Dr. Lammers in Bedrängnis: Dr. Norden 25 – Arztroman
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Patricia Vandenberg ist die Begründerin von "Dr. Norden", der erfolgreichsten Arztromanserie deutscher Sprache, von "Dr. Laurin", "Sophienlust" und "Im Sonnenwinkel". Ohne ihre Pionierarbeit wäre der Roman nicht das geworden, was er heute ist.
»Feierabend!« Mit einem Blick auf die Uhr – sie hing im Vorraum des Operationssaals an der Wand – zog Dr. Felicitas Norden die OP-Maske vom Gesicht und warf sie zielsicher in den Abfalleimer. »Da sieht man mal wieder, wie ungerecht die Welt ist«, scherzte die Kinderärztin Carola May, die bei dem Eingriff assistiert hatte. »Ich darf heute Nachtschicht schieben.« Die Handschuhe schnalzten, als sie sie von den Fingern zog. Sie gesellte sich zu ihrer Chefin, die an einem der Waschbecken stand und sich die Hände wusch. Fee drehte den Kopf. Ihr Lächeln war verschmitzt. »Dafür haben Sie das Vergnügen, unseren neuen Kollegen einzuarbeiten. Ich kann mir unangenehmere Aufgaben vorstellen.« Diese Anspielung hatte ihre Berechtigung. Götz Grabmann, der das Team der Pädiatrie seit ein paar Tagen verstärkte, bestach durch Traummannqualitäten. Er sah nicht nur auf unaufdringliche Art und Weise gut aus, sondern war auch noch groß und gut gebaut. Sein fein geschnittenes Gesicht mit schmalen, grünen Augen und leicht gebogener Nase wurde von vollen Lippen dominiert. Schon nach den ersten Stunden der Zusammenarbeit war Fee sein humorvolles Wesen aufgefallen. Zudem schien er zuverlässig, klug und warmherzig zu sein. Kurzum: Götz Grabmann war ein Mann, bei dem sich selbst eine treue Ehefrau wie Felicitas Norden ein paar Träumereien nicht verkneifen konnte. In ihre Gedanken hinein tönte Carolas mädchenhaftes Kichern.
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Buchvorschau
Dr. Lammers in Bedrängnis - Patricia Vandenberg
Dr. Norden
– 25 –
Dr. Lammers in Bedrängnis
Hilfe kommt von ungeahnter Seite
Patricia Vandenberg
»Feierabend!« Mit einem Blick auf die Uhr – sie hing im Vorraum des Operationssaals an der Wand – zog Dr. Felicitas Norden die OP-Maske vom Gesicht und warf sie zielsicher in den Abfalleimer.
»Da sieht man mal wieder, wie ungerecht die Welt ist«, scherzte die Kinderärztin Carola May, die bei dem Eingriff assistiert hatte. »Ich darf heute Nachtschicht schieben.« Die Handschuhe schnalzten, als sie sie von den Fingern zog. Sie gesellte sich zu ihrer Chefin, die an einem der Waschbecken stand und sich die Hände wusch.
Fee drehte den Kopf. Ihr Lächeln war verschmitzt.
»Dafür haben Sie das Vergnügen, unseren neuen Kollegen einzuarbeiten. Ich kann mir unangenehmere Aufgaben vorstellen.«
Diese Anspielung hatte ihre Berechtigung. Götz Grabmann, der das Team der Pädiatrie seit ein paar Tagen verstärkte, bestach durch Traummannqualitäten. Er sah nicht nur auf unaufdringliche Art und Weise gut aus, sondern war auch noch groß und gut gebaut. Sein fein geschnittenes Gesicht mit schmalen, grünen Augen und leicht gebogener Nase wurde von vollen Lippen dominiert. Schon nach den ersten Stunden der Zusammenarbeit war Fee sein humorvolles Wesen aufgefallen. Zudem schien er zuverlässig, klug und warmherzig zu sein. Kurzum: Götz Grabmann war ein Mann, bei dem sich selbst eine treue Ehefrau wie Felicitas Norden ein paar Träumereien nicht verkneifen konnte.
In ihre Gedanken hinein tönte Carolas mädchenhaftes Kichern.
»Stimmt. Vor allen Dingen, weil unser Sunnyboy Single ist.«
Fee nahm ein Handtuch vom Stapel und trocknete sich die Hände.
»Tatsächlich? Das wusste ich gar nicht.«
Wieder kicherte Carola.
»Warum auch? Sie sind ja eine glücklich verheiratete Frau. Aber unter uns einsamen Herzen spricht sich so was natürlich schnell herum«, seufzte sie und folgte Felicitas, die im Begriff war, den Vorraum zu verlassen. Höchste Zeit, nach Hause zu fahren. Ihr zweitältester Sohn Felix hatte den ersten Teil seiner praktischen Ausbildung zum Verkehrspiloten in Amerika abgeschlossen und nutzte ein paar freie Tage, um die Familie zu besuchen. Diese seltene Gelegenheit, wenn sich wieder einmal alle um den großen Esstisch versammelten, wollte Felicitas so ausgiebig wie möglich genießen. Mit einem Anflug von Ungeduld hielt sie Carola May die Tür auf. »Leider schläft die Konkurrenz nicht«, erklärte die.
Diese Bemerkung erinnerte Fee an etwas.
