Gewonnen – oder doch verloren?: Familie Dr. Norden 764 – Arztroman
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Die Familie bleibt für Daniel Norden der wichtige Hintergrund, aus dem er Kraft schöpft für seinen verantwortungsvollen Beruf und der ihm immer Halt gibt. So ist es ihm möglich, Nöte, Sorgen und Ängste der Patienten zu erkennen und darauf einfühlsam einzugehen.
Familie Dr. Norden ist der Schlüssel dieser erfolgreichsten Arztserie Deutschlands und Europas.
»Mit Männern habe ich bisher immer Pech gehabt. Ich kann es kaum glauben, daß es diesmal anders sein sollte.« Das sanfte Rauschen des Meeres umspielte die ängstlichen Worte, die Mia dem Mann, der sie in den Armen hielt und zärtlich auf sie hinabblickte, zuraunte. »Ich weiß, wie schwer es dir fällt, an die Macht des Schicksals zu glauben. Es hat uns hier auf dieser Insel nicht umsonst zusammengeführt. Das nehme ich als ein Zeichen«, murmelte er heiser und streichelte ihr Haar. Es war fein und weich und floß wie helle Seide durch seine Finger. »Auch ich habe viel erleiden müssen in der Vergangenheit. Doch ich habe niemals die Hoffnung aufgegeben, daß mir eines Tages doch noch Glück beschert sein wird. Du kannst sicher sein, daß es mir ernst ist mit uns. Sehr ernst. Alles, was du brauchst, ist Vertrauen.« In seine Worte legte Morten all das Gefühl, dessen er fähig war. Mia erschauerte. »Ich möchte es so sehr. Aber es ist leichter gesagt als getan«, bat sie ihn um Verständnis. Ihre Blicke begegneten sich und hielten einander fest. Es war ein Augenblick, wie er eindrucksvoller nicht hätte sein können.
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Buchvorschau
Gewonnen – oder doch verloren? - Patricia Vandenberg
Familie Dr. Norden
– 764 –
Gewonnen – oder doch verloren?
Mia bekommt, was sie verdient
Patricia Vandenberg
»Mit Männern habe ich bisher immer Pech gehabt. Ich kann es kaum glauben, daß es diesmal anders sein sollte.«
Das sanfte Rauschen des Meeres umspielte die ängstlichen Worte, die Mia dem Mann, der sie in den Armen hielt und zärtlich auf sie hinabblickte, zuraunte.
»Ich weiß, wie schwer es dir fällt, an die Macht des Schicksals zu glauben. Es hat uns hier auf dieser Insel nicht umsonst zusammengeführt. Das nehme ich als ein Zeichen«, murmelte er heiser und streichelte ihr Haar. Es war fein und weich und floß wie helle Seide durch seine Finger. »Auch ich habe viel erleiden müssen in der Vergangenheit. Doch ich habe niemals die Hoffnung aufgegeben, daß mir eines Tages doch noch Glück beschert sein wird. Du kannst sicher sein, daß es mir ernst ist mit uns. Sehr ernst. Alles, was du brauchst, ist Vertrauen.« In seine Worte legte Morten all das Gefühl, dessen er fähig war.
Mia erschauerte.
»Ich möchte es so sehr. Aber es ist leichter gesagt als getan«, bat sie ihn um Verständnis.
Ihre Blicke begegneten sich und hielten einander fest. Es war ein Augenblick, wie er eindrucksvoller nicht hätte sein können. Während Mia und Morten vollkommen in die Gegenwart des anderen vertieft eng umschlungen am Strand standen, versank eine rotglühende Sonne lautlos im Meer und gab dem Wasser den Anschein flüssiger Lava.
Doch der magische Moment ging vorüber, und kaum war die Feuerkugel verschwunden, als Mortons Handy klingelte und die romantische Stimmung mit einem Schlag zerstörte. Seufzend zog er es aus der Tasche und warf einen Blick darauf.
»Es tut mir leid, ich muß rangehen. Meine Mitarbeiter haben die strikte Anweisung, mich nur zu informieren, wenn es dringend ist.«
Mia lächelte liebevoll und ließ die Arme sinken, die sie auf Mortons Schultern gelegt hatte.
»Geh nur dran, ich warte inzwischen auf dich«, versprach sie mit sanfter Stimme und entfernte sich diskret, um ihren neuen Freund in Ruhe sprechen zu lassen. Das un-ablässige Rauschen des Meeres übertönte seine Worte, und so war sie überrascht, als er sie nach kurzer Zeit von hinten umfaßte und sie sanft an den Schultern herumdrehte. Selbst im schwindenden Tageslicht konnte Mia den Schatten erkennen, der auf sein Gesicht gefallen war.
»Schlechte Nachrichten?« fragte sie beklommen und konnte nicht verhindern, daß ihre Stimme vor Angst ebenso zitterte wie ihr Herz.
»Das kann man wohl sagen.« Morten war vollkommen verändert. Die Zärtlichkeit aus seiner Stimme war wie fortgeblasen.
So hatte Mia ihn bisher noch nicht erlebt, und erschrocken zuckte sie zurück.
