Ein Meer von Liebe: Familie Dr. Norden 786 – Arztroman
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Die Familie bleibt für Daniel Norden der wichtige Hintergrund, aus dem er Kraft schöpft für seinen verantwortungsvollen Beruf und der ihm immer Halt gibt. So ist es ihm möglich, Nöte, Sorgen und Ängste der Patienten zu erkennen und darauf einfühlsam einzugehen.
Familie Dr. Norden ist der Schlüssel dieser erfolgreichsten Arztserie Deutschlands und Europas.
Es war ein sonniger Tag im Mai, und gutgelaunt betrat Dr. Daniel Norden seine Praxis. Pfingsten stand vor der Tür, und er wollte mit seiner Familie ein paar Tage Urlaub auf der Insel der Hoffnung machen. Hannes und Anne Cornelius freuten sich schon riesig, die Kinder mal wieder um sich zu haben. Hoffentlich kommt diesmal nichts dazwischen, hatte Anne gestern am Telefon gesagt. Der Vormittag fing ruhig an. Einige Patienten hatten bereits die Urlaubsreise angetreten, und manche spürten ihre Wehwehchen nicht mehr, weil endlich schönes Wetter war. Ein paar andere jammerten, daß ihr Dr. Norden ein paar Tage nicht erreichbar sein würde. Wieder andere wünschten ihm herzlich gute Erholung. Er konnte diese wirklich brauchen, denn der Winter war lang und anstrengend gewesen. Grippale Infekte mit beunruhigenden Begleit-erscheinungen hatten sehr vielen Patienten zu schaffen gemacht. Dr. Norden war froh, daß seine Familie und er einigermaßen über die Runden gekommen waren, wenngleich auch sie von Schnupfen und Husten nicht verschont geblieben waren. Wendy hatte von Dr. Norden eine Reise nach Paris geschenkt bekommen und war schon ganz aufgeregt. Er mahnte sie scherzhaft, daß sie aber ja wiederkommen solle, als noch eine Patientin kam, eine junge Dame, die sich verlegen entschuldigte, daß sie ein bißchen zu spät dran sei. »Michelle«, sagte Dr. Norden überrascht, denn beinahe hätte er sie nicht erkannt, wie sie dünn und blaß vor ihm stand.
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Ein Meer von Liebe - Patricia Vandenberg
Familie Dr. Norden
– 786 –
Ein Meer von Liebe
Unveröffentlichter Roman
Patricia Vandenberg
Es war ein sonniger Tag im Mai, und gutgelaunt betrat Dr. Daniel Norden seine Praxis. Pfingsten stand vor der Tür, und er wollte mit seiner Familie ein paar Tage Urlaub auf der Insel der Hoffnung machen.
Hannes und Anne Cornelius freuten sich schon riesig, die Kinder mal wieder um sich zu haben.
Hoffentlich kommt diesmal nichts dazwischen, hatte Anne gestern am Telefon gesagt.
Der Vormittag fing ruhig an. Einige Patienten hatten bereits die Urlaubsreise angetreten, und manche spürten ihre Wehwehchen nicht mehr, weil endlich schönes Wetter war. Ein paar andere jammerten, daß ihr Dr. Norden ein paar Tage nicht erreichbar sein würde. Wieder andere wünschten ihm herzlich gute Erholung. Er konnte diese wirklich brauchen, denn der Winter war lang und anstrengend gewesen. Grippale Infekte mit beunruhigenden Begleit-erscheinungen hatten sehr vielen Patienten zu schaffen gemacht.
Dr. Norden war froh, daß seine Familie und er einigermaßen über die Runden gekommen waren, wenngleich auch sie von Schnupfen und Husten nicht verschont geblieben waren.
Wendy hatte von Dr. Norden eine Reise nach Paris geschenkt bekommen und war schon ganz aufgeregt. Er mahnte sie scherzhaft, daß sie aber ja wiederkommen solle, als noch eine Patientin kam, eine junge Dame, die sich verlegen entschuldigte, daß sie ein bißchen zu spät dran sei.
»Michelle«, sagte Dr. Norden überrascht, denn beinahe hätte er sie nicht erkannt, wie sie dünn und blaß vor ihm stand.
Natürlich wußte er, daß sie nach einem schweren Unfall sehr lange in einem Reha-Zentrum gewesen war, aber es war doch ein Schock für ihn, daß dieses früher so bildhübsche und sportliche Mädchen so erschreckend verändert war.
»Wenn Sie keine Zeit mehr haben, gehe ich wieder«, sagte sie stockend.
»Selbstverständlich habe ich Zeit für Sie, Michelle«, erwiderte Dr. Norden. »Sie können ruhig gehen, Wendy, ich wünsche Ihnen schöne Tage in Paris.«
»Und ich Ihnen und der ganzen Familie eine erholsame Zeit auf der Insel der Hoffnung«, sagte Wendy. »Ihnen alles Gute, Mi- chelle.«
Ihre Stimme verriet, wie erschrocken auch sie war über Michelles Anblick.
»Halte ich Sie wirklich nicht auf, Herr Doktor?« fragte Michelle ängstlich.
Sein Mitgefühl war so groß, daß er sie am liebsten tröstend in die Arme genommen hätte. »Sie haben viel leiden müssen, Michelle«, sagte er, »seit wann sind Sie wieder in München?«
»Erst seit zwei Tagen, ich mußte einiges regeln. Jetzt haben sie den Kerl geschnappt, und ich mußte ihn identifizieren. Es war alles wieder so gegenwärtig.«
Sie war das tragische Opfer eines Juwelendiebes, der auf der Flucht vor der Polizei Michelle als Geisel genommen, sie mit seiner Waffe bewußtlos geschlagen und dann auf der Autobahn aus dem Wagen geworfen hatte. Dort war sie noch von einem anderen Auto überfahren worden, und es war ein wahres Wunder, daß sie überhaupt überlebt hatte. Michelle war Stewardeß gewesen, aber durch diesen schrecklichen Unfall war sie nun auch arbeitslos. Es war unmöglich, daß sie diesen Beruf länger aus-üben konnte. Das war eigentlich auch nicht ihre Absicht gewesen. Sie hatte nur praktische Erfahrungen sammeln wollen, weil sie Touristik studieren wollte, aber nicht gleich einen Studienplatz bekommen hatte.
