In ihren Augen – nur Angst: Familie Dr. Norden 767 – Arztroman
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Über dieses E-Book
Die Familie bleibt für Daniel Norden der wichtige Hintergrund, aus dem er Kraft schöpft für seinen verantwortungsvollen Beruf und der ihm immer Halt gibt. So ist es ihm möglich, Nöte, Sorgen und Ängste der Patienten zu erkennen und darauf einfühlsam einzugehen.
Familie Dr. Norden ist der Schlüssel dieser erfolgreichsten Arztserie Deutschlands und Europas.
Seri»Du weißt, ich habe mir immer Kinder gewünscht. Und jetzt endlich wird dieser Traum Wirklichkeit«, schwärmte Katha Wunderlich mit verklärtem Gesichtsausdruck. »Was meinst du? Wird es so wundervoll, wie wir es uns vorgestellt haben?« wandte sie sich an ihren Mann Gernot, der ihr gegenüber am üppig gedeckten Frühstückstisch saß. Der betrachtete seine Frau skeptisch. »Ich weiß nicht, ob du dir nicht zuviel von Eleanors Aufenthalt bei uns versprichst. Immerhin ist sie eine junge Frau von dreiundzwanzig Jahren und wird nicht viel mit uns Alten zu tun haben wollen.« »Wie du sprichst!« echauffierte sich Katha und machte erst gar nicht den Versuch, ihre Enttäuschung über Gernots mangelnde Begeisterung zu verbergen. Doch davon ließ sich Gernot nicht beeindrucken. »Genauso, wie es sich für einen Filialleiter einer namhaften Bank ziemt«, beendete er das Gespräch und damit die erste Mahlzeit des Tages, die er wie jeden Morgen mit seiner Gattin einzunehmen pflegte. Er erhob sich und küßte seine Frau in alter Gewohnheit links und rechts auf die Wange. »Außerdem werden wir in wenigen Stunden mehr wissen, wenn sie erst einmal gelandet ist. Was sollen da die ganzen unsinnigen Spekulationen? Ich halte mich lieber an die Tatsachen.« Mit diesen Worten verließ er die großzügige Wohnküche. Gleich darauf hörte Katha, wie die Haustür ins Schloß fiel, und sie seufzte tief auf.
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In ihren Augen – nur Angst - Patricia Vandenberg
Familie Dr. Norden
– 767 –
In ihren Augen – nur Angst
Ein dringender Hilferuf an Dr. Norden
Patricia Vandenberg
Seri»Du weißt, ich habe mir immer Kinder gewünscht. Und jetzt endlich wird dieser Traum Wirklichkeit«, schwärmte Katha Wunderlich mit verklärtem Gesichtsausdruck. »Was meinst du? Wird es so wundervoll, wie wir es uns vorgestellt haben?« wandte sie sich an ihren Mann Gernot, der ihr gegenüber am üppig gedeckten Frühstückstisch saß.
Der betrachtete seine Frau skeptisch.
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Doch davon ließ sich Gernot nicht beeindrucken.
»Genauso, wie es sich für einen Filialleiter einer namhaften Bank ziemt«, beendete er das Gespräch und damit die erste Mahlzeit des Tages, die er wie jeden Morgen mit seiner Gattin einzunehmen pflegte. Er erhob sich und küßte seine Frau in alter Gewohnheit links und rechts auf die Wange. »Außerdem werden wir in wenigen Stunden mehr wissen, wenn sie erst einmal gelandet ist. Was sollen da die ganzen unsinnigen Spekulationen? Ich halte mich lieber an die Tatsachen.« Mit diesen Worten verließ er die großzügige Wohnküche.
Gleich darauf hörte Katha, wie die Haustür ins Schloß fiel, und sie seufzte tief auf.
»Endlich allein! Jetzt kann ich mich in aller Ruhe den letzten Vorbereitungen und meinen Tagträumen hingeben«, stellte sie zufrieden fest und machte sich auf den Weg in das obere Stockwerk.
Nicht lange danach betraten leichte Füße die geräumige Wohnhalle.
»Guten Morgen Frau Wunderlich«, rief eine helle Frauenstimme durch das Haus. »Das ist ja eine Überraschung, daß Sie hier sind.«
»Hallo Flora. Lassen Sie sich nur nicht von mir stören. Sie wissen doch, Eleanor kommt heute an, und ich habe mir extra einen Tag freigenommen, damit ich mich in Ruhe auf diesen großen Moment vorbereiten kann.«
»Da tun Sie recht daran. Schließlich bekommt man nicht alle Tage Familienzuwachs, auch wenn er schon erwachsen ist.« Inzwischen war die Haushälterin, bewaffnet mit Staubsauger und Staubwedel, die Treppe hinaufgekommen und lächelte Katha durch den Frisierspiegel an. »Wie lange wird Ihre Nichte denn bleiben?«
»Meine Schwester meinte, Eleanor habe davon gesprochen, für immer zu bleiben, wenn es ihr gefiele.«
»Aber sie wird doch nicht vorhaben, den Rest ihres Leben bei Ihnen zu wohnen, nicht wahr?«
»Natürlich wird sie sich eines Tages eine eigene Bleibe suchen«, erklärte Katha unwillig. Der Gedanke, die Nichte womöglich schon bald wieder ziehen lassen zu müssen, verdarb ihr die gute Laune. »Aber erst einmal werde ich alles dafür tun, daß sie sich hier wie zu Hause fühlt. So lange habe ich mich nach jungen Menschen in diesem viel zu großen, viel zu stillen Haus gesehnt, als daß ich diese Gesellschaft nicht ausgiebig genießen werde. Wir werden rauschende Feste mit ihren neuen Freunden feiern, Ausflüge ins Grüne machen und uns von ihr inspirieren lassen.« Doch noch während sie ihre Träume spann, wurde Kathas Miene nachdenklich. Sie betrachtete sich eingehend im Spiegel. »Elea-nor wird sicher auch belebend auf unsere Ehe wirken. Es ist alles so schrecklich eingefahren in den letzten Jahren.«
Schweigend hatte Flora dem Monolog ihrer Chefin gelauscht. Nachdenklich wiegte sie den Kopf.
