Über dieses E-Book
Die schöne Kunstexpertin Jane Souvakis traut ihren Augen kaum: Nach fünf langen Jahren steht ihr Mann Demetri plötzlich vor der Tür - und verlangt die Scheidung. Ein Sturm der Gefühle erwacht in Jane. Nichts hat sie vergessen, nicht die große Liebe und nicht den Schmerz über seinen Verrat. Und dann sieht sie in seinen dunklen Augen, dass auch er tief berührt ist. Ein letztes Mal liegen sie einander in den Armen und vergessen die Welt um sich herum. Am nächsten Morgen verlässt Demetri England und nimmt Janes Herz mit. Zurück bleibt nur das Unterpfand seiner Liebe ….
Anne Mather
<p>Ich habe schon immer gern geschrieben, was nicht heißt, dass ich unbedingt Schriftstellerin werden wollte. Jahrelang tat ich es nur zu meinem Vergnügen, bis mein Mann vorschlug, ich solle doch meine Storys mal zu einem Verlag schicken – und das war’s. Mittlerweile habe ich über 140 Romances verfasst und wundere mich manchmal, wie schnell alles ging. Obwohl ich als Kind und auch als Teenager praktisch ständig geschrieben habe, habe ich keine Story wirklich beendet. Wenn mein Zimmer zu chaotisch aussah, kam meine Mutter herein, sammelte alle bekritzelten Blätter ein und warf sie in den Müll. So kam es, dass das Buch, das ich verfasste, als meine Tochter ein Baby war, das erste Werk war, das ich tatsächlich abschloss. Ich fand es schwierig, zwischen dem Haushalt und dem Kind genug Zeit zu finden und schrieb in jeder freien Minute auf ein Stück Papier – nicht gerade professionell, aber so war es halt damals. Mittlerweile sind meine beiden Kinder erwachsen, und ich habe zwei entzückende Enkel, die vier und sechs Jahre alt sind. <br/></p>
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Rezensionen für Die letzte Nacht mit dir
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Buchvorschau
Die letzte Nacht mit dir - Anne Mather
Anne Mather
Die letzte Nacht mit dir
IMPRESSUM
JULIA erscheint im CORA Verlag GmbH & Co. KG,
20350 Hamburg, Axel-Springer-Platz 1
© 2007 by Anne Mather
Published by arrangement with HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V., Amsterdam
© Deutsche Erstausgabe in der Reihe JULIA
Band 1814 (11/1) - 2008 by CORA Verlag GmbH & Co. KG, Hamburg
Übersetzung: Dr. Susanne Hartmann
Fotos: Harlequin Books S.A.
Veröffentlicht im ePub Format im 04/2011 – die elektronische Ausgabe stimmt mit der Printversion überein.
eBook-Produktion: GGP Media GmbH, Pößneck
ISBN 978-3-86349-271-7
Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.
CORA-Romane dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Führung in Lesezirkeln nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlages. Für unaufgefordert eingesandte Manuskripte übernimmt der Verlag keine Haftung. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.
1. KAPITEL
Jane betrat die Wohnung und steuerte schnurstracks auf den Kühlschrank zu. Etwas zu essen enthielt er zwar nicht, aber sie wusste, dass sie noch Cola hatte. Ungeduldig zog sie eine Dose heraus, öffnete sie und trank. Dann kehrte sie ins Wohnzimmer zurück und schleuderte ihre Schuhe weg.
Schön, wieder zu Hause zu sein, dachte sie, während sie sich in dem großen Raum umsah, der ihr zugleich als Esszimmer diente. Jetzt war sie froh, dass sie die Zwischenwand hatte herausreißen lassen. Zusammen mit der kleinen Küche, ihrem Schlafzimmer und dem angrenzenden Bad war dies nun seit fünf Jahren ihr Heim.
Den Koffer hatte sie beim Betreten der Wohnung im Flur abgestellt. Als sie ihn holen wollte, bemerkte Jane verwundert das hektische Blinken des Anrufbeantworters. Alle ihre Freunde wussten, dass sie verreist war, und die geschäftlichen Anrufe wurden an die Galerie umgeleitet. Wer konnte das also sein? Höchstwahrscheinlich mal wieder Mom, dachte sie resigniert.
Mit Hilfe des Internets hatte Mrs. Lang garantiert schon herausgefunden, dass Janes Maschine wohlbehalten in Heathrow gelandet war. Trotzdem musste sie sich noch einmal persönlich davon überzeugen, dass ihrer Tochter nichts zugestoßen war.