Nun war auch das hinfällig geworden. Dr. Norden mußte erschüttert feststellen, daß sie allen Mut verloren hatte.
»Sehen Sie mich doch mal an«, sagte sie bebend, »was soll ich denn tun, mich nimmt doch niemand.«
»So schwarzsehen sollten Sie nicht, Michelle. Ich würde es nur für gut halten, wenn Sie mal etwas ganz anderes machen würden vorübergehend. Was würde Ihnen auch Freude bereiten?«
»Woran kann man sich denn noch freuen, so hektisch, gereizt und egoistisch wie die Menschen sind.«
»Alle dürfen Sie nicht in einen Topf werfen. Ich kann leicht reden, werden Sie denken, aber ich hatte auch schon andere Patienten, die schlimm dran waren und sich auch wieder gefangen haben.« Ihm kam plötzlich eine Idee. »Würden Sie möglicherweise zwei Kinder betreuen in Südfrankreich?«
»In Südfrankreich?« staunte sie. »Wie kommen Sie darauf?«
»Es sind Bekannte, die eine zuverlässige Betreuerin für ihre beiden Kinder suchen, die drei und fünf Jahre sind, und deren Mutter zur Zeit auch krank ist. Näheres würden Sie erfahren, wenn Sie sich für diese Stellung interessieren. Es wird Wert gelegt auf eine intelligente junge Frau, die sich nicht nur an der Côte d’Azur amüsieren will. Damit haben sie nämlich schon ungute Erfahrungen gemacht.«
»Mir steht nicht der Sinn nach Amusement, aber man wird mir nicht zutrauen, daß ich solcher Aufgabe gewachsen bin.«
»Es werden keine schweren Arbeiten verlangt, Sie würden nur für die Kinder verantwortlich sein. Überlegen Sie es sich.«
»Da bräuchte ich nicht zu überlegen, wenn man mich nimmt«, sagte sie leise. »Wie Sie wissen, stammte meine Mutter aus der Camarque. Ich war so gern dort.«
Ihre Stimme hatte einen sehnsüchtigen Klang, und ihr schmales Gesicht hatte etwas Farbe bekommen.
»Ich werde Herrn Thomée anrufen und Ihnen dann gleich Bescheid sagen, Michelle.« Er sah sie aufmunternd an.
»Aber wahrscheinlich haben sie inzwischen schon jemand gefunden. Ich habe immer Pech.«
Vor einem Jahr hatte sie sich als Glückskind gesehen. Sie war schon viel in der Welt herumgekommen und konnte nun studieren. Sie hatte einen Freund, mit dem sie sich gut verstand.
Karlheinz Brandner war ein erfolgreicher junger Mann, aber ihm war seine Karriere dann wichtiger gewesen, als sich um die schwerverletzte Freundin zu kümmern. Er hatte es vorgezogen, als Börsenmakler nach Frankfurt zu gehen. Dr. Norden wollte Michelle nicht fragen, ob sie noch Kontakt zu ihm hatte.
So, wie sie aussah, war sie ein unglückliches Mädchen, dem alle Zuversicht fehlte.
Um so mehr freute es ihn, als er ihr am Nachmittag sagen konnte, daß sie ihre Koffer packen solle. Sie würde in St. Raphael erwartet.
»Sie können bis Nizza fliegen, Michelle. Buchen Sie im Reisebüro.«
»Ich fahre lieber mit dem Wagen, das ist besser, weil ich doch einiges Gepäck mitnehmen muß. Wollen die Herrschaften denn keine Referenzen haben?«
»Meine Empfehlung genügt ihnen, und sagen Sie nicht Herrschaften. Sie sind ganz moderne, aufgeschlossene Menschen. Es wird Ihnen sicher gefallen, Mi-chelle.«
»Ich werde mein Bestes tun, um Ihnen keine Schande zu machen«, erwiderte sie mit einem flüchtigen Lächeln.
»Ich kenne Sie doch, und es wird Ihnen guttun. Sie gewinnen Abstand und können vergessen.«
Sie nickte gedankenverloren. »Es war schrecklich, diesen Gangster noch einmal zu sehen, aber ich hätte dieses gemeine Gesicht sowieso nie vergessen. Zum Glück hat er ein langes Strafregister und wird so schnell nicht freikommen. Ich habe früher nie gedacht, daß ich so hassen könnte.«
»Sie werden auch wieder lernen, andere Menschen zu mögen, Michelle.«
»Wenn alle so wären wie Sie…, es wäre zu schön«, flüsterte sie.
*
»Na, heute siehst du ja sehr zufrieden aus, mein Schatz«, empfing Fee Norden ihren Mann.
»Michelle fährt nach St. Raphael, und es geht ihr schon ein bißchen besser.«
»Dann können wir uns ja freuen, das arme Hascherl! Es ist an der Zeit, daß die Sonne wieder für sie scheint.«
»Sonne wird sie da unten genug haben, und hoffentlich auch Spaß mit den Kindern.«
»Wenn sie inzwischen nicht zu sehr verzogen sind«, meinte Fee. »In dem Alter proben sie ihre Macht, und mit den Betreuerinnen hat Sebastian wahrlich kein Glück gehabt bisher.«
