Über dieses E-Book
Noch bevor die Sonne über Italien untergeht, wird Gracie im Jet zurück nach Australien sitzen. Das glaubt sie jedenfalls - bis der attraktive Luca Siracusa sie in Rom vom Fleck weg als Nanny für seine Tochter engagiert. Gracie genießt jeden Tag mit Luca und der kleinen Mila. Insgeheim träumt sie davon, für immer bei diesen beiden Menschen, die ihr Herz im Sturm erobert haben, in der Toskana zu bleiben. Aber auf Lucas Liebeserklärung wartet sie vergeblich. Stattdessen macht er ihr eines Tages überstürzt einen Antrag...
Ally Blake
<p>Ally Blake ist eine hoffnungslose Romantikerin. Kein Wunder, waren die Frauen in ihrer Familie doch schon immer begeisterte Leserinnen von Liebesromanen. Sie erinnert sich an Taschen voller Bücher, die bei Familientreffen von ihrer Mutter, ihren Tanten, ihren Cousinen und sogar ihrer Großmutter weitergereicht wurden. Und daran, wie sie als junges Mädchen unter dem riesigen Bett ihrer Großmutter einen unendlichen Schatz an Mills & Boon-Romanen fand. Und noch heute, wenn sie das Haus ihrer Kindheit besucht, warten ein oder zwei Liebesromane neben ihrem Bett auf sie. Allys erster richtiger Beruf nach dem Studienabschluss war der eines Cheerleaders. Das ist tatsächlich ein richtiger Beruf! Drei Jahre lang tanzte sie für ein Rugby- und ein Basketball-Team sowieso in einer wöchentlichen Fernsehsendung. Außerdem gab es da noch die Schauspielerei. Ally spielte in Kurzfilmen mit, die Freunde drehten, und schrieb selbst Drehbücher auf ihrem Weg zu einer berühmten, Oscar-prämierten Schauspielerin. Und dabei lernte sie ihren Mann Mark kennen, der gerade bei einem lokalen Fernsehsender Karriere machte. Vor ein paar Jahren heiratete sie Mark in Las Vegas, ein fantastisches Ereignis, zu dem ihre Familien und enge Freunde erschienen. Vor der Hochzeit reisten sie durch Kalifornien (wo sie eine ungesunde Sucht nach Starbucks Frappucinos entwickelte). Und nach der wundervollen Zeremonie (die am selben Morgen organisiert wurde) und Dinner im Brown Derby-Restaurant im Mirage (einen Tag, nachdem Tiger Woods dort gespeist hatte) und nachdem Frank Sinatra (sie schwört, dass er es war!) ihnen ein Ständchen gesungen hatte, reisten sie kreuz und quer durch die Vereinigten Staaten. Sie trafen Hugh Hefner in Disneyland und Tony Curtis in Las Vegas - und diesmal waren sie es wirklich! Noch ein paar Infos zu Ally Blake: Sie ist Australierin und hat das Sternzeichen Krebs. Ihre Tipps, um als Autorin Erfolg zu haben: Man muss den unbedingten Wunsch haben, veröffentlich zu werden! Und immer wieder Manuskripte einreichen, egal, wie oft sie einem zurückgeschickt werden. Und vor allem: Schreiben Sie ein Buch zu Ende. Lauter Teile eines Manuskripts ergeben noch kein Buch! Und schließlich noch ihre Tipps für eine glückliche Beziehung: Nichts ist so wirkungsvoll wie Küsse, Schmusen und dem anderen zu sagen: "Ich liebe dich". Und zwar so oft wie möglich!</p>
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Rezensionen für Mit dir kehrt das Glück zurück
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Buchvorschau
Mit dir kehrt das Glück zurück - Ally Blake
IMPRESSUM
Mit dir kehrt das Glück zurück erscheint in der Harlequin Enterprises GmbH
© 2005 by Ally Blake
Originaltitel: „A Mother For His Daughter"
erschienen bei: Mills & Boon Ltd., London
Published by arrangement with HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.àr.l.
© Deutsche Erstausgabe in der Reihe ROMANA
Band 1633 - 2006 by CORA Verlag GmbH, Hamburg
Übersetzung: Svenja Willkomm
Umschlagsmotive: ivangal/shutterstock
Veröffentlicht im ePub Format in 02/2015 – die elektronische Ausgabe stimmt mit der Printversion überein.
E-Book-Produktion: GGP Media GmbH, Pößneck
ISBN 9783733787905
Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.
CORA-Romane dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.