Seufzend drückte Jane die Taste, um ihre Nachrichten abzuhören. Im nächsten Moment zuckte sie zusammen, als hätte ein elektrischer Schlag sie getroffen.
„Jane! Nimm den Hörer ab. Es ist wichtig."
Kraftlos sank sie auf den Hocker, der neben dem Telefontisch stand. Diese wohltönende, dunkle Stimme kannte sie nur zu gut.
Der Anrufer war niemand anderes als Demetri Souvakis!
Obwohl Jane sich geschworen hatte, Demetri ein für alle Mal aus ihrem Leben zu streichen, bemerkte sie verärgert, wie ihre Knie weich wurden. Offensichtlich hatte er nichts von seiner magischen Ausstrahlung verloren.
Dabei war Demetri Souvakis ganz gewiss kein Mann, der sich auf Charme und Ausstrahlung verlassen musste. Harte Arbeit, eine riesige Erbschaft und vor allem seine absolute Skrupellosigkeit hatten ihn schon vor seinem fünfundzwanzigsten Geburtstag zum Multimillionär gemacht.
Doch leider hatte sich diese Skrupellosigkeit dann irgendwann auch auf sein Privatleben übertragen.
Während Jane zittrig ausatmete und sich zu beruhigen versuchte, spielte der Anrufbeantworter die zweite Nachricht ab.
„Ich bin’s, Jane. Dein Ehemann. Ich weiß doch, dass du da bist. Zwing mich nicht, dich aufzusuchen. Können wir denn nicht zumindest wie zivilisierte Erwachsene miteinander reden?"
Das half. Sein arroganter Tonfall. Wie er einfach voraussetzte, dass sie verfügbar war, wenn er sie gerade sprechen wollte. Und wie konnte er es wagen, sich als ihren Ehemann zu bezeichnen? In den vergangenen fünf Jahren hatte es ihn nicht im Geringsten interessiert, ob sie überhaupt noch am Leben war.
Sie bemühte sich, ihre Wut zu beherrschen. Was jedoch nicht verhinderte, dass schmerzliche Erinnerungen ihre schwer erkämpfte Gelassenheit zerstörten. Was fiel ihm ein, sich jetzt bei ihr zu melden, als hätte er das Recht dazu? Was sie anbelangte, so gehörte er endgültig der Vergangenheit an.
Na ja, fast.
Jane seufzte. Zuerst hatte sie seinen Vater kennengelernt. Leo Souvakis war sehr charmant gewesen, sehr höflich. Er war zu ihr in die Londoner Galerie gekommen, weil er nach einer Skulptur für sein Haus in Griechenland suchte. Jane hatte damals erst kurze Zeit als Kunsthändlerin gearbeitet, aber schon bewiesen, dass sie das richtige Gespür hatte. Für Mr. Souvakis hatte sie die Statue der Göttin Diana von einem so gut wie unbekannten Künstler gewählt. Leo war begeistert gewesen, nicht nur von dem Kunstwerk, sondern auch von Jane. Während sie über orientalische Keramik diskutiert hatten, war Demetri Souvakis aufgetaucht …
Doch darüber wollte sie jetzt nicht nachdenken. Sie war gerade von einer erfolgreichen Reise nach Australien und Thailand zurückgekehrt und wollte nur noch ins Bett. Durch einen unerwarteten Zwischenstopp in Dubai war sie über vierzehn Stunden unterwegs gewesen. Jane stand auf, fest entschlossen, sich von Demetri nicht einschüchtern zu lassen. Doch genau in diesem Moment wurde eine dritte Nachricht abgespult.
„Jane? Bist du da, Liebling? Du hast gesagt, du würdest um acht zu Hause sein. Jetzt ist es halb neun, und ich mache mir allmählich Sorgen. Ruf mich an, sobald du in die Wohnung kommst. Ich warte."
Schnell griff Jane nach dem Hörer und drückte die Kurzwahltaste. Ihre Mutter nahm nach zwei Klingeltönen ab. „Hallo, Mom. Tut mir leid, dass du dir Sorgen gemacht hast. Das Flugzeug ist außerplanmäßig in Dubai zwischengelandet."
