
Madeline, die sich ebenfalls aufgerichtet hatte, schaute ihn fragend an. „Ein Bruder? Auf sein Nicken murmelte sie: „Das dachte ich mir. Sie kämpfen sehr gut.
Sie riss ihren Blick von Luke Bennett los und richtete ihn stattdessen auf Jacob, der sich als Letzter erhob. Seine Augen waren strahlend blau. „Wie ich hörte, suchst du nach einem neuen Schüler."
„Da hast du falsch gehört, erwiderte Jacob, dessen Blick langsam zu Lee herüberwanderte, der unsicher an der Tür stehen geblieben war. „Davon mal abgesehen hat der letzte, den du mir gebracht hast, alles geklaut, was nicht niet- und nagelfest war.
„Aber er hat alles wieder zurückgegeben, oder etwa nicht?", konterte Madeline. „Und er wurde zu deinem besten Schüler, der mehr als eine Asienmeisterschaft für dich gewonnen hat."
„Ja, entgegnete er trocken. „Kurz bevor die Filmindustrie aus Hongkong anklopfte und ihm den Kopf verdrehte.
„Siehst du? Ich wusste doch, dass du einen neuen Schüler brauchst!, rief Madeline triumphierend und schenkte ihm ihr bezauberndstes Lächeln. „Hey, Lee. Komm rüber und lern den Meister kennen.
Lee kam zögernd auf sie zu. Er war ein schmaler Junge, vielleicht zehn oder elf Jahre alt, soweit Madeline es beurteilen konnte. Diese spezielle Information hatte sie ihm genauso wenig entlocken können wie seinen Nachnamen. Lee war ein Straßenkind, das von frühester Jugend an hatte lernen müssen zu überleben. Madeline hatte sechs Monate gebraucht, um den Jungen wenigstens dazu zu kriegen, in Betracht zu ziehen, dass es vielleicht auch noch andere Möglichkeiten für ihn im Leben gab.
Jacob seufzte schwer. „Warum ich?"
„Weil du ein guter Mensch bist?, versetzte Madeline sofort. „Weil er wirklich jemanden bis aufs letzte Hemd ausrauben wird, wenn ich ihn woanders unterbringe?
„Du könntest ihn immer noch dahin zurückbringen, wo du ihn aufgegabelt hast, schlug er vor. „Du kannst sie nicht alle retten, Maddy.
„Ich weiß. Aber ein paar konnte sie helfen. Und Jacob hatte sie schon zuvor unterstützt. „Lee ist ein Taschendieb, der auf der Orchard Road arbeitet. Er besitzt ein besonderes Talent dafür, gefährliche Leute zu verärgern. Er muss untertauchen.
„Warum überrascht mich das nicht? Jacob wandte Lee seine volle Aufmerksamkeit zu. „Willst du überhaupt Karate lernen, Junge?
Lee zuckte die Achseln. „Ich will leben."
„Dagegen lässt sich nichts sagen", meldete sich Luke Bennett fröhlich zu Wort.
„Dann übernimm du ihn doch", brummte sein Bruder.
„Sorry. Luke lächelte wenig reumütig. In diesem Moment fühlte sich Madeline zu ihm hingezogen wie schon seit Jahren zu keinem Mann mehr. Ihr Herz schlug schneller. „Du bist der aufrechte Bürger. Ich bin der heimatlose Herumstreuner mit den speziellen Fähigkeiten. Ich würde ihn nur auf dumme Gedanken bringen.
„Was genau tun Sie denn?", erkundigte sie sich.
„Hauptsächlich entschärfe ich See- und Landminen für das Militär."
„Hauptsächlich kurz bevor sie in die Luft gehen, fügte Jacob lakonisch hinzu. Dann wandte er sich an Lee. „Hier entlang, Junge
, sagte er und steuerte bereits auf die Tür im hinteren Teil der Halle zu. „Ich biete dir ein Zimmer mit einem Bett und einem Kissen, einem Set Wäsche und drei Mahlzeiten am Tag, sowie ein kleines Taschengeld. Als Gegenleistung erwarte ich Loyalität, Gehorsam, Ehre und Hingabe von dir. Wenn du nicht interessiert bist, dann kannst du gern wieder gehen."