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BACCARA, BIANCA, JULIA, ROMANA, HISTORICAL, MYSTERY, TIFFANY
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1. KAPITEL
Am Trevi-Brunnen in Rom warf Gracie Lane ein Geldstück ins Wasser. Einer römischen Legende zufolge bedeutete dies, dass sie eines Tages nach Rom zurückkehren würde.
Doch die zweite Münze, die sie auf den Grund des Brunnens warf, war die wichtigere. Gracie hielt sie fest in der Hand, zögerte einen Moment und vergegenwärtigte sich noch einmal, was sie an diesen Ort geführt hatte: Sie suchte einen Mann.
Und zwar nicht irgendeinen, sondern ihren Vater. Bislang waren all ihre Bemühungen, ihn zu finden, erfolglos geblieben. Nicht einmal die australische Botschaft hatte ihr weiterhelfen können.
„Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass ich Antonio Graziano finde!", sagte Gracie laut, drehte sich um und warf die Münze in den Brunnen.
Nichts geschah.
Ungerührt lächelte Neptuns Statue im Brunnen wie zuvor, das Wasser plätscherte, Tauben gurrten, ringsum toste der Verkehr und drängten sich die Touristen. Entmutigt setzte sich Gracie auf die niedrige Betonmauer und lehnte sich an die Brunnenumrandung. Das war also das Ende ihres italienischen Abenteuers. Jetzt blieb ihr nur noch, ihr Gepäck aus der Pension für Rucksacktouristen zu holen, bei der Fluggesellschaft anzurufen, um den Rückflugtermin nach Melbourne zu bestätigen, und sich vom Rest ihres Geldes ein Ticket für den Zubringerzug zum Flughafen zu kaufen.
Verzweifelt ließ Gracie den Kopf hängen.
Auf einmal berührte sie jemand am Knie. Beunruhigt richtete sie sich schnell auf. Versuchte etwa einer der vielen Bettler Roms, ihr das Portemonnaie aus der Jeanstasche zu stehlen? Nein. Vor ihr stand ein kleines Mädchen. Abgesehen von ihrer teuren Designerkleidung, sah die Kleine aus wie Gracie auf ihren Kinderfotos: Sie hatte eine helle Haut, glänzende dunkle Locken und ernst blickende, strahlend blaue Augen. Ihr fehlten nur die Sommersprossen, auf die Gracie immer so stolz gewesen war. Denn zumindest die Sommersprossen hatte sie mit ihren schlaksigen, blonden, sonnengebräunten australischen Schulfreundinnen gemeinsam gehabt.
„Hallo, mein Schatz", sprach Gracie die Kleine an.
Einen Moment zögerte das Mädchen, dann antwortete es auf Englisch mit italienischem Akzent: „Hallo. Ich heiße Mila."
„Hallo, Mila, ich bin Gracie."
Mila neigte das Köpfchen zur Seite und betrachtete Gracie forschend. „Geht es dir nicht gut?"
Bei dieser Frage musste Gracie unwillkürlich lächeln, behielt aber ihre Sorgen für sich. Wozu sollte sie einem Kind ihr Herz ausschütten?
„Doch, ich bin okay, Mila." Dann sah sie sich suchend nach den Eltern um. Auf dem Platz und um den Brunnen herum wimmelte es von Menschen. Touristen warfen Münzen ins Wasser, Straßenhändler boten Flaschenöffner mit dem Bild des Papstes an, schwarz gekleidete Nonnen suchten in den Kisten mit Flaschenöffnern nach einem besonders schönen Exemplar, und junge Italiener verkauften Rosen an die Verliebten.
„Wo ist denn deine Mutter, Mila?" Gracie nahm die Kleine an die Hand.
„Im Himmel", antwortete das Mädchen ernst und ruhig.
Erstaunt blickte Gracie das Kind an. Offenbar verband sie mehr als nur ihr Aussehen. „Und dein Vater? Ist er hier irgendwo?"
Mila nickte.
„Kannst du ihn mir zeigen?"
Im selben Moment entdeckte Gracie einen großen schlanken Mann, der sich nervös einen Weg durch die Menge bahnte und sich besorgt umblickte. Trotz seiner angespannten Miene sah er in seinem schwarzen Anzug und dem langen Mantel, der wie ein Cape geschnitten war, auffällig gut aus. Der Mann trug sein schwarzes Haar etwas länger, als es in Australien üblich war, aber Gracie fand, dass dieser Haarschnitt den italienischen Männern ausgezeichnet stand.
