Bittere Erkenntnis: Familie Dr. Norden 785 – Arztroman
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Über dieses E-Book
Die Familie bleibt für Daniel Norden der wichtige Hintergrund, aus dem er Kraft schöpft für seinen verantwortungsvollen Beruf und der ihm immer Halt gibt. So ist es ihm möglich, Nöte, Sorgen und Ängste der Patienten zu erkennen und darauf einfühlsam einzugehen.
Familie Dr. Norden ist der Schlüssel dieser erfolgreichsten Arztserie Deutschlands und Europas.
Es war der zehnte April, und Beatrice Cameron fuhr zum wiederholten Male zur Uni-Klinik, um ihren Mann zu besuchen. Es wurde ihr dabei immer schwerer ums Herz. An diesem Tag war sie, die eigentlich immer positiv dachte, sogar deprimiert. Kaum war sie losgefahren, hatte man im Radio die Mitteilung gebracht, daß Marcel Cameron seine Hauptrolle in der Fernsehtrilogie »Der Tod ist nicht das Ende«, wegen längerer Krankheit zurückgeben mußte. Zurückgeben mußte! Das hatte einen bitteren Beigeschmack für Beatrice. Gerade drei Tage hatten sie gewartet, bis sie die Rolle neu besetzten. Marcel hatte davon noch keine Ahnung. Wenn er es nun auch im Radio gehört hat, ging es Beatrice durch den Sinn. Sie fürchtete sich nun vor diesem Besuch. Wie sollte es nur weitergehen, wenn er überhaupt nicht mehr spielen konnte? Sie mochte gar nicht daran denken, da sie wußte, daß sein Beruf die eigentliche große Liebe in seinem Leben war. Seine Familie sei eine gelungene Produktion, hatte Marcel einmal vor Jahren gesagt. Sie hatte oft daran gedacht, denn in den letzten Jahren war die Familie für ihn immer nebensächlicher geworden, da das Fernsehen ihm ständig neue Rollen brachte. Natürlich hatte er auch sehr viel verdient, aber es war auch viel Geld ausgegeben worden. Das Haus im Würmtal hatte über eine Million gekostet. Die Inneneinrichtung war auch nicht gerade billig gewesen, obgleich Beatrice versucht hatte, ihren Mann zu bremsen. Aber er hatte sie nur ausgelacht. Das machen wir doch mit links, hatte er gesagt.
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Buchvorschau
Bittere Erkenntnis - Patricia Vandenberg
Familie Dr. Norden
– 785 –
Bittere Erkenntnis
Unveröffentlichter Roman
Patricia Vandenberg
Es war der zehnte April, und Beatrice Cameron fuhr zum wiederholten Male zur Uni-Klinik, um ihren Mann zu besuchen. Es wurde ihr dabei immer schwerer ums Herz.
An diesem Tag war sie, die eigentlich immer positiv dachte, sogar deprimiert. Kaum war sie losgefahren, hatte man im Radio die Mitteilung gebracht, daß Marcel Cameron seine Hauptrolle in der Fernsehtrilogie »Der Tod ist nicht das Ende«, wegen längerer Krankheit zurückgeben mußte.
Zurückgeben mußte! Das hatte einen bitteren Beigeschmack für Beatrice. Gerade drei Tage hatten sie gewartet, bis sie die Rolle neu besetzten. Marcel hatte davon noch keine Ahnung.
Wenn er es nun auch im Radio gehört hat, ging es Beatrice durch den Sinn.
Sie fürchtete sich nun vor diesem Besuch.
Wie sollte es nur weitergehen, wenn er überhaupt nicht mehr spielen konnte? Sie mochte gar nicht daran denken, da sie wußte, daß sein Beruf die eigentliche große Liebe in seinem Leben war. Seine Familie sei eine gelungene Produktion, hatte Marcel einmal vor Jahren gesagt. Sie hatte oft daran gedacht, denn in den letzten Jahren war die Familie für ihn immer nebensächlicher geworden, da das Fernsehen ihm ständig neue Rollen brachte. Natürlich hatte er auch sehr viel verdient, aber es war auch viel Geld ausgegeben worden.
Das Haus im Würmtal hatte über eine Million gekostet. Die Inneneinrichtung war auch nicht gerade billig gewesen, obgleich Beatrice versucht hatte, ihren Mann zu bremsen. Aber er hatte sie nur ausgelacht. Das machen wir doch mit links, hatte er gesagt.
Sie dachte auch an die Zukunft, an die Kinder, Marcel lebte in der Gegenwart, als ob jeder Tag der letzte wäre. Ob das in seinem Unterbewußtsein war?
Die Krankheit war plötzlich gekommen, und die Ärzte konnten noch immer keine Diagnose stellen. Freilich hatte er auch früher manchmal über Schmerzen geklagt, über Migräne und Magenbeschwerden, aber da er dabei blendend ausgesehen hatte, hatte man ihm das sowieso nicht geglaubt. Auch Beatrice hatte es für Launen gehalten. Er war oft schwankenden Stimmungen unterworfen, verlor leicht die Geduld, und war auch zu den Kindern ungerecht.
»Er ist halt ein Künstler«, meinte die neunzehnjährige Kim nachsichtig.
»Er denkt immer noch, daß wir nicht älter werden«, meinte der siebzehnjährige Kai. Auch in seiner Beziehung zum Vater hatte sich etwas geändert, obgleich er von Marcel immer bevorzugt worden war.
Kim hatte darunter zum Glück nicht gelitten. Worüber Beatrice am meisten erschrocken gewesen war, war die Tatsache, daß ihr Leben ohne ihn weiterging und Kim und Kai sich nur ganz nebenbei nach ihm erkundigten. Beatrice entschuldigte dies damit, daß Marcel im letzten Jahr tatsächlich mehr bei Filmterminen gewesen war als zu Hause.