„Oh, ich verstehe. Ich dachte mir schon, dass es so etwas ist. Und? Wie geht es dir? Ist die Reise ein Erfolg gewesen? Du musst mir beim Mittagessen alles darüber erzählen."
Mittagessen? Jane unterdrückte gerade noch ein Stöhnen. Keinesfalls fühlte sie sich heute einem Mittagessen mit ihrer Mutter gewachsen. „Vielleicht lieber morgen, sagte sie entschuldigend. Sie wusste, dass ihre Mutter es nicht gut aufnehmen würde. „Ich bin ziemlich fix und fertig, Mom. Bevor ich überhaupt irgendetwas tue, brauche ich mindestens acht Stunden Schlaf.
„Na, na! Also wirklich, Jane. Ich brauche selten mehr als vier Stunden Schlaf pro Nacht! Hast du denn im Flugzeug nicht geschlafen?"
„Nicht viel. Jane wünschte, sie wäre weniger ehrlich. „Aber morgen nehme ich mir den ganzen Tag frei für dich. Versprochen, Mom.
„Du bist fast drei Wochen weg gewesen. Man sollte meinen, dass du danach mal deine Mutter besuchen möchtest, Jane. Schließlich weißt du ganz genau, dass ich den größten Teil des Tages in diesem Haus hier festsitze."
Und wessen Schuld ist das? war Jane versucht zu fragen, doch sie wollte keinen Streit anfangen. „Warum lädst du nicht Lucy zum Mittagessen ein?, schlug sie vor. „Ich bin sicher, sie würde sofort zusagen.
„Ganz bestimmt. Aber wenn deine Schwester zum Mittagessen kommt, rennen mir Paul und Jessica durchs ganze Haus."
„Sie sind deine Enkelkinder, Mom."
„Ja, und sie sind völlig undiszipliniert."
„Oh, Mom …"
„Wenn du dich nicht dazu aufraffen kannst, deine Mutter zu besuchen, muss ich mich eben damit abfinden. Wirklich schade! Ich wollte dir eigentlich erzählen, wer letzte Woche bei mir war."
Demetri!
„Du hattest einen Gast? Jane bemühte sich, nur mäßig interessiert zu klingen. „Wie nett.
„Es war überhaupt nicht nett!, widersprach ihre Mutter ärgerlich. „Aber wahrscheinlich hat er dir das ja schon erzählt. Hast du seinetwegen keine Zeit für mich? Verbringst du den heutigen Tag etwa mit ihm?
„Nein! Falls du von Demetri sprichst: Er hat zwei Nachrichten auf meinem Anrufbeantworter hinterlassen, während ich weg war. Nachdem ich mich nicht gemeldet habe, dachte er wohl, du weißt, wo ich bin."
„Und so war es ja auch."
„Hast du es ihm verraten?"
„Ich habe ihm gesagt, dass du im Ausland bist, erklärte ihre Mutter kurz angebunden. „Ich hoffe, du erwartest nicht von mir, dass ich für dich lüge, Jane.
„Nein. Jane seufzte. „Hat er gesagt, worüber er mit mir sprechen will?
„Wenn du die ganze Geschichte hören willst, musst du wohl leider persönlich vorbeikommen. Du weißt, dass ich am Telefon nicht gern Familienangelegenheiten erörtere. Mrs. Lang machte eine Pause. „Wir sehen uns morgen, ja?
Jane biss die Zähne zusammen. Die Reise war erfolgreich verlaufen, und sie hatte sich auf zwei Tage Urlaub gefreut, bevor sie in die Galerie zurückmusste. Doch jetzt fühlte sie sich genötigt, ihre Mutter zu besuchen. Wenn auch nur, um herauszufinden, worum es eigentlich ging.
„Wie wäre es mit Abendessen?", fragte sie. Das würde ihrer Mutter gefallen! Rachel Lang liebte es, wenn sie ihre Tochter voll und ganz in der Hand hatte.
Heutzutage kam das nur noch selten vor. Aber nach ihrer Heirat mit Demetri hatte Jane gespürt, dass ihre Mutter nur auf das Scheitern der Ehe wartete. Als genau das passiert war, hatte Rachel ihr zur Seite gestanden und sie seelisch wieder aufgebaut. Allerdings war sich Jane völlig darüber im Klaren, dass ihre Mutter eine gewisse Genugtuung darüber empfand, wieder einmal recht behalten zu haben.
„Abendessen? Heute Abend, meinst du?"