»Darf ich offen zu Ihnen sein?«
»Natürlich.« Carola legte den dunklen Pagenkopf schief und musterte ihre Chefin interessiert.
»Ich sehe es als riesigen Fortschritt, dass Sie nicht mehr nur Augen für den Kollegen Lammers haben, sondern sich anderweitig umsehen«, gestand Fee. »Allein das ist ein Gewinn auf ganzer Linie.«
Carola machte keinen Hehl aus ihrem Schreck.
»Das wissen Sie?« Sie schnappte nach Luft.
»Keine Sorge!« Felicitas lächelte beschwichtigend. »Ich bin eine aufmerksame Beobachterin, glaube aber nicht, dass die anderen etwas bemerkt haben.« Sie nickte ihrer Kollegin zu und wandte sich nach kurzem Abschied endgültig ab. Während sie dem Ausgang zustrebte, erlaubte sie sich einen Anflug von Schadenfreude, eine Eigenschaft, die ihr im Normalfall fremd war. Doch mit seinen Spitzen und Gemeinheiten, den gescheiterten Intrigen und Versuchen, sie aus der Klinik zu vergraulen, hatte sich Dr. Lammers selbst ins Aus katapultiert. Nur seine außerordentlichen Fähigkeiten auf dem Gebiet der Kinderchirurgie sprachen noch für ihn. Deshalb konnte und wollte Fee kein Mitleid haben. Als in diesem Moment das Klinikhandy klingelte, fühlte sie sich unwillkürlich bestraft für ihre Härte.
»Ja, Norden«, meldete sie sich in der Hoffnung, es würde sich lediglich um einen Scherz der Kollegin May handeln. Ihr Wunsch sollte nicht in Erfüllung gehen.
»Es tut mir wahnsinnig leid, aber Sie müssen zurückkommen!« Carolas Tonfall war alarmierend. »Ich war gerade bei dem kleinen Klinger. Seit Tagen geht es ihm schon nicht gut. Volker wollte nicht, dass sie davon erfahren. Aber jetzt ist es so schlimm geworden … ich muss Sie einfach informieren.«
Fee musste einen Moment nachdenken.
»Ist das der Junge, der sich beim Klettern verletzt hat? Lammers hat ihn operiert.«
Carola bestätigte diese Vermutung.
»Irgendwas stimmt nicht mit ihm. Er weint vor Schmerzen, hat Muskelkrämpfe und kann den Kiefer kaum noch öffnen. Kommen Sie schnell, bevor Schlimmeres passiert.« Diese Bitte aus dem Mund der erfahrenen Ärztin war verstörend.
Fee wusste, dass sie handeln musste. Sie schickte einen heißen, sehnsüchtigen Gedanken nach Hause. Dann machte sie auf dem Absatz kehrt und lief zurück auf die Station.
*
Verzweifelt saß Mandy auf dem Boden ihres WG-Zimmers und starrte auf den Stapel Papier, der über den nagelneuen Designerteppich verteilt war. Kontoauszüge, unbezahlte Rechnungen, Mahnungen, alles durcheinander.
»Zweitausend Euro im Minus. Einen Kredit über Zehntausend, den ich nicht abbezahlen kann, und die Miete ist demnächst auch wieder fällig«, murmelte sie vor sich hin. »Ganz zu schweigen von den unbezahlten Rechnungen. Was soll ich denn jetzt machen? Gehalt bekomme ich erst Ende des Monats.« Sie hob den Kopf, und ihre babyblauen Augen richteten sich wie Scheinwerfer auf den jungen Mann, der auf der Ledercouch lümmelte und an einer Tasse Tee nippte.
»Mist«, erwiderte Alex lakonisch. »Dabei wollte ich dich gerade fragen, ob du mir einen Zwanziger leihen kannst.«
»Schon mal einer Nackten in die Tasche gegriffen?«, fragte Mandy ätzend. »Allmählich glaube ich, dass der Umzug nach München eine Schnapsidee war.« Sie nahm ihren ehemaligen Kollegen ins Visier, der sie zu diesem Schritt überredet hatte. Eine neue Stadt, ein neuer Job, ein neues Leben. Diese Vorstellung hatte Mandy gelockt. Es schien eine gute Möglichkeit, um über ihre unglückliche Liebe zu dem untreuen Markus hinweg zu kommen. Doch wie so oft wollte der Traum nicht Wirklichkeit werden. Sie konnte Markus nicht vergessen und tröstete sich mit immer neuen Sachen. Das Ergebnis lag vor ihr auf dem Teppich. Und damit nicht genug. »Und jetzt hast du auch noch deinen Job verloren«, sagte sie zu Alex.
Der nippte ungerührt an seiner Tasse.
»Was hat denn das mit deinen Problemen zu tun?«
»Ich muss deinen Anteil der Miete auch noch zahlen. Schon vergessen?« Mandy griff nach dem Umschlag, der zuoberst auf dem Stapel lag. Er war gelb. Ein schlechtes Omen. Sie überflog den Text und wäre um ein Haar in Tränen ausgebrochen. »Wenn ich meine Schulden bei dem Online-Kaufhaus nicht innerhalb einer Woche beglichen habe, wird mein Gehalt gepfändet. Dann bin ich meine Stelle auch noch los. Was soll ich denn jetzt tun?« Ihr verzweifelter Blick klebte an Alex.
Der zuckte mit den Schultern.