Wie immer fand sie keinen Parkplatz in der Nähe der Klinik, aber sie ärgerte sich nicht darüber. So gewann sie noch Zeit, um sich zu überlegen, was sie die Ärzte fragen und Marcel sagen sollte.
Natürlich würde er zuerst fragen, wer alles angerufen hätte. Es war aber so, daß nur in den ersten drei Tagen Anrufe gekommen waren von Leuten, die sich nach seinem Befinden erkundigt hatten. Jetzt war seine Rolle neu besetzt, und niemand schien sich mehr für ihn zu interessieren.
Beatrice wußte, wie schnell man vergessen wurde, Marcel würde das nicht ertragen können.
An diesem Tag hatte der Facharzt für Onkologie, Dr. Timothy Leander, der nach zwanzigjähriger Tätigkeit an amerikanischen Kliniken in seine alte Heimat zurückgekehrt war, seine erste Konferenz als Chefarzt an der Uni-Klinik. Seine Kollegen hatten diesem Tag mit sehr gemischten Gefühlen entgegengesehen.
»Der Ami« war hinter vorgehaltener Hand getuschelt worden. Es wurde spekuliert, was er wohl für ein Typ wäre. Vierundvierzig Jahre alt, zweifacher Doktor und Professor für Nuklearmedizin. Ein glänzender Ruf war ihm vorausgeeilt. Manche hatten auch versucht, sich über sein Privatleben zu informieren, aber sie hatten nur erfahren, daß seine Frau, die fünf Jahre älter gewesen war als er und Amerikanerin, vor einem Jahr gestorben war. Das sei für ihn der Anlaß gewesen, den Ruf nach München anzunehmen. Professor Meister hatte ihn persönlich der Abteilung vorgestellt.
Man sah einen hochgewachsenen, breitschultrigen Mann mit dunklen, an den Schläfen leicht ergrauten Haaren, aber wer achtete schon auf das Haar, wenn man ein so interessantes, ausdrucksvolles Gesicht sah. Manche Schwester seufzte in sich hinein, wenn sie von dem Blick dunkler, forschender Augen gestreift wurde. Die Ärztin Dr. Renate Langner überlegte schon, wann sie das erste Rendezvous mit ihm arrangieren könnte. Es sollte ihr keine andere zuvorkommen.
Die Ärzte, die zur Abteilung gehörten, waren mehr von seiner kurzen, knappen Ansprache angetan, die hoffen ließ, daß er eine harmonischere Atmosphäre schaffen würde als sein Vorgänger.
Er ließ sich dann von dem Oberarzt Dr. Pahlsen über die derzeit schwierigsten Fälle informieren. »Der Patient, der uns die meisten Rätsel aufgibt, ist Marcel Cameron, ein Serienstar beim Fernsehen.«
Dr. Pahlsen entging es, daß Dr. Leanders Augenbrauen sich leicht zusammenzogen, als er diesen Namen aussprach.
»Wieso gibt er Rätsel auf?« fragte Dr. Leander.
»Er sieht blendend aus und ist todkrank, und wir wissen nicht, wie wir es seiner Frau beibringen sollen.«
»Glücklich verheiratet?«
»Anscheinend, sie besucht ihn jeden Tag, eine sehr sympathische Frau.«
»Kinder?«
»Zwei, aber die waren noch nicht hier. Er will es nicht. Er ist sehr eigenwillig, ein schwieriger Patient.«
»Starallüren?«
»Ich wollte es nicht so nennen. Er kann sehr charmant sein.«
»Hat er heute Besuch?«
»Eine Kollegin ist bei ihm, die Matteo, Sara Matteo, vielleicht haben Sie sie auch schon mal gesehen.«
»Ich bin kein Fernseh-Fan, wenn es nicht um Sport geht.«
Dr. Pahlsen sah ihn kurz an. Er mußte feststellen, daß sein neuer Chef auch sehr sportlich wirkte. Er war überzeugt, daß sie gut miteinander auskommen würden.
»Kommt Frau Cameron zu bestimmten Zeiten?« fragte Dr. Leander. »Ich möchte mich erst über den Zustand ihres Mannes vergewissern, bevor ich mit ihr spreche.«
Dr. Pahlsen atmete hörbar auf. »Sie wollen es ihr selbst sagen?«
»Erst, wenn ich die genaue Diagnose kenne. Sie geben mir bitte die Unterlagen. Die von den anderen vordringlichen Fällen auch. Aber ich sollte doch einen Blick auf Cameron werfen.«
Max Pahlsen war so froh darüber, daß er das nicht auf die lange Bank schob.
Er begleitete ihn zu Camerons Zimmer. Dort hatte es gerade ein dramatisches Gespräch zwischen Marcel Cameron und Sara Matteo gegeben.
»Du mußt mit deiner Frau sprechen, Marcel, das erwarte ich von dir. Du brauchst dich nicht hinter deiner Krankheit zu verschanzen. So schlimm kann es nicht sein, wie du aussiehst. Ich werde das nicht allein ausbaden!« Dann ging die Tür auf, und Sara Matteo sprang erschrocken auf.
»Oh, là, là«, sagte sie unwillkürlich, als sich Timothy vorstellte. Sie schenkte ihm ein verführerisches Lächeln, doch er sah über sie hinweg zu dem Patienten, dem sein Name nichts zu sagen schien. Um so besser, dachte der Arzt.
»Ich komme morgen wieder, Marcel«, sagte Sara mit einem Unterton, der Dr. Leander aufhorchen ließ, aber er fühlte schon ganz mechanisch den Puls des Kranken, der ihm verriet, daß er sich in hochgradiger Erregung befand.
Sara wurde
