Elternsein ist schwer: Dr. Norden 13 – Arztroman
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Patricia Vandenberg ist die Begründerin von "Dr. Norden", der erfolgreichsten Arztromanserie deutscher Sprache, von "Dr. Laurin", "Sophienlust" und "Im Sonnenwinkel". Ohne ihre Pionierarbeit wäre der Roman nicht das geworden, was er heute ist.
»Neuseeland?«, fragte Danny Norden, deutliches Missfallen in der Stimme. Er saß auf dem Balkon der Wohnung, die er sich mit seiner Freundin, der Bäckerin Tatjana Bohde teilte, und musterte seine älteste Schwester mit schmalen Augen. Es war ein herrlicher Sommerabend. Die Luft war mild, und die Straßen waren bevölkert. Von unten drangen Stimmengewirr und Musik herauf. Ein vorbeifahrender Roller machte die Illusion eines italienischen Abends perfekt. »Wieso? Das ist doch irre!«, rief Tatjana aus der Küche, wo sie einen Vorspeisenteller vorbereitete. »Dann können wir sie besuchen. Da wollte ich immer schon mal hin.« Geschickt drapierte sie Selleriestifte in einer Kugel Gorgonzola-Creme. Tomaten-Mozzarella-Spieße, gegrilltes, eingelegtes Gemüse, Oliven und Parmesan komplettierten das leichte Abendessen. Dazu reichte sie ein Oliven-Brot, das sie extra aus der Bäckerei mitgenommen hatte. Nur sie selbst wusste, wie sie es schaffte, dass die Platte trotz ihrer Sehbehinderung aussah wie vom Feinkost-Italiener. Zufrieden mit ihrem Arrangement gesellte sie sich zu Anneka und Danny auf den Balkon und stellte Teller und Brotkorb auf den Tisch. »Wusstet ihr, dass die Neuseeländer einen Plan ausgeheckt haben, um eine vom Aussterben bedrohte Papageienart zu retten?«, fragte sie mit glänzenden Augen. »Ich weiß, was du meinst.
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Buchvorschau
Elternsein ist schwer - Patricia Vandenberg
Dr. Norden
– 13 –
Elternsein ist schwer
Große Kinder muss man gehen lassen
Patricia Vandenberg
»Neuseeland?«, fragte Danny Norden, deutliches Missfallen in der Stimme. Er saß auf dem Balkon der Wohnung, die er sich mit seiner Freundin, der Bäckerin Tatjana Bohde teilte, und musterte seine älteste Schwester mit schmalen Augen. Es war ein herrlicher Sommerabend. Die Luft war mild, und die Straßen waren bevölkert. Von unten drangen Stimmengewirr und Musik herauf. Ein vorbeifahrender Roller machte die Illusion eines italienischen Abends perfekt.
»Wieso? Das ist doch irre!«, rief Tatjana aus der Küche, wo sie einen Vorspeisenteller vorbereitete. »Dann können wir sie besuchen. Da wollte ich immer schon mal hin.« Geschickt drapierte sie Selleriestifte in einer Kugel Gorgonzola-Creme. Tomaten-Mozzarella-Spieße, gegrilltes, eingelegtes Gemüse, Oliven und Parmesan komplettierten das leichte Abendessen. Dazu reichte sie ein Oliven-Brot, das sie extra aus der Bäckerei mitgenommen hatte. Nur sie selbst wusste, wie sie es schaffte, dass die Platte trotz ihrer Sehbehinderung aussah wie vom Feinkost-Italiener. Zufrieden mit ihrem Arrangement gesellte sie sich zu Anneka und Danny auf den Balkon und stellte Teller und Brotkorb auf den Tisch. »Wusstet ihr, dass die Neuseeländer einen Plan ausgeheckt haben, um eine vom Aussterben bedrohte Papageienart zu retten?«, fragte sie mit glänzenden Augen.
»Ich weiß, was du meinst. Ich hab eine Dokumentation über Neuseeland gesehen.« Anneka nickte mehrmals hintereinander. »Da wurde auch über die Kakapos und dieses Schutzprogramm berichtet. Wenn ich dort mein Berufsvorbereitungsjahr als Erzieherin absolviere, kann ich mir das an den Wochenenden und im Urlaub alles anschauen. Und nebenbei mein Englisch verbessern.« Sie griff nach einem Stück Sellerie, tauchte es in die Gorgonzola-Sauce und knabberte daran.
»Gibt es da keine gefährlichen Tiere?«, fragte Danny. Es war ihm anzusehen, dass er mit den Plänen seiner Schwester nicht einverstanden war. Das nahm nicht wunder, hatte sich sein Bruder Felix doch während der praktischen Pilotenausbildung in Arizona mit einem Tropenvirus infiziert und nur mit knapper Not überlebt. Seitdem hätte Danny seine Geschwister am liebsten zu Hause eingesperrt. »Irgendwelche Spinnen? Schlangen? Giftige Quallen?« Er ließ ein Salatblatt durch die Luft schwimmen, und
Anneka lachte. Gleichzeitig schüttelte sie den Kopf. Sie hatte sich bereits umfassend über das Land ihrer Träume informiert.