»Was ist geschehen?«
»Ein Notfall. Einer meiner Mitarbeiter hatte unterwegs einen schweren Unfall. Einige Passagiere sind verletzt. Ich muß sofort zurückfliegen.« Er warf einen Blick auf die leuchtenden Ziffern seiner Armbanduhr. »Wenn ich mich beeile, schaffe ich die letzte Maschine nach Deutschland.«
Mia nickte stumm, unfähig, auch nur ein Wort zu sagen. Tatenlos mußte sie zusehen, wie Morten nach einem flüchtigen Kuß kopflos über den Strand in Richtung Hotel davoneilte, ohne sich noch einmal umzusehen. Deprimiert wandte sie sich schließlich ab und wanderte in Gedanken versunken an die verzauberten Tage, die sie mit Morten verbracht hatte, am Saum des Meeres entlang. Doch je weiter sie ging, um so mehr erschien ihr die plötzliche Einsamkeit als schlechtes Omen. Tatsächlich kam Mia ein entsetzlicher Gedanke, als sie sich eine halbe Stunde später auf dem Rückweg befand.
»Das ist doch nicht möglich! Die Liebe hat mich wirklich um den Verstand gebracht!« stieß sie ungläubig durch die Zähne. Mit beiden Händen raffte Mia ihren langen Rock hoch und lief so schnell sie konnte durch den weichen, tiefen Sand zurück. Atemlos erreichte sie die Rezeption.
»Entschuldigen Sie, ist Morten Claas noch hier?« fragte sie vollkommen aufgelöst. Ihr weiches blondes Haar klebte in Strähnen an der feuchten Stirn, sie hatte eine Spur feinen Sand auf dem dicken dunkelroten Teppich der Lobby hinterlassen. Doch das kümmerte Mia in diesem Moment nicht. Hoffnungsvoll starrte sie den Rezeptionisten an, der seelenruhig in seinem Computer nach der gewünschten Auskunft suchte. Schließlich wandte er sich mit einem geheuchelten Ausdruck des Bedauerns an die nervöse Mia.
»Tut mir leid. Herr Claas hat unser Haus vor zehn Minuten überraschend verlassen.«
Mia mußte nicht lange darüber nachdenken, was sie tun sollte.
»Rufen Sie mir ein Taxi! Ich muß sofort zum Flughafen.«
»Wenn Sie vorhaben, Herrn Claas zu erreichen, muß ich Sie enttäuschen. Es grenzt an ein Wunder, wenn er selbst den Flughafen noch rechtzeitig erreicht.«
Mia meinte, ihr Herz müsse stehenbleiben vor Schreck.
»Aber ich muß ihn noch einmal sehen. Ich habe weder seine Adresse noch seine Telefonnummer. Sie müssen mir helfen!«
»Bedaure, meine Dame, die Daten unserer Gäste unterliegen einem strengen Schutz. Selbst wenn ich wollte, könnte ich sie nicht herausgeben.«
»Das können Sie mir nicht antun!« flehte Mia so laut, daß sich die Gäste, die sich in der Lobby aufhielten, neugierig nach der Frau umsahen, die offenbar den Tränen nahe war. Doch es half kein Bitten und Betteln. Der Angestellte des Hotels nahm seine Pflichten sehr ernst und war nicht zu erweichen. So mußte Mia schließlich unverrichteter Dinge aufgeben. Verzweifelt und mit sich und der Welt hadernd zog sie sich in einen der tiefen Sessel zurück, die für die Gäste bereitstanden. Sie konnte nur hoffen, daß Morten das Flugzeug verpaßt hatte und zu ihr zurückkehren würde. Doch sie hoffte vergebens.
Hektisch eilte die Chefin der gleichnamigen Klinik, Dr. Jenny Behnisch, über den Krankenhausflur und erteilte dem Mann, der versuchte, ihren Schritten zu folgen, knappe Anweisungen.
»Mobilisiere alles, was wir an Ärzten und Schwestern zur Verfügung haben. Laut meinen Informationen werden in wenigen Minuten ungefähr zwanzig Schwerverletzte eingeliefert. Und ruf Daniel an. Ich brauche ihn hier.«
Jennys Stellvertreter Michael Graef nickte geflissentlich. Obwohl ein solches Busunglück nicht häufig vorkam, war er ruhig und konzentriert und wußte mit schlafwandlerischer Sicherheit, was zu tun war.
»Daniel ist bereits im Haus. Er hat eine Patientin besucht und von dem Unglück gehört«, konnte er bereits berichten. »Um den Bestand an Blutkonserven habe ich mich schon gekümmert. Wir sind entsprechend vorbereitet«, nahm er Jenny die nächste Frage vorweg.
Trotz ihrer Sorgen lächelte die Chefin zufrieden.
»Sehr schön. Ich schätze diese Professionalität. Der Chef des Busunternehmens ist auch schon informiert. Er hat sein Kommen zugesagt. Meines Wissens hat er seinen Urlaub abgebrochen.«
»Das ist ja wohl das mindeste, was man von ihm verlangen kann«, stellte Dr. Graef nüchtern fest.
»Ich finde, es ist ein feiner Zug von ihm.« Während ihres Gesprächs waren die beiden Ärzte an einer gläsernen Tür angelangt, an der sich ihre Wege trennten. Mi-chael machte sich zunächst auf zu seinem Büro, um die Anweisungen der Chefin auszuführen, während Jenny zu den Operationssälen eilte. Als sie dort ankam, wurden eben die ersten Verletzten hereingebracht. Dr. Kai Paulsen, der schon mit anderen Kollegen bereitstand, um zu helfen, nahm sich einer jungen Frau an, die ein Kind auf den Armen trug.
»Kommen Sie hier herüber«, sprach er mit leiser, beruhigender Stimme auf sie ein und führte sie zu einer Liege. Benommen ließ sich Asja Bader darauf sinken. Obwohl sie eine blutende Wunde am Kopf hatte, konnte sie den Blick nicht von dem Kind in