Leicht belustigt schüttelte sie den Kopf. Sicher übertrieb sie wieder einmal, und Milas Vater faszinierte sie nur, weil sie schon als Kind eine Vorliebe für alles Italienische gehabt hatte. Dass es ihre Mutter jedes Mal aufgeregt hatte, wenn sie von Italien und den Italienern schwärmte, hatte diese Tendenz noch verstärkt.
„Hierher!" Gracie winkte Milas Vater zu. Mit der anderen Hand hielt sie Mila fest.
Mila machte sofort mit, winkte und rief: „Papa!"
Auf die hohe Stimme seiner Tochter reagierte der Mann sofort. Er blieb stehen und horchte, woher der Klang kam.
Daraufhin hob Gracie Mila hoch. „Ruf ihn noch einmal!"
„Papa! Vieni qui!"
Als er seine Tochter entdeckte, eilte er auf sie zu. Erleichtert nahm er sie Gracie ab und redete schnell und lebhaft auf Italienisch auf die Kleine ein. Dabei verstand Gracie gerade genug, um zu merken, dass er mit ihr schimpfte. Aber offenbar auf eine nette Art, denn Mila hörte gar nicht wieder auf zu kichern.
Auch aus der Nähe sah der Vater der Kleinen fantastisch aus. Er war mindestens zehn Zentimeter größer als die meisten italienischen Männer und hatte so markante, makellose Gesichtszüge, dass er Michelangelo Modell für seinen David gestanden haben könnte. Als er Mila wieder absetzte, erzählte sie ihm aufgeregt etwas auf Italienisch und deutete immer wieder in Gracies Richtung. Während er ihr aufmerksam und geduldig zuhörte, sah er Gracie zum ersten Mal an. Die Farbe seiner Augen erinnerte an Schokolade. Neben ihm kam Gracie sich mit ihren knapp eins fünfundsechzig klein vor. Als der Fremde ihr nun seine ungeteilte Aufmerksamkeit schenkte, pochte ihr Herz plötzlich schneller. So eindringlich, wie er sie ansah, hatte sie das Gefühl, als wollte er sich ihr Gesicht für immer einprägen, und das fühlte sich gar nicht schlecht an. Im Gegenteil.
Dann lächelte er, und sein Lächeln war noch um einiges faszinierender als der Blick aus seinen großen braunen Augen.
„Ciao", sagte er mit tiefer, wohlklingender Stimme. „Grazie per …"
Aber Gracie hob abwehrend die Hand.
Er verstummte sofort.
„Einen Moment bitte! Non comprende. Ich komme aus Australien und parle nicht viel Italiano …" Auch sie verstummte, schüttelte den Kopf und versuchte, mit Gesten auszudrücken, wofür ihr die Worte fehlten.
Zu ihrer großen Erleichterung sah Milas Vater sie auch weiterhin freundlich an.
Oder bildete sie sich das ein? Wahrscheinlich beruhte auch dieser Eindruck auf ihrer Vorliebe für alles Italienische und darauf, dass sie zum ersten Mal seit Wochen jemand ansah, als wäre sie ein Mensch und keine Nervensäge, die zu wenig Italienisch sprach, oder eine Touristin, die man um möglichst viel Geld erleichtern wollte.
„Luca Siracusa." Ohne sie aus den Augen zu lassen, reichte er ihr die Hand.
„Gracie Lane."
Mit einem Lächeln deutete er eine Verbeugung an. Weil Mila offensichtlich anfing, sich zu langweilen, fasste sie Gracie an der Hand und schaukelte zwischen ihr und ihrem Vater hin und her. Dann summte sie vergnügt eine Melodie vor sich hin und hüpfte im Takt dazu auf und ab.
„Sie kommen also aus Australien, Miss Lane?", fragte Luca in perfektem Englisch. Dem Akzent nach hatte er es in Amerika gelernt.
„Genau."
„Entschuldigen Sie bitte, aber ich habe Sie für eine Römerin gehalten. Sie verhalten sich nämlich nicht wie die anderen Touristen."
Gern hätte Gracie ihm zugelächelt, aber das Lächeln misslang ihr. Dass sie so italienisch aussah, war ja gerade das Problem! „Ich bin auch Italienerin, gab sie zu. „Zumindest zur Hälfte.
„Aber Sie sprechen die Sprache nicht?"
„Es reicht gerade, um eine Fahrkarte zu kaufen oder eine Pizza zu bestellen."
Wieder lächelte Luca. „Ich habe gerade zu Mila gesagt, wie dankbar ich bin, dass Sie mir meine Kleine zurückgebracht haben. Auf unserem Grundstück ist es schon schwer genug, ein Auge auf sie zu haben. Ich weiß nicht, welcher Teufel mich geritten hat, sie hierher mitzunehmen." Mit einer weit ausholenden Geste wies er auf den Platz, den Brunnen und die Menschenmenge um sie.