»Es gibt eine Spinnenart, die sogenannte Katipo. Sie lebt an der Nordküste zwischen Treibholz und Gräsern. Tropenkrankheiten gibt es übrigens auch nicht.« Sie zwinkerte ihm zu.
Wohl oder übel musste Danny einsehen, dass seine Ängste unbegründet waren.
»Und wann soll es losgehen?«
»Im Oktober.«
Tatjana klatschte in die Hände wie ein kleines Mädchen.
»Das ist ja bald! O Mann, am liebsten würde ich gleich mitkommen. Ich wollte schon immer mal wissen, wie Regenwald riecht und das Geräusch der gigantischen Wasserfälle hören. Und die neuseeländische Küche erst … O Mann, ich beneide dich so. Du wirst sehen: So ein Auslandsaufenthalt erweitert den Horizont enorm.« Sie drückte Annekas Hand und strahlte sie an.
Im Gegensatz zu seiner Freundin war Danny noch immer alles andere als begeistert.
»Was sagen denn Mum und Dad dazu?«, stellte er eine weitere Frage. Unvermutet landete er einen Volltreffer.
Anneka senkte den Kopf.
»Denen hab ich’s noch nicht gesagt«, murmelte sie. »Ich wusste bis vor ein paar Tagen ja selbst noch nicht, dass ich das Auslandspraktikum doch machen kann. Aber jetzt, nachdem ich reinen Tisch mit Noah und Jakob gemacht hab, hält mich nichts mehr auf.«
Danny lehnte sich zurück und musterte sie mit verkniffener Miene.
»Also, ich weiß nicht. Das klingt alles viel zu perfekt, um wahr zu sein. Bestimmt gibt es auch einen Haken. Wie sieht’s zum Beispiel mit …« Er wollte gerade mit der Aufzählung beginnen, als Tatjana ihm ins Wort fiel.
»Das ist mal wieder typisch! Nur ja nichts Neues ausprobieren, es könnte ja aufregend sein«, spottete sie.
»Damit bin ich bisher gut gefahren!« Danny dachte nicht daran, auf die Herausforderung einzugehen. »Mal abgesehen davon, dass du Aufregung genug bist in meinem Leben.«
»Oh, echt? Dabei hab ich mich gerade erst warmgelaufen.« Sie zwinkerte ihm zu und schob einen Tomaten-Mozzarella-Spieß in den Mund.«
Danny schnitt eine Grimasse.
»Wenn das so ist, komm ich mit nach Neuseeland.« Er wandte er sich an seine Schwester. »Braucht der Kindergarten einen fähigen Arzt?«
Mit blitzenden Augen wiegte Anneka den Kopf.
»Der arme Dad. Du kannst ihn doch nicht auch noch verlassen. Zuerst Wendy, dann ich, und jetzt kommst du auch noch daher. Mal abgesehen von Felix, der sich im Kindersanatorium vergnügt.«
»Und dort die Teenager aufmischt, der alte Schwerenöter.« Danny schmunzelte, ehe seine Gedanken weiter eilten. »Wendy kommt ja morgen schon wieder.« Er griff nach der Flasche Bier. »Ich bin gespannt, ob sie überhaupt noch Lust auf Arbeit hat. Neulich am Telefon klang sie superentspannt.«
Tatjana winkte ab.
»Ach, sobald sie hinter dem Tresen am Schreibtisch sitzt, ist sie wieder in ihrem Element.«
»Schon möglich. Auf jeden Fall werden wir sie morgen früh mit allen Ehren begrüßen. Sie soll wissen, wie sehr wir sie vermisst haben, und wie sehr sie gebraucht wird.«
»Die Willkommenstorte steht schon im Kühlschrank. Komm ja nicht auf die Idee, was davon zu stibitzen!«, warnte Tatjana ihren Freund.
»Ich? Das würde ich niemals tun.«
»Ach, und wer hat neulich von meiner Cremefüllung genascht?« Sie durchbohrte ihn dermaßen mit Blicken, dass Danny rot wurde.
»Das hast du gemerkt?«
»Natürlich. Meine Füllungen sind immer exakt berechnet«, erklärte sie mit hoch erhobenem Zeigefinger. »Das wird ein Nachspiel haben, mein Lieber.«
Seufzend wandte sich Danny an seine Schwester.
»Das sind die Abenteuer, mit denen ich im Alltag zu kämpfen hab.«
»Selbstgewähltes Schicksal«, urteilte Anneka und zuckte mit den Schultern. Ihre funkelnden Augen verrieten sie. »Jeder ist seines Glückes Schmied. Und ich werd meins in Neuseeland suchen. Auch wenn ich euch vermissen werd.« Bei diesem Gedanken verschwand das Strahlen auf ihrem Gesicht.
Mit der ihr eigenen Sensibilität spürte Tatjana diesen Stimmungsumschwung und wirkte ihm mit ein paar lustigen Anekdoten aus dem Café ›Schöne Aussichten‹ entgegen, sodass der Abend schließlich doch noch mit guter Laune zu Ende ging.
*
Schon früh am nächsten Morgen stand Felix Norden hinter der Theke der Bäckerei in der Kinderkurklinik und half der Verlobten seines Onkels. Seine Genesung machte Fortschritte, und er langweilte sich zunehmend, sodass er beschlossen hatte, sich im Verkauf und –