Jacob schaute sich nicht um, ob Lee ihm folgte oder nicht. Er kannte genug Straßenkinder. Der Junge würde ihm folgen, schon allein, um zu sehen, ob es später irgendetwas zu klauen gab.
Luke Bennett beobachtete, wie Lee und sein Bruder davongingen. Auf seinem Gesicht zeichnete sich eine Mischung aus Verzweiflung und widerwilligem Stolz ab. Madeline ihrerseits beobachtete Luke.
„Machen Sie das häufig mit ihm?", fragte er im Umdrehen und erwischte sie dabei, wie sie ihn musterte. Sie errötete nicht.
„Häufig genug."
„Bleiben die Jungs?"
„Häufig genug."
„Lieben Sie meinen Bruder?"
„Das ist eine sehr persönliche Frage. Und keine, die sie zu beantworten beabsichtigte. „Warum fragen Sie?
„Jake lässt sich nicht besonders oft erweichen. Für Sie hat er es getan."
Sie schüttelte den Kopf. „Das sieht nur so aus. Doch Jacob Bennetts Herz war fest verschlossen, und Madeline wusste mit unfehlbarem weiblichen Instinkt, dass sie nicht den Schlüssel zu seinem Herzen in Händen hielt. „Was würden Sie tun, wenn ich Ja sagte?
„Trübsal blasen, versetzte er trocken. Und dann ein wenig ernsthafter: „Ich wildere nicht in fremdem Gebiet.
„Wie ehrenhaft von Ihnen. Aber von Jacobs Bruder würde ich auch nichts anderes erwarten. Sagen Sie ihm, dass ich wegmusste."
„Und meine Frage?"
Madeline schaute ihn nachdenklich an. Natürlich wusste sie, was seine Frage zu bedeuten hatte. Es war ein deutliches Bekunden von Interesse, eine Einladung zum Flirt. In den sechs Jahren seit Williams Tod hatte sie nur einen einzigen Liebhaber gehabt. Damals hatte sie sich noch in Trauer befunden, und es war ihr mehr um Trost als um alles andere gegangen. Ihr Liebhaber hatte sich eine Frau gewünscht, die er ehren und respektieren konnte. Die Sache war nicht gut ausgegangen.
Was würde wohl Luke Bennett in einer Frau suchen?
„Wie lang bleiben Sie in Singapur, Mr. Bennett?"
„Eine Woche."
„Das ist nicht lang."
„Lang genug, konterte er. „Man kann sehr viel in eine Woche packen, wenn man es nur versucht.
Er schenkte ihr ein herausforderndes Lächeln. „Sie haben meine Frage immer noch nicht beantwortet."
„Weil ich es nicht will. Betrachten Sie es als eines der kleinen Geheimnisse des Lebens."
„Ich hasse Geheimnisse, entgegnete er. „Nur so als Warnung.
Es fiel ihr schwer, nicht zu schmunzeln. „Genießen Sie Ihren Aufenthalt in Singapur, Mr. Bennett. Hier gibt es viele Unterhaltungsmöglichkeiten."
„Ja, das ganz sicher", murmelte er.
„Es gibt auch sehr viele Dinge, die Sie meiden sollten." Nur so als Warnung. Madeline lächelte versonnen, drehte sich auf dem Absatz um und ging.
„Also, was läuft da zwischen dir und Madeline Delacourte?, fragte Luke seinen Bruder etwa fünfzehn Minuten später, als sie den Kampf mit den Shaolin-Stöcken wieder aufnahmen. Diesmal hatten sie einen aufmerksamen kleinen Taschendieb als Zuschauer. „Hast du was mit ihr?
„Wieso interessiert dich das?", erwiderte Jacob und ließ seiner Frage einen harten Schlag auf Lukes rechte Seite folgen.
Luke gab die Unterhaltung auf und konzentrierte sich stattdessen auf seine Verteidigung. Doch Madeline Delacourtes Bild – wissendes Lächeln, honigblondes Haar,