Es war ein Spiel. Allerdings war Jane heute viel zu müde, um es mitzumachen. „Wann immer es dir passt, sagte sie genervt. „Sag mir einfach Bescheid, wenn du dich entschieden hast.
„Behandelt man so seine Mutter? Als Jane nicht antwortete, schien Rachel zu erkennen, dass es an der Zeit war, nachzugeben. „Heute Abend ist in Ordnung, Liebling. Sieben Uhr? Oder ist dir das zu früh?
„Sieben ist okay. Danke, Mom. Bis dann." Erleichtert legte Jane auf. Als das Telefon gleich darauf klingelte und sie sich meldete, klang ihre Stimme eindeutig gereizt. Es war nur ein Werbeanruf. Ob sie daran interessiert sei, eine Küche zu kaufen. Wütend knallte Jane den Hörer auf.
Natürlich hatte sie in der ersten Sekunde befürchtet, es wäre wieder Demetri. Obwohl das eigentlich nicht besonders wahrscheinlich war. Zweifellos war er geschäftlich in London. Und wenn er Sitzungen hatte, würde er keine Zeit haben, an sie zu denken. Sie stand sicher ziemlich weit unten auf seiner Prioritätenliste. Genau wie früher. Seinem Tonfall nach zu urteilen hatte sich Demetri jedenfalls nicht verändert.
Das Auspacken verschob Jane auf später. Stattdessen ging sie ins Badezimmer, um schnell zu duschen. Während sie in den Spiegel blickte und sich das honigblonde Haar zurückschob, fragte sie sich, wie sehr sie sich in den vergangenen fünf Jahren verändert hatte. Um die äußeren Augenwinkel herum breiteten sich fächerförmig winzige Falten aus, aber sonst war ihre Haut noch immer glatt. An den Hüften hatte sie ein bisschen zugenommen, was ärgerlich war. Ihre Brüste waren noch fest, obwohl sie auch voller geworden waren. Und wenn schon! sagte sich Jane, zu müde, um sich nach dem Duschen richtig abzutrocknen oder ihr Haar zu föhnen. Nackt glitt sie zwischen die Laken, und nicht einmal ihre Besorgnis darüber, dass Demetri sie plötzlich sprechen wollte, konnte sie um den dringend benötigten Schlaf bringen.
Das Klingeln des Telefons weckte sie. Zumindest glaubte Jane, es sei das Telefon. Als sie nach dem Apparat auf dem Nachttisch tastete und abnahm, klingelte es trotzdem weiter. Die Tür.
Seufzend blickte Jane auf den Wecker. Fast Mittag. Sie hatte noch nicht einmal vier Stunden geschlafen, aber sie war lange nicht so müde, wie sie es nach der Ankunft in Thailand gewesen war. Mit dem Jetlag fertig zu werden, fiel ihr in Richtung Westen immer leichter. Es klingelte wieder. Jane stand auf, zog einen Morgenmantel aus grüner Seide an und ging zur Sprechanlage. „Ja?"
„Jane?"
Es war Demetri. Vor Schreck wurde ihr ganz flau.
„Jane, ich weiß, dass du es bist. Würdest du bitte aufmachen?"
Sie fühlte sich wie gelähmt. Ich bin noch nicht so weit, dachte sie verzweifelt. Wenn sie sich überhaupt einmal vorgestellt hatte, ihren Ehemann wiederzutreffen, dann war sie davon ausgegangen, dass es zu ihren Bedingungen sein würde, nicht zu seinen.
„Jane! Er fluchte ein paar Worte auf Griechisch. „Ich weiß, dass du in der Wohnung bist. Deine Mutter hat mir gesagt, du würdest heute zu Hause sein. Los, mach auf!
„Ich bin noch nicht einmal angezogen, Demetri", stieß Jane schließlich hervor. Es war das Einzige, was ihr einfiel, aber es genügte offenbar nicht.
„Dich nackt zu sehen ist nichts Neues für mich, erwiderte er trocken. „Na los. Ich versuche schon fast eine Woche, dich zu erreichen. Wir können nicht alle den halben Tag im Bett verbringen.
Das reichte. Jane vergaß auf der Stelle ihre Unsicherheit. „Ich bin gerade über sechstausend Meilen geflogen, Demetri. Und wenn ich mich richtig erinnere, kommst du mit Jetlag selbst nicht besonders gut klar."
„Ah, ja. Signomi. Entschuldigung."