»Hoffentlich erwarten Sie von Ihrer Nichte nicht zuviel«, stellte sie dann sachlich fest und machte sich an die Arbeit, noch ehe Katha etwas erwidern konnte. Die zuckte nur mit den Schultern und machte sich schließlich, sorgfältig zurechtgemacht wie immer, auf den Weg zu ihrem Hausarzt Dr. Daniel Norden, mit dem sie einen Termin vereinbart hatte.
»Frau Wunderlich, Sie strahlen ja heute wie die Sonne persönlich«, begrüßte der Allgemeinmediziner seine Patientin kurz darauf erfreut. Nicht immer traf er sie in derart entspannter Verfassung an. »Wie fühlen Sie sich?«
»Großartig. Habe ich Ihnen erzählt, daß meine Nichte Eleanor heute aus Australien kommt?«
»Mehrfach«, lächelte Dr. Norden nachsichtig und bot Katha einen Platz an. »Dann ist der große Tag, auf den Sie seit langem warten, endlich gekommen!«
»Ja, das Warten hat glücklicherweise ein Ende. Ich habe ohnehin nicht verstanden, warum diese Formalitäten so viel Zeit in Anspruch genommen haben. Es dauerte unendlich lange, bis allein die Zusage für den Studienplatz und die Aufenthaltsgenehmigung da waren. Meine Geduld wurde fürwahr auf eine harte Probe gestellt.«
»Ich habe mit Ihnen gelitten«, stellte Dr. Norden wahrheitsgemäß fest. Wann immer Katha Wunderlich in den vergangenen Monaten wegen einer ihrer zahlreichen Zipperlein bei ihm gewesen war, hatte sie ihm von der geplanten Übersiedelung ihrer Nichte erzählt. Endlich war es soweit. »Damit Sie ja nicht zu spät zum Flughafen kommen, sollten wir uns jetzt aber Ihrer Gesundheit zuwenden. Wie geht es Ihnen mit Ihrer Allergie?«
»Die Bioresonanz-Therapie wirkt wahre Wunder«, brach Katha sofort in begeistertes Schwärmen aus. »Das ist das einzige Mittel, das mir wirklich deutliche Erleichterung bringt.«
»Kein Husten mehr? Keine tränenden Augen?«
»Nichts. Es ist alles wie weggeblasen.«
»Es freut mich, das zu hören. Wenn Sie bitte nebenan auf Wendy warten. Ich schicke sie, um einen Tropfen Allergie-Blut abzunehmen. Sobald mir das Ergebnis vorliegt, rufe ich Sie an, damit wir die weitere Vorgehensweise besprechen können.«
Dr. Daniel Norden war zufrieden mit seinem Therapie-Erfolg und erhob sich, um seine Patientin nach nebenan zu begleiten. Katha folgte dem Arzt ihres Vertrauens zufrieden lächelnd. Nie zuvor war ihr die Welt so strahlend erschienen. Selten hatte sie sich so wohl in ihrer Haut gefühlt wie an diesem Tag. Die Aussicht auf die Zukunft, auf ein Leben mit Eleanor, beflügelte sie und ihr Wohlbefinden gleichermaßen. Sie hatte das Gefühl, als würde ihr etwas langweilig gewordenes Leben endlich eine entscheidende Wendung erleben, die schon lange fällig war.
Wie vom Donner gerührt saß Henri Garder an seinem Schreibtisch und starrte auf das Schreiben, das er eben erhalten hatte.
»Das kann nicht wahr sein! Es muß sich um einen Irrtum handeln«, murmelte er betroffen und las wieder und wieder die Zeilen, als könne er seinen Augen nicht trauen.
»Ist alles in Ordnung, Herr Garder?« erkundigte sich seine Sekretärin, die den Kopf hereinsteckte, um ihn an einen Termin zu erinnern. »In fünf Minuten beginnt die Vorstandssitzung.«
»Schon gut, Klara. Ich komme gleich. Nur noch ein wichtiges Telefonat.«
Die Sekretärin zog sich mit skeptischer Miene zurück. Die Lage in der Firma war angespannt und Garders Arbeitsplatz alles andere als sicher. Eine Verspätung würde in jedem Fall kein gutes Licht auf ihren Chef werfen. Doch daran konnte Henri in diesem Augenblick nicht denken.
Als Klara verschwunden war, hob er den Hörer und tippte die Nummer, die er längst auswendig kannte. Nervös trommelte er mit den Fingerspitzen auf seine Schreibtischunterlagen, bis das Gespräch endlich angenommen wurde.
»Gott sei Dank erreiche ich Sie, Herr Wunderlich«, seufzte er erleichtert, als er die Stimme des Filialleiters seiner Hausbank hörte. »Ich habe ein Schreiben von Ihnen erhalten, dessen Inhalt unmöglich den Tatsachen entsprechen kann.«
Gernot Wunderlich, der sofort wußte, wovon sein langjähriger Kunde sprach, legte die Stirn in Falten. Ein bedauernder Ausdruck lag auf seinem