Jetzt erst erinnerte sich Gracie wieder, wo sie war – am Trevi-Brunnen. Dort, wo Wünsche wahr wurden.
„Vielleicht wollten Sie Ihrer Tochter den Tag ein bisschen verzaubern", schlug sie vor. Denn trotz ihrer getrübten Stimmung war ihr der Reiz der alten Gebäude, die den Platz säumten, nicht entgangen.
Als wüsste er genau, was sie gemeint hatte, sah Luca sich um, und als sein Blick wieder auf Gracie fiel, bedachte er sie mit einem beinahe zärtlichen Blick.
Woraufhin sie prompt errötete.
„Sie haben recht, nickte Luca. „Mila soll möglichst viel über ihre Heimat erfahren. Als Teenager wird sie der eigenen Kultur sicher den Rücken kehren – wie so viele Jugendliche.
„Ja, dann sieht sie sich nur noch amerikanische Filme an und trägt englische Kleidung, stimmte Gracie ihm zu. „Aber das ist nicht nur in Italien so. Auch die australischen Teenager machen es so. Irgendwann wird ihnen die eigene Kultur zu langweilig, und sie wollen ausbrechen.
„Ja, so ist es wohl", erwiderte er mit einem wehmütigen Lächeln.
„Obwohl ich mir gar nicht vorstellen kann, dass man sich von der italienischen Kultur abwenden kann, sagte Gracie. „Dies ist die schönste Stadt, die ich je gesehen habe.
„Dem werde ich natürlich nicht widersprechen. Was haben Sie denn noch von Italien gesehen?"
„Nur Rom. Für mehr hatte ich leider keine Zeit." Dabei hatte sie nicht einmal von Rom besonders viel gesehen. Sicher rührte ein Teil ihrer Niedergeschlagenheit auch genau daher, dass sie so wenig vom Land ihres Vaters gesehen hatte.
„Nur Rom?, wiederholte er und machte kein Hehl daraus, wie schockiert er war. „Dann haben Sie ja nur einen winzigen Ausschnitt von Italien kennengelernt. Dabei hat das Land so unterschiedliche Landschaften und Regionen. Versprechen Sie mir, dass Sie sich wenigstens noch ein bisschen vom restlichen Italien ansehen!
Nichts hätte Gracie lieber getan, aber ihr Geld war aufgebraucht, und sie hatte Wichtigeres in Rom zu tun, als sich auf die Suche nach der schönsten Villa, der reizvollsten Trattoria oder dem besten Weinhändler zu machen.
„Ich werde es versuchen", wich sie ihm aus.
„Das sagen Sie doch nur mir zuliebe."
Gracie musste lachen. Trotz der Sprachbarriere hatte er sie durchschaut! Und sie lachte zum ersten Mal, seit sie in Rom war.
„Ich wünschte mir sehr, Sie würden sich irren, aber leider haben Sie recht mit Ihrer Annahme."
„Obwohl Englisch nicht meine Muttersprache ist, entgehen mir nicht alle Untertöne."
Gracie lächelte. „Okay, ich merke es mir."
„Sie weichen mir immer noch aus."
„Stimmt, Sie haben gewonnen. Tatsächlich werde ich mir Ihr schönes Land nicht ansehen können, weil mir die Zeit fehlt, die Einheimischen mit meinem Charme zu bezaubern."
Nach diesem Satz geriet die Unterhaltung ins Stocken, außerdem war es längst an der Zeit, sich voneinander zu verabschieden. Doch Gracie fand es erstaunlich schwer, sich zu einem höflichen Auf Wiedersehen durchzuringen und zu gehen. Die Worte kamen ihr nicht über die Lippen, und statt zu gehen, stand sie stumm da und blickte den faszinierenden Fremden an.
Auch er schien es nicht eilig zu haben.
„Entschuldigen Sie, wenn ich zu persönlich werde, sagte er nach einer Weile. „Aber Mila hat mir erzählt, dass Sie vorhin sehr traurig aussahen.
Wie peinlich! Während sie das faszinierende Aussehen dieses Italieners bestaunte, nahm er vermutlich nur die dunklen Ringe unter ihren Augen, ihre zerdrückte Kleidung, die zerzausten Locken und andere deutliche Anzeichen von Erschöpfung an ihr wahr.
„Inzwischen geht es mir aber wieder gut." Abwehrend trat sie einen Schritt zurück und strich sich
